Kapitalismuskritik + Entwicklungshilfe

„Nur ein schlechtes Gewissen ist ein gutes Gewissen“ – diesen interessanten Satz findet man in diesem Beitrag von Reinhard Mohr über Intellektuelle, die den Kapitalismus verachten: https://www.nzz.ch/meinung/warum-intellektuelle-den-kapitalismus-verachten-ld.1367638

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Eine Art Entwicklungshilfe: Zugewanderte überweisen Geld in ihre Heimat – sorry: in ihr Herkunftsland. 12,6 Milliarden aus Deutschland stärken hoffentlich auch unseren Export – bis wir dann den Überschuss an die EU in Brüssel oder an Trump abgeben müssen: https://jungefreiheit.de/wirtschaft/2018/einwanderer-ueberweisen-rekordbetraege-in-ihre-heimat/

https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutz.html und http://glaubensdiskussion.wolfgangfenske.de/

The Winter Is Coming

Ich hatte neulich diese kuriose Info, dass ein Mädchen ihr Bild nicht The Winter Is Coming nennen durfte, weil Games of Thrones dieses für sich reklamierte. Wie dem auch sei: Dieses dumme Spiel gibt es auch mit Candy. Da wollte sich eine Firma das Wort Candy „patentieren“ lassen – und es wurde ihm sogar stattgegeben. Ebenso das Wort „saga“ – und dann wurde fleißig gegen Leute geklagt, die das Wort verwendet hatten. Dann gab es einen Shitstorm. Warum auch immer: Die „Patentierung“ von Candy ist wohl zurückgezogen worden. http://www.playnation.de/spiele-news/kurioses/king-zieht-copyright-antrag-candy-zurueck-id52045.html Hier wird das Thema intensiver diskutiert: http://www.polygon.com/2014/1/21/5332560/what-kings-candy-trademark-really-means

Ach so, ich wollte übrigens noch sagen, dass ich überlege, alle Wörter des Dudens „patentieren“ zu lassen. Zückt schon mal eure Geldbeutel.

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Moderne Sklaverei + Kinderschänder in Indonesien + Ägyptischer Mob + Iranischer Gewaltausbruch

Mädchen werden in Südindien in Spinnereien gelockt, um für ihre Familie Geld zu verdienen, aber sie werden wie Sklavinnen ausgebeutet: http://www.dw.com/de/die-ungl%C3%BCcklichen-br%C3%A4ute-von-tamil-nadu/a-19279174

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Kinderschändern in Indonesien droht Todesstrafe und chemische Sterilisation: http://www.focus.de/politik/ausland/fuer-kinderschaender-indonesien-fuehrt-todesstrafe-und-chemische-kastration-ein_id_5567235.html

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Ich hatte gestern nur die Info gebracht, dass in Ägypten eine 70 Jährige Frau entkleidet wurde und durch die Straßen gezerrt wurde. Hier erfahren wir, dass darüber hinaus Häuser von Christen angezündet wurden. Und es waren 300 Muslime beteiligt: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/detailansicht/aktuell/aegypten-mob-greift-christen-an-96244/

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Im Iran wurden Single-Haushalte wochenlang überwacht und dann überfallen, weil man Partys vermutete, die nicht mit dem Islam übereinstimmen. Die Festgenommenen wurden ausgepeitscht: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/iran-studenten-werden-ausgepeitscht-weil-sie-gefeiert-haben-a-1094577.html

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Kinderschänder + Armenausbeuter/Landgrabbing

Kinderschänder vor Gericht. Manchmal ist es gut, das richtige Parteibuch zu haben? Oder wie ist das zu verstehen: http://lepenseur-lepenseur.blogspot.de/2016/02/gastkommentar-kinderschander-vor-gericht.html

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Gestern habe ich auf Facebook einen Clip geteilt, der zeigt, wie ein reicher Mann in Afrika einer Frau mit zwei Kindern Spielsachen klaut. Das erinnerte mich an das Gleichnis von Natan, das er dem David vorgehalten hat: Ein reicher Mann hatte viele Schafe. Als ein Gast zu Besuch kam, brachte er es nicht übers Herz, von seinen eigenen Schaden zu nehmen, sondern nahm das einzige Schaf, das ein armer Mann hatte. Die Größe Davids bestand darin, dass er seine schuld eingesehen hat.

