Diakonie-Chef über Pflege-Zustand + Armut

Ulrich Lilie über Pflegeprobleme: https://www.evangelisch.de/inhalte/150507/13-06-2018/ulrich-lilie-diakonie-noete-pflege

Lilie: Wir sollten überlegen, wie wir durch ein Mischmodell von Steuerfinanzierung, Pflegeleistungen und Mitteln aus der Krankenversicherung zu einer vernünftigen Absicherung bei Pflegebedürftigkeit kommen.

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Rentner, die in Armut leben: https://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/aus-scham-oder-unwissenheit-sozialverband-alarmiert-bis-zu-einer-halben-million-rentner-leben-in-verdeckter-armut_id_9110732.html

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Amalie Sieveking

Amalie Sieveking war fortschrittlicher als unsere Sozialversorgung heute vielfach ist http://frauen-und-reformation.de/?s=bio&id=47 :

Die Frauen sollen in den bedürftigen Familien keine Almosen verteilen, sondern den konkreten Bedarf dokumentieren. Es soll Hilfe zur Selbsthilfe geleistet, Werte vermittelt, Arbeit verschafft und die Ergebnisse schriftlich vorgelegt werden.

Dadurch, dass die Bedürftigen angehalten werden, etwas zu leisten, angehalten werden, sich weiterzubilden, werden sie anerkannt. Ihr Leben wird gewürdigt. Sie tun etwas. Sie werden nicht einfach nur verwaltet. Das ist Fortschritt. Ich vermute, wir in unserer notwendigen Massensozialverwaltung kommen nicht mehr dazu, sie entsprechend menschlich zu gestalten. Das Arbeitsamt versucht das – je nach Mitarbeiterin oder Mitarbeiter. Aber wie können wir es hinbekommen, dass das Ganze individueller abläuft? An dieser Stelle bin ich Pessimist. Man muss natürlich auch einräumen, dass Amalie Sieveking mit Mitstreiterinnen Hilfestellung nur für einen begrenzten Kreis schaffte. Heute werden Millionen versorgt.

Übrigens: Nicht nur den Hilfebedürftigen wurde geholfen, auch den Helfenden selbst.

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Sexismus + Ohne BH-Trend – Körperfeindlichkeit + Mitarbeiter schwanger

Das ist gefährlich: Männer in unserem Land sind normalerweise recht zivilisiert – aber die Schicht zwischen Zivilisation und ausbrechendem Trieb ist sehr dünn. Von daher halte ich es für sehr gefährlich, was immer wieder in den letzten Monaten häufig zu lesen ist: Angriffe auf Frauen und Mädchen – weil durch diese die Männer, die sich nicht im Griff haben, leicht animieren lassen, es auch zu versuchen. Dazu gehören auch die Frauen-Erniedrigungsriten: http://www.spiegel.de/spiegel/soziale-netzwerke-frauen-schlaegt-oft-der-blanke-hass-entgegen-a-1134145.html

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Den folgenden Beitrag schreibe ich, weil ich wieder einem Trend begegnet bin, die Natur des Menschen aus ideologischen Gründen zu leugnen.

Neulich las ich irgendwo, dass es Trend sei, ohne BH herumzulaufen. Man sollte endlich einsehen, dass Brüste nichts mit Sexualität zu tun hätten und es war von Nippelphobie die Rede. Das war kein Text, in dem Männer über ihre Frauenbilder redeten, sondern eine Frau begründete, warum sie keine BHs anziehen wolle.

Ich fand diesen Beitrag sehr interessant, weil er Ausdruck der Zeit ist: Wenn jemand meint, die Brüste sollten kein Objekt der Begierde sein, dann muss man darauf hinarbeiten, dass sie es auch nicht sind.

