Eduard von Hartmann, Jesus- und Mohammed-Kritik

Eduard von Hartmann (+1906) hat sich als einer der ersten in unserem Land massiv gegen Jesus gewendet, ihn als Doofmann hingestellt, über den man nur lachen kann – Jesus der Jude mit seiner jüdischen Pseudomoral…

So what?

Eduard von Hartmann ist lange tot – Jesus Christus lebt bekanntlich noch immer. Nur wenige Fachleute wissen noch, dass Eduard von Hartmann mal existierte. Wir ziehen also unser virtuelles Hütchen – wenn wir das hören, was er zu Jesus zu sagen hat und gehen weiter.

Diesen Umgang mit Kritikern haben wir Christen Europas so langsam aber sicher gelernt – schmerzhaft, weil man nicht gerne lächerlich machen lässt, was man liebt.

Diesen Umgang müssen Muslime noch lernen. Mohammedkritiker sind wie Eduard von Hartmann. Man muss sie als Muslim ertragen lernen. Man zieht sein virtuelles Hütchen – und geht weiter. Der Glaube an Mohammed wird sie alle überleben.

Diese Sachlichkeit ist es, die man nicht gerne selbst lernt – die müssen einem andere beibringen. Von daher: Kritiker haben eine wichtige Aufgabe.

Und wer das nicht gelernt hat, der ist noch nicht im Europa der Moderne angekommen. Und wer das nicht lernen will, der wird in Europa nicht ankommen. Das vor allem auch darum, weil Europäer sich immer weniger zwingen lassen aus Höflichkeit gegen alles mögliche aus der Welt den Mund zu halten. Nun denn, man kann auch darauf hoffen, dass die Europäer aussterben oder zur Minderheit werden.

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Verfolgte Christen + Rückgang der Religionsfreiheit + Gebetsfrühstück im Österreichischen Parlament

Warum wurde im aktuellen Gotteslob kein Gebet für verfolgte Christen aufgenommen?

Darum ist es gut, dass das aus dem alten Gotteslob von http://kath.net/news/59769 wieder veröffentlicht wird:

Gott, nach dem geheimnisvollen Ratschluss deiner Liebe lässt du die Kirche teilhaben am Leiden deines Sohnes.

Stärke unsere Brüder und Schwestern, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Gib ihnen Kraft und Geduld, damit sie in ihrer Bedrängnis auf dich vertrauen und sich als deine Zeugen bewähren.

Schenke ihnen Freude darüber, dass sie sich mit Christus im Opfer vereinen, und gib ihnen die Zuversicht,, dass ihre Namen im Buch des Lebens eingeschrieben sind.

Gib ihnen die Kraft, in der Nachfolge Christi das Kreuz zu tragen und auch in der Drangsal ihren christlichen Glauben zu bewahren.

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Religionsfreiheit gerät immer mehr in Bedrängnis: http://kath.net/news/59749

Das ist spannend zu sehen – im Verhältnis zu dieser Aussage: Islam wird die stärkste Religion in Berlin: http://kath.net/news/59765

Das Christentum wird zurückgedrängt bzw. zieht sich zurück – und gibt damit anderen Raum. Und das wird nicht spurlos an Berlin vorüber gehen. An Berlin würde es dann für Religionswissenschaftler wunderschön zu beobachten sein, wie sich die Stadt Schritt für Schritt islamisch verändern wird. Ob es den ehemals einheimischen Menschen gefallen wird? Nein. Sie werden wegziehen. Beispiele gibt es in Europa schon mehrere. Ich sage nur: Teile von Molenbeek-Saint-Jean. Hat mit Saint Jean nichts mehr zu tun – vermutlich schon äußerst lange nicht.

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Im Österreichischen Parlament gab es das erste Gebetsfrühstück: http://kath.net/news/59757

„Wir versuchen, uns über die Parteigrenzen hinweg auf persönlicher Ebene finden – im Geiste des gemeinsamen Glaubens. Dadurch soll auch erreicht werden, im politischen Alltag und bei Nationalratssitzungen respektvoller miteinander umzugehen – überparteilich und interkonfessionell“, so die ÖVP-Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin Dr. Gudrun Kugler.

