EU-Gerechtigkeit

Ich sprach gestern an, dass die EU sich abschottet und kleinere Länder keine Chancen bekommen. Entwicklungshilfe ist da nur ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein. Aber je mehr Tröpfchen kommen, desto mehr kühlt auch der Stein ab. Deswegen denke ich auch, dass man, wenn man Geld übrig hat, es auch spenden kann. So an Brot für die Welt (http://www.brot-fuer-die-welt.de/), Misereor (http://www.misereor.de/), Hilfe für Brüder (http://www.hilfe-fuer-brueder.de/index.php?id=10)… Kommt es an? Es ist zu vermuten, dass es überall schwarze Schafe gibt. Aber diese Entwicklungsdienste haben den Vorteil, dass sie mit festen und vertrauenswürdigen Partnern vor Ort zusammenarbeiten.

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Internationalität

Zur Internationalität von Christen, die ich Gestern angesprochen habe, noch Hinweise auf open doors, zum Beispiel die Gebetsanliegen im Juni: Nigeria, Mauretanien, Libanon, Iran, China, Nordkorea, Philippinen, Vietnam, Laos, Myanmar, Bangladesch, Sri Lanka, Tadschikistan, Iran, Irak, Algerien, Äthiopien, Eritrea, Somalia, Kolumbien. Solche Listen mit Gebetsanliegen gibt es auch von anderen Organisationen. Dann ist das Engagement von Brot für die Welt, Misereor, Hilfe für Brüder … zu nennen. Paulus schreibt in seinem 1. Brief an die Korinther davon, dass Christen in Jesus Christus ein Leib sind – und alle sind gleich wichtig an diesem Leib. Wenn es einem Glied wehtut, dann sind alle anderen mit beteiligt. Und als so einen Leib verstehen sich Christen auch – Christen in der ganzen Welt. Dann gibt es freilich auch masochistische Christen, das heißt Christen, die meinen, ihren eigenen Leib bekämpfen zu müssen, nicht, weil sie aus unterschiedlichen Völkern kommen, das nationalsozialistische Gedankengut ist soweit ich sehe kaum anzutreffen, sondern weil der rechte Arm manchmal was anderes tut als der linke Arm, meinen sie, einander bekämpfen zu müssen, weil das eine Ohr höher hängt als das andere, meinen sie einander bekämpfen zu müssen – und das macht sie in der Welt auch verständlicherweise lächerlich. Aber diese allzumenschlichen – nicht göttlichen – Anfälle in der Kirche sagen nichts darüber aus, dass die Gemeinde nicht ein Leib ist. Freilich haben in vielen Ländern traditionelle Christen auch schlicht und ergreifend Angst, sich mit zum christlichen Glauben konvertierten Christen zusammen sehen zu lassen, weil das massive Probleme mit sich bringen kann (z.B. Iran, Mauretanien…) Aber das sagt ja nichts darüber aus, dass sie nicht zu dem einen Leib gehören. Und das ist wirklich das Wunderbare: Wenn man sich irgendwo in der Welt trifft, man aber nichts voneinander weiß, dann merkt man nicht selten die „gemeinsame Wellenlänge“, bis man dann herausfindet: Auch sie/er gehört zu diesem Leib. Von daher verstehe ich Christen nicht, die ihre inhaltlichen Differenzen über diese Gemeinsamkeit stellen. Ich habe zum Beispiel eine ganze Menge inhaltlich an den Vorstellungen „unseres“ Papstes auszusetzen (auch als einer, der in der evangelischen Tradition lebt) – aber ich spüre gleichzeitig, dass eine verbindende Gemeinsamkeit da ist… Deswegen kann in der evangelischen Kirche auch von der unsichtbaren Kirche in Trennung von der sichtbaren Kirche (ecclesia invisibilis – ecclesia visibilis) gesprochen werden. Ich sags mal auf meine Art: Innerhalb der unterschiedlichsten Gemeinden gibt es Menschen, die zusammengehören – jenseits aller äußeren Erscheinungsweisen. Sicher bringt diese Unterscheidung  massive Probleme mit sich – aber da ist was dran.  

