Widerlich + Leiden an der Kirche

Man darf vor diesen widerlich agierenden Priestern nicht die Augen und Ohren verschließen. Man möchte es tun, weil sie alles menschliche mit Füßen treten, weil sie Vertrauen missbrauchen, weil sie Menschen und Gott bekämpfen – indem sie Gott im Mund führen. Es ist einfach nur schlimm, was diese an Übel angerichtet haben und anrichten. https://www.stern.de/panorama/stern-crime/usa–hunderte-priester-sollen-ueber-tausend-kinder-missbraucht-haben-8212300.html

Äußerst schlimm ist es auch, wenn eine Institution nicht in der Lage ist, solchen Missbrauch von Menschen und der Institution selbst angemessen zu bekämpfen. Wahrscheinlich wurde jeder Einzelfall als Einzelfall angesehen – aber viele einzelne Holzwürmer bringen ein Haus zum Einsturz. Es könnte auch Ausdruck des Verfalls der Gesellschaft sein: Manche passen sich an. Es ist gut, dass sich der Wind gedreht hat und den Kriminellen – noch nicht flächendeckend – ein Sturm entgegenweht.

Die vielen, vielen Priester, die ihre Arbeit altruistisch tun, sie werden durch solche Kriminellen mit in den Strudel hinab gezogen. Verräter gab es bekanntlich schon immer in der Kirche. Das ist keineswegs eine beruhigende Aussage. Im Gegenteil. Sie macht traurig und wütend.

Leiden an der Kirche – ist ein schlimmes Leiden. Leiden an der Diskrepanz von gutem Wort und schlechter Tat – diese zerreißt so manchen Menschen. Nicht die Angriffe von Außen sind schlimm für die Kirche. Schlimm ist der Kampf gegen Mensch und Gott innerhalb ihrer Mauern.

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Diese Aussagen bleiben, auch wenn die Untersuchungen nicht sauber durchgeführt worden sein sollten. Stutzig macht mich die Veröffentlichung, in der Öffentlichkeit emotionalisiert werden soll, indem – wenn ich das richtig interpretiere – sich im Hintergrund des Staatsanwaltes Opfer positioniert wurden.

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Mitglieder verlassen die Kirchen + Versagen der Kirche

Kirchen werden verlassen – vor allem auch die evangelische. Das mag damit zusammenhängen, dass viele im letzten Jahr im Zusammenhang der Umstellung der Finanzierung merkten: Huch, ich zahle ja noch Kirchensteuer! (War doch 2017? oder irre ich mich?) Ich denke, es hängt aber auch damit zusammen, dass Kirchen sich politisch engagieren, ohne Konzepte zu haben – aber viele den Eindruck haben: Sie hören nicht auf uns und unsere Probleme. Volkskirchen haben es schwer, wenn sie sich christlich agieren wollen, aber an den Mitgliedern vorbei agieren. Die Kirchenleitungen müssen sich entscheiden: Wollen wir Volkskirche bleiben, damit ein sehr breites Spektrum an Menschen ansprechen und zu halten versuchen, oder wollen wir das, was wir als christlich erkannt haben, durchsetzen – ohne Rücksicht auf die Mitglieder – mit Blick auf den heiligen Rest. Man tut noch so, als sei alles in Butter, was diese Alternative betrifft. Man agiert – ohne viele Menschen des Landes zu berücksichtigen. Es muss in den Kirchen zumindest diskutiert werden: Was wollen wir: Volkskirche bleiben – oder christlich zu einem heiligen Rest schrumpfen? Papst Benedikt hatte es ja vorgedacht – aber das blieb dann in den Schubladen stecken. Er plädierte für einen Schrumpfungsprozess. Das hätte aber zur Folge, dass viele christliche Aufgaben nicht mehr erledigt werden könnten. Die vielen Pro und Contra müssen so langsam diskutiert werden. Und das öffentlich. https://www.idea.de/frei-kirchen/detail/die-evangelische-kirche-schrumpft-schneller-als-die-katholische-106033.html

Es gibt freilich noch weitere Faktoren, Konversionen in die katholische bzw. evangelische Kirche, zu den Freikirchen usw. – von daher ist die genannte politische Begründung nur eine unter vielen. Gründe sollen untersucht werden: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/erstmals-zahl-der-kirchenaustritte-wieder-gestiegen

Ob dabei wirklich etwas Neues herauskommen wird? Man sollte die Gelder lieber in Missonsbestrebungen stecken. Statistiken erstellen zu lassen, ist sicher einfacher – aber weniger (wie man so schön sagt) im positiven Sinn nachhaltig.