Die Gebetsfrühstückbewegung ist von den USA ausgegangen und wird in vielen Ländern beachtet. Auch in Berlin. Ein Hinweis darauf findet sich: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2013/42161667_kw13_andachtsraum/210320

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(K)Ein Interesse an Religion + Umfragen zu Homosexualität, Powerfrauen, Werte, Todesstrafe

Das Ipsos Meinungsforschungsinstitut meint, dass in Europa weniger Interesse an Religion zu finden ist als in anderen Ländern – aber auch ganz wenig in Japan: http://www.idea.de/gesellschaft/detail/studie-interesse-an-religion-in-europa-geringer-als-im-rest-der-welt-100865.html Soweit ich bei einem groben Überblick sehe, hat sich trotz etwas anderer Fragestellung die Sicht nicht geändert: http://www.ipsos-na.com/news-polls/pressrelease.aspx?id=5058

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Interessant finde ich diese Studie, in der es darum geht, ob die Menschen liberaler werden oder nicht: https://www.ipsosglobaltrends.com/me-versus-us-is-the-world-getting-more-or-less-liberal/ Spannend finde ich hier, dass die Zahlen zum Thema Homosexualität mit Blick auf islamische Länder kaum genannt werden. Hat man da außer in der Türkei und Indonesien vergessen nachzufragen? Aber: 72% der Weltbevölkerung wollen in Gemeinschaften leben, die dieselben Werte haben: China 83%… Indien 81%… USA 79%… Deutschland 71%. Was die Todesstrafe betrifft, sollen 61% der Weltbevölkerung dafür sein. Die Aufschlüsselungen sind interessant, sogar in Frankreich sollen 62% dafür sein und in Belgien 57%, Deutschland 38%. Viele andere Zahlen werden genannt. Ob sie stimmen – weiß ich natürlich nicht. Aber es ist zumindest spannend, wie dieses Meinungsforschungsinstitut das sieht. Denn stutzig macht mich die Frage, ob mehr Frauen in Machtpositionen sein sollen. In Indien und der Türkei sind über 70% dafür, in Schweden nur 57% und in Deutschland nur 47%. Wir werden in dieser Hinsicht von fast allen Ländern überholt. Nur Japan, Indonesien und Russland stehen hinter uns.

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Spiritueller Kampf um Kuh + Extremisten festgenommen + Franco A. der deutsche Syrer

In Indien ist ein Kampf um die Kuh entbrannt: Hinduextremisten wollen das Töten einer Kuh unter Todesstrafe stellen – andere Inder kümmert die Kuh nicht besonders: http://www.focus.de/politik/experten/indien-wer-eine-kuh-toetet-riskiert-sein-leben_id_7032014.html

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Erst Rechtsradikaler, dann Salfist – eine Karriere, die wieder zu bestätigen scheint: Extremisten welcher Couleur auch immer passen zusammen: http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Anschlag-geplant-21-Jaehriger-in-U-Haft,northeim356.html

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Franco A., der deutsche Syrer, der mit dem jüdischen Namen, der Christ – unter französischer Minderheit aufgewachsen, der kein Arabisch konnte, weitgehend unbemerkt rechtsradikal war, der an zwei Orten gleichzeitig sein konnte (in der Asylunterkunft und am Arbeitsplatz in Frankreich)… konnte der Bamf einen riesengroßen Bären aufbinden. So große Bären gibt es eigentlich gar nicht. Oder doch? Wenn sich die Bamf diesen Bären aufbinden ließ – wie viele riesengroße Bären noch? Aber es war ja wohl auch egal – abgeschoben werden sie ja eh nicht, was soll man da noch tiefer graben?

So langsam beginnt das Erwachen. Bei manchen. Oder?

