Beobachtung

Manchmal beobachte ich Folgendes an mir: Wenn ich lese: Medien und EU haben dies und das gegen eine Handlung Israels – dann denke ich sofort: Dann muss die Handlung Israels gut sein! Und das geschah auch hier: Medien und EU wollen nicht, dass  Avigdor Lieberman Außenminister Israels wird – er sei rassistisch. Wieso rassistisch? Er plant die Einführung eines Treueeides von Arabern auf Israel. Ist das rassistisch? Nun ja – der Begriff ist inzwischen so ausgedehnt worden, dass man als normaler Mensch gar nicht mehr weiß, was alles rassistisch ist. Übrigens: Drohend heißt es bei der SZ, dass der Friedensprozess begraben werde. — Doch das kann sich Israel ja gar nicht leisten. Solche Stimmungsmachen der so genannten seriösen Medien finde ich unerträglich.

Die oben genannte Beobachtung ist ein wenig erschreckend – nicht nur, weil EU und Medien so viel Quark schreiben/vertreten und andere Länder zu bestimmen suchen (was hat die EU politisch in Israel überhaupt zu melden? Sind sie gewählte Volksvertreter? Nein! Die brauchen sowas wie Volksmeinung nicht.) – sondern weil es auch beginnende eigene Starrheit signalisiert. 

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Christlicher Glaube 1

Ich möchte sporadisch – wie ich schon den Buddhismus vorgestellt habe -, den christlichen Glauben vorstellen. Es lässt sich immer mehr sagen, aber ich hoffe, das Wesentliche getroffen zu haben. Jesus aus Nazareth (*kurz vor 0 und + um 30n.Chr.): Jesus wirkte 1-3 Jahre als Verkündiger und Helfer in Israel. Er sammelte Schüler um sich. Seine zentrale Botschaft: Liebe Gott und den Nächsten von ganzem Herzen. Entsprechend handelte er. Warum? Weil es der Gottesherrschaft / dem Reich Gottes entspricht. Das führte weltweit  nach seinem Tod zur Erneuerung des Gottesbildes und der Ethik. Jesus hat (wie vermutlich Johannes der Täufer) auch die Bedeutung des Individuums vor der Gruppe besonders hervorgehoben: Es kommt auf die eigene Beziehung zu Gott an – nicht auf die der Gruppe; die individuelle Entscheidung kann den Vorgaben der Gruppe widersprechen. Folgen seines Wirkens: Veränderung von Theologie und Philosophie, Medizin (Krankenhäuser), Religion (Befreiung vom Geisterglauben + Gesetzlichkeit), soziales Miteinander (reich-arm; nichtbehindert-behindert; …), neue Einstellung des Individuums zum Leben und zum Sterben … Sein Auftreten missfiel religiösen wie politischen Herrschern. Darum wurde er mit ungefähr 30/35 Jahren am Kreuz hingerichtet. Nur zum Vergleich: Buddha starb mit ca. 80 Jahren an einer Speisevergiftung, nachdem er 45 Jahre gewirkt hatte; Mohammed starb, zwei Jahre nach Einmarsch in Mekka – und 30 Jahre nach Beginn seines Wirkens, mit ca. 62 Jahren an Fieber.   Impressum auf  www.wolfgangfenske.de

Wie ging es weiter?

Zum Beispiel die Kopftuch-Auseinanderstezung an der Schule in Speyer: http://quadraturacirculi.wordpress.com/2009/03/11/kopftuchstreit-am-speyer-kolleg-schnauze-voll/#more-862

Und nachdem ich vor ein paar Tagen zum 20jährigen Bestehen des Internets gratuliert habe, soll auch das nicht verschwiegen werden: http://quadraturacirculi.wordpress.com/2009/03/11/eu-gesetzentwurf-das-ende-des-freien-internet/#more-855

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Peinlich

Manchen Moslems scheint die Folgen ihrer Religion auch peinlich zu sein, wenn die Aussage des Beitrags stimmt, dass der Grund für den Mord an der Tochter eher verschleiert wird als ihn dem Islam zuzuordnen: http://www.jesus.ch/index.php/D/article/152-International/45987-In_Jordanien_erwartet_ihn_der_Tod/. Da sind doch die Muslime aus dem Iran, aus Saudi Arabien usw. wenigstens eindeutig: http://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam – beachte die zwei Stimmen des Zentraltrats der Muslime in Deutschland – vollkommen undiskutabel ist der Artikel über Konversion: http://de.wikipedia.org/wiki/Konversion_(Religion).

