Wo bleiben nur die Gelder?

Wo bleiben nur die Gelder, mag man sich fragen. Ach so, da: http://www.welt.de/politik/article3476268/Die-EU-spricht-jetzt-geschlechtsgerecht.html 

Wo bleiben nur die Kirchensteuergelder? Die EKHN hat zur Kirchenvorstandswahl ein aufwendiges Faltblatt herausgegeben, mit dem Jugendliche zur Wahl motiviert werden sollen. Wer das gesehen hat, fragt sich: Welche Jugendliche werden wohl dadurch motiviert? Aber schön schauts aus. War sicherlich teuer, der Druck. Und die Agenturen (?) die da lange drüber gebrütet haben … Sie sind stolz über das, was sie da in der Hand halten, die Macher. Nur: Liest das wirklich jemand, der danach nicht den Kopf schüttelt?

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Papst-Hass

Ich kann mir den Hass gegen den Papst als Repräsentant der Kirche (der katholischen Kirche – von vielen aber wohl auch als Repräsentant der evangelischen Kirche angesehen – als Repräsentant des christlichen Glaubens insgesamt) nur so vorstellen, weil man sexuell nicht klarkommt. Das, was man in Leserbriefen lesen kann, ist nur noch irrationales und hysterisches Gekreische.  Schon Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Menschen am wenigsten gut auf die Kirche zu sprechen, die sexuell frei leben wollten. Sollen sie es doch tun – warum schimpfen sie so auf andere, die Zügel kennen? Ich vermute, dass Sexualität der Hauptgrund ist. Und da kommen dann andere Themen nur recht, wenn sie contra Kirche sind. Solange man Kirche als Repräsentant des von ihr verkündigten Gottes ansieht, muss man ihn aus denselben Gründen auch verleugnen, ablehnen usw. Das ist so ein typischer Jung-Männer-Atheismus oder anders gesagt: Rammler-Atheismus. Damit sei nichts gegen wahre Atheisten gesagt, sondern nur überlegt woher dieses hysterische Kirchen-Klatschen kommt. Ich denke, dass dieser Kampf gegen die Kirche ein Nebenschauplatz ist, weil man nicht gelernt hat, auch in sexuellen Fragen verantwortlich zu handeln: vor sich selbst, vor anderen Menschen und vor Gott. Man nimmt die Schwere der Verantwortung nicht an und lebt dann sein sexuelles Leben mit schlechtem Gewissen – oder man weiß sich verantwortlich und handelt nicht so wie man es gerne möchte. Und weil der Mensch es kaum aushält, in dieser Diskrepanz zu leben, braucht er einen Sündenbock.

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Kondome

Was für ein Gezeter wegen der Äußerung des Papstes zu den Kondomen. Als würde irgend jemand keine Kondome nehmen, weil der Papst dagegen ist. Als würde irgend jemand Kondome nehmen, wenn der Papst dafür wäre. Was für Vorstellungen von der Gesellschaft in Afrika die Kritiker haben … Und wenn jemand auf den Papst hören sollte, dann hat er auch die richtige geistliche Einstellung und braucht keine Kondome. So stelle ich mir das vor. Da mag mancher sagen: Auch katholische Frauen werden vergewaltigt, prostituieren sich usw. – Nur: Die Vergewaltiger und Prostituierten werden auch dann keine Kondome anziehen – wenn der Papst Kondom-Vertreter wäre. Übrigens: Kewil siehts mal wieder realistisch: http://fact-fiction.net/?p=1991 und vor allem auch: http://fact-fiction.net/?p=1986. Nachtrag: Bei PI gibt es interessante Zahlen: http://www.pi-news.net/2009/03/mit-gummikult-gegen-den-papst/#more-49477 – und die traurige Realität: http://www.aerztezeitung.de/panorama/?sid=535795 und: http://www.agenda21-treffpunkt.de/archiv/01/11/FR_B2059.HTM. Diese Hinweise habe ich von Kommentatoren des pi-Artikels – da geht es zwischen Papst-Gegnern und Befürwortern heiß her. Zum Teil argumentativ.

Wer sich über den Papst in Afrika informieren möchte – der mehr zu sagen hat als „Kondom“ – : http://www.kath.net/detail.php?id=22402

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Kirche

Dass auch in der Kirche so manches schief läuft, wundert eigentlich niemand. Denn dort leben auch Menschen. Interessant ist, dass ein paar Dinge, die ärgerlich sind, immer mal wieder von den Medien hochgespielt werden, als würde das Wohl der Welt davon abhängen. Aber welche Themen? Medien verbreiten gerne ein bestimmtes Weltbild. Und wenn sich ein Papst – oder Evangelikale – mal erdreisten, etwas anderes zu sagen und zu tun, dann geht es hoch her. Vielleicht sollte mal ganz einfach deutlich werden, dass es in der Kirche gewisse Regeln gibt. Und wenn sich Menschen an diese Regeln nicht halten, dann werden sie ausgeschlossen – und wenn sie sich daran halten, dann werden sie aufgenommen. Da ist die römisch katholische Kirche rigoroser als die Evangelen, aber jeder Verein, jede Partei hat ihre Satzungen, Regeln, Ordnungen usw., der sie auch, je nach Leitung anwendet oder nicht. Und von bestimmten Medien werden dann Themen hochgespielt, die nicht im Mainstream liegen. Warum? Es ärgert seit jeher, dass es Menschen gibt, die sich zusammengetan haben, die nicht so leicht beeinflussbar sind, die wie ein Fels in der Brandung versuchen, eine Linie durchzuziehen. Und solange es diese gibt, sind sie für die Brandung ein ständiger Stein des Anstoßes. Nun, ich als Evangele habe so manches an den Katholen auszusetzen, aber nicht nur an diesen, sondern auch am eigenen Laden. Aber darum liebe ich sie: Mit der Bibel und mit Teilen der Tradition im Rücken sind und bleiben sie Steine des Anstoßes – auch wenn sie sich oft nicht an den halten, der ihr den Maßstab vorgibt, an Jesus Christus und seinen Geist. Der Maßstab ist Liebe in umfassendster Form. Und da ist die Bibel dem Fels in der Brandung selbst immer wieder ein Stolperstein. (Es macht Spaß über nicht korrekt angewendete Bilder stolpern zu lassen: Ein Fels in der Brandung stolpert über einen Stolperstein – aber es passt, oder?)

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Pius-Bruderschaft

Die Pius-Bruderschaft greift Deutsche Bischöfe an – so die Nachricht. Dass die Bischöfe sich sehr weit aus dem Fenster gelehnt haben, das konnte man schon merken, als die Nachrichten in den Medien erschienen: deutsche Bischöfe verlangen von der Pius-Bruderschaft, die Autorität des Papstes anzuerkennen – während sie selbst doch einige Schwierigkeiten damit haben, seine Autorität anzuerkennen, nicht zuletzt was die „Anerkennung“ der Pius-Brüder betrifft. Und gerade in diese Kerbe schlagen die Pius-Bruderschaftler, sie haben den wunden Punkt entdeckt. Tja, wat nu sprach Bischof …

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