Spannend

Der Artikel ist nicht gerade glänzend, aber er zeigt doch, dass man sich stärker um die Geschichte am Hindukusch kümmert. Was Alexander den Stämmen dort gebracht hat, wird wohl untersucht. http://www.welt.de/kultur/article5601697/Alexander-verbreitete-am-Hindukusch-Zivilisation.html Was ich freilich interessanter finde ist: Wieweit war Afghanistan für die Religion relevant. Schon früh scheinen Christen über Afghanistan in den Osten gezogen zu sein. Es gibt ja Vermutungen, dass auch buddhistische Traditionen von diesen Christen beinflusst worden seien (Bodhisattva, Vegetarismus) – und freilich gibt es auch Thesen, dass manche Texte des Christentums buddhistisch beeinflusst worden seien. Soweit ich sehe, liegt das alles aber noch ziemlich im Dunkeln. Der Grund: Buddhistische Schriften sind im Lauf der Zeit immer weitergeführt worden, so dass zum Teil kaum mehr ersichtlich ist, was alte Tradition ist, was Einfluss durch andere Gruppen. So scheint es auch äußerst schwer zu sein, den Einfluss buddhistischer Texte auf neutestamentliche Traditionen zu beweisen – es können nämlich auch christliche Traditionen gewesen sein, die buddhistische Erzählungen beeinflussten. Aber die Forschung ist, soweit ich weiß, noch kaum richtig angelaufen.

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Glauben

Was den Unglauben betrifft, haben in den östlichen Bundesländern National-Sozialismus und Kommunismus Hand in Hand fast ganze Arbeit geleistet. Seit wann kam eigentlich der Vorwurf auf, dass Religionen an allen Kriegen Schuld sind? Das muss irgendein Argument gewesen sein, das von der eigenen Aggression ablenken sollte. Denn waren Assyrer-Babylonier religiöse Eroberer? Alexander? Die Römer? Die Germanenstämme? Die Mongolen? Napoleon? … Wie wars mit dem National-Sozialismus und dem Kommunismus? – Nun gut, Ihr habt Recht. Diese beiden waren Pseudo-Religionen.

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Micksch und co.

Ich möchte einen alten Blog-Beitrag hervorholen: http://blog.wolfgangfenske.de/2008/08/28/islam-und-dialog-4/ Es geht da um die Frage nach der Abrahamitischen Religion – ich sags mal so: um eine neue Religion, die Juden, Christen und Moslems umfassen soll. In diesem dort genannten Buch werden Abrahamaussagen des Korans, der Christen und der Juden zusammengefügt – freilich nicht sauber, sondern: kritische Stellen werden weggelassen oder dem naiven Leser wird die Brisanz einiger Stellen durch freundliche Übertragung nicht deutlich. Dialog: Ja, „Dialog des Vertuschens“: Nein.

Zu Micksch und co. passt folgender sehr interessanter Artikel – man möchte ihnen das in sämtliche Stammbücher, Gästebücher, Rezensionen schreiben: Alle Unwahrheiten bewirken nur das Gegenteil: http://ekklesia-nachrichten.com/wirklich%E2%80%93christen-und-islamische-schutzbehauptungen