Aber das verkennt (fast) sämtliche Forschung. Brüste gehören nicht zu den primären Geschlechtsmerkmalen, aber zu den sekundären – wie auch die tertiären Geschlechtsmerkmale – das heißt: Becken, Haare, Lippen… gehören dazu und dienten unseren weiblichen Primaten dazu, Männchen anzulocken. Und wenn nun eine Frau daher kommt und sagt, das ist nicht richtig – dann mag sie es so sagen, aber diese Aussage hat wissenschaftlich gesehen keine Grundlage. Menschen-Frauen haben sogar noch eine Besonderheit, die aus der Perspektive der Evolutionslehre andere Primaten nicht haben: Die Brust ist nicht nur schön gerundet, wenn ein Junges gesäugt wird, sondern immer schön anzusehen (soweit ich mitbekommen habe: nicht nur für Männer) – ob es die jeweilige Frau nun einsieht oder nicht. (Allerdings gibt es auch Wissenschaftlerinnen, die der Wissenschaft ein Schnippchen schlagen: https://www.welt.de/gesundheit/article4512535/Das-Raetsel-um-den-prallen-Busen.html ). Es ist Natur. Und Naturfeindlichkeit ist es, die uns in letzter Zeit massiv – auch in der Genderei – begegnet: Doch der Mensch ist Teil der Natur – und nur Ideologen wollen den Menschen nach ihren Vorstellungen neu erschaffen. Früher hat man Christen vorgeworfen, körperfeindlich zu sein. Das wird heute von Gender-Ideologen weit übertroffen, die den Menschen zu einem asexuellen Wesen erklären wollen, zu einem Wesen, das seine Sexualität selbst wählen und grundlegend beeinflussen kann.

Zudem wird in dem genannten Beitrag von Nippelphobie gesprochen – ich denke, das dürfte eher Frauen betreffen – oder Facebook. Männern dürften aus genannten natürlichen evolutionären Gründen weitgehend Nippelphilie eigen sein. Warum sonst auch die Euphorie in den Medien, wenn bei irgendeinem Star oder Sternchen ein Nippelblitzer verkündet werden kann. Wenn nun eine Frau fordert, dass BHs nicht getragen werden sollten, dann tun sie vielen Männern ein Gefallen – ob sie es wollen oder nicht. Natur ist Natur – würde ich sagen. Mögen Frauen diese Freiheit genießen – aber sie müssen damit rechnen, dass Männerblicke auch Genießer sind.

Frauen – und gern auch Männer – dürfen die Neuentdeckung der Nippel einfach als das ehren, was sie ist: ein wiedergewonnenes Stück Echtheit. http://www.stern.de/lifestyle/mode/buestenhalter-ad%C3%A9—nobra-ist-ein-trend—warum-auch-nicht—7008554.html

Aber: Der Mensch – auch, man mag es nicht glauben, der Mann – ist nicht nur Sklave seiner Natur, er ist auch Kultur-Mensch. Das heißt, er kann im Idealfall seine Natur zähmen. Und das ist etwas, was in unserem Land vielen Männern möglich ist: Ihren sexuellen Trieb der Kultur zumindest begrenzt unterzuordnen, so unterzuordnen, dass er Frauen nicht erniedrigt, zum Sexualobjekt herabstuft. Und diese Menschen ehrende Kultur sollte man fördern. Das ist auch christliche Aufgabe seit jeher: die männliche Sexualität zu kanalisieren. Was passiert mit einer Gesellschaft, in der die Vorgaben des christlichen Glaubens immer stärker abnehmen?

