China und der Vatikan + Kirche: Notwendige Korrekturen

Kritik am Vertrag des Vatikan mit China: https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/kardinal-zen-spricht-von-unglaublichem-verrat

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Immer wieder sind in der Kirche Korrekturen notwendig. Hier finden wir einen Text, den Paps Hadrian VI. 1523 vorlesen ließ: https://de.catholicnewsagency.com/article/wir-alle-pralaten-und-geistliche-sind-vom-weg-abgewichen-0368

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Kavanaugh + Missbrauch und Sexualität in der Kirche

Wenn man Dreck am Stecken hat, dann soll man es zugeben. Vor allem, wenn man Dreck am Stecken hat, was seine Kindheit und Jugend betrifft. Zugeben – eine alte christliche Bezeichnung: Seine Sünden bekennen. Dazu gehört allerdings auch das Vergeben. Wenn sich diese Sünden durch das Erwachsenenleben wie ein roter Faden durchzieht, sollte man Konsequenzen ziehen und für bestimmte Ämter nicht mehr zur Verfügung stehen. Wenn.

So einfach ist es heute wohl vielfach nicht, weil man als Zuschauer nicht weiß: Wer hat hier Dreck am Stecken. Sind Beschuldigungen politisch motiviert, um bestimmte Menschen loszuwerden? Dann ist Vergeben auch nicht mehr im Blick, weil man unbedingt will, dass der Beschuldigte stolpert und fällt, weil man ihm fachlich nicht beikommt. Sind sie psychologisch begründet in dem Sinn, dass man sich als „Opfer“ so manches wünschte, was nie eintrat, aber man es sich in bestimmten Lebensphasen erträumte, damit immer stärker „realisierte“? Manche wollen sich selbst entschuldigen, indem sie andere beschuldigen. Die menschliche Psyche ist hierin äußerst vielfältig.

Aber auch hier: Der Beschuldigte hat seine Tat verdrängt, tief vergraben, so dass er nicht weiß, was er getan hat, alkoholisiert die Sinne und das Schuldgefühl vernebelt wurde?

Wenn man freilich nichts getan hat, das die Beschuldigungen bestätigen würden, dann sollte man nicht klein beigeben.

Das Problem sind freilich solche öffentlichen Ämter: Wenn man als Unschuldiger nicht klein beigibt, sich zurück zieht, dann beschädigt man auch als Unschuldiger das Amt. Das ist das Perfide, wenn die Beschuldigungen politisch motiviert sind, wenn sie aus persönlichen Rachefeldzügen (Neid, Eifersucht, Spaß am Zerstören) stattfinden. Aber wenn dann die Opfer jedes Mal nachgeben, dann ist die Integrität der Gesellschaft gefährdet. Von daher darf man dem Bösen auch auf diesem Gebiet keinen Raum geben – auch wenn die Politisierten noch so krakeelen?

Worum es geht?: http://www.spiegel.de/politik/ausland/brett-kavanaugh-bei-fox-news-habe-niemals-jemanden-sexuell-belaestigt-a-1229858.html

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Missbrauch in der Kirche. Unbeherrschte Sexualität kann ein Gift sein, das ganze Gemeinschaften zerstören kann. Sexueller Missbrauch war immer da – wurde dann, wenn es auffiel bzw. kirchliche Gruppen eine Kehrtwende machen wollten, aufgedeckt. Man versuchte von Neuem zu beginnen, versuchte die Sexualität zu beherrschen. Und es rissen immer wieder sündige Verhaltensweisen ein, je nachdem, wie stark sie wurden – wenn sie geduldet wurden. In kirchlichen Kreisen versuchte man vielfach, dem Menschen, der in dieser Hinsicht schuldig wurde, einen Neuanfang zu ermöglichen.

Neuanfang ermöglichen ist gut, wenn es denn funktioniert. Wenn allerdings derjenige, dem ein Neuanfang ermöglicht wurde, erneut übergriffig, kriminell wurde, dann bricht dieses System zusammen. Hier beginnt dann, soweit ich sehe das Problem der Institution: a) Man hat diese Menschen, die andere erniedrigten, nicht immer von potentiellen Opfern fern gehalten; b) es ging irgendwann nicht mehr nur um den Schutz derer, die sich falsch verhalten haben, sondern um den Schutz der Institution, man fürchtete in einen schlechten Ruf zu geraten. Hat man nach der Zeit des Nationalsozialismus, durch die nationalsozialistischen Vorwürfe, dass Kirche sich durch Missbrauch selbst widerlegt, nicht gelernt, wie angreifbar man sich macht?