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Religionsunterricht Berlin + Ditib-Razzien + Ausweisung und Taufen von Flüchtlingen

Das ist ein eigenartiger Antrag der AfD in Berlin:

Die AfD ist im Berliner Abgeordnetenhaus mit einem Antrag zur Einschränkung des islamischen Religionsunterrichts gescheitert. Er zielte darauf ab, Passagen aus dem Koran, die nach Meinung der Partei zu Gewalt aufrufen oder gegen die freiheitliche Grundordnung verstoßen, in unteren Jahrgangsstufen nicht mehr zuzulassen.

http://www.focus.de/politik/deutschland/einschraenkung-geplant-afd-scheitert-mit-antrag-zu-islamischem-religionsunterricht_id_6657399.html

Wie die Grüne Bettina Jarasch zu recht sagte: „Der Glaubensinhalt geht den Staat nichts an.“ –

Die Lehrpläne werden Hand in Hand von Staat und Religionsgemeinschaft erstellt. Und auf diesem Weg – und mit Hilfe der Religionsbücher (vgl: Saphir – Religionsbuch für junge Musliminnen und Muslime) greift der Staat in das ein, was im Religionsunterricht gelehrt wird – der Religionsunterricht untersteht zudem der Schulaufsicht. Das heißt: Lehrpläne wählen aus – die Schulaufsicht muss kontrollieren, dass der Unterricht auch gemäß Lehrplan erteilt wird und extremistisches Gedankengut nicht in den Schulen verbreitet wird. Das ist schwer hat sich im christlichen Religionsunterricht, soweit ich das beurteilen kann, bewährt. Was den islamischen Religionsunterricht betrifft, müssen – soweit ich sehe – erst noch die Anfangsschwierigkeiten überwunden werden. https://www.bibelwissenschaft.de/wirelex/das-wissenschaftlich-religionspaedagogische-lexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/lehrplan/ch/a61455060bc97a6246e8b7110cc2fd7f/

Aber Eingriffe des Staates in Heilige Schriften – das geht nicht. Dagegen müssen auch Christen ihre Stimme erheben.

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Die Razzien gegen Imame von Ditib-Moscheen erzürnen selbstverständlich die Türkei: http://www.focus.de/politik/deutschland/durchsuchungen-bei-imamen-tuerkische-politiker-toben-nach-ditib-razzia-und-lassen-schlimmen-vorwurf-anklingen_id_6658360.html Beck (Grüne) kritisiert das Vorgehen – es käme zu spät, das Beweismaterial könnte schon längst vernichtet worden sein. Andererseits meint Özoguz (SPD), die Ditib solle endlich die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe erkennen und reagieren. Die Ditib sieht sich als einzige „gemäßigte islamische Organisation in Deutschland“ – die Menschenrechtsorganisation sieht die Ditib als Organisation, über die Erdogan Menschenrechtsverletzungen finanziert und dirigiert https://www.igfm.de/news-presse/aktuelle-meldungen/detailansicht/

Zu dem Thema äußert sich auch die Gewerkschaft: http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2017-02/recep-tayyip-erdogan-gew-einfluss-unterricht-deutschland

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Man muss vorsichtig sein, dass man Taufe nicht als Köder benutzt – Taufe als Köder zu benutzen, muss verhindert werden. Vorsichtig muss man sein, weil das nicht dem allgemeinen christlichen Verständnis entspricht: Erst Taufe, dann Unterweisung. Christlich ist es umgekehrt: Erst Unterweisung, dann die Erwachsenentaufe. Auch die Flüchtlinge, die getauft werden, müssen vorsichtig sein, weil sie nach einer Abschiebung, wie der Beitrag zeigt, in islamischen Ländern gefährdet sind. Ebenso gefährdet ein Verschleudern der Taufe, die Menschen, die wirklich Christen werden wollen, dann aber ausgewiesen werden, weil ihre Konversion vom Staat nicht anerkannt wird – und die Art der Fragen, die das Amt stellt, die diese Menschen gar nicht wissen können, hatte ich neulich – sind zum Teil kurios.

Bei uns herrscht Religionsfreiheit. Sekten und Sondergruppen sind freilich zu beobachten, weil sie Menschen fesseln können. In diesem Zusammenhang würde ich vorschlagen, dass die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen http://www.oekumene-ack.de/ueber-uns/mitglieder/ und die Evangelische Allianz http://www.ead.de/ – was solche Gruppen betrifft, die Ämter beraten sollten.

