EKD zur religiösen Bildung + Beliebtester Bibelvers 2018

„Religiöse Bildung in der migrationssensiblen Schule“ – dazu die EKD: https://www.ekd.de/131-religioese-bildung-in-der-migrationssensiblen-schule.htm

Dazu aus dem Vorwort:

Die Menschen, die zu uns kommen, bringen ihre jeweiligen kulturellen und religiösen Prägungen mit. Sie kommen in ein freies Land, in dem sie ihre religiösen und kulturellen Traditionen auch leben können. Überall da, wo Intoleranz zwischen verschiedenen religiösen Traditionen sichtbar wird, muss klar gemacht werden, welcher Segen
es ist, dass hier nach der langen Lerngeschichte der letzten Jahrhunderte Regeln des friedlichen Zusammenlebens gelten, die nicht zur Disposition stehen können. Als Christinnen und Christen treten wir für diese Religionsfreiheit ein. Wir sehen die verbindenden Ursprünge und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen, genauso wie wir die Unterschiede sehen. Der Dialog zwischen Religionen und Konfessionen ist nicht immer einfach, jedoch fruchtbar, wo es Offenheit und Respekt auf allen Seiten gibt. Diese Freiheit gilt es, als gesamtgesellschaftliche Aufgabe besonders auch in der Schule zu bewahren und zu entwickeln.

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Der beliebteste Bibelvers ist 2018 Jesaja 41,10. Die Bibel App „YouVersion“, der diese Angabe zu entnehmen ist, wurde seit 2017 350 Millionen Mal heruntergeladen: https://www.pro-medienmagazin.de/medien/internet/2018/12/05/beliebtester-bibelvers-2018-steht-in-jesaja/

Zu YouVersion s.: https://www.youversion.com/

Wie oft sie installiert wurde, kann man hier sehen: heute: 351.176.590 Mal: https://www.youversion.com/press/ 

Sich die Bibel als App herunterladen ist schon eine gute Sache. Man hat sie immer dabei. Ersetzt zwar nicht die Bibel als Buch – aber ist praktisch. Google Play Store unter Luther2107 kann man sie auch herunterladen.

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Unbekannte Christen

Es gibt viele Christen, die ohne Verbindungen zu anderen Christen leben. Die Vorfahren haben den Glauben angenommen – aber sie sind nun Christen, ohne etwas über den Glauben zu wissen, werden aber von der feindlichen Umwelt geschnitten und bedrückt. Die Zahl solcher Christen geht allein in Pakistan in die die einstelligen Millionen (geschätzt).

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Auseinandersetzung: Homosexualität und Kirche + Antisemitismus-Vorwurf gegen Benedikt XVI.

Eine scharfe Auseinandersetzung finden wir in der katholischen Kirche: Hängen Homosexualität und die Höhe des Kindesmissbrauchs zusammen? https://m.die-tagespost.de/kirche-aktuell/online/Essener-Generalvikar-kritisiert-Kardinal-Mueller;art4691,193732

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Heftig wurden dem emeritierten Papst Benedikt XVI. Antisemitismus vorgeworfen. https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/dogmatiker-ubt-scharfe-kritik-am-neuen-ratzinger-aufsatz Ziel scheint es zu sein, Ratzinger theologisch zu disqualifizieren:

Dessen Aufsatz sei daher dazu geeignet, „mit der Legende aufzuräumen, dass Joseph Ratzinger ein großer Theologe genannt werden müsste“.

Ratzinger wehrt sich heftig.

Die Reaktion des Angreifers: Er hat das nur geschrieben, damit der emeritierte Papst sich eindeutig positioniert und seine Schrift habe das ja erreicht. Zudem stellt er sich als Verteidiger von Ratzinger dar: Andere sollten ihren Antisemitismus nicht auf Ratzinger begründen können. https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/benedikt-xvi-wehrt-sich-bin-nicht-fur-fur-judenmission

Man stelle sich das einmal vor, was hier abläuft. Unter aller Kritik. Zum Glück hat er das veröffentlicht, bevor Ratzinger das zeitliche gesegnet hat. Es werden noch genug Nachtreter kommen.

 

Digitalisierung der EKD

Die Synode beschäftigte sich mit dem Thema Digitalisierung: https://www.evangelisch.de/inhalte/153353/15-11-2018/kommentar-kirche-im-digitalen-wandel-digitale-kirche-digitalisierung-ingo-dachwitz

Kritik daran: Rückgriff auf Digitalmonopolisten. Was nutzt es jedoch, wenn man irgendwelche Nischen benutzt, die keiner anschaut? Von daher muss man klug handeln – aber eben auch kritisch.