Soweit ich das sehe, muss die Kirche einen Weg finden, das Problem grundsätzlich anzugehen. Alles muss auf den Tisch, man muss einen Neuanfang versuchen, der allerdings nicht einfach sein wird, er wird von so manchen Steinwürfen derer begleitet werden, die sich als besonders rein und gerecht ansehen, Steinwürfen derer, die die Kirche fallen sehen wollen, Steinwürfe derer, die von eigener Schuld ablenken wollen – was allerdings schlimmer ist: Man kann dieses Versagen im Grunde nicht wieder gut machen, sodass man sich selbst mit Steinen traktiert. Trotz großer Schuld – wegen großer Schuld muss man einen Neuanfang beginnen. Sich auch durch sich selbst nicht entmutigen lassen.

Aber da kommt Kirche im Augenblick nicht drum herum. Und das ist auch gut so. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. wollte immer eine heilige Kirche, wollte, dass sich die Menschen auch im Sinne Gottes verhalten. Eine heilige Kirche kann erst in Angriff genommen werden, wenn eine Reinigung stattfindet, eine Reinigung im Sinne des Sünden-Bekennens, des Wieder-Gutmachens (so weit es irgend möglich ist), des Bekämpfens der Ursachen, der Entfernung aus den Ämtern derjenigen, die es förderten und duldeten. Die Entfernung aus den Ämtern – erst einmal vor allem als ein Selbstakt. Diese Chance muss jetzt ergriffen werden. Wir leben in einer Zeit, in der Gott der Kirche diese Erneuerung ermöglicht, denn kann sie in dieser Hinsicht tiefer fallen? Diese Erneuerung muss nicht nur am Kopf der Institution, sondern an den Priesterausbildungsstätten beginnen. Schlimm ist, dass all die Menschen, die Großartiges leisten, durch so ein Versagen mit in den Strudel hinabgezogen werden. Eine Erneuerung der Kirche ist auch um dieser Menschen Willen äußerst wichtig.

Das betrifft vermutlich nicht nur die Katholische Kirche. Die Evangelische Kirche sollte, wenn es dunkle Seiten geben sollte, bevor Medien das ans Licht holen, was man gerne im Verborgenen halten will (vgl. Wort Jesu), von der katholischen Kirche lernen: a) wie man es nicht macht, b) wie man es machen sollte.

Es geht ja nicht allein um Missbrauch von Kindern. Sondern um die Frage der Sexualität überhaupt. Wieweit beherrscht sie die Menschen auch der Kirche, statt dass sie von den Menschen in der Kirche beherrscht wird?

Eine Schwierigkeit, vor der man noch steht ist die 68ger Zeit. In dieser Zeit hat man die Sexualität als eine Macht interpretiert, die Menschen befreit. So umfassend befreit, dass sie sogar Kriege verhindern soll: Make love not war. In dieser Zeit der Ideologisierung der Sexualität sind auch viele der Kirche diesem Modestrom gefolgt. Viele, die sich dagegen wandten (z.B. Christa Meves) können Horrorlieder darüber singen, wie sie von den Sexualität-Ideologisierern angegangenen wurden. Wie gehen wir heute mit diesen um, die vollkommen unchristlich Sexualität als Weltretterin angesehen haben, und aus diesem Grund schuldig geworden sind?

Kirchen sollten davon lernen: Dem Zeitgeist folgen ist gefährlich – er kann sich auch ändern, und dann sitzt man in der Falle. Von daher: Gottes Willen tun, ihn suchen und dann tun, dürfte so manchen schützen – wenn er denn nicht Sklave der Sexualität geworden ist.