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Gruß zum Opferfest

Mein Lieblingsmagazin, das Migazin freut sich: Laschet spricht einen Gruß zum islamischen Opferfest und meine, die Gemeinsamkeiten der monotheistischen Religionen müssten hervorgehoben werden. Nun ja – aber ob das Opferfest der richtige Zeitpunkt dafür ist? Diesen alten Kult, Tiere zu opfern, kennen wir Christen ja nicht mehr so – Gott mag kein Blut, er mag liebende Herzen. Und auch so manches andere entzieht sich auch der Gemeinsamkeit. Naja, alles unwesentliche Dinge, würde so mancher Laschet sagen: das Gottesbild zum Beispiel – unwichtig. Ob der Gott nun als ein liebender Vater oder als ein Allherrscher mit gewissen despotischen Erscheinungsweisen geglaubt wird – ist doch gleichgültig. Ja, dass Christen stehend mit diesem Gott sprechen können, sich nicht auf den Boden werfen müssen – ist doch alles egal. Ach ja: Und was die großen Religionen von Menschenrechten sagen, ist doch alles gleich – wenn man so unwichtige Dinge herausnimmt wie die Stellung der Frau oder die Vergebung, die Nächstenliebe, die bedingungslos anderen zu gelten hat, ob sie nun zur eigenen Religion gehören oder nicht. Und das Grundlegende: Jesus Christus, sein Kreuzestod, seine Auferstehung – das haben die Muslime alles nicht – aber darauf kommt es bei der großen Suche nach Gemeinsamkeiten ja auch gar nicht an. Also: Was bleibt von den Gemeinsamkeiten? Christen und Muslime denken an einen Gott – zwar anders, aber sie haben sowas wie einen Gott. Beide beten – zwar anders – aber sie beten. Beide haben Heilige Schriften – zwar sagen sie das Gegenteil voneinander aus, aber sie haben eben solche Schriften. Beide haben Riten – zwar haben Christen ganz andere, aber sie haben Riten. Beide leben irgendwie aus der Verantwortung vor ihrem Gott – aber mit ganz anderen Schwerpunkten – wen interessierts? Beide haben eine Vorstellung vom kommenden Gericht – nix is mit Gemeinsamkeiten, aber die Laschets lassen sich von solchen Lappalien doch nicht irreführen. Beide haben Märtyrer – nun ja, die einen werden gemordet und die anderen morden, wahrscheinlich einerlei für unsere Laschets. Wenn man das so bedenkt, sind nicht nur alle monotheistischen Religionen gleich, sondern auch alle Religionen überhaupt. Oh, Laschet sei Dank! Er hat mir die Augen geöffnet: Nicht nur alle Religionen haben viele Gemeinsamkeiten – auch alle Parteien sind eins! Sie haben zwar unterschiedliche Grundsatzprogramme – aber sie haben Grundsatzprogramme. Politiker reden – zwar Unterschiedliches – aber sie reden…

Nachtrag: Noch ein Grüßender: http://www.kybeline.com/2009/11/30/der-neue-innenminister-und-der-islam-wir-gratulieren/#more-9056

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Wozu Gott?

hr2 hat dieses Thema: Wozu Gott? http://www.pro-medienmagazin.de/radio.html?&news[action]=detail&news[id]=2493 Diese Frage ist aus christlicher Sicht schon dämlich. Es geht ja nicht darum, wozu ein Gott nötig ist oder nicht – denn Gott ist. Unter dieser Voraussetzung, dass Gott ist, kann man dann fragen: Wozu dient der Glaube an Gott, welche Folgen hat der Glaube an Gott: Gesellschaftspolitisch, für das Individuum, für Gruppen…. Wenn auch alle Menschen sagen würden: Gott nützt niemandem – dann sagt das ja noch nichts darüber aus, ob es ihn gibt oder nicht.

Kolat-Kramer

Kolat ging mal wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nach und forderte einen Islamfeiertag, nun geht Kramer seiner Lieblingsbeschäftigung nach: Er unterstützt Kolat und fordert gleich noch einen jüdischen Feiertag. Mal sehen, wie das Spielchen weitergeht: Ich als Protestant fordere den Reformationstag als Feiertag und: der Buß und Bettag sollte mal wieder als Feiertag aktiviert werden, damit solche Burschen wie die Genannten mal in sich gehen und für den Stuss, den sie verzapfen, Buße tun.  Übrigens 4,3 Millionen Muslime leben in Deutschland – da hätten Atheisten doch mehr Anspruch  – gleich auf zehn Feiertage. Ja, die fordere ich neben meine protestantischen Feiertage gleich mit. Übrigens Buddhisten brauchen auch einen Meditationsfeiertag und Hindus einen Shiva-Feiertag – oder sagen wir besser: Für jeden der zig tausenden Götter auch einen. Die Römer hatten halbe Feiertage. Das ginge doch auch – so wie unser 24.12. Ein halber Ramadan + einen halben Shiva… Oder wollen wir vierteln? Einen Religionsfeiertag: erste Stunde des Tages darf Allah haben, die zweite Stunde des Tages: Buddha-Gedenken, dritte Stunde des Tages, dürfen die Hindus sich eine Gottheit auswählen, dann die Scientologen, dann die Mormonen, dann die Satansanhänger… Die letzte Stunde des Tages bekommen die Atheisten, damit alle ihre erregten Gemüter abkühlen können.

