Gesundheit und Glaube 7

Der Mensch fühlt. Ich fühle. Ich kann aber nicht immer sagen, was ich fühle. Es ist ein dumpfes Irgendwas in mir, das ausbrechen will, aber nicht kann, weil ich es nicht in Worte fassen kann. Bleiben wir erst einmal bei diesen dunklen unaussprechbaren Gefühlen. Hier finden wir im Glauben Hilfe – und zwar in den Psalmen. So schreit der Psalm 88 die ganze Not hinaus – und wenn ich ihn lese, dann findet auch das, was unaussprechbar in meinem Innern rumort ein Ventil – es bricht aus mir mit den Worten des Psalms heraus. Im Glauben finden wir zum Beispiel durch die Psalmen Sprache. Und das auch durch den Schrei Jesu am Kreuz: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen – ein Schrei, den er mit einem Menschen aus den Psalmen spricht. Das Wort half Jesus, die ganze gottverlassene Einsamkeit hinauszuschreien. Und so können wir auch im Glauben diese Worte finden – und sie tragen dazu bei, unser Gleichgewicht zu finden. Denn das, was in uns rumort, kann herausbrechen – und damit steigt die Chance, heil, gesund werden.

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Buddha 1

Buddha muss eine imposante Persönlichkeit gewesen sein. So imposant, dass sich schon in seinem langen Leben, das er genießen durfte, zahlreiche Schüler um ihn sammelten. Und nach seinem Tod ein ansehnlicher Kult um seine sterblichen Überreste beginnen konnte. Was lehrte Buddha? Erst einmal: Was lebte Buddha? Nachdem er merkte, dass Askese nicht wirklich hilft, hatte er die Erwachung. Erleuchtung klingt zu christlich religiös. Und das passt nicht auf Buddha, der für Götter nicht so besonders viel übrig hatte. Er lehrte, wie man vom Leiden nicht besiegt wird: Man besiegt das Leiden. Wie? Indem man sich von allen Anhaftungen lossagt. Der Mensch leidet, weil er Ereignisse von Außen in sein Innerstes dringen lässt. Wenn der Mensch diese nicht mehr ins Innere dringen lässt, dann kann sich das alles auch nicht mehr an das Ich anhaften – und er ist vom Leiden befreit. (Fortsetzung folgt.)

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Mord und Totschlag

Mord und Totschlag werden heroisiert:

„Seit den 80er Jahren schickt die libanesische Hisbollah Selbstmordtattentäter in alle Welt. Jetzt feiert sie ihre „Prinzen des Sieges“ mit einer Ausstellung. Die Attentäter werden als Märtyrer dargestellt. Mit demTodeskult bezweckt die Schiiten-Miliz vor allem eines: Die Pflege des eigenen Mythos.“

Gefunden in www.welt.de am 18.11.2008. Die Hisbollah  ist nicht weit weg.

Glaube und Gesundheit 6

Glaube kann auch belasten, wenn er als Gesetz angesehen wird. In dem Sinne, dass man durch den Glauben ständig angetrieben wird, ständig meint, dies und jenes tun zu müssen, ständig ein guter, lieber Mensch sein muss, ständig für andere da sein – „schafft mit Furcht und Zittern, dass ihr selig werdet“, ist so ein Ausdruck. Aber dieser Satz des Paulus darf nicht isoliert betrachtet werden: Wer in der Liebe Gottes lebt, wirkt Gutes – auch in Verantwortung vor sich selbst. Er kann in der Gelassenheit Jesu sein Leben vor Gott leben – und erst einmal, wie die Maria (ich meine die Schwester von Martha), sich vor Jesu Füße setzen und zuhören, statt ständig herumzurasen. Oder wer so aufgedreht ist, sollte sich das „Sorget nicht“ Jesu zu Gemüte führen, im Herzen bewegen. Auch wir müssen uns nicht um die Sache Gottes sorgen. Wenn Gott durch Jesus schon sagt: „Sorget nicht!“, dann kann er ja nicht wollen, dass wir uns kranksorgen. Das heißt auch hier: Der christliche Glaube ist Motor für Handeln, fürsorgliches, ständiges Handeln. Aber man muss auch hier weitergehen, darf dabei nicht stehenbleiben. All unser Handeln ist einzubetten in die Liebe Gottes.  

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Erstaunlich

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wenn Christinnen und Christen eines Dorfes meinen, sie würden den Islam besser kennen als die hochangesehenen Gelehrten islamischer Staaten. Wie kann man das eigentlich beurteilen, dass Menschen unserer Breiten meinen, dass sie den Koran (von Hadithen haben sie oft nichts gehört) besser verstehen könnten als Muslims selbst? 

Neulich habe ich irgendwo gelesen, dass sich eine Muslima in Österreich vehement für einen europäisierten Islam einsetzte, aber gestand, den Koran nicht zu kennen. Das ist wie die moslemischen Frauen, die – als wir in Ägypten eine Moschee besucht haben – irgendwie unpassend gekleidet auch in der Moschee waren: Da hat die Reiseleiterin die Frauen zurechtgewiesen. Doch die antworteten keck: Wir kommen vom Dorf und wissen alles nicht so genau. Es wird nirgendwo so heiß gegessen wie gekocht wird. Nur es wird auch für die Unwissenden immer heißer.

