Was ich schon weiß 3

(Fortsetzung vom 10.10.) Habe ich einen Herz- und Gedankenöffner gefunden? Einstellungen ändern – darum geht es erst einmal. Wieder alte Weisheiten herausholen aus der Schatztruhe: Wie man in den Wald hineinruft – so schallt es zurück. Nein, das ist ein Schritt zu schnell. Vorher kommt eine selbstgemachte Weisheit: Wie und was ich ansehe, das prägt mein Gefühl. Manche Menschen würden am Wegesrand nur die Hundehaufen und Taschentücher sehen – und nicht die Blume und das Blatt. Trainieren, die Blume zu sehen – und sei es den Löwenzahn -, ist das „Was ich sehe„. Und das „Wie ich sehe„? Manche sehen die Blume – und sehen sie nicht, sehen die Blume und denken: „Noch son Ding!“, sehen die Blume und denken: „Ein bisschen mehr Asphalt würde das Grünzeug weghalten …!“ Wie sehe ich das, was am Wegesrand ist: offen für Leben, Buntheit? Sogar Hundehaufen helfen beim Training: Wie nötig brauchen manche Menschen die Hunde, wie sehr lieben sie diese – aber ein bisschen mehr Menschenfreundlichkeit würde ihnen auch nicht schaden und mir den Morgen erleichtern. Wirklich? Wenn manche Menschen keinen Hundehaufen finden, dann finden sie irgendeinen Ersatz dafür. Ab heute: Ich nicht mehr. Ich sehe die Blume.    

PC-Freude

Meine Frau brachte mir eine PC-Hose* mit: „So eine billige PC-Hose gibt es wohl nie mehr! Du kannst sie auch bei offiziellen Anlässen anziehen.“ Bisher war mir bewusst, dass es wichtig ist, eine Hose anzuziehen. Aber nun – nun trage ich stolz die PC-Hose, nicht nur bei offiziellen Anlässen.

* PC – das meint nicht political-correct-Hose, sondern es sind die Anfangsbuchstaben der Firma. Vielleicht werde ich die political-correct-Hose auch mal anziehen. Nur passt sie mir irgendwie noch nicht. Ich brauche immer eine Hose für zwei Beine, um fest stehen und fröhlichen gehen zu können. Die political-correct-Hose ist nur ein Schlauch – und der engt mich zu sehr ein. Außerdem ist man – in ein Hosenbein gezwängt – zu unsicher und benötigt immer die Stützen anderer. Ich liebe die Freiheit.    

PS: Tipps von fact-fiction.net: Wort an die deutschen Bischöfe: http://schroeter.wordpress.com/ Verratene Frauen: http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=21149&CategoryID=91

Was ich schon weiß 2

(Fortsetzung vom 9.10.) Ich habe begonnen kleine Pläne zu machen. Ich habe begonnen, meine Fitness zu steigern, um glücklich, schmerzlos, fröhlich, frei, sorglos, angenommen, … zu werden.

Wie das? Ich höre in Ruhe in mich hinein: Was will ich eigentlich wirklich – und was will ich nicht? Was ich gehört habe, das schreibe ich auf – erstelle Listen: Das will ich – das will ich nicht. Listen: So will ich sein – so will ich nicht sein. Nach den Listen kommt der Plan. Erst mal kleine Pläne/Vorhaben. Nicht sofort: Was kann ich tun? Sondern zunächst in Ruhe überlegen: Was muss ich an meiner Einstellung zum Leben ändern? Wie kann ich sie ändern? Viele kamen immer müde in die Klasse. Eine erzählte schon am frühen Morgen, was sie auf dem Weg alles gesehen hatte – und brachte manchmal auch etwas mit: ein Vergissmeinicht vom Wegesrand und legte es vor sich auf den Tisch, das schönste bunte Blatt, das sie jemals gesehen hat, berichtete über die freundliche Bäckerin, die wärmenden Sonnenstrahlen, die schönen Nebelschwaden … Nun: Das muss Anfänger nicht glücklich, fröhlich machen – aber es lenkt den Blick, die Gedanken schon einmal auf etwas anderes. Sie fand das, was ihr Herz öffnete am Wegesrand. Andere vielleicht in guten Gedanken am Morgen, die sie lesen oder in sich finden, oder in der Kerze, die sie anzünden … Meinen mir ganz persönlichen Herz- und Gedankenöffner finden – das ist der erste Schritt.