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Ökumene

Ich war in einem Vortrag, in dem in der anschließenden Diskussion die Ökumene, das Zusammenkommen der römisch-katholischen Kirche und der Evangelischen Kirche, thematisiert wurde. Wir müssen, allein um das Wort aus dem Johannesevangelium 17 gerecht werden zu wollen, die Einheit suchen. Ich kann mir aber nicht verkneifen festzustellen, dass auch die Uneinheit ihre Vorteile hat: Sie grenzt immer den Hochmut ein. Auch Christen als Alleinherrscher kommen als Menschen nicht umhin, sich über die anderen zu überheben. So kam es zum Bruch zwischen der Ost- und Westkirche, so zum Bruch in der Reformation, Brüche gab es in der staatsherrlichen Kirche der neueren Zeit. Sobald einer von uns denkt, er habe Gottes Geist mit Fesseln gefesselt – zerreißt er diese und wir stehen wie die behämmerten da. Die Auseinandersetzung der Christen ist ihre Wunde – die solange bleibt, bis der Hochmut zur Demut, die Arroganz zum Gottesgehorsam geworden ist. – Nur mal so was ich denke.

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Nachlese

Nachlese 1: Am 29.5. habe ich eine Info in den Blog gestellt, zum Thema Fürsorgepflicht für die Polizei. Nun gefunden (über pi-news.net): http://www.morgenpost.de/berlin/article1102610/Polizisten_erstmals_mit_Chemie_Bombe_attackiert.html

Nachlese 2: Am 15.5. habe ich zur Auseinandersetzung im Kontext des Hessischen Kulturpreises Stellung genommen: Dazu ein interessanter Überblick von Gudrun Eussner: http://www.eussner.net/artikel_2009-05-17_19-30-41.html Ihre Beiträge sind häufig sehr umfangreich – aber recht fundiert. (Gefunden über Kewil.)

Nachlese 3: Zum Grundgesetz. Das gab es schon häufiger, dass an Feiertagen etwas in die Höhe gehoben wurde – und jeder wusste: Morgen wird es fallen gelassen. So wird es wahrscheinlich auch unserem Grundgesetz gehen – es wird dann nicht mehr Grundgesetz heißen, sondern Lissabon-Gesetz. Dazu s.: http://fact-fiction.net/?p=2340

Nachlese 4: Zum Thema Missbrauch von Kindern in Irland (22.5.) s. Hintergrundinformationen bei Kewil: http://fact-fiction.net/?p=2344#more-2344

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Bockig

Auch Christen sind nicht immer Lämmer, sie können ganz schön bockig sein. Darüber sind andere Christen „sehr, sehr traurig“ und manche Nichtchristen bass erstaunt und erbost. Haben sie das doch den verschwindenden Christen gar nicht zugetraut. Nun, auch ich bin nicht immer amused, aber: zäh sein wie ein Steinbock (nicht das Sternzeichen – es gibt auch Tiere, die so heißen 🙂 ) – das zähle ich schon zu den positiven Charaktereigenschaften. Das Raffinierteste an unentwegter Zähigkeit ist Gottes Handeln: Jesus wurde hingerichtet – und dann dachten sie: Er ist endlich weg – doch dann steht er wieder auf – und ist potenziert in seinen bockigen Jüngern in der ganzen Welt am Rumoren. Lenin, Stalin, Mao – würden ihre kommunistischen Länder heute nicht wiedererkennen – haben sie sich doch solche Mühe gegeben, diesen ganzen christlichen Aberglauben zu zerstören, Kim Yong Ill – oder wie der heißt – und Castro sind immer noch am Treten und Zertreten, aber immer wieder stehen diese abstrusen Christen auf; in den islamischen Ländern scheinen sie manchmal ausgerottet oder vertrieben – doch dann… Bockig und zäh sind diese Burschen und Mädels Gottes. Impressum auf  www.wolfgangfenske.de  

