Abendmahl / Eucharistie

In den ersten Jahrhunderten des Christentums durften nur die Menschen am Abendmahl teilnehmen, die sich zu Jesus Christus bekannt hatten, diejenigen, die eine lange Zeit im umfassenden Sinn Unterricht bekamen, um dann in die Gemeinde eingeführt zu werden.

Wer also zum Abendmahl ging, der wusste, was es ist. Er hat die Einheit mit seinem Herrn Jesus Christus mit allen Sinnen und dem Verstand erfahren.

Heute darf jeder alles. Das Problem besteht darin, dass damit auch Angriffspunkte gegeben werden. Wer das, was mit einem Menschen im Glauben beim Abendmahl geschieht, nicht kapiert, nicht kapieren kann oder will, kann den Glauben auch an dieser Stelle in den Dreck treten.

Aber damit tut er etwas, was ganz eng mit dem Ursprung des Abendmahls verbunden ist: Menschen versuchten Jesus Christus zu zertreten, in den Dreck zu treten, damit sollte es aus und vorbei sein. Doch er erhob sich aus dem Dreck, er wurde aus dem Moder erhoben.

Das Abendmahl, das Freudenmahl, Erinnerung an den Tod Jesu Christi – aber gleichzeitig verbunden mit dem Auferstandenen, eine Einheit mit dem Auferstandenen.

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Jede*r gegen jede*n + Spaltung der Gesellschaft

Interessanter Artikel über unsere Umweltbewegungen. Wird die Umwelt zum obersten Ziel erklärt, dann muss ein Kampf ausbrechen, weil jeder meint, die vegane Wahrheit mit Löffeln gefressen zu haben und als Lebensziel natürlich sieht: Ich rette die Welt – mögen die anderen denken, was sie wollen. Die Geister, die man dadurch päppelte, dass man ihnen Hoffnung gab: Wir drehen die Uhr auf Anno Steinzeit zurück – wie wird man sie nun wieder los? https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/tesla-werk-gruenheide-streit-um-rechte-verbindungen-in-der-oekoszene-

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Wenn Menschen die Spaltung der Gesellschaft beklagen, dann kann ich zumindest von mir sagen, dass es nicht darum geht, einen Führer oder eine Führerin zu installieren oder auch nicht davon träume, eine Gesellschaft im Gleichschritt marschieren zu sehen.

Worum geht es? Es geht um Toleranz anderen Meinungen gegenüber, es geht darum, dass man kompromissfähig bleibt, dass man Menschen mit anderen Meinungen nicht diffamiert, nicht gegen sie polemisiert. https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/faschismus-besser-gespalten-als-geheilt-a-7dbf8a85-2f26-4b8d-a183-3c8d529eef44

Jede Gesellschaft – nicht nur die Moderne wird von Menschen geprägt, die unterschiedlichste Weltanschauungen haben. Das ist auch mit unserer so. Und das ist gut so. Doch es zeichnet sich immer stärker ab, dass manche Strömungen mit Hilfe mancher Medien und der bislang abseits gebliebenen extremeren politischen Ansätze immer stärker eine einlinige Tendenz in die Politik bringen. Man versucht eben Menschen, die bislang zur Mitte gehörten, wegzudrängen. Extremere Positionen bekommen in der Politik Gehör, Strömungen, die den Weltuntergang riechen, hysterisieren immer stärker Medien und politische Entscheidungsträger, sodass ein klarer Blick für die Vielfalt in der Gesellschaft begrenzt vorhanden ist. Man erkennt die Andersdenkenden als Gegner, zieht Extreme unter ihnen heran, um die gesamte Gruppe negativ darzustellen. Petitionen, die von Extremeren in die Welt gesetzt werden, bekommen natürlich viele Unterschriften… – weil viele, die anderer Meinung sind, noch gar nicht kapiert haben, dass man sich gegen sie wendet. Sie fühlen sich sicher, denken, sie seien in der Mitte, weil sie bislang immer dort waren, aber sie werden dann peu a peu in eine Ecke gedrängt und dann polemisch, diffamierend als Feinde bestimmter moderner Strömungen dargestellt.

