Eine Art Dschihad?

„Die Kanzlerin“, schreibt der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe, „stellt sich gegen die Wünsche der katholischen und evangelischen Kirche, irakische Christen, die in ihrer Heimat unter Verfolgung leiden, in Deutschland zügig aufzunehmen.“ (aus: www.pro-medienmagazin.de) Dazu passt die Meldung: Ein irakischer Flüchtling berichtet Ende Juni in Damaskus von systematischer Diskriminierung von Christen bei Ausreisevisa- und Asylgesuchen. … In Botschaften und beim UN-Hochkomissariat für Flüchtlinge (UNHCR) würden Formulare von Christen zerrissen, solche von Muslims sofort angenommen. Jede christliche Familie könne diese Erfahrung bestätigen … Ein christlicher Leiter erklärte, die Angestellten seien Muslime und wollten nichts von Christenverfolgung im Irak hören. (open doors 9/08 Seite 8.) Man hört nun, dass auch irakische Christen nach Deutschland flüchten dürfen. Wieweit das der Wahrheit entspricht, wird hoffentlich beobachtet werden. Freilich ist es traurig, dass sie überhaupt herkommen müssen.

Zur Situation von Christen im Irak s. http://ekklesia-nachrichten.com/Irak+Vater+und+Sohn+im+Nordirak+ermordet+weil+sie+Christen+sind — und über die Toleranz gegenüber von Christen in der Türkei: http://www.welt.de/politik/article2501751/Christen-in-der-Tuerkei-beim-Gebet-festgenommen.html

PS: ich schrieb vor ein paar Tagen in dem Blog, dass ich, je mehr ich mich mit dem Islam beschäftigt habe, desto größere Bauchschmerzen bekommen habe. Wohl nicht nur ich. Was Mohammed betrifft: www.presseportal.de/pm/7861/1262035/gruner_jahr_geo

Segen zum Sonntag 9

Ich wünsche Segen allen, die in ihrem sozialen Umfeld Gutes tun – Gutes für alle Menschen tun, mit denen sie zusammenkommen.

Ich wünsche Segen all denen, die denken, Gutes zu tun, aber Schaden im Herzen und Denken anrichten – dass ihnen rechtzeitig die Augen geöffnet werden.

Gesegnet seien die Menschen, die mit Blick auf Gott in ihrer jeweiligen Gesellschaft leben – in der Nachfolge von Jesus Christus-, und das Leben anderer frei, liebevoll, offen und heilend gestalten.

Selbstzensur 3

>“Verharmlosung“ wird dem vorgeworfen, der sich theologisch mit der Religion des Islam auseinanderzusetzen sucht und dabei nicht auch gleich Erklärungen für die Existenz von Diktaturen und Semi-Dikaturen in Algerien, Saudi-Arabien und Pakistan gibt.< So HILAL SEZGIN kürzlich in FR-online. — Gerade andersherum, verehrte Hilal Sezgin. Warum weise ich lieber auf Saudi Arabien als auf den Koran und die Hadithen? Das theologische Urteil würde noch härter ausfallen. Und da ich eigentlich ein freundlicher Mensch bin, denke ich: Ich will Koran- und Hadithenfreunden diese Schriften nicht madig machen. Nur, damit kein falscher Zungenschlag hineinkommt: Wir können gerne auch über die Bibel diskutieren, Altes und Neues Testament.   

PS: Ohne Kommentar – aber aufschlussreich und lässt so manches erkennen: http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Menschenrechtsrat 

Übrigens nichts für Menschen, die nicht sehen wollen, weil es den Blutdruck in die Höhe treibt: gegen Geschichtsklitterung http://info.kopp-verlag.de/news/kopp-exklusiv-herr-schramma-und-die-voelkermord-leugner.html. Es wäre schön wenn solche Informationen auch in der offiziellen Presse zu finden wären. Solange das nicht geschieht, muss ich auf diese und ähnliche Seiten verweisen. Der Vorwurf, dass diese parteiisch sind, zählt nicht – weil das Weglassen vieler, vieler Nachrichten in den Medien nicht gerade von Objektivität und Neutralität zeugt.

Notiz

In dem Artikel: „Was die Deutschen von Demokratie halten“ (welt.online) fand ich den Satz: „Zudem müssten Politiker den Menschen, die sich auf der Verliererseite sehen, stärker das Gefühl geben, sich für sie einzusetzen, sagte Niedermayer.“ – Ist die Formulierung nicht nett? Politiker müssten das Gefühl geben … – und dann wird es wieder gut mit dem Demokratieverständnis. Der Artikel insgesamt ist „voll“ lesenswert. Was da für ein Bild gezeichnet wird! Wer ist unzufrieden mit der Demokratie im Land? Die Armen, die ein wenig staatsväterliche Zuwendung brauchen …  

Selbstzensur2

Es ist gefährlich, was anderes zu denken als alle denken, sagte er.  Dann sagte er fröhlich: Die Gedanken sind frei … Da kam der kleine Selbstzensor und – schwupps, weg waren sie – die freien Gedanken.