Medienethik ist ein wichtiges Thema – nicht erst mit dem Blick auf die Digitalisierung. Dazu eine kleine Übersicht: https://evangelische-religion.de/kirche-und-medien.html

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Buß- und Bettag

Heute ist Buß- und Bettag.

Dieser Tag ist eine Besonderheit. Menschen reflektieren ihr Tun. Was ist schlecht, das ich tue? Was ist gut? Diese Reflexion, wenn sie ehrlich geschieht, macht sensibel. Sensibel nimmt man sich selbst wahr – aber nicht allein in einem Kokon, sondern im Verhältnis zu anderen. So ein Tag birgt die Chance in sich, sein Leben zu ändern an den Stellen, an denen es falsch läuft. Der Tag hat Auswirkungen auf das Zusammenleben in der Gesellschaft. Diese positiven Auswirkungen hatte die gesamte Bußpraxis der Kirche (so kritisch man auch manche Auswüchse interpretieren muss).

Es ist jedoch ein Tag, der in christlicher Tradition liegt. Man nimmt nicht allein sich selbst wahr, sondern versucht es aus der Perspektive Gottes – aus der Perspektive des Bibellesens, der des Gebetes, der Gemeinschaft der Glaubenden. Denn man ist Gott verantwortlich. Wie lebe ich mein Leben vor Gott, aus dem Glauben an Jesus Christus heraus, lebe ich es im Geist Gottes?

Soweit ich das in meiner Tradition wahrgenommen habe, geht es im Wesentlichen um die Bußhaltung des einzelnen Glaubenden. Haben wir die Institution „Kirche“ aus dieser Perspektive zu wenig wahrgenommen? In diesem Jahr – aber auch schon in den vergangenen Jahren – werden wir massiv durch die Kindes-Missbrauchs-Sünde darauf hingewiesen, dass Christen an bestimmten Schaltstellen der Institution versagt haben. Die Gründe mögen vielfältig sein – aber das muss jeder, der an einer solchen Stelle saß, klar bekennen: mea culpa, mea culpamea maxima culpa …

Auf diese große Schuld wurde die Kirche massiv gestoßen – kann damit endlich zu einem Reinigungsprozess in der Kirche beitragen. Aber wo liegt sonst noch große Schuld, die bislang nicht entdeckt wurde? Wo ist unbedingt Handlungsbedarf: Hier muss die Institution unbedingt neue Wege einschlagen, die Perspektive ändern? Der Maßstab muss immer Jesus Christus sein – sein Auftrag an uns.

Der Geist Gottes möge in der Kirche diesen Prozess anregen und zum Guten führen, bevor er die Menschen außerhalb der Kirche dazu heranzieht.

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Warum Kirchenaustritte? + Institutionelle Eintagsfliegen und Selbstminimierung

Warum Kirchenaustritte? Zwei Positionen: http://kath.net/news/65929

Diese zwei Positionen kennzeichnen die Strömungen in der Kirche – ansatzweise nicht nur in der katholischen Kirche. Die eine Richtung möchte sich stärker der sich als eine solche empfindende Moderne anpassen, die andere versucht stärker aus der Glaubenstradition leben.

Als Position s. auch: http://kath.net/news/65930

Die grundsätzliche Frage müssen sich beide Strömungen stellen:  Geht es um Nachfolge Jesu Christi – somit um die Menschen? Geht es um Macht, Einfluss, Anerkennung? Es gibt an dieser Stelle sicher Schnittmengen. Diese grundsätzliche Richtung muss jedoch (immer wieder neu) geklärt werden. Ich habe allerdings auch eine gewisse Skepsis angesichts radikaler Lösungen beider Seiten. Wir haben die Aufgabe, Menschen auf Jesus Christus hinzuweisen, durch Wort und Tat. Wie werden wir dieser Aufgabe am besten gerecht? Gibt es nur einen Weg, den alle Christen gleichermaßen gehen müssen? Ist es nicht so, dass institutionelle Kirche die kleinen innovativen Christen benötigt, wie diese die institutionelle Kirche? Können wir allein mit kleinen Christengemeinden unabhängig von der Institution, die auch soziale Aufgaben wirkt, wirklich besser unserem Auftrag gerecht werden? Ich selbst bin gegen oberflächliche gesellschaftspolitische Anpassungen – institutionelle Eintagsfliegen – aber auch gegen eine Selbstminimierung. (Es gibt die Notwendigkeit von Veränderungen, so sie aufgrund theologischer Begründungen vollzogen werden müssen – aber Änderungen, die einfach nur darum vorgeschlagen werden, weil man sich anpassen oder abgrenzen möchte, sind nicht so mein Ding.)

