Mitleid und Heiligung

Wir Menschen sind alle von Natur aus mitleidig?
Ich bin mir da nicht so sicher.

Es gibt Menschen, denen macht es einfach Spaß zu mobben, zu quälen, zu foltern, ihre Macht für negative Zwecke auszuüben, andere zu erniedrigen, sich Menschen zu unterwerfen, um in deren Auftrag andere winseln zu lassen, sich in Horden zusammenzutun, um andere in die Enge zu treiben, ein Kampf gegen Menschlichkeit, Schönheit, Leben, Güte.

Wir sollten den Menschen nicht so harmlos sehen.
Er ist Sünder. Er übergibt sich der Schuld, er kann oft dem Schuldigwerden nicht widerstehen.

Heiligung – so nennt man den Versuch von Christen, im Sinne Gottes zu leben.
Heiligung – ein Leben in Gottes Geist, dem wir Menschen so gerne widerstehen.
Heiligung – ein Leben, über das sich andere spottend, verachtend überheben.
Heiligung – ein Leben im Gebet, in Dankbarkeit, im Aufblick und Lob Gottes.
Heiligung – ein Leben für andere, dienend, vergebend, liebend, fürsorgend.

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Gott und Sprache

Wenn Gott als Vater angeredet wird, dann geht es nicht darum, Gott als männlich oder weiblich darzustellen. Es geht um die Eigenschaften. Mit Blick auf das Vater Unser und Gleichnisse gesagt: es geht um den wunderbaren Willen, den Gott mit uns Menschen hat, der durchgesetzt werden möge, er schenkt, er vergibt, er ist gerecht – aber er ist auch der, der nicht ganz in unsere Schublädchen passt (führe uns nicht in Versuchung), er ist da, einfach da, gegen Einsamkeit und Ausgeschlossenheit durch Menschen. Wenn das Gleichnis vom verlorenen Sohn hinzugezogen wird: Er ist der, der auf uns wartet, uns emotional um den Hals fällt, wenn wir zu ihm zurückkommen, er ist sensibel für das, was wir benötigen. Es geht um Eigenschaften. Nicht darum, dass Gott Mann, Frau ist. Es geht auch nicht darum, sich in seiner eigenen Geschlechtlichkeit anerkannt zu fühlen oder nicht, es geht nicht um Identitätsfindung. Es geht um Gott und um Gotteserfahrung.

Aber da wir Menschen mit Bildhaftem besser umgehen können, wird Gott nicht mit seinen Eigenschaften allein angeredet, sondern als Vater. Eigenschaften sind zu abstrakt, sind mehr oder weniger gefüllte Einzelaussagen, während mit „Vater“ eine Fülle an positiven Eigenschaften verbunden wird. Manche Menschen vermissen bei der Anrede Vater bestimmte Eigenschaften. Vielleicht das Tröstende (wie auch im AT: Ich will euch trösten, wie eine Mutter tröstet), das Gefühl, geborgen, umfasst zu sein, beruhigt zu werden. Sie fügen dann zu der Anrede Vater Mutter hinzu, obgleich dann auch Vater weggelassen werden könnte, weil diese Eigenschaften auch auf den Vater zutreffen.

Gleichzeitig geht es nicht um einen realen Vater, um eine reale Mutter. Es geht um das, was unsere Gesellschaft als idealen Vater, als ideale Mutter ansieht – als Eigenschaften. Manche mögen einen schlechten Vater oder eine schlechte Mutter oder beides gehabt haben. Der Mensch ist weitgehend in der Lage, davon zu abstrahieren und das zu erkennen. Und so wird erkennbar, dass Menschen gerade zu Gott als Vater Zuflucht suchen, weil sie diese Eigenschaften bei ihrem menschlichen Vater nicht erkennen und nicht, wie heute vielfach betont wird, dass Menschen, die einen schlechten Vater hatten, automatisch Gott nicht als Vater anerkennen können. Denn Begriffe sind gesellschaftlich definiert, nicht allein individuell. Zum Beispiel „Hirte“. Kaum einer weiß mehr, was ein „Hirte“ ist. Aber ich vermute, dass aufgrund unserer Tradition positive Bilder in uns entstehen, wenn wir das Wort hören: Nicht allein sein, Führung, Geborgenheit, Pflege, …

Vater, Mutter – damit werden nicht nur Eigenschaften ausgesprochen, sondern es wird auch eine einmalige Beziehung damit verbunden, die in der Herkunft, der Prägung liegt: Von ihnen haben wir im Grunde alles. Ohne diese sind wir nicht. das wird nun auf Gott übertragen bzw. umgekehrt, darum wird Gott als Vater bezeichnet.

