Bier und Wein

Zum Wein: EU will verwässern, was Winzern und vielleicht auch Genießern gar nicht passt: http://www.welt.de/lifestyle/article3401268/Wie-die-EU-Rot-und-Weisswein-in-Rose-verwandelt.html. Und dann prüft die Suchtbeauftragte Bätzing, ob die Steuern auf Wein und Bier erhöht werden sollen. Natürlich unter dem Mäntelchen: Suchtprävention. Nun ja. Glaubt sie es selbst oder herrscht die Sucht des Staates vor, die hohen Ausgabenlücken, die für Banken usw. entstanden sind, mit allen Mitteln wieder zu füllen? Ich würde vorschlagen: Steuern massiv rauf – auf Bücher und alles was mit Informationen zu tun hat. Warum? Kritikprävention. Wer nicht mehr liest usw. hat nichts an der Regierung und der EU zu kritisieren.

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Rhetorik

Das lieben wir sooooo an bestimmten Medien, die ihre Leserinnen erziehen wollen, dass sie so manipulativ sind. Wer sich von Medien leicht übers Ohr hauen lässt, sollte den Artikel lesen, in dem idea auf Emma verweist – die es nicht lassen kann, Eva Herman verbal niederzuknüppeln. Damit Leserinnen ja nicht auf dumme Gedanken kommen und Eva Hermans Aussagen vielleicht sympathisch finden könnten. Aber nicht nur Eva Herman wird dadurch niedergemacht, sondern auch dem mündigen Bürger wird auf diese Weise rhetorisch gezeigt, dass er nicht mündig zu sein hat.  

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Lob

Da muss ich doch mal den Westerwelle loben, der das unmögliche Verhalten einiger unserer Großkopferten gegenübder der Schweiz usw. anprangert. Das ist ein Verhalten, das mich über „meinen“ Volksvertreter nur den Kopf schütteln lässt: http://www.welt.de/wirtschaft/article3403091/Steinbrueck-erhaelt-Drohbriefe-aus-der-Schweiz.html Denn von Steinbrück und co, die wie Elefanten im Porzellanladen herumpoltern, fühle ich mich als Souverän der Parteipolitiker ganz und gar nicht vertreten. Aber das ist denen wohl egal. (Nachtrag: Ich habe es soeben bei pi ähnlich formuliert gefunden – wenn zwei unabhängig voneinander dasselbe sagen … 😉 )

Selbstverständlich soll alles nach Recht und Ordnung geschehen. Wer Steuern hinterzieht, soll auch zur Verantwortung gezogen werden. Aber dass nicht mal ein Verdacht vorliegen muss – und die Banken die Konten für das Finanzamt öffnen müssen, das halte ich für einen Eingriff in die Privatsphäre, in das Privateigentum. Und das noch legitimiert durch das Bundesfinanzhof. >Die Richter pochen zur Begründung auf ein vom Bundesverfassungsgericht aufgestelltes Gebot, Steuerzahler gleichzubehandeln – auch bei ihrer effektiven Belastung in Bezug auf sämtliche Kapitaleinkünfte. Die Kontrolle muss zwar gegenüber dem „Schutzanspruch des Bankkunden vor unverhältnismäßigen staatlichen Eingriffen durch unbegrenzte Datenerhebung“ abgewogen werden, heißt es in dem Urteil weiter. Doch sei eine Kontrollmitteilung nun einmal eines der wirksamsten Mittel zur Aufklärung von Steuersachverhalten; sie dürfe deshalb nicht nur beim Verdacht auf eine Steuerstraftat erlaubt sein. Mit den Kontrollinstrumenten müssten die Behörden freilich schonend umgehen und sie zurückhaltend ausüben. Dabei müsse sich ein „klares Übergewicht der fiskalischen Belange“ ergeben.< So die Faz. Da bleibt dem Bürger nur zu hoffen – auch wenn er es nicht glaubt -, sie gehen schonend und zurückhaltend damit um.  