Zudem: Wenn sich jemand taufen lässt, um hier zu bleiben, und auch in den Gemeinden betreut und aufgenommen wird, dann bedeutet das, dass die Person einen großen Willen zur Integration zeigt. Wer allerdings wie auch immer als kriminell auffällt, der sollte dann keine Chance bekommen: http://m.schwaebische.de/region_artikel,-Fluechtlinge%C2%A0nutzen-Pendeltrick-zur-Abzocke-_arid,10615303_toid,441_type,amp.html

Ich hatte neulich einen Beitrag darüber, dass Abschiebungen nicht pauschal stattfinden sollten, sondern Menschen, die integriert sind bzw. denen nachweislich anzumerken ist, dass sie ihre Integration forcieren, dass diesen erlaubt wird, hierbleiben zu dürfen. Dass die Ämter in Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort solche erkennen und erlauben, hier zu bleiben. Das wurde gestern dankenswerter Weise auch von HR-Info als Thema gebracht.

Es sei noch angemerkt: Man muss ebenso vorsichtig sein, was solche Artikel betrifft: http://www.deutschlandfunk.de/ploetzlich-christ-sekten-locken-fluechtlinge-in-angst-vor.886.de.html?dram:article_id=378593  Es ist gut, wenn sie auf Missstände hinweisen. Aber es stellt sich doch die Frage: Was für ein Interesse steht dahinter? Sind die Autoren autorisiert zu sagen, mit Gruppe X handelt es sich um eine Sekte? Bauschen sie ein Thema auf?

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Gefährder: Islam und Atheismus/Säkularismus + Islamismus in Deutschland

Ich weiß nicht, ob der Islam die Gefährdung darstellt – oder nicht in stärkerem Maße der Atheismus? Denn es ist der Atheismus/Säkularismus, der den Weg für den Islam – oder für andere Religionen (Patchwork-Religionen) freimacht. https://philosophia-perennis.com/2017/02/11/islam-appeasement-von-papst/

Der christliche Glaube wird durch Einseitigkeiten und eine Fülle an Fake News schlecht geredet – wobei nicht verschwiegen werden darf, dass Christen viel dazu beitragen – Menschen wenden sich ab. Gleichzeitig fehlt vielen Menschen aber der Rahmen, in dem sie ihr Leben sinnvoll leben können, es fehlen Maßstäbe, weil die christlichen Maßstäbe, der christliche Rahmen madig gemacht wurde. Und diese irrenden Menschen suchen dann ihren Rahmen/Maßstäbe in Religionen wie den Islam, der ganz gesetzlich ist – und in Einzel-Gurus, -Meistern usw., die ihnen sagen, was sie tun sollen. Der Atheismus ist nur in der Lage, Menschen von guten Traditionen zu lösen, die Letztbegründungen in Frage zu stellen – ist aber nicht in der Lage, den Menschen Adäquates zu bieten (außer eben Ideologien bzw. säkularen Religionsersatz: Kommunismus, Nationalsozialismus, Liberalismus, Kapitalismus, Karriere…)  – und so wenden sie sich Religionen bzw. Pseudo-Religionen zu – oder fühlen sich in ihrem Nihilismus furchtbar einsam.

Wir Christen können viel von ernsthaften Atheisten lernen, wir können auch viel von Muslimen lernen und auch von Esoterikern – aber nur insofern sie uns wieder unsere eigenen Wurzeln erkennen lassen.

Von Muslimen lernen wir, dass die christliche Freiheit äußerst wertvoll ist – aber die Freiheit in dem Rahmen, den Gott bietet, den Maßstäben, die Gott vorgibt, leben müssen. Vor lauter Predigt der Liebe Gottes, die Rechte, die er uns schenkt, die Würde, die er uns gibt, vergessen wir die Pflichten, die er uns auferlegt.