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Christen in China unter Druck

Wie in allen totalitären Staaten und Gemeinschaften stehen Menschen, die eine andere Sicht vertreten als die Führer und ihre Steigbügelhalter, in China unter Druck. Sie müssen wieder lernen, damit zurecht zu kommen, dass sich die politische Schlinge des Arbeiter und Bauernstaates – heute Xi Jinping-Staat genannt – immer weiter zuzieht: https://www.christianpost.com/news/pastors-in-china-prepare-to-lose-their-lives-for-preaching-the-gospel-defying-communist-crackdown-227501/

Und was macht der Vatikan? https://www.tagesschau.de/ausland/china-vatikan-101.html

Der Staat muss Bischöfe vorschlagen – und Rom nimmt dann dazu Stellung! Das muss anders herum laufen: Nicht der Staat hat das Recht Bischöfe zu bestimmen. Das ist doch ein kurioses Etwas, was da durchsickert – der Vertrags-Text soll noch nicht veröffentlicht worden sein. Die Kirche bekämpft nicht nur sich selbst, sie fällt auch den eigenen Glaubenden in den Rücken. Wäre nicht das erste Mal. Wäre auch nicht das erste Mal: Kirche als Spaltpilz der Glaubende trennt.

Ich hoffe allerdings, dass die durchsickernden Infos falsch sind, dass wirklich diplomatisches Geschick zum Guten auch der Untergrundkirchen eingesetzt wurde.

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Benedikt XVI. und Judentum + Evangelische Kirche und Antisemitismus + Muslimische Männer

Eine Diskussion zwischen Benedikt XVI. und dem Oberrabbiner Arie Folger: https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/benedikt-xvi-auert-sich-zu-seinem-aufsatz-zum-judentum

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Tendenzen einer Tagung in Bad Boll: https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/32842

Es ist Zeit für ein klares Nein ohne jedes Ja zu BDS, zur Überwindungstheologie des Kairos-Palästina-Dokuments und gegen jede einseitige, geschichtsklitternde Stellungnahme gegen Israel. Antisemitismus darf in der Kirche keinen Platz haben, auch nicht in seiner antizionistischen Camouflage! An den Taten und nicht an schönen Worten wird sich Kirche hier messen lassen müssen.

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Ein Interview mit Sineb El Masrar über muslimische Männer: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/sineb-el-masrar-muslimische-maenner-muessen-erwachsen-werden-a-1228476.html

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Katholische Kirche

Was macht er mit der Katholischen Kirche? Der Papst? Vertrag mit Chinas Regierung? Fällt er damit nicht den freien Christen in den Rücken? Diplomatie ja, aber nicht Verrat an der Kirche. Es wird diesem Papst nicht gut tun. Denn die Annäherung an Ideologen verrät die Kirche, liefert sie aus. Sie kann nicht in die Hand der Ideologen geraten – und wenn einer sie an diese verkauft, dann wird es sie zerreißen in die vielen Mitläufer und die armen, die um ihr Leben rennen müssen. Wir kennen das ja schon aus unserer näheren Geschichte.

Warnt ihn nicht, dass ein Diplomat, der beschuldigt wird, Kinder und junge Männer und damit die Kirche missbraucht zu haben davor, diesen politischen Missbrauch in die Wege leitete? Zeigt ihm das nicht, dass er auf einem äußerst gefährlichen Weg ist? http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/missbrauchsaffaere-in-der-katholischen-kirche-warum-schont-der-papst-mccarrick-15792597.html

Zwei rechtmäßig anerkannte Bischöfe müssen zwei Bischöfen weichen, die das chinesische Regime ausgewählt hat? Kann es noch schlimmer kommen? Er fällt den vielen freien Christen in den Rücken und spaltet die chinesische – nicht nur diese – Christen.

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Kirche steht drauf – aber auch drin?

Das gibt Probleme, wenn Kirche draufsteht – aber drin nichts von Kirche zu entdecken ist. Das gilt für Krankenhäuser, Kindertagesstätte… – aber auch Gottesdienste. Zu diesem Komplex: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article181519700/Was-in-Gottes-Namen-ist-der-eigentliche-Auftrag-der-katholischen-Kirche.html

Ich würde aber sagen, dass man als Kirche entsprechendes soziales Engagement nicht aufgeben sollte, sondern im Gegenteil: Es aus dem Glauben heraus wieder innovativ angehen sollte.

„Christlich“ zu sein ist kein Label, sondern eine Aufgabe, ein Anspruch.