PS.: Noch immer: 35% der Menschen wagen es nicht, „nein“ zu sagen, wenn es darum geht, auf Befehl Menschen zu quälen: www.welt.de/vermischtes/article2487625/Wie-normale-Menschen-zu-Folterknechten-werden.html Wie würde ich reagieren? Und ich befürchte: In einer Gruppe würden noch mehr mitmachen. — Auf Anfrage zu Köln: Was da am Samstag (20.9.) abgelaufen ist, dazu finden sich viele Erlebnisberichte, Beurteilungen und Videos auf www.pi-news.net. Um es wieder zu sagen: Es wäre schön, wenn auch andere Medien auf das undemokratische Verhalten hinweisen würden. Vor allem werden alle gutmeinenden, friedliebenden Demonstranten, die ihre Meinung gegen die Kongressteilnehmer kundtun wollten, auch nicht ernst genommen, wenn ihre freie Meinung mit undemokratischen Mitteln unterstützt wird.   

Selbstzensur1

Als sich ein pensionierter Theologe frömmer äußerte als die Frömmigkeitszensoren es erlauben, sagte ein Kollege: Der ist pensioniert – jetzt kann er das sagen.

Man reibt sich verwundert die Augen und denkt: Was für arme Kreaturen sind doch die Selbstzensoren.

PS: In einem Blog fand ich den Hinweis auf das Interview mit einem höchstrangigen Demokraten, der das sagt, was in meiner Predigt angesprochen wurde: Was ich sage, das muss demokratisch verteidigt werden. Was Andersdenkende sagen, muss verhindert werden – aber gleichzeitig müssen Probleme ernst genommen und diskutiert werden: www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/850025/ Überrascht, wer dieser Demokrat ist? Nicht wirklich, oder?

Tod oder Leben

Auf der Seite www.derkleinegarten.de gibt es eine Fülle an Informationen rund um das Thema Bestattungen. Es werden Symbole auf den Grabsteinen erklärt usw. Kritisch aber argumentativ setzt sich der Autor der Seite mit „Ruhestätten im Wald“ auseinander. Was mir jetzt jedoch wichtig ist – und diese Beobachtung habe ich auch gemacht, als ich mit Schülerinnen und Schülern einen Friedhof besucht habe: Die Menschen kennt keiner von uns. Aber die Symbole auf dem Grab bezeugen etwas: Kreuze verschiedenster Art bezeugen Leiden und Auferstehung; Trauben können auf das Wort Jesu weisen: Ich bin der Weinstock ihr seid die Reben – auch die Verstorbenen sind Teil von Jesus; die Ähren können auf das Wort Jesu weisen: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt … – Auferstehung gibt es nur durch das Sterben. Die betenden Hände zeugen vom Vertrauen zu dem, dem der Verstorbene begegnen wird. Das haben wir herausgefunden. Und der Autor der genannten Seite schreibt: „Der christliche Friedhof ist ein Ort der Trauer, Besinnung, Hoffnung und ein Ort der Verkündigung. In unserer kulturellen Tradition ist der Friedhof ein Begräbnisort, ein Gedenkort zur Trauerbewältigung, aber auch ein Ort der Verkündigung der Auferstehung Jesu (…) jeder Einzelne sollte darüber nachdenken, an wen und an was sein Denkmal einmal erinnern soll …“. Den Menschen hinter meinem Namen auf dem Grabstein wird bald keiner mehr kennen. Doch das Symbol kann weiterweisen auf den, der Leben schenkt. Auf dem Friedhof war auch ein Grabstein, an dem Teile eines PC hingen. Er war PC-Fan. Nun: Er war. Da ist nichts mehr, das von einem „er ist“ Zeugnis gibt, wie die Grabsteine mit Kreuz, Traube, Ähre.

Evolution und Wissenschaft 7

Evolution kennt keine Toleranz – darf man sie dann von deren Vertretern fordern? Evolution kennt Vieles nicht: Woher kommen wir Menschen? Bösartige sagen kurz: Unfall der Natur, neutrale sagen: aus irgendwelchen chemischen Zusammensetzungen. Was sind wir Menschen? Typen, die allein und ziellos durchs Leben laufen: mal sozialer, mal nicht. Wohin gehen wir Menschen? Ins Nichts – nicht das Nichts des Nirwana, einfach zersetzt – und ab in den nächsten Wurm, Baum oder sonstwas. Kurz: Evolutionstheorie kann letztendlich jeden Menschen depressiv machen. Da meint es Gott doch gut mit uns Menschen, wenn er sagt: >Ich habe dich geschaffen!< Wenn er sagt: >Ich begleite dich!< Wenn er sagt: >Komm zu mir, Menschenkind!< Der Gott, den Jesus Christus Vater nennt, ist Liebe. Für einen, der diesen liebenden Gott kennengelernt hat, ist die reine Evolutions-Lehre doch recht defizitär.    