(Fortsetzung folgt.)

Geld und Gebet

„Der sympathischste Rat des Abends“  lautete laut faz.net – Kommentar zu Hart aber Fair zum Thema Finanzkrise:

„Auch obligatorisch: der Einzelgesprächsgast, dem sich Frank Plasberg etwa fünf Minuten alleine widmen darf. Diesmal war es der Psychologe Borwin Bandelow, der in „Hart aber fair“ als Angstforscher ausgewiesen wurde und dementsprechend vor allem vor Panik warnte. Für sein eigenes Geldvermögen, so Bandelow, bete er lieber, als es panisch umzuschichten. Das war der sympathischste Tipp, den Plasbergs Gäste zu bieten hatten.“

Ohne Kommentar … – nur eine Frage: Was würde Jesus Christus dazu sagen?

PS: Es gibt eine neue Göttin: www.sueddeutsche.de/panorama/163/313071/text/

Was ich schon weiß 1

(Fortsetzung von Fragen über Fragen 2:) Was für eine Frage, mit der Gestern der Blog geschlossen hat: Was möchte ich in mir sehen? Wie möchte ich in meinem Innern aussehen? Glücklich, schmerzlos, fröhlich, frei, sorglos, angenommen, … Eine alte Weisheit sagt: Der Weg auf den Berggipfel geht immer durch dunkle Täler, der Weg auf den Gipfel erfordert Planung, Ausdauertraining und Geduld. Habe ich den Berggipfel, den ich besteigen will, überhaupt schon ausgesucht – oder will ich nur planlos irgendwie glücklich, schmerzlos, fröhlich, frei, sorglos sein, angenommen werden, … ? Habe ich einen Gipfel ausgesucht, den ich mit meiner jetzigen Planungsfähigkeit und meiner jetzigen Fitness auch erreichen kann? Sich gleich am Anfang zu viel vorzunehmen, bedeutet Überforderung. An kleineren Dingen üben, glücklich, fröhlich, frei zu sein … – damit beginne ich heute. 

(Fortsetzung folgt.)

Palästinenser

Der Sohn eines Hamas-Führers, der Christ geworden und darum geflohen ist, sagt: > „Ihr Hebräer müsst wissen, dass es nie Frieden geben wird mit der Hamas; die Ideologie, die sie leitet, gestattet es nicht. Eine ganze Gesellschaft heiligt den Tod und die Selbstmordterroristen. In der palästinensischen Kultur wird ein Kamikaze-Terrorist zum Helden, zum Märtyrer. Die religiösen Führer sprechen zu ihren Studenten vom ‚Heroismus der Märtyrer’, die sich gegenüber allen rächen, die Mohammed nicht anerkennen.“< (Corriere della Sera, 2. August 2008) Aus: Zukunft-ch.ch.

Das Heft von Open Doors hat in diesem Monat das Thema: Gefährlicher Glaube: Christen in islamischen Ländern. Bestellbar: info@opendoors-de.org.

PS: Am 6.10.1973 – also vor 35 Jahren Jahren – ist der Jom-Kippur-Krieg bzw. Oktober-Krieg ausgebrochen.

Leiden + Glauben

Manche Menschen können angesichts des Leidens nicht glauben – andere Menschen kommen gerade wegen des Leidens zu Gott in Jesus Christus, weil er Kraft, Hilfe, Fröhlichkeit im Leiden schenkt und auch selbst gelitten hat. In den nächsten Wochen möchte ich das Thema auch hier im Blog mal ansprechen. Ich denke, dass dieses Thema auch der eigentliche Hintergrund so manchen atheistischen Buches ist. Ich habe es zwar in manchem meiner Bücher erwähnt, aber das in einem Blog zu thematisieren, bedeutet doch eine Herausforderung ganz anderer Art.

