Zweifel

Er fragte: Zweifeln Sie nicht?

Er antwortete: Im Augenblick nicht.

Er wusste: Es gibt Lebensabschnitte, in denen man auf den Glauben anderer angewiesen ist, auf deren Gebet, auf deren weiter führende Worte, deren Hoffnung, deren Liebe. Lebensabschnitte, in denen der Glaube in den Alltag hinein verebbt, auf einmal keine Rolle mehr spielt – oder schlimmer noch: Gott zu schweigen scheint.

Er antwortete: Im Augenblick nicht.

Und war dankbar.

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Leiden

Leiden – was sagt Paulus zum Beispiel zu Beginn des 2. Korintherbriefes?

  • Er erfährt im Leiden Gottes Trost.
  • Durch diese Erfahrung kann er andere trösten.
  • Gemeinschaft des Leidens führt zur Gemeinschaft des Trostes.
  • Leiden führt dazu, sein Vertrauen auf Gott zu setzen.
  • Leiden führt zur Erkenntnis, dass das Leben von Gottes Gnade abhängig ist.
  • Leiden – gleichgestaltet werden mit Jesus Christus.

Das Leiden Glaubender wird aus der Beziehung zu Gott erklärt.

Diese Erklärung mag für Menschen, die diese Gottesbeziehung nicht kennen, nicht annehmbar sein. Sie mögen Wenn´s und Abers´s und Eventualitäten und ihre Interpretation von Welt in die Diskussion einbringen. Diese Beziehung ist die Voraussetzung. Allein diese. Diese ist ebenso persönlich. Was zwischen mir und Gott passiert, muss nicht allen Christen so ergehen. Gott geht individuell auf jede und jeden besonders ein. Warum? Das wird aus der je individuellen Beziehung mit Gott heraus zu erklären sein – manchmal erst rückblickend. https://glaubensdiskussion.wolfgangfenske.de/sites/verzeichnisse/index_theodizee.html

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Ich las einmal eine Geschichte, dass einer auf einer Reise durch Mexiko in einer Kirche eine Abstellkammer fand, in der viele Heiligenfiguren standen. Alle verstaubt und verinsektet. Er fragte. Warum? Sie antworteten: Diese haben alle Gebete nicht erhört.

Das ist es, was uns Menschen liegt: Wer nicht pariert, muss gehen. In diese Rubrik passt auch ein Wegwerf-Mensch wie ein Wegwerf-Gott. Wer meinen Erwartungen nicht entspricht, den entferne ich von mir – ich entferne mich von ihm. Das tun wir häufig, auch wenn wir wissen: Das Verhalten entspricht nicht einer guten Beziehung, einer menschlichen Beziehung. Vertrauen wird verletzt, Hoffnungen werden zerstört, man erniedrigt den anderen Menschen, den man doch achten und lieben wollte.  Eine echte Beziehung ist anders. Wie sie aussieht, das erfahren wir unter anderem aus der Beziehung des Paulus zu Gott in Christus.

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Der Blog wird voraussichtlich am Mittwoch wieder bestückt werden.

 

Der Messias und das geknickte Rohr

Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen (Mt 12,20 – Jesaja 42,1-4).

Das Schilfrohr

  • Ahnung von Glück,
  • Sehnsucht nach Wahrheit,
  • Ahnung von Gerechtigkeit,
  • Sehnsucht nach Liebe,
  • Ahnung von Gemeinschaft,
  • Sehnsucht nach Geborgenheit,
  • Ahnung von Freiheit,
  • Sehnsucht nach Frieden,
  • Ahnung von Ruhe,
  • Sehnsucht nach Lebendigkeit und Leben,
  • Ahnung von Gott,
  • Sehnsucht nach Gott

das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen.

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Wir Mosaiksteinchen

Erkennt der Mensch die Gesamtheit Welt oder nur einen Bruchteil?

Und er will Gott ablehnen, disziplinieren?

Ist der Mensch nicht jeweils ein Mosaiksteinchen – und alle Menschen zusammen bieten aufgrund ihrer Erfahrungen ein vollständigeres Bild von der Welt als es einzelne auch logisch denkende Individuen – die gefangen in ihrer Logik – leisten können?

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Zwei Gesichter

Die Welt hat immer zwei Gesichter gut und böse, schön und hässlich, liebevoll und grausam…. (natürlich auch viele Grautöne, die nicht eindeutig zuzuordnen sind).

Darum hat Gott für uns Menschen auch zwei Gesichter, weil wir von Welt auf Gott schließen.

Dass Gott nur ein Gesicht hat, Liebe, Gerechtigkeit, das erfährt man, wenn man aus dem Geist Jesu Christi auf Gott lauscht und wartet.

Das heißt, was Liebe und Gerechtigkeit Gottes sind, entscheidet nicht die zweideutige Welt.

Aber in Jesus erscheint Gott in seiner Erniedrigung. Nicht in seiner Macht. Die lässt er nur glaubend im Auferstandenen erfahren.

Das heißt, die Welt bleibt auch nach Jesu Wirken als Mensch zweideutig.

Sie wird erst dann eindeutig, wenn Gott seine Herrschaft errichtet, wenn er die zweideutige Welt beendet und in seine Vollkommenheit überführt.

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