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Medien interessiert das nicht

Mainstream-Medien interessiert das in der Regel nicht, was hier positiv aufgezeichnet wird. Sie interessiert nur das Negative, das, was Schlagzeilen bringt. Lokal sind solche Nachrichten, die davon sprechen, dass Menschen anderen Menschen helfen, wohl relevant. Aber für die gesamtpolitische Lage nicht. Zudem interessiert das, was der Betroffene hier schreibt, nicht, weil man damit niemanden gegen das Bein pinkeln kann. Und wen man es aufgreifen würde, hätte man Angst, als religiös parteiisch angesehen zu werden, als eine Zeitung, die Werbung für die Kirche macht. Darum tritt man lieber als Zeitung auf, die gegen die Kirche angeht. http://kath.net/news/64931

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Was wird alles an Machenschaften ans Tageslicht kommen? http://kath.net/news/64916

Spannend – die Diskussion in der katholischen Kirche: http://kath.net/news/64908

Vor allem auch (Viganò): http://kath.net/news/64917

Wir wird man aus christlicher Sicht damit umgehen? Das ist ein ganz neues Feld, auf das die katholische Kirche gestoßen wird: Ablehnung / Annahme der Homosexualität, Vergebung / Verurteilung, Anklage / Barmherzigkeit…

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Christenbedrängnis

Es ist gut, darauf hinzuweisen, dass die Situation auch in unserem Land kippen kann. Man muss nur aufpassen, dass man sie nicht – auch durch solche Bücher – fördert: https://bundsanktmichael.org/2018/08/18/archen-fuer-die-dunklen-jahrhunderte-die-benedikt-option-1/

Zudem vermute ich, dass es natürlich gut ist, christliche Netzwerke zu knüpfen und zu festigen. Die Sache ist nur: Wenn es aufgrund staatlichen und sozialen Drucks eng wird, wirklich eng, dann muss man damit wahrscheinlich neu anfangen, weil man nicht weiß, wer dann noch stabil bleibt. Im Nationalsozialismus sind viele Kirchenleitungen gekippt. Man kann an dieser Stelle von den menschen der Bekennenden Kirche einiges lernen – auch das Aushalten von christlicher Glaubensvielfalt unter Druck.

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Diabolisch

Wie soll man so etwas nennen: Ein Kreuz als Zeichen für ein Pädophilen-Ring? Wie soll man so etwas bezeichnen – wenn nicht als teuflisch? Kann man seine Missachtung, ja Verhöhnung, Jesu Christi, seines Leidens für die Menschen, seines Einsatzes für den Menschen noch deutlicher ausdrücken? http://www.faz.net/aktuell/politik/missbrauch-in-pennsylvania-erkennungsmerkmal-kruzifix-15745979-p2.html

Ein notwendiges Wort der Päpste – an Priestern und Gemeinde liegt es, diesen Worten Taten folgen zu lassen. http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/papst-franziskus-kirche-hat-im-umgang-mit-missbrauch-versagt-15746982.html

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Unterstellungen helfen auch nicht weiter: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/katholische-kirche-und-missbrauchsfaelle-gewalt-mit-system-a-1224179.html

(Wenn sie schon so haarspalterisch auf Formulierungen achtet, dann ist es interessant, ihre Sprache zu durchleuchten:

Von Rechten lässt sich Gewalt durch Christen schlecht instrumentalisieren, weil sie sich oft selbst als christlich verstehen. Von Linken hört man zu der Frage auch nicht mehr viel, und von der Mitte ebenso wenig, vielleicht weil sie ahnt, dass da einiges in die Brüche gehen könnte…

Die arme unschuldige Linke… (gibt es zudem nur rechte Christen? Ich kenne viele linke Christen und Mitte-Christen noch mehr).

Manche machen es sich zu einfach.

Das Übel durchzieht die gesamte Gesellschaft. Was an der Kirche jedoch besonders übel ist: Man bringt ihren Vertretern Vertrauen entgegen. Und dieses Vertrauen wird kriminell missbraucht. Kirche hat ein ethisch hochstehendes Selbstbild – und solche kriminellen Handlungen bringen sie ins Stolpern. Von daher: Reinigungsprozesse sind äußerst wichtig.

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