Das kann man beobachten. Und das ist nicht gut. Das Heilmittel ist nun gerade eben nicht ein Führer und Gleichschritt. Bekanntlich haben die intolerante und ausgrenzende Verhaltensweisen. Es geht darum, dass man Toleranz gegen Andersdenkende lebt, dass man Kompromisse sucht, dass Medien eben auch nicht durch einseitige Berichterstattungen Gruppen zum Schweigen bringt, dass die Faktenchecker (das Korrekturprogramm bietet als Alternative: Kettencharakter an) merken, dass sie nicht neutral sind, sondern eben genauso ihre Meinung haben wie andere auch, dass Kommentatoren in den Medien nicht nur auf einer Linie schwimmen, sondern auch andere zu Wort kommen lassen, dass die Überschriften nicht schon Meinung in die Hirne implantieren…

Man sieht, dass Extreme Beachtung finden, dadurch auch publik werden, dadurch wieder andere Extreme angestoßen werden, extrem zu agitieren, das führt dann zu lautstarken Gruppen – die letztendlich dann, weil sie aufgruind der Lautstärke und medialer Präsenz meinen, sie seien die Gesellschaft und Welt rettende Mehrheit die Politik zu bestimmen sucht.

Soweit meine Sicht in aller Kürze. Ist wieder zu lang geworden. Ich weiß.

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Christus-Kreuz und Hakenkreuz

Das Christus-Kreuz: ein waagrechter Balken und ein senkrechter Balken. Führt man beide weiter, umspannen sie versöhnend die Erde. Menschenwürde, Nächstenliebe, Vergebung…

Das Hakenkreuz bricht die Balken des Christus-Kreuzes – aus ihnen werden Haken. Haken, an denen ideologisch gefangene Menschen zappeln. Menschenwürde, Nächstenliebe, Vergebung… wurden gebrochen.

Schon vor dem Nationalsozialismus war es in europäischer Kultur der antichristlichen Esoterikszene verbreitet, genannt sei zum Beispiel Alfred Schuler.

Neulich habe ich das Buch über Franz Jägerstätter gelesen (Georg Bergmann: Ein Leben vom Gewissen entschieden, Christiana Verlag 2. Auflage 1988). Es ist erstaunlich, mit welch einer Hellsichtigkeit dieser einfache Hofbauer in Österreich die Ideologie des Nationalsozialismus durchschaut hat – gerade auch aufgrund seines christlichen Fundaments. Als Soldat Jesu Christi kämpft man nicht für die Gegner von Jesus Christus.

Vorbild eines Christen gegen jegliche antichristliche Ideologie. Gleichzeitig aber auch: Das braucht wirklich Mut.

Ich betonte dessen Einfachheit, weil viele ja sagen: Man habe es nicht gewusst… Und viele, die sich dann gegen den Nationalsozialismus wandten, vorher Anhänger Hitlers waren. Eigentlich, so zeigt uns dieser Mann, der ja auch von den Kommunikationsmitteln abhängig war wie alle anderen auch, wollten wohl viele nicht sehen, was sie hätten sehen können. Paul Schneider, der im KZ ermordet wurde, las auch „Mein Kampf“ begeistert – bis er den Rassismus darin entdeckte. Dann wandte er sich langsam gegen diese Ideologie. Manche sind wohl nicht so weit gekommen mit dem Lesen.

Der Maßstab von Franz Jägerstätter war der Glaube an Jesus Christus. Das sollte der Maßstab jedes Menschen sein, der sich Christ nennt. Wollen wir diesen Maßstab heute noch – oder fühlen wir uns über diesen erhaben? Und lavieren darum hin und her?

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Hauptsache Bildung

Hauptsache Bildung? Nein.

Wenn Bildung nicht moralisch-menschlich hebt, taugt sie nicht unbedingt. Zudem kann falsche Bildung auch dümmer machen. Die gebildetsten Menschen können irre gehen – und ganze Völker irre führen.

Bildung benötigt einen Maßstab. Wenn der fehlt, dann konzentriert man sich doch lieber auf das weitergeben von Wissen und meint damit, Menschen zu bilden.

Gute Bildung – Bildung mit Maßstab – sollte der Rahmen des Wissens sein. Denn ohne diesen Rahmen kann Wissen in Unmenschlichkeit ausarten, Machtorgien feiern.

