Geistliche Morgengymnastik

Man soll etwas für seinen Körper tun, damit er nicht ganz in sich versteift, damit die Lungen durchgepustet werden und das Herz das Blut schneller durch den Körper pumpt.

Man sollte auch immer wieder einmal geistliche Morgen-Gymnastik betreiben, damit das Hirn nicht erschlafft, damit die Seele wieder neu in Bewegung gerät und auch der Körper eingebunden wird.

Auch die Christenheit hat den Körper einbezogen: Kopf und Arme nach oben im Gebet, oder gekniet, das Kreuzzeichen… – aber selbst diese minimalisierten Bewegungen sind bei vielen eingeschlafen. Entsprechend schläft auch der Glaube einen ungesunden Schlaf – könnte man vermuten. Es wird alles auch theoretischer, kopflastiger.

Ich will das mit meinem Bewegungs-Tipp ein wenig auf die Spitze treiben.

  • Wie wäre es, ein Gesangbuchvers auswendig zu lernen, der einem gut gefällt, und den dann bei Liegestützen aufsagen? Oder die Strophe eines modernen christlichen Lieds. Es werden dann im Lauf der Zeit immer mehr.
  • Wie wäre es, den Bibelvers des Tages bei Kniebeugen zu wiederholen bzw. im Rhythmus der Kniebeugen sprechen?
  • Wie wäre es, bei Ausfallschritt, Brücke, Dreher, Seitstütz, Situps sich einen wichtigen geistlichen Gedanken einzuüben?
  • Und das Ganze mit einem kräftigen Atemzug am offenen Fenster mit einem „Danke“ ausklingen zu lassen. (2020)

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Gott spricht

Gott spricht nicht nur durch einen Menschen, Prophet genannt.
Gott spricht durch ganz viele Menschen: Bibel genannt.
Kirche genannt.
Diese vielfältigen Stimmen erweitern das Welt- und Lebensbild ungemein.
Sie weisen von der Enge in die Freiheit,
von der Unruhe in den Frieden,
von dem Tod und seiner Macht ins Leben.
Vielstimmig ist ein Hymnus, ein Lob Gottes aus christlicher Sicht.

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Warum – zurechtkommen

Nicht die Frage ist zu beantworten: Warum?
Es geht darum, in der gefallenen Welt zurechtzukommen.

Gott beantwortet nicht die Warum-Frage.
Er hilft aber, in der Welt zurechtzukommen.

Mit seinem Wort, dem wir uns stellen.
Im Gebet, mit dem wir in seinem Licht leben.
Im Glauben, mit dem wir uns ihm öffnen.
Mit der Liebe, mit der wir ihn ein wenig widerspiegeln.
Mit der Hoffnung, mit der er uns die Zukunft öffnet.
Mit der Gemeinschaft der Glaubenden, von denen wir lernen.

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Alles ist im Wandel konstant

Alles ist im Wandel.
Das lehren uns die Jahreszeiten,
die Jahreszeiten im Norden,
die Tageszeiten am Tag,
Geboren werden, erwachsen sein, altern.

Alles ist im Wandel.
Wir haben gelernt, uns anzupassen.
Häuser, Kleidung, Wärme für Herbst und Winter.
Die Freiheiten im Frühjahr und Sommer.
Technische und andere Errungenschaften helfen.
Und morgens leben wir anders als am Tag und nachts.
Das Ich in der Kindheit ist mit dem Ich im Alter gewandelt eins.

Wir überleben, indem wir klug und wachsam leben.
Alles ist im Wandel.
Doch alles bleibt – im Wandel, trotz des Wandels:
Jahreszeiten, Tag, Ich.
Was ist die Konstante in der Natur?
Gottes Geist, der alles belebt und trägt,
Neues erschafft und Altes erhält.

Im christlichen Glauben sind es:
Glaube,
Hoffnung,
Liebe.
Hervorgerufen und erhalten durch eben diesen Geist.

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