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Dieses massive Versagen der Kirchenleitungen ist äußerst schlimm. Man hat Missbrauchsmeldungen ignoriert – wohl bis in die höchsten Stellen. Es ist gut, dass das aufgearbeitet wird – und hoffentlich auch bis in die höchsten Stellen des Vatikan: http://kath.net/news/64504

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Verantwortung der Eltern + Auseinandersetzungen in der Kirche

Nicht das Geld des Staates, nicht viel Geld auf dem Konto ist für die Kinder wesentlich – ich sage es so apodiktisch – wesentlich ist: Lest den Kids von jüngstem Alter an was vor, zeigt Bilderbücher, hört gute Musik, geht mit ihnen Museum, bastelt mit ihnen, malt, schreibt Geschichten und macht Experimente… – es gibt heute so viele Möglichkeiten und auch Möglichkeiten, die kaum etwas kosten (Bibliotheken…). Das Problem ist bei vielen möglicherweise die Zeit. Mit Phantasie und gutem Willen lässt sich auch das bei vielen irgendwie ermöglichen. Der Traum von einem paternalistischen Staat ist ein Alptraum für freie und Verantwortungsvolle Bürger.

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In der Kirche gibt es heftige Auseinandersetzungen – nicht nur in der katholischen: http://www.kath.net/news/64271

Wagner wollte das Christentum zeitgemäß machen  wie viele andere auch im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zeitgemäß hieß: ihn zu nationalisieren, ihn von Juden abzugrenzen usw. Auch heute will man Jesus zeitgemäß machen. Jede Zeit tut es und muss es tun. Nur: Jesus darf der Zeit nicht angepasst werden. Man muss aufpassen, dass man ihn verkündigt, damit die Menschen der jeweiligen Zeit ihn verstehen, einen Zugang zu ihm finden. Aber ihn anzupassen kann nur in ein gesellschafts-politisches Desaster führen. Darum muss es diese Diskussionen geben – sie müssen auch hart geführt werden. Denn es ist für Menschen nicht leicht zu durchschauen: Passe ich Jesus der Zeit an – oder verkündige ich ihn zeitgemäß. Weil es nicht leicht zu durchschauen ist, sollte man den Meinungsgegnern gut zuhören und sich über die eigene Position Gedanken machen – aus der Beziehung zu Jesus Christus heraus.

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Räume der Begegnung + Algerien: Kirchenöffnungen

Man muss Raum für die Begegnung von Muslimen und Christen in unserem Land schaffen: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/khorchide-spannung-zwischen-islam-und-westen-so-gross-wie-nie/

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Kirchen in Algerien wurden geschlossen – es gab massive Proteste, so dass sie nun wieder geöffnet wurden: http://www.globalchristiannews.org/article/three-algerian-churches-allowed-to-reopen-after-protest-campaign/

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G7 / G8 / G20 + China – Wirtschaftsmacht

G8 um Russland zu reduzieren war ein Fehler. Von daher wäre es gut, wenn dieser so schnell wie möglich wieder korrigiert wird. Das habe ich im Blog schon immer so gesehen. Interessant ist es, dass Trump das fordert, weil er doch mit Blick auf Russland unter Druck steht. Vielleicht ist G7 bzw. G8 auch schon längst Vergangenheit, was die Relevanz besitzt. Wenn G20 realisiert werden kann : http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-draengt-auf-russlands-rueckkehr-zu-g8-a-1211941.html

EU hinkt hinterher – und macht was? Eben: Russland wird selbständig und hängt die EU ab: http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-eu-lehnt-rueckkehr-von-russland-zur-g8-ab-a-1211995.html

Man war dominant und merkt gar nicht, dass andere inzwischen die Fäden ziehen – zumindest bald soweit sind, die Fäden zu ziehen und wenn sie wollen, den Westen zu sanktionieren, die Fäden zu kappen?

