Verteidigung von Benedikt XVI.

Gegen den Text von Ellen Ueberschär (Heinrich-Böll-Stiftung und war einmal Generalsekräterin des Evangelischen Kirchentages) argumentieren Maximilian Heim und Wolfgang Klausnitzer:
https://www.stift-heiligenkreuz.org/wp-content/uploads/2019/04/Reformunfa%CC%88hig-inhuman-antiaufkla%CC%88rerisch-Ellen-Ueberscha%CC%88r-Benedikt-XVI.pdf

Leider ist der Text von Ueberschär nicht im Internet zugänglich. Dazu aber:
https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/theologin-ratzinger-vertrat-vormoderne-theologie-und-kirchenstruktur

*

Irgendwas war vor nicht langer Zeit mit der Böll-Stiftung – es gab Schlagzeilen – was war das noch einmal? Hier kann man es nachlesen – upps, war schon 2017!:
https://www.nzz.ch/feuilleton/online-pranger-abgestellt-die-verlorene-ehre-der-boell-stiftung-ld.1310689

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Reinigungsprozess in der Katholischen Kirche

Es sieht so aus, als müsse der Reinigungsprozess in der katholischen Kirche auch auf weitere Ebenen ausgedehnt werden:
http://kath.net/news/67588

Zum Beispiel scheint es mir hier um Machtmissbrauch zu gehen. Aber Achtung: Vorverurteilungen! Unschuldig ist jeder, bevor er nicht verurteilt wurde. Manchmal sind es auch Verurteilte.

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Das Jahr 2030!

Im Jahr 2030 soll nicht nur in etwa die Energiewende abgeschlossen sein.

In diesem Jahr findet etwas viel Größeres statt:

Vor 2000 Jahren wurde Jesus Christus hingerichtet, ist auferweckt worden und Pfingsten ist die Kirche „geboren“.

Das muss groß gefeiert werden – und das in weltweiter Ökumene. Freilich: Wo viel Licht ist, ist bekanntlich auch viel Schatten.

Wie gedenkt man es zu feiern? Weltweit ein Freudenfest?

Oder denkt man dann am 1.1.2030: Upps, da war doch was in diesem Jahr. Was war das wohl? Dann hat man vielleicht noch Zeit bis 2032. denn manche meinen ja, dass Jesus Christus dann gestorben und auferweckt worden ist.

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Benedikt XVI. und Traum von Kirche + Fixierung

Benedikt XVI. hat Recht, wenn er seinen Traum von Kirche darlegt
https://www.kath.net/news/67603 .

Es ist der Traum von Kirche seit 2000 Jahren: Menschen leben in der Beziehung und aus der Beziehung zu Gott. Darum verändern sie die Welt, indem sie Gottes Willen tun. Dieser Traum ist auch mein Traum. Dieser Traum war auch der Traum des Paulus. Und er musste sehen: Die Menschen träumen nicht alle diesen Traum. Manche Menschen der Gemeinde sind sogar gar nicht daran interessiert, diesen Traum zu verwirklichen. Sie haben nicht den Geist Gottes, aus dem heraus sie leben. Heftig bekämpft er diese Menschen, die Kirche zerstören. Im Matthäus und Johannesevangelium finden wir diesen Traum. Johannes 15 betet Jesus für die Einheit der Jünger , an der Einheit, an der man Gottes Handeln erkennen kann – aber das Gebet dafür zeigt an, dass es ein Traum, ein Wunsch ist. In der Bergpredigt heißt es: Seid vollkommen, wie auch euer himmlischer Vater vollkommen ist – gleichzeitig sollen die Seinen beten: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben denen, die an uns schuldig geworden sind. Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Samen, die Forderung, den Balken im eigenen Auge zu erkennen, bevor man den Splitter aus dem des anderen zieht… – all das zeigt, dass Jesus und die frühe Gemeinde nicht naiv waren. Dann kamen der Verrat durch Judas, die Verleugnung durch Petrus – dass dieser Traum Ziel bleibt, ist klar, aber der Mensch ist in seiner Versuchbarkeit und auch als Versucher immer wieder auf Abwegen. Das Ziel muss aber immer wieder vor Augen stehen – auch wenn man weiß: Der Mensch kann ganz schnell auf Abwege geraten, das sowohl als Individuum als auch in der Institution, die er bildet.