Darum siehe den Beitrag der renommierten Islamwissenschaftlerin: http://www.bibelbund.org/htm/2002-1-64.htm, die zumindest auf die Todesstrafe bei Konversion im Koran 4,89 verweist. Und wer nur sagt, dass sich das nicht im Koran findet, vergisst darauf hinzuweisen, dass Hadithe nicht übersehen werden dürfen. Das ist immer dieselbe Art und Weise Sand in die Augen von unwissenden Europäern zu streuen: Im Koran steht dies und das nicht, was man dem Islam vorwirft. Aber: Der Koran ist nur die halbe Wahrheit! – Und an die ganze halten sich eben die strengen Islamischen Länder. Der Koran ist ja nicht die Scharia – die Scharia besteht aus Koran und eben anderen Überlieferungen. Von daher ist alles andere säuselndes Verdummen – aber vielleicht wünschen sie sich auch einen Islam light – und ihnen ist (siehe oben) manches peinlich.

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Zum Sonntag 33

Ich wünsche Segen allen, die Gemeinschaft fördern.

Ich wünsche Segen allen, die nicht verschweigen, was Gemeinschaft stört.

Ich wünsche Segen allen, die mit ihrer Gemeinschaft einen Mittelpunkt haben: Gott in Jesus Christus.

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Glaube

Was ist „Glaube“? Mit „Glauben“ ist im folgenden Abschnitt nicht allgemein die Frömmigkeit der Religionen gemeint, sondern das, was das Wort ursprünglich meinte: der Glaube der Christen.

Menschen können Gott nicht beweisen. Es gab zwar viele Versuche, aber letztendlich sind die Beweise nur Glaubenden ein Beweis. (Ich schrieb im Blog schon mal darüber.) Warum können Menschen Gott nicht beweisen? Weil, so die Antwort, der menschliche Verstand nur Innergeschöpfliches überhaupt wahrnehmen kann, darum auch nur in diesem Bereich das eine oder andere „beweisen“ kann. Natürlich ist diese Antwort (nicht nur) für Nichtglaubende sehr unbefriedigend, weil sie als Ausflucht gesehen wird: Wenn man etwas nicht beweisen kann, dann bleibt einem auch nur eine solche Antwort übrig.

Auch Glaubende haben letztendlich keinen Gottesbeweis – wie schon Paulus sagt: Ihr reden von Gott ist Nicht-Glaubenden eine Dummheit und ein Ärgernis. Glaubende wissen das. Doch ihr großes Rätsel ist die Frage: Warum glaube ich, obwohl es Blödsinn ist? Als Antwort sehen sie: Ich kann glauben, obwohl es Blödsinn ist, weil Gott mir den Glauben schenkt. Da stehen Glaubende nun vor dem nächsten Dilemma: Wenn Gott Glauben schenkt – warum glauben nicht alle Menschen? Auf die komplizierten Antwortversuche möchte ich nicht eingehen, sondern nur sagen: Auch Paulus, der Glauben als Geschenk empfand, ging hin und sprach zu anderen von seinem Glauben. Warum das? Wenn ein Arzt zu einem Patienten kommt und der Patient Angst vor ihm und seiner Kunst hat, dann kann der Arzt ihn dazu auffordern und mit Handlungen unterstreichen: Vertraue mir – du kannst mir vertrauen! Wenn Glaubende von Jesus Christus sprechen, dann bedeutet das nichts anderes: Auffordern, Gott in / durch Jesus Christus zu vertrauen. Das hebräische Wort und das griechische Wort für Glaube beinhalten die Bedeutung „vertrauen“. Wenn Jesus gute Worte spricht, kommen Menschen zu ihm, um geheilt zu werden, sie vertrauen ihm. Jesus spricht manchen Menschen „Glauben“ zu. Welchen Menschen? Denen, die besondere Schwierigkeiten auf dem Weg zu ihm überwinden mussten. Glauben ist Vertrauen, das man Gott in Jesus Christus entgegenbringt. Dem Glauben geht die Beschäftigung mit Jesus Christus voraus.

Der Kreis schließt sich: In der Beschäftigung mit Jesus Christus, kann Vertrauen wachsen – was dann rückblickend als Geschenk erfahren wird. Denn es bleibt dabei: Glaube ist Dummheit. Aber nur in dem Sinn, in dem auch Paulus seinen Gedankengang aus dem ersten Korintherbrief 1-2 weiterführt: Glaube ist Dummheit, weil die Menschen an die Klugheit Gottes nicht herankommen. (Nur am Rande eine kleine theologische Spitzfindigkeit: Wenn der Mensch von sich aus im Glauben Gott erfassen könnte, würde er sich schnurstracks über Gott stellen, weil er ja so ein toller Kerl ist, und sogar an Gott glauben kann. Manche verhalten sich auch so. Auch Glaubens-Turmbauten sind immer wieder eingestürzt.) 

Warum ich das alles schreibe – heute, am Sonntag? Weil ich bei Kybeline einen Text gefunden habe, der wohl vielen meiner Leserinnen und Leser aus dem Herzen spricht: http://www.kybeline.com/2009/03/14/warum-ich-bekennende-agnostikerin-bin/. Ich möchte damit einen freundschaftlichen und fröhlichen Kontrapunkt setzen – und im Frühjahr eine Nuss zu knacken geben. Schönen Sonntag!

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