In die Richtung der Klärung weist auch die Rückbesinnung auf wichtige Schwestern und Brüder in der Kirchengeschichte – so zum Beispiel auf bedeutsame und wegweisende Frauen: http://kath.net/news/65931

Genannt werden:

Hildegard von Bingen, Klara von Assisi, Mechthild von Hackeborn, Gertrud die Große, Angela von Foligno, Elisabeth von Ungarn, Birgitta von Schweden, Marguerite d’Oingt, Juliana von Lüttich, Katharina von Siena, Juliana von Norwich, Veronica Giuliani, Katharina von Bologna, Katharina von Genua, Jeanne d’Arc und Theresia von Ávila

Natürlich geht es nicht um das Zurückgehen ins Mittelalter. Was haben diese Frauen aus ihrer Zeit heraus unserer Zeit zu sagen? Wieweit können wir in der Gegenwart den Geist Gottes durch sie – uns weiter führend – sprechen hören? Christen aller Zeiten sind Kinder Gottes – somit sind nicht nur die Gegenwarts-Christen relevant. Christen aller Weltgegenden sind Kinder Gottes – somit sind nicht nur die Christen in Mitteleuropa relevant. Wie der Geist Gottes in all diesen Menschen wirkte, so wirkt ein und derselbe Geist Gottes auch Leben erhaltend und Leben fördernd durch uns.

Kirche muss sich befreien von politischen Vormundschaften – links wie rechts. Sie gehört weder linken noch rechten Ideologen. Von daher darf sie sich auch weder den einen noch den anderen anpassen – das heißt, das von den einen wie den anderen annehmen, wenn es aus christlicher Sicht richtig ist, ablehnen, wenn es aus christlicher Sicht falsch ist. Christen gehören Jesus Christus, sie sind somit frei von den politischen Eintagsfliegen.

In diesem Beitrag wird viel von Politik gesprochen – aber nicht vom christlichen Glauben. Aber dennoch hat er Ansätze, die bedenkenswert sind, weil sie die Offenheit betonen – Versuche ablehnen, sich mit rechts-politischen Ideologien zu verbinden. Die Frage ist allerdings, ob sie sich nicht selbst wieder binden – nur auf der linken Seite: https://www.feinschwarz.net/identitaere-versuchungen-ein-befreiungstheologischer-workshopbericht/#more-15029

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Gestern war PrayDay + Christliche Arbeit unter Studierenden

Am 20.11. war PrayDay – bzw. ist in jedem Jahr – initiiert von der SMD (Studentenmission Deutschlands) Zur SMD: https://www.smd.org/smd/startseite/

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Neben der SMD wirken unter anderem die ESG – die Evangelische Studierendengemeinde: https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Studierendengemeinde

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Nennen möchte ich noch Campus für Christus: https://www.campus-d.de/

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Kirchenaustritte – Kirchenpolitik

Kirchen müssen sich doch nicht wundern, wenn Menschen weiterhin die Kirche verlassen: Wenn sie Kirchensteuergelder für ihre politischen Ziele ausgibt, die von einem Teil der Bevölkerung nicht akzeptiert werden, ist das eben die Abstimmung mit den Füßen. Vor allem auch dann, wenn die politischen Entscheidungen bestimmten Zeitgeist-Ansprüchen genügen wollen und nicht kommunikativ vermittelt werden, begründet werden, sondern einfach nur Autoritär durchgeführt werden. Auch Kirchenpolitik muss klug sein. Selbstgefällige Kirchen-Politik ist nicht klug.

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9.11. und 11.11.1918

Am 9.11.1918 musste Kaiser Wilhelm II. abdanken. Er war nicht nur politischer Herrscher, er war auch Oberhaupt der evangelischen Landeskirche. Die Abdankung erfolgte aufgrund des 1. Weltkrieges – in dem auch evangelische Christen dem Nationalismus huldigten und die Tötung eines feindlichen Soldaten als Nächstenliebe bezeichnen konnten. Furchtbare Verblendungen gab es nicht nur durch die Deutschen Christen in den Jahren des Nationalsozialismus: https://www.domradio.de/nachrichten/2014-03-16/die-evangelische-kirche-hat-1914-die-euphorisierung-der-massen-mit-befoerdert

Am 11.11.1918 wurde der Waffenstillstand vereinbart.

Wir dürfen nicht nur 500 Jahre Luther feiern – sondern sollten auch auf diese für die Kirche schmerz- und lehrreichen Jahre zurückblicken.

Schmerzreich, weil sie sich national verheddert hatte – lehrreich, weil sie lernen musste, sich aus dieser Selbstfesselung an die National-Politik  zu befreien. Lehrreich, weil die Perspektive radikal geändert werden musste. Allerdings gab es massive Rückschritte in der Zeit des Nationalsozialismus, weil sich die Deutschen Christen wieder einem politischen „Führer“ unterwarfen.

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