Aus christlicher Sicht bietet Gottes Geist den Maßstab für gute Bildung.

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R.I.P.

„Ruhe in Frieden“ ist nicht heidnisch-römischen Ursprungs, sondern christlichen Ursprungs, das evtl. Psalm 4,9 aufgreift: https://de.wikipedia.org/wiki/Ruhe_in_Frieden Seit dem 4. Jahrhundert ist das nachweisbar, beginnend mit „en pace“.

Ruhe in Frieden – im Frieden Gottes, den Jesus Joh 14,27 ankündigt: „Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“. Jesus Christus ist unser Friede, so heißt es im Epheserbrief – allerdings auch das in einem anderen Kontext als dem Kontext des Todes.

Der Psalmvers lautet: Im Schalom (Frieden, Wohlergehen, Heil, Vollkommenheit, Sicherheit…) lege ich mich nieder, denn du allein, Herr, lässt mich sicher wohnen.

Es liegt nahe, dass dieser Satz auch mit Blick auf den Tod gelesen werden konnte. Wenn Menschen nichts mehr tun können, dann ist Gott allein derjenige, der Menschen ewiges Wohnrecht gibt. Wie Jesus sagt: In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen (Johannes 14,2).

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Der Blog kann voraussichtlich erst am Mittwoch wieder bestückt werden.

Trump-Aufreger

Trump hat das Impeachment-Verfahren überstanden. War abzusehen gewesen. Die Demokraten verzetteln sich mit solchen Aktionen, statt wirklich für alle erkennbar gute Politik zu machen, sie zu kommunizieren, beißen sie sich an Trump fest. Und dann haben sie auch noch diese kräftezehrende Auswahl – sie ist nicht nur Kräfte zehrend, sondern zeigt auch, dass die Demokraten gespalten sind. Da weiß man dann doch als US-Amerikaner, was man an Trump hat. Vielleicht wollen die Demokraten ja auch durch Mitleids-Erregungen die Wahl gewinnen. Dann hat man sie nur darum gewählt, weil man gegen Trump ist und Mitleid mit ihnen hatte. Ach so: Und als Unterlegene sagen sie nun, warum die sich mitbewerbenden „Sieger“ nicht gut sind. Was kann das zur Folge haben? Dass eben diejenigen diese nicht wählen werden. Wer also sagt, der Sieger ist schlecht für die Demokraten, weil er keinen Rückhalt bei Schwarzen habe, fördert also damit, dass er keinen Rückhalt bei der schwarzen Bevölkerung habe. Schwächt somit die Demokraten. Wer freut sich darüber schelmisch? der alte schelm twitternd im Weißen Haus. https://www.spiegel.de/politik/ausland/tv-debatte-nach-iowa-vorwahlen-mitkandidaten-attackieren-sanders-und-buttigieg-scharf-a-2c489aba-fb59-4810-b1ed-4f4a3b386c9f

Jetzt hat in Iowa wenigstens der junge Mann gewonnen. Was erfährt man so über seine politische Sicht? Nicht viel: https://de.wikipedia.org/wiki/Pete_Buttigieg Er ist homosexuell orientiert. Wenn das mal kein Grund ist, ihn zu wählen. Aber im Ernst: Es geht um politische Wahlen, nicht um sexuelle Vorlieben. Und was hat er politisch zu sagen? Das muss ich erst noch herausfinden. Klingt schon mal modern: Klimawandel und Bildung: https://www.tagesschau.de/ausland/usa-buttigieg-101.html Aber eine Frau scheint immer noch nicht in Sicht als Präsidentin. Wäre allerdings auch keine politische Entscheidung.

Warum nicht Nancy Pelosi? Sie kann so schön Zettel zerreißen. Zeichenhandlungen bergen Gefahren in sich. Man ist dann nur noch bekannt wegen dieser Zeichenhandlung – nicht mehr, weil man politische Ansichten hatte. Und seien sie noch so gut. Lange hatte sie sich eifrigst gegen die eifernden Demokraten gewehrt, die Trump nicht politisch schlagen wollten, sondern gerichtlich. Dann gab sie doch nach – und geht als Zettelzerreisserin in die Geschichtsbücher ein.

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