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Das ist natürlich erstaunlich, was wir hier lesen können: Jeder elfte Mitarbeiter ist schwanger. In diesem Klinikum haben sie also tatsächlich der Evolution ein Schnippchen geschlagen: http://www.focus.de/gesundheit/videos/deggendorf-baby-boom-im-donau-isar-klinikum-jeder-elfter-mitarbeiter-ist-schwanger_id_6640105.html

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Hard Worker

Hard Worker soll man in Amerika nicht mehr sagen, weil es an die Sklaven erinnert: http://www.youngcons.com/mike-rowes-reasons-for-why-the-term-hard-worker-is-not-offensive-are-spot-on/ Ich mag mich da nicht in die amerikanische Diskussion einklinken. Ich finde nur interessant, dass dort die Sklaverei dieselbe Funktion zu bekommen scheint wie in unserem Land der Nationalsozialismus. Jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt und entsprechend dann für gut oder schlecht befunden – vor allem dann, wenn es der politische Gegner verwendet – wie zuletzt bei uns der Begriff: Festung Europa.

Traumata + Enttäuschungen

Jeder Mensch hat in seinem Leben ca. drei Erlebnisse, die traumatisierend sein können – so steht es im Artikel – ein Polizist hat drei in der Woche. Darum müssen Polizeipsychologen eingesetzt werden: http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Gegen-das-Trauma-Wie-eine-Polizeipsychologin-den-Beamten-hilft-2044906945

In einer Zeit, in der jedes ungewöhnliche Erlebnis als Trauma interpretiert wird (ich hatte das Thema neulich), indem man Kinder vor allen möglichen Enttäuschungen bewahren möchte und Noten abschafft und Klassenkameraden das Schulleben lang behalten möchte, und möglichst kleine Streithähne in den Klassen haben möchte, Kindern jegliche emotionale Strapaze erspart – wie sollen sie als Erwachsene mit all den Problemen, mit denen sie zwangsläufig konfrontiert werden, umgehen können?

Als Eltern möchte man seinen Kindern alles ersparen, was sie bedrückt (und dann suchen sie den Kick in brutalen PC-Spielen) – das ist klar. Doch helfen Enttäuschungen später das Leben leichter zu bewältigen. Das kennen wir doch von uns selbst. Enttäuschungen, Kämpfe, Ärger, Erniedrigungen – all diese haben uns weitergebracht. Man soll sie nicht fördern, aber rational sehen und Kindern beibringen, rational damit umzugehen. Wenn man geschubst wurde – aufstehen! Wenn man sich selbst fallen ließ – aufstehen! Das muss man als Kind und Jugendlicher lernen, sonst packt man das Erwachsenenleben nur sehr schwer.

Und Menschen, die an erlebten Enttäuschungen stark geworden sind, die können dann möglicherweise auch Traumata leichter überleben.

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AfD und Grüne + Homos und Genders + Sex-Switch

Der Grünen-Politiker Volker Beck, der in der Vergangenheit – was Sex mit Kindern betrifft, eine äußerst unrühmliche Rolle gespielt hat – wirft der AfD Nähe zur NPD vor, weil die AfD traditionelle Familienpolitik gegen die Genderei vertritt? Und das ist eine interessante Aussage: Die AfD sei jetzt für die SPD unwählbar geworden? War sie jemals für die SPD wählbar? http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gender-mainstreaming-gruene-sehen-afd-auf-npd-kurs/12130826.html

Zu Volker Beck: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/paedophilie-debatte-um-gruene-volker-beck-taeuschte-oeffentlichkeit-a-923357.html Aber er entschuldigte sich: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/volker-beck-gruene-entschuldigt-sich-fuer-paedophilie-text-a-951895.html – denn in dieser Zeit sieht man es anders als damals. Und wann sieht die politische Elite die gegenwärtige Genderei anders als heute? Und entschuldigt sich?