Ob Gott nun als Vater oder Mutter angeredet wird, weil wir Bilder und nicht nur Abstrakta benötigen, so werden andere Gruppen ausgeschlossen: Menschen, die nicht Eltern sind, Menschen anderer Verwandtschaftsverhältnisse (Onkel/Tanten, Omas/Opas), Fremde (obwohl Gott für viele fremd geworden ist). Ausgeschlossen werden auch andere Geschlechter. Denn es geht eben nicht darum, dass Gott geschlechtlich eingeordnet wird. Gibt es Transgender, die besondere Eigenschaften haben, die über die mit Vater und Mutter verbundenen Eigenschaften hinausgehen? Wie oben geschrieben: Gott wird nicht als Vater angeredet, weil Menschen mit Gott ihre sexuelle Identität finden und stabilisieren wollen.

Auch der Heilige Geist wird sexualisiert in unserer Zeit. In manchen Sprachen ist er feminin (hebräisch: Ruach), manchen Neutrum (griechisch: Pneuma), maskulin – wie in unserer Sprache. Wenn wir nun den Heiligen Geist, den Geist Gottes auch als Heilige Geistin bzw. Geistin Gottes bezeichnen, machen wir etwas Kurioses. Geist bedeutet: Atem, Wind, Hauch, Kraft. Es geht nicht um Gespenster. Ich sage ja auch nicht: Windin weil ich den Wind lieber feminin habe. Es wird also der Geist Gottes sexualisiert. Ich denke mir so in meiner Geistin (traditionell gesprochen: in meinem Geist): „?“.

Lamartine schrieb über Gott:
„So wie ein Tropfen in dem Ocean,
Geht im Unendlichen mein Denken unter.“

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Lamartine (1790-1869)

In seinem langen Gedicht, das an Lord Byron adressiert ist, schreibt (frei übertragen) Lamartine

„Nur Mut! Gefallenes Kind mit göttlicher Herkunft!
Jeder erkennt in deinen Augen
einen verfinsterten Strahl der Herrlichkeit des Himmels!
König der unsterblichen Lieder, erkenne dich selbst!
Überlasse den Kindern der Nacht Zweifel und Gotteslästerung;

Komm und nimm deinen hohen Platz ein,
unter diesen reinen Kindern der Herrlichkeit und des Lichts,
die Gott mit einem Hauch belebt,
die er zum Singen, zum Glauben und zum Lieben machte!

Zu Lamartine und dem Text s. weitere Angaben: https://gedichte.wolfgangfenske.de/18-19-jh-2/

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Sexuelle Handlungen an Sprache + Einschränkungen für Nichtgeimpfte + AntiRassismus – politischer Spielplatz

Sexuelle Handlungen an Sprache

Oh Mann, der Mann – ich war bei meinem Beitrag gestern zu hart: https://blog.wolfgangfenske.de/2021/07/24/

Wenn sich gegenwärtig ganze Gruppen nur um ihre Sexualität drehen, wenn sexuelle Handlungen an Sprache vollzogen werden, einzelne Menschen sexuelle Formen propagieren – kann man dann Einzelnen solche Vorwürfe machen? Ja. Jede*r sollte sich sexuell im Griff haben und anderen nicht mit seiner Sexualität das Leben schwer machen.

Einschränkungen für Nichtgeimpfte

Das kommt also doch. Diese Taktik ist altbekannt, nach dem Motto. niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten. Nein, nein, das machen wir nicht – einzelne sagen immer: das müsste man machen – dann wird gesagt: das machen wir doch. https://www.tagesschau.de/inland/freiheiten-geimpfte-kanzleramt-101.html

Das gerade in einer Zeit, in der untersucht wird, inwieweit die Impfungen überhaupt Sicherheit geben.

Judoka gegen israel

Ein algerischer Judo-Kämpfer kämpft nicht mehr mit, weil er gegen Israel kämpfen könnte. Er will die Palästinenser unterstützen. Vielleicht hat er auch nur Angst, gegen einen Israeli zu unterliegen. Was für eine Schmach für unsportliche Leute. Der algerische Verband hat ihn nach hause geschickt. Ein gutes Zeichen. https://www.dw.com/de/algerischer-judoka-verweigert-kampf-gegen-israeli/a-58621867

Anti-Rassismus -politischer Spielplatz

Deutschland nimmt wie andere Staaten auch nicht an der Anti-Rassismus-Konferenz der UN teil, weil sie für antisemitische Äußerungen verwendet wird. Und das unter dem Dach der UN! Die UN wird von solchen Gruppen ausgehöhlt, seit Jahrzehnten. Rassismus wird dadurch relativiert, verharmlost. Warum kann man als Staatengemeinschaft solchen Missbrauchern nicht die Basis entziehen? https://www.spiegel.de/politik/deutschland/durban-iv-deutschland-nimmt-nicht-an-umstrittener-anti-rassismus-konferenz-teil

Wahrscheinlich sind es zu viele.

Mit Rassismus gegen Rassismus

Wenn das stimmt, was hier beschrieben wird, dann wird Rassismus gefördert. Das schafft Aggressionen. Und wer sich nicht ganz der Gehirnwäsche unterworfen hat, wird sich wehren. Einfaches Muster. Darum: Was soll eine solche sonderbare, Menschen verachtende Vorgehensweise? https://www.tichyseinblick.de/meinungen/mit-rassismus-gegen-den-rassismus

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