Was lernen wir von Esoterikern? Während wir in der Kirche vielfach den christlichen Glauben rational darlegten, haben Esoteriker die Emotion betont. Und damit vieles unserer Traditionen aufgenommen: Ich sage nur: Mystik, Engel, Glaube als Pflege der Beziehung mit Gott…

Was lernen wir von Atheisten? Ihre Vorwürfe führen dazu, dass wir unseren Glauben immer intensiver rational durchdringen – und durch Erkennen zeitbedingter Irrwege auf die Basis zurückgeführt werden.

Selbst von Ideologen lernen wir: Sie stehen für ihre menschengemachten Irrwege unverdrossen ein und wir Christen passen uns an und suchen Konfrontationen zu vermeiden. Christen dürfen keine Ideologen werden – aber mehr Mut stünde ihnen gut an.

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Es ist gut, dass Sineb El Masrar auffordert, auch auf den nicht militanten Islamismus in unserem Land zu achten. Genannt wird die islamische Gemeinschaft in Deutschland (IGD – Muslimbruderschaft) die auch den Zentralrat der Muslime mitgegründet hat. Es wird Milli Görüs (IGMG) genannt. Sie fordert, was ich im Blog immer fordere:

Die Autorin bezeichnet es als einen Skandal und gleichzeitig mache es sie traurig, dass „Kirchen, Ministerien und Medien […] allen Ernstes [glauben], gegen Rassismus und Islamfeindlichkeit vorzugehen, wenn sie reaktionäre Kräfte hofieren und ihnen unkritisch eine Plattform bieten“. Auch sieht sie die Verbände in der Pflicht, „die islamistischen Strömungen und Akteure“ zu benennen. Sich nur vom Islamischen Staat zu distanzieren, sei „eine billige Aktion“. El Masrar empfindet dies als „Selbstbetrug wider Willen“ und bedauere „zutiefst diese Zaghaftigkeit, die aus der großen Idee der Toleranz eine Wischi-Waschi-Veranstaltung gemacht hat“.

https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2017/02/11/mitnichten-tritt-islamismus-nur-militant-auf/

Allerdings meint sie auch: Islam bedeutet Frieden. Auch wenn das nicht stimmt, so ist es doch gut für unsere Gesellschaft, wenn immer mehr Muslime diese Interpretation zum Maßstab ihrer Religion nehmen.

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Religionsunterricht ist wichtig

Zum Thema Religionsunterricht gab es neulich auch eine dieser berüchtigten Studien, die meinte, dass die Mehrheit der Bevölkerung für eine Abschaffung des Religionsunterrichts sei. Ich hatte dazu folgendes geschrieben: http://blog.wolfgangfenske.de/2016/10/02/religionsunterricht-3/

Hier wird genauer auf die Studie eingegangen als meine kritische Anfrage es tun konnte: http://news.rpi-virtuell.de/2016/10/07/fragwuerdige-umfrage-religionsunterricht-abschaffen/

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2014 hat die EKD zum Thema Religionsunterricht Stellung bezogen: „Pluralitätsfähigkeit als ein Bildungsziel für Schule und Religionsunterricht“: https://www.ekd.de/EKD-Texte/pluralitaetsfaehigkeit_als_bildungsziel.html

Hier finden wir ein Plädoyer für den Religionsunterricht – und dazu haben sich wohl alle möglichen A-Religiöse gemüßigt gefühlt, zu reagieren: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/warum-kinder-religionsunterricht-bekommen-muessen-a-1115525.html Das ist spannend zu lesen.

Aber Ethik kann Religionsunterricht nicht ersetzen. Es sei denn, Ethik wird grundlegend anders gestaltet. Man kann nicht aus jedem einen kleinen oder großen Philosophen machen wollen. Allein schon die Sprache ist schwer und für manche sehr anstrengend, religiöse Sprache ist eine Mischung aus bildhafter und philosophischer Sprache.