Kirchentag

Der Kirchentag beginnt. Und wie fromm sind die Protestanten ? Wers wissen will, klicke auf den Link oder besser: gehe zum Kirchentag, zu den zahlreichen Himmelfahrtsgottesdiensten in der freien Natur, besuche diakonische Anstalten und … Viel Spaß bei der Entdeckungsreise durch die Vielfalt des Protestantismus. Impressum auf  www.wolfgangfenske.de

Belgisches Parlament

Ja, aus dem Belgischen Parlament hört man auch mal sehr, sehr Wichtiges – manchmal bin ich sarkastisch, ich weiß – aber wer es nicht glaubt: http://www.kath.net/detail.php?id=22670. Interessant, dass sich europäische PolitikerInnen gemüßigt sehen, dem Papst ein Gegenlüftchen entgegenzuschleudern. Ich würde als Protestant am Papst was ganz anderes kritiseren – aber das interessiert wahrscheinlich kaum irgendjemanden. Das würde ihn wahrscheinlich auch nicht besonders kratzen.  

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Wo bleiben nur die Gelder?

Wo bleiben nur die Gelder, mag man sich fragen. Ach so, da: http://www.welt.de/politik/article3476268/Die-EU-spricht-jetzt-geschlechtsgerecht.html 

Wo bleiben nur die Kirchensteuergelder? Die EKHN hat zur Kirchenvorstandswahl ein aufwendiges Faltblatt herausgegeben, mit dem Jugendliche zur Wahl motiviert werden sollen. Wer das gesehen hat, fragt sich: Welche Jugendliche werden wohl dadurch motiviert? Aber schön schauts aus. War sicherlich teuer, der Druck. Und die Agenturen (?) die da lange drüber gebrütet haben … Sie sind stolz über das, was sie da in der Hand halten, die Macher. Nur: Liest das wirklich jemand, der danach nicht den Kopf schüttelt?

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Papst-Hass

Ich kann mir den Hass gegen den Papst als Repräsentant der Kirche (der katholischen Kirche – von vielen aber wohl auch als Repräsentant der evangelischen Kirche angesehen – als Repräsentant des christlichen Glaubens insgesamt) nur so vorstellen, weil man sexuell nicht klarkommt. Das, was man in Leserbriefen lesen kann, ist nur noch irrationales und hysterisches Gekreische.  Schon Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Menschen am wenigsten gut auf die Kirche zu sprechen, die sexuell frei leben wollten. Sollen sie es doch tun – warum schimpfen sie so auf andere, die Zügel kennen? Ich vermute, dass Sexualität der Hauptgrund ist. Und da kommen dann andere Themen nur recht, wenn sie contra Kirche sind. Solange man Kirche als Repräsentant des von ihr verkündigten Gottes ansieht, muss man ihn aus denselben Gründen auch verleugnen, ablehnen usw. Das ist so ein typischer Jung-Männer-Atheismus oder anders gesagt: Rammler-Atheismus. Damit sei nichts gegen wahre Atheisten gesagt, sondern nur überlegt woher dieses hysterische Kirchen-Klatschen kommt. Ich denke, dass dieser Kampf gegen die Kirche ein Nebenschauplatz ist, weil man nicht gelernt hat, auch in sexuellen Fragen verantwortlich zu handeln: vor sich selbst, vor anderen Menschen und vor Gott. Man nimmt die Schwere der Verantwortung nicht an und lebt dann sein sexuelles Leben mit schlechtem Gewissen – oder man weiß sich verantwortlich und handelt nicht so wie man es gerne möchte. Und weil der Mensch es kaum aushält, in dieser Diskrepanz zu leben, braucht er einen Sündenbock.

