Fäkal

Fäkalsprache zeigt nicht die Abgründe des Beschimpften, sondern den aktuellen Geisteszustand des Schimpfenden.

Narren auf ihrem Dummweg ändern sich auch dann nicht, wenn man sie beschimpft: Affe, Hund, Schwein, Kuh, Arsch, Löcher im Hirn… Selbst Narren sind so klug, über solche Fäkal-Titulierungen zu diskutieren – statt über ihre Narrheit.

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Hass

Angeregt durch den letzten Kommentar von Gisa (Gestern zu Akte) folgende unterstützende Sätze:

Hass ist ein Armutszeugnis für den Hassenden.

Hass zeigt die Abgründe des Hassenden – nicht die Abgründe dessen, den er hasst.

Hass braucht keiner – er zerstört und baut nicht auf.

Der Hassende ist nicht besser als der, den er hasst.

Der Hassende ist nicht besser als der, der ihn hasst.

Hass kränkt die Seele des Hassenden und macht sie krank – da freut sich das Hassobjekt.

Hass ist das Gift, das den Hassenden vergiftet.

Fabelei

Sagt die Maus „pieps“ – sagt die Katze: „Das ist Tier verachtend!“ und schlägt die Maus mit ihrer Tatze und verspeist sie gierig. Der Bär schlägt ein Reh – da sagt die Katze lieber nichts, macht sich aus dem Staub und versteckt sich im Gebüsch.

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Versuch 2

Einer ging durch die Stadt. Da stand ein Mann an der Hauswand und bat um Nahrung. Einer ging weiter. Er sah ein Kind allein herumirren. Einer sah weg und ging weiter. Er sah eine Mutter mit Kinderwagen an einer Treppe stehen, sie kam nicht runter. Einer sah und ging weiter. Eine verwirrte alte Frau stand am Straßenrand. Einer sah und ging weiter. Einer sah einen Cent auf der Straße liegen. Einer sah ihn, bückte sich und hob ihn auf. Da sagte der unsichtbare Begleiter zu Einer: Ist der Cent für dich mehr Wert als diese Menschen?