Die Fesseln um den Bürger werden immer enger angezogen – wie nennt man eigentlich diese Situation: Nicht Parteienkommunismus, nicht Diktatur eines Einzelnen, Staatsdiktatur oder – wie könnte man das nennen, wenn der Staat seine Bevölkerung knebelt, aber keine ideologischen Hintergründe erkennbar sind, sondern einfach so. Ist das eigentlich nicht das Hauptthema der FDP – Freiheit des Bürgers vor dem Machtanspruch des Staates? Denn mal los, FDPler – Ihr habt viel zu tun!

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Israel

Bekanntlich sind militärische Einsätze immer gefährlich. Nicht nur, weil Menschen getötet werden, sondern auch weil Angst und Aggressionen innere, moralische Verwahrlosung der Kämpfer bewirken können. So wohl auch im Krieg gegen Gaza. Wichtig an Israel – und das macht seine demokratische Bedeutung aus – ist, dass schlimmen Menschenrechtsverletzungen nachgegangen wird. Und Israel muss es tun, wie die USA, sonst stellt es sich, was Menschenrechte betrifft, auf dieselbe Stufe wie die Gegner. Damit würde es nur verlieren.  — Es scheint an Ansehen zu verlieren, wenn solche Geschehnisse aufgedeckt werden, weil die Gegner dann auf die schlimmen Israelis zeigen kann. Aber jeder weiß im Grunde, dass die feindlichen Ankläger ihre schändlichen Vergehen nur nicht aufdecken, weil sie Teil des Systems sind.  

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Lieblinsseite

Wieder mal ein Zitat von meiner Lieblingsseite:

>Premierminister Ahmad Natif verlas die Eröffnungsrede des Staatspräsidenten der 21. Konferenz, die sich mit dem Thema „Erneuerung des islamischen Denkens“ beschäftigte. Darin mahnte er, dass die Bemühungen zur Erneuerung des islamischen Denkens nicht nachlassen darf, denn dieses „Denken ist der erste Schritt zur Verbesserung der Gegebenheiten und trägt entscheidend zu einer positiven Veränderung der jeweiligen Umgebung bei“. (Ironische Ergänzung WF: Wie wir überall auf der Welt hinlänglich sehen können.) Ähnlich äußerte sich Ägyptens Mufti Sayyid Tantawi: „Die Erneurung des islamischen Denkens ist selbstverständlich und höchstwillkommen“. Dabei legt der Großscheich erheblichen Wert darauf, dass dies „im Dienst der Menschheit geschieht“.< WF: Erneuerung islamischen Denkens im Sinne historisch-kritischer-Exegese des Koran oder unter dem Maßstab der Menschenrechte ist damit wohl nicht gemeint – oder möchte er die Kairoer Erklärung der Menschenrechte bzw. die Arabische Charta [s. Blog vom 18.8.2008] umschreiben, neu verfassen? Das wäre eine Sensation!

Ich vergaß, diese meine Lieblingsseite zu erwähnen: http://www.islam.de/ Lieblingsseite darum, weil sie so schönen Sand in die Augen streut.