Es mögen nicht Banker sein, wie der Film sagt. Aber genau das geschieht zurzeit in den armen Ländern Landgrabbing: Firmen nehmen sich für einen Appel und ein Ei ein riesen Stück Land, um wer weiß was damit anzustellen. Die Schuld einzusehen, das kann man von den Land-Räubern (klingt zu harmlos) wohl nicht erwarten. Dafür sind sie zu gottlos.

Landgrabbing ist schlimmer als Kolonialismus, weil es den Anschein der Rechtmäßigkeit wahren möchte. Aber nichts als Unrecht ist. Hoffentlich werden die Länder dieses Unrecht bekämpfen, wie sie den Kolonialismus bekämpft haben.

Zum Thema: http://land-grabbing.de/land-grabbing/

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Papst und Kapitalismuskritik

Christen müssen einen rigiden Kapitalismus kritisieren, der die Würde des Menschen missachtet. Allerdings darf die Kirche sich nicht dabei in die Fänge des Kommunismus begeben. Christen müssen den Mut haben, aus ihrem Glauben heraus einen eigenen Weg zu gehen. Kapitalismuskritik, damit er sozialer wird – nicht, damit er abgeschafft wird. Christen haben Christen dazu aufzufordern, sich für Benachteiligte der Gesellschaft einzusetzen – aber sie haben nicht die Aufgabe, andere zu stürzen, in Erziehungslager zu stecken, zu ermorden. Darin unterscheidet sich das christliche Sozialengagement seit Beginn von der marxschen usw. Linie. Wieweit der Papst diese christliche Eigenständigkeit beibehält, müssen die Interpreten herausarbeiten. Er selbst sieht die Eigenständigkeit gegeben: http://www.kath.net/news/51339

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Frau wegen Schwangerschaft entlassen+Christentum und Marktwirtschaft

Fraue wurde wegen Schwangerschaft entlassen: Man kann nur alle Frauen und Männer ermutigen, sich gegen solche Entlassungen zu wehren: http://kath.net/news/48108 Es ist vor allem für kleine Betriebe sehr schwer, die humanen Vorgaben des Staates finanziell zu überstehen – aber damit kenne ich mich nicht aus: Gibt es in solchen Fällen Hilfen für die Betriebe?

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„Wo Frauen nichts wert sind. Vom weltweiten Terror gegen Mädchen und Frauen“ – ein Buch von Maria von Welser über Frauen in Afghanistan, Indien und Ost-Kongo: http://www.pro-medienmagazin.de/kultur/buecher/detailansicht/aktuell/frauen-weltweit-opfer-von-gewalt-89917/ :

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Christentum und Marktwirtschaft gehören zusammen: Achtung des Privateigentums und Freiheit und Verantwortung des Einzelnen sind Folgen des Christentums: http://www.idea.de/nachrichten/detail/thema-des-tages/artikel/christlicher-glaube-und-marktwirtschaft-gehoeren-zusammen-82975.html Weiter gedacht: Und wenn sich die Marktwirtschaft vom Christentum trennt, dann haben wir den unmenschlichen Kapitalismus, der die weltweit verheerenden Folgen zeigt.