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Natürlich ist Religionsunterricht kein Ersatz für gelebte Religion. Das sind zwei ganz unterschiedliche Paar Stiefel. Vielleicht verwechselt der eine oder andere Religionslehrer diese Paare. Aber ich vermute, er wird – je nach lokalen Traditionen – in der heutigen Zeit scheitern. Religionsunterricht ist – so sehe ich das – sachliche Einführung in unsere religiöse Tradition und Gegenwart. Der Schwerpunkt liegt natürlich auf dem (konfessionellen) christlichen Glauben – aber er ist eben exemplarischer Ausgangspunkt für andere Themen, Religion und Mensch insgesamt betreffend. Man muss sich nur die Lehrpläne anschauen – sie sind öffentlich.

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Islam + Nichtmuslime kennen den Islam + AfD

Propaganda des Schachverbandes für den Iran. Ich hatte schon das Thema, dass sich manche Schachspielerinnen weigern, an dem Wettbewerb teilzunehmen, weil sie sich verschleiern müssten: http://www.emma.de/artikel/schachspielerinnen-wir-verschleiern-uns-nicht-333495 So wird man dann das Niveau senken?: Es gehen nur die hin, die nicht besonders gut sind, außer darin, sich anzupassen…

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Immer wieder hört man Muslime und Muslima sich darüber beklagen, dass Nichtmuslime meinen, den Islam besser zu kennen als sie selbst. Im Wesentlichen sind es Muslime, die liberaler sind, die das tun. Die Klage ist nicht berechtigt. Denn man geht als Nichtmuslim in der Regel nicht von dem jeweiligen liberalen Muslim aus, sondern von den Muslimen, die weltweit die Mehrheit stellen und auch im Islam eine gewichtige Stimme haben. Und das sind nun einmal arabische Muslime. Und diese stellen den Koran ins Zentrum und sehen eben den Koran (mit den Ahadith/die Sunna) auch als Maßstab für muslimisches Denken an. Diese haben die Mehrheit, zumindest die in der Öffentlichkeit erkennbare Mehrheit. Die EuroMuslime, die in unterschiedlichen Richtungen – bis hin zum Atheismus – öffentlich wahrgenommen werden, sind nun einmal leider nicht Maßstab für das, was als Islam wahrgenommen wird. Aber sie sind politisch und gesellschaftspolitisch zu unterstützen, nicht die Traditionalisten.

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Ich war in einer Veranstaltung, in der es um den Dialog der Religionen ging – mit Blick auf die Politik. Immer wieder wurde vom Podium aus die AfD ins Spiel gebracht. Ich denke mir, dass dadurch die AfD aufgewertet wird. Sicher, in diesem Kreis waren – soweit ich die anwesenden Personen kannte – in etwa Gleichgesinnte anwesend, das heißt diejenigen, die der AfD kritisch gegenüber standen. Von daher hatte es die Funktion, ein gemeinsames Feindbild zu schaffen bzw. zu festigen. Aber wenn hier auch welche anwesend gewesen wären, die der AfD gegenüber offen gewesen wären, hätte diese Antiwerbung der AfD sicher auch Menschen zuführen können. Die AfD ist so mächtig, dass sie eben alle Diskussionen beherrscht – auch wenn von ihnen niemand anwesend ist. Schade.

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Kurios – man lernt nie aus + Frauen müssen weichen

Ein Syrer hat in Neuseeland mit einem Hammer seine Frau angegriffen. Er soll nun ausgewiesen werden. Aber er ist dagegen, weil dann seine Familie, seine zwei Frauen und seine 5 Kinder mit bestraft werden würden. Und das dürfe nicht sein. https://www.jihadwatch.org/2016/10/new-zealand-muslim-who-assaulted-wife-fears-deportation-it-could-affect-my-whole-family-my-five-little-kids-my-wives Polygamie ist in Neuseeland verboten. Abgesehen davon: Hat eigentlich in Deutschland schon einmal ein Krimineller dem verblüfften Richter gesagt, er dürfe nicht verurteilt werden, weil dieser damit seiner unschuldigen Familie schaden würde?

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Frauen müssen nicht nur weichen, wenn gewichtige muslimische Würdenträger das so wünschen, sondern wohl auch, wenn es buddhistische Mönche so wollen: http://www.independent.co.uk/news/world/americas/mary-campos-united-airines-pakistani-monks-california-houston-cultural-religious-beliefs-a7340796.html?cmpid=facebook-post

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