Ägypten – was wird aus dir?

 Als ich vor 14 Jahren in Ägypten war, sah man, dass koptische Einrichtungen geschützt werden mussten. Aber ich denke, dass die Angriffe eine andere Qualität erreicht haben. Weil die Christen auch verstärkt auf die Einhaltung der Menschenrechte pochen? 

Infos aus: http://www.ead.de/gebet/aktuelle-anliegen/diese-woche.html

Die 45-jährige Koptin Bahya Nagui Al-Sisi ist zu drei Jahren Haft verurteilt worden, weil der Übertritt ihres Vaters zum Islam sie zu einer Muslimin machte. Zusammen mit ihrer Schwestern hatte man ihr vorgeworfen, Urkunden und Personalausweise gefälscht und bei der Heirat mit einem Christen eine falsche Religion angegeben zu haben. Auch im Fall der 14-jährigen Zwillinge Mario und Andrew Medhat Ramsis, ist gerichtlich gegen das Recht auf religiöse Selbstbestimmung entschieden worden. Sie wurden zu Muslimen erklärt. Das Gericht entschied, dass der muslimische Vater das Sorgerecht bekommen soll. Die Jugendlichen bekundeten, dass sie Christen sind und bei ihrer koptisch-orthodoxen Mutter bleiben wollen. Obendrein bekam die Mutter eine Geldstrafe von umgerechnet 1,260 Euro wegen angeblich öffentlicher Beleidigung ihres Mannes.  

Mohammed Ahmed Hegazy schwebt in akuter Lebensgefahr. Er wird von islamistischen Fundamentalisten, die seinen Glaubenswechsel zum Christentum als Verrat am Islam betrachten, bedroht und verfolgt. Seit er für sein Recht auf Religionsfreiheit öffentlich eintritt, muss Hegazy mit seiner Familie im Untergrund leben, da versucht wird, sie zu töten. In den letzten acht Monaten mussten sie fünfmal umziehen. Im Oktober ist ein Gerichtstermin anberaumt. Hegazys Bestrebung ist, mit seinem Schicksal auf die Probleme aller Konvertiten in Ägypten aufmerksam zu machen.

PS: Haben Sie schon mal den Muslim-Markt besucht?: http://www.muslim-markt.de/Palaestina-Spezial/demos/quds2008/quds_tag2008.htm Wie nett die Netzwerke. Und so freundlich, so nehmen die Moslems sogar Partei für Juden, wenn sie gegen Zionisten sind. Wahrscheinlich ist für sie jeder ein Zionist, der für Israel als eigenständigen Staat eintritt. Und die Abrüstung Israels wird gefordert – wie gut, dass wir die Palästinenser haben, die so friedlich und selbstlos gegen Waffen sind, die einem entwaffneten Israel natürlich kein Leids tun würden. Nun, dass sie sich gegenseitig ermorden, die paar Christen im Gazastreifen dransalieren, quälen – nun, das sind alles bedauerliche Einzelfälle. Und die Gelder aus Europa – die werden natürlich!, selbstverständlich! wie kann man nur anderes denken! allein ausgegeben, um das Land wirtschaftlich auf Vordermann zu bringen.  Wie konnten wir nur jemals was anderes vermuten! Und da die Millionen aus Europa noch zu wenig sind, kann es leider noch nicht so paradiesisch sein. Also: Mehr Geld für Gaza!   

Fragen über Fragen 2

In mir sieht es fröhlich – ja, glücklich, hell aus.

In mir sieht es eher ein wenig dunkler, melancholischer, suchender, einsamer aus.

In mir sieht es alltäglich aus, ohne positive und negative Höhe- bzw. Tiefpunkte.

In mir sieht es gar nicht irgendwie aus – alles kreist nur um ein Problem, um eine Sorge, um einen Schmerz.

Wie auch immer ich mich jetzt in diesem Augenblick sehe – was wünsche ich in mir zu sehen?

(Fortsetzung folgt.)