Frauenrechtler

Interessant ist es zu beobachten, dass, wenn es um die Kritik an dem Islam geht, so viele Männer in unseren Breiten zu Frauenrechtlern werden. Interessant ist auch zu beobachten, dass gefordert werden kann, dass Moslems unser Land verlassen sollen – und gleichzeitig die nicht Einhaltung von Menschenrechten in islamischen Ländern beklagt wird.

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Christen-Nichtchristen 2

Wissenschaft gäbe es auch ohne das Christentum, so hätten Chinesen das Schwarzpulver erfunden usw. Nun, ein Christ, der sagt, dass es Wissenschaft nur gibt, weil es Christentum gibt, ist genauso neben der Spur, wie der Nicht-Christ, der sagt, Christen hätten mit Wissenschaft nichts zu tun, weil bisher keine Pfarrer einen Nobelpreis für Naturwissenschaften bekommen hätten. Solche Argumentationsstrukturen entbehren jeglicher geschichtlichen und im Grunde auch jegliche ernst zu nehmende Grundlage. Nun, ich weiß nicht, ob ein Pfarrer einen Nobelpreis für Naturwissenschaften bekommen hat – was ja freilich auch vollkommen gleichgültig ist, weil die Nobelpreisträger selbst sehr bescheidene Menschen sind: Sie wissen, dass ihre Auszeichnung Folge vieler Forschergenerationen sind. Der Nobelpreisträger steht auf den Schultern von anderen Forschern – und hier gab es viele naturwissenschaftlich interessierte und weiterführende Theologen. Aber auch kleine Dinge, die das Leben erleichterten sind in unserem Kulturraum in Klöstern konzentriert und weitergeführt worden. Oder: Wissenschaftler wurden theologisch gebildet, bevor sie in eine wissenschaftliche Richtung weitergeganen sind. Wer kann und mag da so genau sezieren, was nun Folge seiner christlichen Bildung ist oder nicht. Was das Christentum freilich genommen hat, das ist die Angst vor Naturgöttern. Das finden einige heute nicht so gut: Steckt im Baum ein Gott, muss man ihm anders begegnen als wenn er „nur“ Geschöpf ist. Natur wird entsakralisiert und das bedeutet, sie wird für neutrales und angstloses Beobachten und Handeln zugänglich. Immer wieder wird auch behauptet, dass das Christentum Obduktionen/Sektionen verboten habe. Sicher, der einflussreiche Augustinus hat sich dagegen ausgesprochen, weil Sektionen nicht den ganzen Menschen erkennen lassen, nur seinen Körper – aber soweit ich gesehen habe, gibt es dagegen keine offiziellen Stellungnahmen und in manchen Gegenden wurden sie praktiziert in manchen nicht: Man hatte Scheu häufig vor dem Körper. (Wobei ich kein Fachmann für dieses Thema bin: Ich lasse mich gerne eines anderen belehren.)   

Mir ist klar: Auch moderne Atheisten müssen sich irgendwie in der Geschichte verorten können und suchen darum ihre „Heiligen“ – wunderschön sichtbar an den Humanisten der Gegenwart, die alle möglichen Vorläufer für sich vereinnahmen. Aber das ist soziopsychologisch verständlich. Das tun alle. Nur sollte man heute den Mechanismus durchschaut haben. Ja, sicher, Christen haben das auch gemacht – sind ja auch Menschen… oder? Kleine Überraschung noch am Schluss: Schwarzpulver-Erfindung in China? Zweifel werden angemeldet: http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzpulver Nur am Rande: Ab wann waren Christen schon in China? Soweit ich weiß schon ab dem 7. Jahrhundert – nachweisbar. Überall müssen die Kerle doch die Finger drin haben…