Das Buch von Graham Greene: Die Kraft und die Herrlichkeit ist für mich ein sehr wichtiges Buch geworden. In äußerster Knappheit wiedergegeben: In der Zeit, in der in Mexiko Christen verfolgt wurden, viele Christen auch mitmachten, um nicht selbst zerstört zu werden, hält ein Priester durch: einer, der gegen seine Alkoholsucht kämpft und darum selbst zweifel daran hat, ob er ein richtiger Priester sei. Aber er hält durch.

Dieser oben genannte Traum ist das Ziel des Weges. Aber es sind Menschen, die auf diesem Weg sind. Kirche besteht nicht aus denen, wie sie Christen selbst und Atheisten fordern, aus vollkommenen Menschen, damit man an ihnen Gott als Gottesbeweis erkennen kann – das bleibt der Traum, die Bitte, der Wunsch – aber auf dem Weg dahin sind sehr viele. Alle leben aus der Vergebung und der Gnade Gottes. Wir sind auf dem Weg dahin: In all unserer Vielfalt, mit all unseren Irrgedanken und üblen Taten, unserem Stolpern, Verzagen, Verzweifeln an anderen und an uns selbst, Glücksgefühlen, Lieblosigkeit und Liebe. Es ist der Traum der Kirche, der uns prägt und uns auch so verhalten lässt, wie es dem Traum entspricht. Manchmal. Und dann müssen wir einander auf helfen, ermutigen, begleiten.

Vom Ziel aus gesehen müssen wir aber auch sagen, was ein furchtbarer Irrweg ist. Wenn Christen die Beziehung zu Gott unwesentlich wird oder die Institution Kirche sich am Zeitgeist orientiert, statt an dem Geist Gottes, dann gerät sie notgedrungen auf Irrwege. Die 2000 jährige Geschichte zeigt es zuhauf – und das sind ja auch die Punkte, die heute von Kirchenkritikern angegriffen werden: An diesen Stellen hat Kirche als Institution den von Jesus Christus gewiesenen Weg verlassen. Das muss man auf dem Weg zum Ziel besprechen und manchmal auch Konsequenzen ziehen. Von daher gibt es nicht nur den einen Weg auf das Ziel hin, es gibt auch viele Irrwege, Seitenpfade, Abstürze.

Jesus Christus selbst greift immer wieder korrigierend ein, sonst gäbe es keine Kirche mehr auf dem Weg zum Ziel. Aber es gibt keinen Automatismus. Glaubende sind verantwortlich dafür, dass der Weg auf dem Weg zum Ziel hin eingehalten wird. In einigen Jahrzehnten werden diejenigen von Kirchenkritikern kritisiert, die sich heute angepasst haben. Allerdings weisen dann Kirchenkritiker wieder alle Schuld den Christen/Kirchen zu. Aber so ist es nun einmal, das muss man tragen und ertragen, auf dem Weg zum Ziel.

Benedikt XVI. formuliert das Ziel. Und es ist gut, dass er es formuliert. Manche seiner Kritiker sprechen über den Weg. Und es ist auch gut, dass sie über den Weg sprechen. Manche Kritiker sprechen allerdings auch von ihren Irrwegen aus. Man muss sie hören, aber das Ziel – Jesus Christus – bestimmt das Miteinander. Das bestimmen nicht diejenigen, die von Irrwegen aus rufen.

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Was dieser Beitrag
https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/benedikt-xvi-und-seine-kruden-thesen-zum-kindesmissbrauch-in-der-kirche-a-1262598.html wieder macht: Er löst das Verhalten der Kirche von dem gesamtgesellschaftlichen Verhalten ab und fokussiert dann nur noch auf Kirche. Und was hier von den 68er Grünen gesagt wird, das stimmt so auch nicht. Es war die gesellschaftspolitische Avantgarde, diejenige, die sich dafür hielt, die eine andere Sexualität unter anderem auch Pädophilie förderte und forderte. Der normale Mensch war noch bodenständig. Was aber mussten diejenigen aushalten, die sich öffentlich gegen diese elitären Strömungen der Zeit damals wandten! Ich erinnere an Christ Meves. Man darf nun nicht die bodenständigen Leute als Beispiel heranziehen, sondern muss diejenigen nennen, die ganz vorne dran die neue Zeit der sexuellen Freiheit durchsetzen wollten. Zudem arbeitet der Beitrag wieder mit Unterstellungen und Ahistorisch – das ist nicht weiter zu kommentieren. Wie heißt es hier
https://www.kath.net/news/67623 :

Diejenigen, die jetzt empört auf Papst Benedikt reagieren, sind vielleicht eine besonders eindringliche Bestätigung seiner Wortmeldung.