Evolution und Wissenschaft 6

Fortsetzung vom 22.9.: Nun: Die altehrwürdige Royal Society war schon immer ein wenig sehr Darwinistisch. So hat sie so manche Leiche im Keller. Nennen wir zum Beispiel mal Francis Galton. Wer war dieser honorige Mann? Er forderte, in den wissenschaftlichen Spuren seines Vetters Darwin weiter gehend, als erster die Höherzüchtung von Menschen. Diese und andere Thesen werden Sozial-Darwinismus genannt. Hitler war in der Neuzeit nicht der erste mit solchen abstrusen Ideen. Sie wurden schon vorher von der (selbsternannten?) wissenschaftlichen Elite international gefördert. Soweit ich weiß, war Francis Galton nicht nur Mitglied in der Royal Geographic Society, sondern auch in der Royal Society und wurde 1902 von ihr mit einer Darwin Medaille geehrt. Kann mir einer der Leserinnen und Leser dieses Blogs sagen, ob sich die Royal Society dafür schon entschuldigt hat? (Vgl. Blogtext vom 18.9.08) – das entzieht sich nämlich meiner Kenntnis. Entschuldigen wofür? Für die Millionen von Toten – als Folge des Sozial-Darwinismus. Diese von Galton aufgestellten Thesen sind, um an den 18.9. anzuknüpfen, nicht Teil wissenschaftlicher Diskussion, sondern Ideologie, die Menschen erniedrigt und eine Elite über andere erheben soll. (Dazu s. mein Buch: „Wie Jesus zum Arier wurde“ die Exkurse 1 und 2.) Freilich ist das Wort „Entschuldigen“ auch hier fehl am Platz. Besser ist die Forderung, sich von solchen Thesen zu distanzieren und Unverständnis dafür zu zeigen, dass wissenschaftliche Vorfahren diese geehrt haben. Aber vielleicht hat die Royal Society das schon getan – doch noch einmal: Wer weiß mehr?

Evolution und Wissenschaft 5

In www.factum-magazin.ch/wFactum_de/ gelesen:

Die Debatte um Evolution und Kreationismus (Schöpfungslehre) ist in Grossbritannien neu entbrannt. Der Bildungsdirektor an der Akademie der Wissenschaften (Royal Society), Michael Reiss (London), hat sein Amt am 16. September niedergelegt. Reiss war zuvor von Naturwissenschaftlern wegen Äusserungen zum Kreationismus heftig angegriffen worden. In einem Vortrag in Liverpool hatte er Anfang September dafür plädiert, an Schulen nicht nur Evolution zu lehren, sondern auch die Schöpfungslehre zu diskutieren. Lehrer sollten kreationistische Vorstellungen nicht als „falsche Auffassungen“ ansehen, sondern als eine Weltanschauung behandeln. Reiss ist anglikanischer Theologe und Biologe und hat 20 Jahre lang als Lehrer gearbeitet. Seine schulische Erfahrung lehre ihn, dass das Beharren auf der Evolutionstheorie manche Schüler nicht überzeuge. Deshalb spreche viel dafür, zuzulassen, dass Schüler ihre Zweifel äussern. Das sei „keine revolutionäre Idee“ im naturwissenschaftlichen Unterricht. Seine Ausführungen entfachten einen Sturm der Entrüstung unter Naturwissenschaftlern. Der Mediziner und Nobelpreisträger Richard Roberts nannte die Ansichten von Reiss „schändlich“ und forderte seine Entlassung. Wie die Londoner Zeitung „Times“ weiter berichtet, stellte sich die Akademie der Wissenschaften zunächst hinter Reiss, liess ihn dann aber fallen, weil er unbeabsichtigt dem Ruf der Einrichtung geschadet habe. Man habe sich mit Reiss geeinigt, dass er seine Teilzeitstelle aufgebe. Rückendeckung erhielt Reiss vom Londoner Professor für Naturwissenschaft und Gesellschaft, Lord Winston, der der Akademie nicht angehört. Nach seiner Ansicht hat sich die Royal Society keinen guten Dienst getan. Reiss habe argumentiert, „dass wir uns mit falschen Vorstellungen von der Naturwissenschaft auseinandersetzen sollten – das sollte die Royal Society begrüssen“, erklärte Lord Winston.

Soweit zur „Toleranz“ von Evolutionisten, die vor wenigen Tagen hier im Blog angesprochen worden ist. Besonders hervorzuheben finde ich den Satz: Zweifel zu äußern sei keine besonders revolutionäre Idee. Nun denn: Vielleicht war es das mal nicht – doch nun muss alles im Gleichschritt marschieren. Oh, oh, Wissenschaft, wo marschierst du nur hin, wenn diejenigen, die Zweifel zulassen wollen, das Amt verlieren?

Fortsetzung folgt.