Ich muss allerdings sagen, dass das Thema Gender und Homosexualität in diesem Beitrag – vielleicht auch von der AfD – gemischt wird. Genderei hat mit Homofragen nichts zu tun. Gleichstellung von Homosexuellen ist keine Frage der Genderei. Im Gegenteil: Sie stehen in Spannung zueinander. Denn Gender sagt aus, dass der Mensch seine Sexualität wählen kann, während Homos diese Sicht vollkommen ablehnen, sonst wäre Homosexualität wie Heterosexualität ja nicht etwas, das zutiefst zum Wesen des Menschen gehört. Die Gender-Theoretiker sind Ideologen, die meinen, dass der Mensch nicht von seiner Natur abhängig ist. Von daher sind sie auch so sehr an Kindern interessiert – an die Frühsexualisierung, wie man so sagt. Damit Kinder möglichst früh Sex-Switch betreiben können. Genderei hat auch mit der Gleichstellung von Frauen nichts zu tun. Die Gleichstellung, die der Feminismus und alle normalen Menschen fordern, ist notwendig. Aber Genderei kümmert sich um den Sex-Switch und nicht um die politische Gleichstellung der Frau. Man muss alles ganz genau auseinanderhalten. Denn das ist die Kunst der Genderleute, alle auf ihre Seite zu ziehen: Homos, Feministinnen usw. – und in ihrem Fahrwasser zu fahren. Aber: Genderei ist eine eigene Ideologie, die den Menschen sexuell verändern will.

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Organspende

Mir flatterte wieder ein AOK-Organspender-Ausweis ins Haus. Es ist immer schwer zu entscheiden – Ja, Nein, Ja, Nein, Ja…

Es gibt wichtige Stimmen, die gegen die Organspende argumentieren – aus christlicher Sicht. Es ist eben, wie hier dargestellt wird, nicht nur die Frage: ist man tot, wenn man hirntot ist? Sondern es spielen eine Menge anderer Themen mit hinein: http://www.pro-medienmagazin.de/politik/detailansicht/aktuell/organspende-herz-um-herz-92692/

Unsere Gesellschaft ist auf das Hirn fixiert. Wenn das nicht mehr funktioniert – dann kann man den Körper vergessen. Aber, so zeigt auch der Artikel, dem ist nicht so. Aus christlicher Tradition sind Körper, Hirn, Seele eine Einheit. Man darf sie nicht zugunsten des Hirns aufgeben.

Auch meine Sicht ist, dass wir bereit sein sollen, unser Leben bewusst zu leben, nach dem Wort: Gott, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, damit wir klug leben. Sterben einüben, mit dem Tod umgehen lernen, das sollten wir einüben und nicht nur das medizinisch-technische Know-How für das Wahre halten. Das ist das Primäre. Sterben lernen, lernen, sich in die Hand Gottes fallen zu lassen.

Und Menschen, denen man ein Organ in Aussicht stellt, kreisen um das Thema Organ, statt darum, dieses Sterben zu lernen (was man freilich nur in christlicher und buddhistischer Tradition kann, bzw. in der Tradition des Islam den Inschallah-Gedanken forcieren). Atheisten tun sich da schwerer. Aber dieses sich Gott im Leben und Sterben Anvertrauen – das sollte Priorität haben.

Das soll aber die Bereitschaft, Organe zu spenden, nicht schmälern. Sicher: Gott liebt den Menschen auch dann weiter, wenn sein Hirn tot ist. Er liebt den Menschen aber nicht, weil er Hirn hat oder Körper hat, sondern er liebt ihn über die Existenz von Körper und Hirn hinaus. Das Wesen des Menschen – wie Gott ihn sieht – wie Gott ihn neu erschafft für sein Reich – ist etwas Neues. Paulus verwendet das Bild vom Samenkorn, das stirbt und danach nicht mehr aussieht wie es aussah, sondern zu einer Pflanze wird (1Korintherbrief 15).

Dass eine Organspende sozial ist – daran zweifle ich nicht. Ich selbst täte mich leichter mit der Bereitschaft, meine Organe zu spenden, wenn ich wüsste, dass man mich – wie es in der Schweiz der Fall sein sollte – vorher betäubt. Natürlich ist man nach heutiger Vorstellung tot, wenn das Hirn tot ist. Aber ich traue in dieser Hinsicht unserer heutigen Vorstellung nicht, weil es sehr stark hirnig ist.

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