Das kann man nicht, wie oben dargelegt, von allen sagen. Aber auf manche dürfte es zutreffen.

(Nachtrag 14.4.: Kardinal Müller mit Blick auf die Kritiker:
http://kath.net/news/67624 )

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Zur Auseinandersetzung zwischen Verteidigern von Papst Franziskus und Mosebach:
https://www.kath.net/news/67619

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Soziale Medien und Christen + Brennende Kirchen in Frankreich

Dass soziale Medien Christen-Meinungen stumm schalten, habe ich noch nicht beobachtet. Was ich aber beobachte ist, dass man, wenn man christliche Themen sucht, antichristliche Seiten vorgeschlagen bekommen kann. Ob das Methode hat, kann ich nicht sagen, hängt wohl mit der automatischen Zuordnung ab. Aber man sollte das auch beobachten:
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2019/04/08/soziale-medien-diskriminieren-christen/

Aber, echt jetzt, Trump? Gab es das Gesetz? Wer hat es in die Wege geleitet? Warum hört man hier nichts davon?

Er hat zum Beispiel ein Gesetz revidiert, das Pastoren verbot, über die Regierung oder Politiker zu äußern – egal ob positiv oder kritisch.

*

In Frankreich brennen viele Kirchen (faz+):
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/wieso-in-drei-franzoesischen-kirchen-jeden-tag-randaliert-wird-16126897.html

Nachtrag: Brennende Kirchen in den USA:
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/louisiana-mann-soll-kirchen-schwarzer-gemeinden-angezuendet-haben-a-1262478.html

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Angriff auf katholische Liturgie + Angriff auf christliche Youtuberin

Ich bin kein Verteidiger katholischer Liturgie. Allerdings einer, der solche Angriffe für absurd hält und ich frage mich: Was soll das?
http://kath.net/news/67411

*

Wer traditionelle Ansichten vertritt, der wird zerrissen – in christlicher Freundschaft zerrissen von denen, die sich anpassen. So wie Jana, die Youtuberin angegriffen wird:
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2019/04/05/youtuberin-enttaeuscht-von-kritikern-und-kirche/

Dass die Anpassungssucht vorhanden ist, habe ich nicht einfach so gesagt. Das wird an dieser Aussage sehr deutlich:

„Ist Jana mit ihrem konservativen Glauben überhaupt die richtige Botschafterin, um die YouTube-Generation für die Kirche zu interessieren?“ Über die YouTuberin ist bekannt, dass sie früher eine Freie evangelische Gemeinde besucht hat. Zu Wort kommt unter anderem Jacobs. Sie kritisiert Highholder scharf, nennt sie eine „trojanische Influencerin“, die im Namen der Evangelischen Kirche „biblizistische und evangelikale Positionen“ vertrete und „weit weg“ sei vom „evangelischen Mainstream“.

Sehr deutlich ist, was die Bibel über diejenigen sagt, die der Anpassungssucht frönen. Vielleicht sollte Kritik mal wieder in der Bibel lesen.

Zudem wird deutlich, dass Menschen mit anderer Meinung in der Kirche zum Schweigen gebracht werden sollen – was ebenfalls die Mainstream-Elite unserer Gesellschaft widerspiegelt. Man möchte die Vielfalt nicht wahrhaben und die Einfalt durchsetzen, indem man die anderen zum Schweigen bringt. Dann noch mit Totschlagargumenten (kommen aus der Freien evangelischen Gemeinde, biblizistisch usw.).

Man beachte auch diese kuriose Aussage, die unten zitiert wird. Kirche lebt von Expertinnen und Experten? Das haben Gegner Jesu damals wohl auch gesagt: Er ist kein Experte, nur Zimmermann! Darf der das sagen und tun? Und glaubt die Kritik allen Ernstes, dass alle Expertinnen und Experten ihrer Meinung sind? Das würde ein schlechtes Licht auf die theologische Grundausbildung werfen: Gleichmacherei, könnte der Vorwurf lauten. Dabei sollte auch theologische Grundausbildung Menschen fördern, die eigenständig nachdenken und aus der Beziehung zu Gott ihr Leben führen, damit sie gegenüber solchen Mainstream-Anwürfen stark und standhaft sind.