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Christen-Nichtchristen

Heiße Diskussion auf pi: Unsere Kultur basiert auf Christentum oder nicht… Von allen Seiten ein kräftiges: Was ich sage – stimmt. Und dann wird das noch zu einem Hauptthema, von dem der Kommentator erst neutral daherkommt – doch dann auch die Katze aus dem Sack lässt. Interessante Geschichtsbilder werden da vertreten, einlinige Bilder. Geschichte ist nicht einlinig. Wir stehen nicht allein in griechischer, römischer, jüdischer, christlicher Tradition. Es ist doch immer ein Geben und Nehmen, ein Auswählen und ein Abstoßen. Auch das Christentum ist nicht ein monolithischer Block, der wie die Kaaba vom Himmel gefallen ist. Durch das Christentum wurden alte Traditionen anhand eines Maßstabes gesiebt. Es kommt nicht von ungefähr, dass zum Beispiel Stoiker- und Plato-Fans auch unter den ersten Christen dominant waren usw. usw. Aber diese Christen, die Kirchenväter mit ihrer Basis (ausgewählte Antike + biblische Tradition) – waren für die Ausbildung der Kultur Europas immens wichtig, denn das wurde in den Klosterschulen, in den sich ausbildenden Universitäten gelehrt, untersucht, weitergeführt. Die alten Griechen und Römer wurden zum Teil durch diese Filter weiter tradiert, neu ausgerichtet usw. Dann gab es Bewegungen, die ohne diese Filter die Alten verstehen wollten: Humanisten des Mittelalters; es gab Bewegungen, die den Glauben ohne den Filter der traditionellen mächtigen Kirche verstehen wollten: die Reformation. Es gab ethische Bewegungen, die Mord- und Totschlag nicht duldeten und unter Ritters- und anderen Leuten eine neue Moral durchsetzen wollten, auch hier mit dem Filter: Bibel – man lese nur das Eine oder Andere von Walther von der Vogelweide (z.B. Über alles gelobter Gott/Vil wol gelopter got) – wie in ihm ethische Kämpfe ausgefochten werden zwischen Tradition und neuem Glauben – oder lese Deutsche Sagen… Ohne Reformation und deren Emanzipationsbestrebungen und erreichten Zielen ist die Aufklärung kaum zu denken usw. usw. – das geht alles Hand in Hand, in einander über, kommt vom anderen her. Und dann kommen die Romantiker, die wieder alte germanische Traditionen in all dem Griechisch-Römisch-Christlichen suchen und dazu noch passende Erzählungen erfinden… Immer diese Enge in den Diskussionen. — Natürlich mussten die Aufgeklärten sich von ihrer Tradition distanzieren – wie die 68ger sich von ihrer Tradition getrennt haben. Jede revolutionäre Generation distanziert sich, indem sie die Errungenschaften der Vorfahren schlecht macht. Erst heute kommen wir darauf, wie die Aufgeklärten die Geschichte fälschten (dunkles Mittelalter), um besser dazustehen – alles klar und deutlich und verständlich. Wir sehen, wie die Romantiker heimlich still und leise „Traditionen“ bildeten… Geschichte ist lebendig – und die Verneinung der Bedeutung des Christlichen in unserer Kultur  scheint mir selbst gewählte Blindheit zu sein. 

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Israel

Menschen, die in Israel waren, können sich vorstellen, was es bedeuten würde, wenn dieses Land in islamische Hand käme. Palästinensische Verhältnisse statt Freiheit: Kleidervorschriften statt Freiheit; Essvorschriften statt Freiheit; Fernsehvorschriften statt Freiheit; geknechtete Wissenschaft statt Freiheit; ausgewählte Bücher statt Freiheit; angstvoll gewählte Worte statt Freiheit, ausgewählte Lieder statt Freiheit… – alles ocker, grau in grau im Wüstensand statt Farbe… Hier können sich viele das nicht vorstellen – ihnen scheint es entweder egal zu sein oder aber: sie scheinen in arabischen 1000und einen Nächten zu träumen. Israel muss gestärkt werden, damit wir nicht in Unfreiheit fallen. Der Hindukusch ist weit – Israel nur ein Katzensprung. Damit sei nichts gegen Freiheit auch am Hindukusch gesagt – um der vielen hoffenden Menschen willen. Aber Israel ist wirklich ein Bollwerk für unsere Freiheit. Sicher, sicher: Auch Israel ist nicht vollkommen, hat seine Essvorschriften usw. – freuen wir uns, dass wenigstens unser Land vollkommen ist 😉 

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Pfingsten-Lied 3

„Denn morgen soll die heil´ge Feier / Des ausgegoßnen Geistes sein, / Und dazu weiht der hehre Weiher / Die Welt mit seinen Flammen ein. / Wie jener Wetter falbe Kerzen / Am Horizonte lodernd sprühn, / So soll in allen Christenherzen / Ein heilig Geistesfeuer glühn!“ So schließt das Gedicht von Ferdinand Freiligrath „Wetterleuchten in der Pfingstnacht“ revolutionär, heftig, brennend. Heutige Pfingstlieder – so ist mir aufgefallen – haben eher das Ich im Blick, seine emotionale Offenheit für den Geist. Auch das Folgende Lied, in dem die Bitte ausgesprochen wird, dass Gott seinen heilenden Geist (umfassend) auf Menschen regnen lassen möge – http://www.youtube.com/watch?v=klIkZFAbsls&feature=related

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Worte

Morgen-Gedanken für C.P. 
– Steht uns das Wasser bis zum Hals, hält uns der Lobpreis Gottes im Geist darüber.
– Muscheln mögen keine Perlen. Perlen erinnern Muscheln an ihren eigenen kommenden Tod.
– Auch Missionare müssen auf Gottes Willen achten, darauf, ob sie schweigen oder reden sollen, achtsam hören oder posaunen, in der Stille handeln oder öffentlich. Auch Missionare müssen auf Gottes Willen hören, damit sie nicht ihren eigenen tun.

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