(Das ist wie mit den Westchristen, z.B. den Christen in Deutschland. Sie haben noch nicht verstanden, dass Christentum nicht heißt: deutsch, europäisch usw. Wir bestimmen weltweit, was Christentum ist. Nein: Ganz andere Völker prägen inzwischen (noch nicht ganz) das Christentum. Realität und Selbstbild passen manchmal nicht mehr zusammen.)

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Hier wird wunderschön deutlich, worin der Unterschied liegt zwischen China und dem Westen: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/neueseidenstrasse-china-101.html

Das ist schon seit Jahren klar. Ob man endlich wirklich wach wird? Oder ist es wieder ein leichtes Augenöffnen und dann ein munteres Weiterschlafen?

Dazu passt auch das: http://www.tagesschau.de/ausland/china-iran-101.html

Der Westen hat keine Strategie. Militärisch-strategisch ist der Westen wahrscheinlich 1a. Aber wirtschaftlich strategisch ruht man sich zu sehr auf den Lorbeeren aus. Nicht die Firmen. Die Politik. Und Schritt für Schritt wird man zu einem Anhängsel Chinas. Das ist insofern schlimm, als man dann auch politisch abhängig wird – und: Wenn uns die Wirtschaft zusammenbricht, bricht auch die Gesellschaft zusammen. Das weitgehend friedliche Zusammenleben, das zurzeit herrscht, ist nur dem wirtschaftlichen Gutgehen zu verdanken.

Christliche Identität

Was gehört zur christlichen Identität? Diese Frage ist nicht nur von persönlicher Relevanz, sie hat auch Auswirkungen darauf, wie Kirche gestaltet wird. Das gilt für Ämter, gilt für Diakonie, gilt für kirchliches Handeln insgesamt.

Wenn Kirche bzw. Christen sich im Säkularen verdünnisieren, dann benötigt man sie nicht mehr.

Christen verdünnisieren sich nicht selbst. Sie wissen, dass sie Gott in Jesus Christus gehören. Das ist die Grundlage ihrer Identität.

Für mich ist die Barmer Theologische Erklärung noch immer ein Meilenstein: https://www.ekd.de/11295.htm

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Christen in Deutschland

Interessante Zahlen – vor allem die Unterscheidung zwischen praktizierenden und nicht praktizierenden Christen: https://www.welt.de/politik/deutschland/article176794385/Studie-zu-religioeser-Einstellung-Christen-lehnen-Muslime-eher-ab-als-Nichtglaeubige.html

Ca. 71% identifizieren sich in unserem Land mit dem „Christentum“ – 49% üben den Glauben nicht aus, 22% ja. Knapp 25% sehen sich als nicht religiös an. Ich finde diese Zahlen insofern auch sehr interessant, weil es hier nicht nur um Westdeutschland geht, sondern um Deutschland. Die bisherige Frage nach der konfessionellen Bindung, die ich neulich im Blog hatte, zeigt somit ein falsches Bild. Richtiger ist nicht die Frage nach der Konfession, sondern die nach dem religiösen Zugehörigkeitsgefühl. Allerdings werden diejenigen, die sich nicht dem Christentum zugehörig fühlen, als Konfessionslose bezeichnet – was irreführend ist. (Wobei auch hier gesagt werden muss: Es handelt sich um eine Studie.)

Übrigens entspricht das auch meiner Erfahrung, ich habe das wiederholt geschrieben, dass etwa 70% derer, die aus der Kirche ausgetreten sind, bei Beerdigungen religiöse Bezüge haben wollen (in einem westlichen Bundesland).

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