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Christlicher Glaube 2

Jesus wurde hingerichtet. Er starb am Kreuz. Dann haben seine Nachfolger Erfahrungen gemacht, die Menschen nur schwer in Worte fassen können: Jesus ist nicht im Grab geblieben, sondern auferstanden. Immer dann, wenn Menschen Erfahrungen machen, die nicht alltäglich sind, dann ringen sie um Worte. Denn wie möchte man anderen etwas deutlich machen, das sie bisher noch nicht erfahren haben? Mein liebstes Beispiel: Wie möchte ich anderen Menschen einen Sonnenaufgang nahe bringen, der so schön war, dass er mich bis in meine tiefsten menschlichen Fasern ergriffen hat? Ich kann nur sagen: Ein wunderschöner Sonnenaufgang. Und der andere sagt: Ah, ja, sehr schön. Vor dem Dilemma, etwas unsagbares auszusprechen, standen und stehen die Nachfolger Jesu bis heute und ringen bis heute mit Worten. So auch mit Worten, die sich auszuschließen scheinen: Gott wurde in Jesus Christus Mensch (eine paradoxe Metapher). Gott kann ja gar nicht Mensch werden – Gott ist Gott, er ist der ganz andere, der Nicht-Mensch, Nicht-Schöpfung. Und wenn Christen nun sagen: Gott wurde in Jesus Christus Mensch, dann heißt das, dass er der Transzendente, der Unnahbare, der Ferne bleibt – der aber in Jesus Christus gleichzeitig ganz nah ist, zu dem Menschen kommen können, den Menschen fassen können, weil er sich fassen lässt. Und diese Erfahrungen, dass Gott in Jesus Christus Mensch wurde, führten zur Christologie. Das bedeutet: Menschen, die Jesus Christus erfahren haben, beginnen darüber nachzudenken: Wer war dieser Jesus von Nazareth eigentlich wirklich? Er war ganz Mensch, sicher – aber er war auch Gottes Sohn …

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Ärger

Durch die letzten Nachrichten sehen wir, wie sehr es der Regierung daran gelegen ist, Kinder den Müttern und Mütter den Kindern wegzunehmen. Da man an die Familien noch nicht herankommt, geht man an die Schwächsten, die Alleinerziehenden. Da sollen Familien 100€ bekommen – und wer bekommt von den 100€ die Hälfte? Der Unterhaltzahlende. Mutter mit Kind(er) müssen sich den Rest teilen. Auf diese Ungerechtigkeit hin gibt es nur die freche Antwort, den Apell an die Unterhaltzahlenden, auf ihren Anteil zugunsten der Kinder freiwillig zu verzichten: http://www.welt.de/politik/article3392570/Alleinerziehende-kriegen-nur-halben-Kinderbonus.html Aber zusammen mit dem folgenden Gerichtsurteil scheint mir das alles gewollt zu sein:  http://www.welt.de/politik/article3400291/Geschiedene-Muetter-muessen-fuer-sich-selbst-sorgen.html Das ist eine Schande größten Ausmaßes. Da die Scheidungsrate sehr hoch ist, wird nun geraten, Eheverträge zu schließen, bevor man heiratet. Ich denke in den Köpfen setzt sich fest: Frauen, bekommt keine Kinder, ihr seid die auf ganzer Linie Benachteiligten. Nur am Rande: Die Vertreterin der Mütter, die im heute-journal zu dem Urteil interviewt wurde, jubelt über den Gerichtsspruch: Endlich ist der Flickenteppich bisheriger Gerichtssprüche vom Tisch – und im Interview mit der Gerichts-Frau (so sei sie hier genannt) wird deutlich: Jedes Gericht muss jeden Einzelfall bis in alle Details prüfen. Was dabei wieder herauskommt… Bleibt nur zu hoffen, dass jedes Gericht sich die Mühe macht, die sich auch das folgende Gericht gemacht hat:

>Das Berliner Kammergericht bezog jüngst sogar die aus Sicht der Richter mangelnde Qualität der Schulen in der Hauptstadt in ihre Rechtsprechung ein. Mit dem Hinweis auf das Kindeswohl lehnte es das Gericht ab, der alleinerziehenden Mutter eines achtjährigen Jungen einen Vollzeitjob zuzumuten. Kinder dürften von ihren Eltern Liebe und Förderung erwarten. Der Hort könne das nicht leisten, meinten die Richter – zumal bekannt sei, dass gerade die Berliner Grundschulen aufgrund des bestehenden Personalmangels ihren Ausbildungspflichten nicht mehr in ausreichendem Maße nachkämen. Üblicherweise müssten Eltern deshalb am Nachmittag mit ihren Kindern lernen und Hausaufgaben machen, damit aus dem Nachwuchs etwas werden könne.< so im oben genannten Artikel der „welt“.

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