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Kondome

Was für ein Gezeter wegen der Äußerung des Papstes zu den Kondomen. Als würde irgend jemand keine Kondome nehmen, weil der Papst dagegen ist. Als würde irgend jemand Kondome nehmen, wenn der Papst dafür wäre. Was für Vorstellungen von der Gesellschaft in Afrika die Kritiker haben … Und wenn jemand auf den Papst hören sollte, dann hat er auch die richtige geistliche Einstellung und braucht keine Kondome. So stelle ich mir das vor. Da mag mancher sagen: Auch katholische Frauen werden vergewaltigt, prostituieren sich usw. – Nur: Die Vergewaltiger und Prostituierten werden auch dann keine Kondome anziehen – wenn der Papst Kondom-Vertreter wäre. Übrigens: Kewil siehts mal wieder realistisch: http://fact-fiction.net/?p=1991 und vor allem auch: http://fact-fiction.net/?p=1986. Nachtrag: Bei PI gibt es interessante Zahlen: http://www.pi-news.net/2009/03/mit-gummikult-gegen-den-papst/#more-49477 – und die traurige Realität: http://www.aerztezeitung.de/panorama/?sid=535795 und: http://www.agenda21-treffpunkt.de/archiv/01/11/FR_B2059.HTM. Diese Hinweise habe ich von Kommentatoren des pi-Artikels – da geht es zwischen Papst-Gegnern und Befürwortern heiß her. Zum Teil argumentativ.

Wer sich über den Papst in Afrika informieren möchte – der mehr zu sagen hat als „Kondom“ – : http://www.kath.net/detail.php?id=22402

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Kirche

Dass auch in der Kirche so manches schief läuft, wundert eigentlich niemand. Denn dort leben auch Menschen. Interessant ist, dass ein paar Dinge, die ärgerlich sind, immer mal wieder von den Medien hochgespielt werden, als würde das Wohl der Welt davon abhängen. Aber welche Themen? Medien verbreiten gerne ein bestimmtes Weltbild. Und wenn sich ein Papst – oder Evangelikale – mal erdreisten, etwas anderes zu sagen und zu tun, dann geht es hoch her. Vielleicht sollte mal ganz einfach deutlich werden, dass es in der Kirche gewisse Regeln gibt. Und wenn sich Menschen an diese Regeln nicht halten, dann werden sie ausgeschlossen – und wenn sie sich daran halten, dann werden sie aufgenommen. Da ist die römisch katholische Kirche rigoroser als die Evangelen, aber jeder Verein, jede Partei hat ihre Satzungen, Regeln, Ordnungen usw., der sie auch, je nach Leitung anwendet oder nicht. Und von bestimmten Medien werden dann Themen hochgespielt, die nicht im Mainstream liegen. Warum? Es ärgert seit jeher, dass es Menschen gibt, die sich zusammengetan haben, die nicht so leicht beeinflussbar sind, die wie ein Fels in der Brandung versuchen, eine Linie durchzuziehen. Und solange es diese gibt, sind sie für die Brandung ein ständiger Stein des Anstoßes. Nun, ich als Evangele habe so manches an den Katholen auszusetzen, aber nicht nur an diesen, sondern auch am eigenen Laden. Aber darum liebe ich sie: Mit der Bibel und mit Teilen der Tradition im Rücken sind und bleiben sie Steine des Anstoßes – auch wenn sie sich oft nicht an den halten, der ihr den Maßstab vorgibt, an Jesus Christus und seinen Geist. Der Maßstab ist Liebe in umfassendster Form. Und da ist die Bibel dem Fels in der Brandung selbst immer wieder ein Stolperstein. (Es macht Spaß über nicht korrekt angewendete Bilder stolpern zu lassen: Ein Fels in der Brandung stolpert über einen Stolperstein – aber es passt, oder?)

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Pius-Bruderschaft

Die Pius-Bruderschaft greift Deutsche Bischöfe an – so die Nachricht. Dass die Bischöfe sich sehr weit aus dem Fenster gelehnt haben, das konnte man schon merken, als die Nachrichten in den Medien erschienen: deutsche Bischöfe verlangen von der Pius-Bruderschaft, die Autorität des Papstes anzuerkennen – während sie selbst doch einige Schwierigkeiten damit haben, seine Autorität anzuerkennen, nicht zuletzt was die „Anerkennung“ der Pius-Brüder betrifft. Und gerade in diese Kerbe schlagen die Pius-Bruderschaftler, sie haben den wunden Punkt entdeckt. Tja, wat nu sprach Bischof …

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