Nachtrag: Und haben wir diesen Burschen nicht bei der ganzen Diskussion vermisst?: http://www.welt.de/politik/article4840623/Stroebele-immer-noch-fuer-islamischen-Feiertag.html

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Altes Mittel

Gäbe es keine Religion, müsste man sie erfinden. Diese uralte Weisheit kannten schon die alten Römer: Die Stadtgründer hätten die Religion erfunden, damit sie die römischen Horden besser bändigen konnten. Oder der alte Kritias: Götter sind Erfindungen von Regierenden, um die Menschen besser beherrschen zu können. Und nun? Nun fordert wohl ein um die Reinheit der Welt besorgter Atheist , dass wieder ein religiöser Bestrafer – ein Gott – ins Spiel gebracht werden müsse, damit die Menschen der Klimakatastrophe entgehen. http://quadraturacirculi.de/2009/09/15/klimareligion-die-unglaeubigen-brauchen-einen-goettlichen-bestrafer/ Und wer sind die neuen Hohenpriester, die Gebot-Geber? Bevor diese Frage gestellt wird, stelt sich eine andere: Welche Religion muss zuerst mal abgeschafft werden? Vermutlich: Die veralteten Anhänger der Offenbarungsreligion genannt Christenheit: Glauben die doch, dass Gott sich selbst den Menschen gezeigt hat und zeigt. Und wenn diese rechten Traditionalisten weg sind, dann kann man auch einen neuen Gott kreieren – nennen wir den Gott: CO2. Geben wir auch gleich ein Gebet: „Lieber CO2, der du bist in unseren Lungen, mach dass du verschwindest.“ Ups – das wäre sehr kritisch gedacht gegen diesen neuen Gott. Das kann doch wieder nur von so einem Christen sein. Am Rande: Es gab schon andere Atheisten, die eine neue Religion gründen wollten. Denken wir da an Comte (+ 1857), er wollte eine Religion der Menschlichkeit gründen. Fallen Euch noch mehr Aheisten ein, die neue Religionen gründen wollten? Denkt Ihr an die zahlreichen Opfer, die den neuen Göttern gebracht worden sind – Menschenopfer?  

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Christenheit 8

Ich finde zu unserem Thema hat Kybeline einen schönen Artikel verfasst: http://www.kybeline.com/2009/08/18/ein-japaner-konvertiert-zum-katholizismus/#more-6631. Besonders schön finde ich den von ihr zitierten Satz – den ich freilich auf unseren Glauben hin ausdehne: „Wenn man kein Katholik ist, wandert man oberflächlich über ein Meer genannt Gaudi. Wenn man Katholik ist, kann man in diesem Meer bis auf den Grund tauchen.“ (zu Antoní Gaudi: http://de.wikipedia.org/wiki/Antoni_Gaud%C3%AD) – So ist es: Kann man Bach wirklich verstehen, wenn man nur auf der Oberfläche des Nichtglaubens bleibt? Da rührt Bach allein Emotion. Taucht man tiefer, rührt Bach den Glauben an Gott. Und so ist es mit vielen kulturellen Errungenschaften der Christen. Denken wir allein auch an Rembrandt, der sich in seinem Alter wieder als Verlorenen Sohn ansah, und das Gleichnis von Jesus in kaum beschreibbarer Weise dargestellt hat.