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Recht + Recht

Gefunden auf pi mit Hinweis auf: http://www.as-sunnah.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=72 – es geht um die Frage, wie mit einer Frau zu verfahren ist, die sich vom Islam abgekehrt hat – Antwort des Islamischen Zentrums Münster:  

„Wenn er an einem Ort ist, wo eine islamische Regierung und das Gesetz der Schari´ah gelten, dann muss er ihren Fall vor den muslimischen Qaadi (Richter) bringen, damit dieser sie fragt, zu bereuen. Wenn sie nicht bereut, dann sollte das Urteil Allahs über ihr gefallen werden, welches der Tod ist, denn der Prophet (sas) sagte: „Wer immer seine Religion ändert (den Islam verlässt) -tötet ihn.“ Aber wenn das nicht möglich ist, und weder eine islamische Regierung, noch das Gesetz der Schari´ah gelten, dann, sollte er sich zumindest von ihr komplett trennen; es ist nicht erlaubt für ihn, mit ihr zu leben, nachdem sie klar ihren Kufr ausgedrückt hat.“

Diese Antwort sagt im Grunde alles, was man befürchtet: Wo der Islam nicht herrscht – darf man milder sein, wo er herrscht, muss man zuschlagen. Kann man denn einfach über sowas hinweggehen und hinwegsehen?

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heute

Im Heute Journal (ZDF) war am 16.11. davon die Rede, dass Israel Gaza bombardiert habe. Dann wurde gesagt, dass aus dem Gazastreifen Raketen geschossen wurden. Man musste schließen, dass Israel schoss – Gaza reagierte. Dass aber aus dem Gaza in den ganzen letzten Tagen Raketen auf Israel geschossen worden sind und Israel daraufhin reagiert hat, das wurde dem erstaunten Zuschauer verschwiegen. Ein Versehen? Bewusste Falschinformation?

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Glaube und Gesundheit 5

(Fortsetzung vom 1.11.) Glaube fördert Gesundheit und Wohlbefinden. Glaube kann aber auch das Gegenteil bewirken. Im christlichen Glauben kann es die Angst geben, dass Krankheit und Not, die mich treffen, Strafen Gottes sind: Ich habe mich schlecht verhalten, also bekomme ich die Strafe dafür – und das kann der Gesundung schaden. Das sind eigentlich normale menschliche Schlussfolgerungen: Wer zuviel isst – dem gehts schlecht = Strafe folgt auf dem Fuß; wer die Natur schädigt – deren Rache ist er gewiss usw.

Anders herum denken Menschen: Geht es mir gut, dann belohnt mich Gott für mein gutes Tun. Profan gesehen: Wenn ich der Natur Gutes tue, dann wird sie auch mir Gutes tun.

Doch im christlichen Glauben ist das von Jesus her gesehen differenzierter anzugehen. Menschen, die im Glauben stehen, können aus ihrem ganz persönlichen Glauben heraus unterschiedliche Interpretationen für ihr Leiden finden. Wenn es mir schlecht geht, dann kann es Folge einer Dummheit, einer Unachtsamkeit sein, es kann mich treffen, weil es jeden Menschen treffen kann, es kann auch als Hinweis Gottes angesehen werden, dass ich einen neuen Weg gehen muss (Gedanke der Erziehung), es kann bedeuten, dass Gott an mir Großes zeigen will, mein Leiden kann als Leiden in den Spuren Jesu gesehen werden  … – es gibt x weitere Möglichkeiten, aus dem Glauben heraus das eigene Leiden zu verstehen. All diese Antworten können im christlichen Glauben im Wissen um die Liebe Gottes eingebettet werden mit der er mich liebt. Und das gilt auch dann, wenn ich all das, was mit mir geschieht, einfach nicht verstehe.

Das heißt: Wenn jemand sein Leiden als Strafe interpretieren sollte, dann kann er als einer, der von Jesus Christus her lebt, dabei nicht stehen bleiben: Er darf sich zu dem Geschenk der Liebe Gottes hindurchringen. Und damit fördert Glaube eine neue Einstellung zum Leiden, bis hin zur innerlichen Überwindung des Leidens. Das heißt dann, in Anlehnung an Kenneth Pergament: Glaube kann helfen, Krankheitssituationen zu bewältigen; kann Sinn schaffen; kann vertieftes Gefühl von Kontrolle über das Leiden ermöglichen; kann Wohlbefinden verstärken  – weil er Beziehung und Verbundenheit schafft.

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Zum Sonntag 15

Ich wünsche Segen allen, die Sehnsucht haben nach dem wahren Glauben.

Ich wünsche Segen allen, die sich für Gott, den Jesus Christus Vater nennt, offen halten und öffnen.

Ich wünsche Segen allen, deren Glauben von Zweifeln durchzogen ist, dass sie im Glauben auch fröhlich mit Zweifeln leben können.

Ich wünsche Segen allen, deren Glauben in Jesus Christus – trotz allem, allem zum Trotz – ihre Ruhe und ihren Frieden findet.

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