 „Ist es klug, dass ausgerechnet jemand ohne theologische Grundausbildung in offizieller EKD-Mission unterwegs ist?“

Für diejenigen, die einem Mainstream-Christentum das Wort reden: Mainstream wechselt ständig. Fähnchen nach dem Wind hängen wird das genannt – oder weniger freundlich: als Wendehälse werden sie bezeichnet. Macht sich nicht gut mit Blick auf Jesus. Man stelle sich mal Jesus und Paulus als Wendehälse vor.

Angepasste Mainstream-Christen sind manchmal wenig geschwisterlich dafür gnadenlos – genauso wie enge ideologische Christen, nach dem Motto:

Du sollst keine andere Meinung als meine haben.

Jana sollte weitermachen. Sollte sich von solcher „Geschwisterliebe“ unter Christen nicht irritieren lassen. Nach dem Wind hängende Fähnchen und Wendehälse schreien heute so und morgen eben so. Man muss stabil bleiben, viele Menschen wissen, dass allein das zählt. Man braucht allerdings ein hartes Fell. Aber das legt man sich zu – bzw.: Gott schenkt es einem, mit Anwürfen umgehen zu lernen.

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Spannend finde ich auch: Man ruft heute dazu auf, alle möglichen Lebensentwürfe zu tolerieren. Aber wenn jemand einen traditionell christlichen Lebensentwurf vertritt, dann wird man intolerant?

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Christus-Uhr + Christen abschieben + Imame aus dem Ausland

Man kann auch alles Perverse schönreden:
http://kath.net/news/67381

Allein, wenn Jesus Christus als Mensch gesehen wird – und dann dieser Missbrauch eines Körpers – ich verstehe diese Hirn-Akrobatik mancher nicht.

Es ist bei manchen eine Mitmachsucht ausgebrochen, modern erscheinen zu wollen – und ist doch nichts als ein nackter Kaiser, der irgendwelchen raffinierten Gestalten auf den Leim gegangen ist.

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1000 Angriffe auf Kirchen in Frankreich:
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2019/03/24/wams-angriffe-auf-kirchen-in-frankreich-haeufen-sich/

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Das zeigt die Verwirrung in manchen Köpfen, die sehen und doch nicht sehen: blinde Hühner, die sich die Welt schön reden:
http://kath.net/news/67420

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Auch das gehört in diese Kategorie: Pax Christi unterstützt Israel Boykott:
http://kath.net/news/67424

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Imame kommen noch zu 90% aus dem Ausland. Es dauert, bis sich das ändert:
https://www.pro-medienmagazin.de/politik/2019/03/26/imame-kommen-fast-immer-aus-dem-ausland/

Übrigens: Bei uns kommen auch bald Priester und Pfarrer*innen vermehrt aus dem Ausland.

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Kirche auf 130Trip + Christliche Satire-Sendung: Jesus und Paulus sammeln Unterschriften

Die Evangelische Kirche Mitteldeutschlands sammelt 50.000 Unterschriften. Natürlich hat das nichts mit Kirche zu tun – es geht um das Tempolimit: https://www.welt.de/vermischtes/article189876457/Ziel-50-000-Unterschriften-Evangelische-Kirche-reicht-Petition-fuer-Tempolimit-130-ein.html

Gibt es eigentlich eine christliche Satiresendung? Das wäre ein gefundenes Fressen: Stellen wir uns Jesus vor oder Paulus: Sammeln Unterschriften dafür, dass Esel nur 5 km/h schnell laufen dürfen.

Ich wäre dafür, würde sofort unterschreiben. Ich liebe Esel.

Übrigens: Medien machen schön viel Werbung für diese Aktion. Das werden dann sicher 300.000 Unterschriften. Die 80 Millionen anderen haben sich dann doch nicht so sehr motivieren lassen. Wollen lieber schneller fahren. Dann wird der Schwanz mit dem Hund wedeln.

Werbewirksam ist das allemal. Dafür ein: Sehr gut! Vielleicht treten die Unterschreiber dann auch gleichzeitig in die Kirche ein – wenn sie denn nicht schon drin sind.

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