Christliche Mystik hat ebenfalls der Welt Neues gebracht, eine Tiefe, die weiter geht als die Tiefe, die der Mensch in sich selbst sucht – und sie ist sozial gebundene Mystik. Aber angesichts der Selbstvergessenheit, ist all das aus den Herzen und Hirnen so mancher Zeitgenossen verschwunden, und so manche suchen diese Mystik beim Buddhismus. Aber sie finden nur die Tiefe des Menschen – von ganz besonders „tiefgründigen“ Menschen wird sie als Tiefe des Kosmos bezeichnet. Manche ahnen ein wenig von der Tiefe christlicher Mystik, wenn sie heute in den Klöstern Ruhe und Geborgenheit suchen. Paulus schreibt: „Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen.“ (1Korintherbrief 2) Ich weiß, manche mögen keine Bibelzitate, dafür Zitate von Buddha oder Konfuzius. Aber hier wird schon ein wenig von dem Weg sichtbar, den christliche Mystik gewiesen bekommt: Ein Geschenk von Gott auszupacken…  

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Kustner

Bei amazon die Ankündigung zu einem Buch von Joseph Kustner gelesen: Religionen: das Unglück der Menschheit. Ich habe das Buch noch nicht gelesen, bin aber gespannt darauf. Soweit ich anhand des Klappentextes erkennen kann, handelt es sich um ein Buch, das sich gegen die Ideologisierung – wie ich es nenne – der Religionen wendet, das heißt, dass andere unter den Glauben gezwungen werden. Wenn dem so ist, dann erkenne ich aber schon anhand der in der amazon-Anzeige angegebenen Punkte eine Ideologisierung bei Kustner: „Jesus ist nicht Sohn Gottes“. Äh, wie kann er das Wissen? Das ist doch eine Glaubensaussage – und kann ich anderen deren Glauben einfach so absprechen? Damit begehe ich die Schandtat, die ich bei den Religionen anprangere. Wie gesagt, ich bin gespannt, was das Buch sagt. Befürchte anhand auch der anderen Aussagen eine Ideologisierung – nur aus der Perspektive einer anderen Frömmigkeit oder des Atheismus. Denn es schein mir eigenartig: „Gott offenbart sich nicht“ usw. – man muss ihn nur lieben. Wie kann ich was lieben, das sich mir nicht zeigt, von dem ich gar nichts weiß?: Liebe deinen Gott, den du dir in dir gebildet hast…? Ist das aber Gott? Nun denn, ich bin mal gespannt – ich hoffe, dass ich in absehbarer Zeit dazu kommen werde, es zu lesen.

Übrigens: Auf dem Cover sind erhängte Menschen am Davidstern, am Kreuz, am Halbmond. Da wurde noch so manch andere Religion vergessen – oder? Interessant, dass gerade ein „rotes Kreuz“ gewählt wurde, das auch vier gleich lange Arme hat. Damit habe ich ganz andere Assoziationen als die Ermordung von Menschen. Das lässt Schlimmes ahnen: pure Unkenntnis – aber der Autor ist selten für das Cover verantwortlich. Ich kenne das auch von eigenen Covern. Und welche Menschen wurden unter dem Davidstern ermordet? Jesus wurde als Jude hingerichtet, sicher, oder es gab auch Kämpfe, in denen Juden sich gegen die römische Besatzung und anderen Besatzungen und Aggressoren wehrten – aber der Davidstern als Zeichen der Ermordung anderer? Wie steht es mit dem Nationalsozialismus als Religion, den Kommunismus als Religion? Damit ist schon der Titel des Buches falsch: Nicht Religionen sind das Unglück – es ist das Drama des Menschen, dass da, wo er sich in Gruppen zusammentut und sich und seine Meinung als Maß aller Dinge sieht, anderen den Lebensraum, den Lebensatem nimmt.  

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