Westerwelle + Merkel

Da sagt der Westerwelle, dass man auch mal sehen solle, wer die sozialen Hilfen des Staates eigentlich finanziert, kommen noch andere, die verschnupft klingen: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/diskussion-hat-sozialistische-zuege-merkel-distanziert-sich-von-westerwelles-hartz-iv-kritik;2528698 Ja, freilich, er hätte auch die bösen Reichen ansprechen sollen, die ihr Geld mit krimineller Energie dem Staat entziehen, er hätte auch die Banken ansprechen sollen, an deren Leinen der Staat hängt, er hätte auch die Machenschaften an den Börsen ansprechen sollen, die Gelder verpulvern, er hätte alles machen können. Aber dass er das nicht gemacht hat, macht das die andere Aussage falsch?

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China

Da bellen sie wieder, weil einer, der mit Drogen erwischt wurde hingerichtet worden ist. Klar, entspricht nicht unseren Wertmaßstäben. Aber China hat andere Probleme. China ist ein großes Land, in dem es viele Bewohner hat. Den Bewohnern geht es zum Teil nicht besonders gut. Und was machen solche Bewohner, wenn es ihnen schlecht geht? Die Kommunistische Partei weiß das noch zu gut – haben sie doch selbst rebelliert und alles kurz und klein geschlagen… Und dass das nun von anderen wieder geschieht, wollen die nicht. Und dann regieren sie mit harter Hand: Verbrecher werden hingerichtet, Zweitkinder abgetrieben, Dissidenten ins Lager geworfen. Damit es den Menschen auch ja nicht einfällt zu rebellieren, muss immer Neues produziert werden – und um das zu können, benötigt man Know How. Das bekommt man durch kopieren. Da sind dann die kopierten Staaten völlig erbost drüber – aber so ein großes Land will regiert werden – und dann muss eben auch kopiert werden. Was braucht man dann noch? Ja, Rohstoffe. Und weil man sie benötigt, muss man Kompromisse eingehen dergestalt, dass einem Ansichten anderer vollkommen egal sind. Menschenrechte werden ja im eigenen Land nicht unbedingt eingehalten, warum soll man nicht rohstoffreiche diktatorische Staaten unterstützen, wenn die einem dafür auch Rohstoffe geben? Und CO2 – Leute, wir müssen unser Volk bei Laune halten, was sollen wir uns denn um so etwas kümmern? So denkt man in China. Und mancher kommunistische Chef nimmt es mit der Gleichheit nicht allzu genau. Wirtschaftet in die eigene Tasche – hält dabei aber die Ordnung des Landes aufrecht, das heißt: Dissidenten werden einkassiert, Rebellen und Diebe werden kurzgehalten… Manche schlagen dabei über die Stränge, die muss die Regierung dann tadeln. Aber im Prinzip ist das Verhalten erwünscht. Und dann kommen so Leute aus dem Westen, die das alles gar nicht gut finden. Naja, was soll die chinesische Regierung da sagen? Rutscht uns doch den Buckel runter! Schön ist doch, dass wir diesem Land noch Entwicklungs-Gelder geben, damit sie das ein oder andere Häuschen ökologisch bauen  können.

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74 Journalisten +

2009 wurden 74 Journalisten getötet, 178 inhaftiert (mit Medienassistenten) und 98 Online-Dissidenten inhaftiert. Was ist eigentlich mit den Philippinen los? Warum ist dieses Land gesellschaftlich und politisch so krank (wie auch Mexiko)? Eigenartig. 

Hinweisen möchte ich auch wieder auf die Seite des penclubs: http://www.pen-deutschland.de/pen-aktuell.php – Allerdings bedarf sie wohl einer Aktualisierung: http://www.tagesschau.de/ausland/chinaprozess106.html 

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Honduras

Sie blieben standhaft: http://www.focus.de/politik/ausland/honduras-zelaya-will-nach-mexiko-ausreisen_aid_461782.html und http://www.focus.de/politik/ausland/honduras-parlament-stimmt-gegen-zelaya-rueckkehr_aid_459733.html – und was nun? Wie setzt die Internationale den Druck auf Honduras weiter fort? Man kann sich diese Widerspenstigkeit doch nicht bieten lassen! Das ist doch schon ein Ärgernis mit all diesen kleinen standhaften Völkchen: Irland, Schweiz, Honduras – wobei Irland der geballten EU-Macht inzwischen erlegen ist. Aber geärgert hats die Großen.

Apropos standhaft: Hat sich eigentlich die Internationale schon bei Israel entschuldigt, dass sie immer gegen die Mauer polemisieren? Ich denke, die Mauer hat so manchem Israeli das Leben gerettet. Das spricht für die Mauer: die grauenvollen Attentate ziemlich verringert zu haben. Da mag so mancher dagegen sein: weil er nicht in Israel lebt, sondern in seinem sicheren Häuschen außerhalb dieses gefährdeten Landes.

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EU-Gerechtigkeit

Ich sprach gestern an, dass die EU sich abschottet und kleinere Länder keine Chancen bekommen. Entwicklungshilfe ist da nur ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein. Aber je mehr Tröpfchen kommen, desto mehr kühlt auch der Stein ab. Deswegen denke ich auch, dass man, wenn man Geld übrig hat, es auch spenden kann. So an Brot für die Welt (http://www.brot-fuer-die-welt.de/), Misereor (http://www.misereor.de/), Hilfe für Brüder (http://www.hilfe-fuer-brueder.de/index.php?id=10)… Kommt es an? Es ist zu vermuten, dass es überall schwarze Schafe gibt. Aber diese Entwicklungsdienste haben den Vorteil, dass sie mit festen und vertrauenswürdigen Partnern vor Ort zusammenarbeiten.

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Türken

Wenn ich gegen Herrn E. aus der Türkei polemisiere, heißt das nicht, dass ich was gegen Türkinnen und Türken habe (übrigens ist ihm das wahrscheinlich auch ziemlich egal). Ich beobachte nur kritisch die Entwicklung in diesem Land, die mir von der AKP und ihrem Herrn E. gesehen nicht gerade Anlass dazu geben, sie fröhlich zu beurteilen. Denn die normale Bevölkerung wird sich von der hiesigen nicht unbedingt unterscheiden: Man will seinem Alltag möglichst friedlich nachgehen, seine Arbeit tun, seine Freuden haben. Hier wie dort gibt es Menschen, die anderen einen solchen Alltag nicht gönnen und ihn angreifen: verbal, mit Gewalt usw. Dumm ist nur, wenn sich ein Großteil der Bevölkerung mit der Politik der Regierung so identifiziert, dass sie kritische Anfragen gleich als Angriff gegen sich selbst ansieht. Diese Bevölkerung ist leicht zu manipulieren, leicht für die Parteiaktivitäten in Beschlag zu nehmen und als politische Manövriermasse zu gebrauchen. Aber ich denke, dass trotz der Verhaftungswellen in der Türkei noch genügend freie Menschen leben, die sich von der Regierung nicht knechten lassen. Und ich wünsche es der Bevölkerung, dass sie sich nicht als politische Manövriermasse einer Religiös-Ideologischen Partei zur Verfügung stellt. Vor nicht allzulanger Zeit herrschte ja eine Diktatur.

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