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Kapitalismus

Ich schrieb vorgestern schon, dass mich das Themenheft „Kapitalismus“ von Geo Epoche geärgert hat, weil der Artikel zur sozialen Marktwirtschaft äußerst mager ausgefallen ist. Schon der erste und zweite Satz sind neben der Spur: Der Kapitalismus ist „anders als etwa das Christentum oder der Kommunismus wahrhaft global“. Ob Christentum und Kommunismus nicht global sind, darüber mag man streiten, aber überhaupt das Christentum an dieser Stelle dem Kapitalismus entgegenzusetzen ist nicht richtig. Man muss das System des Kapitalismus mit dem System der Religion vergleichen. Zudem gibt es nicht den Kapitalismus – und er wird als Wirtschaftssystem im 14. Jahrhundert verortet. Schon in einem Gleichnis Jesu kommt der Kapitalismus zu Wort: Ein reicher Mann gibt seinen Sklaven Geld, damit sie es für ihn vermehren… – bevor er es wieder einfordert. Oder man heiratete gute Partien, um den Besitz zu vergrößern… Das heißt kapitalistisches Verhalten gab es schon vorher. Das wird auch angedeutet. Als besonderes Kennzeichen für Kapitalismus im 14. Jahrhundert wird „hoher Profit um jeden Preis“ angesehen – gleichzeitig wird gesagt, dass die Kirche das schon „lange Zeit“ als „Zeichen gottloser Habgier gebrandmarkt“ habe. Und wenn die Kirchen das als Habgier gebrandmarkt hatten, dann kann es nicht erst im 14. Jahrhundert dominant in Erscheinung getreten sein. Es ist also dieses allgemeine, unpräzise Formulieren, das mich ärgert.

Kapitalismus und Religion seien laut Editorial ein „von Menschen erdachte(s) System“ – nun denn, religiöse Menschen haben da sicher etwas einzuwenden. Und so ein bisschen Max Weber hätte vielleicht mit hineinrutschen können: Reformatorisches Christentum als – ich sage es einmal so – Antriebskraft des modernen Kapitalismus.

Zudem wird der Kapitalismus von Philosophien getrennt. Dabei sind es ja Philosophen, die die Formen des Kapitalismus denkend prägen bzw. begleiten.

Nun denn, lese ich das Heft erst einmal weiter, vielleicht wird es ja besser.

Ob in dem Heft auch Versuche vorkommen, den Kapitalismus zu disziplinieren? Ich denke da an Nell-Breuning (http://de.wikipedia.org/wiki/Oswald_von_Nell-Breuning) und Gewerkschaften.

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Kommunismus + Kapitalismus + Soziale Marktwirtschaft

Nachdem der Kommunismus vordergründig besiegt war, zeigte der Kapitalismus sein wahres Gesicht, denn der Konkurrent, der ihm gefährlich werden konnte, war scheinbar besiegt.

Wenn die soziale Marktwirtschaft sich weltweit nicht durchsetzt, dann wird der Kapitalismus durch den Kommunismus besiegt werden – oder durch alternative extremistische Träumer, wie die Islamisten.

Von daher ist der Papst unterstützen, soweit er das vertritt, was die katholische Soziallehre in den letzten Jahrzehnten erarbeitet hat. Ich erinnere nur an Oswald von Nell-Breuning. http://de.wikipedia.org/wiki/Oswald_von_Nell-Breuning aber auch an das neue Buch von Reinhard Marx: Das Kapital. Ein Plädoyer für den Menschen, München 2008: http://www.theomag.de/56/cf15.htm

Der Kapitalismus muss sich ändern. Bei uns findet man viel Sympathie für den Kapitalismus – aber eben darum, weil er sozial gebändigt wurde. Und das finden wir weltweit so nicht. Da finden wir eben den ungebändigten Kapitalismus, der einzelne Clans reich macht, aber die meisten Menschen in Armut belässt und sie ausbeutet. Und von hier aus finden wir auch soziale Aufstände und viel Rumoren – Ausdruck ist auch die große Flüchtlingswelle, die auf Europa und Amerika zukommt, weil eben der Kapitalismus Menschen entwurzelt, aber gleichzeitig träumen lässt: Da werde ich es gut haben. Jeder ist seines Glückes Schmid – und ich werde Geld machen – wie auch immer – ganz nach dem Vorbild des Kapitalismus.

Wenn hier ein Flüchtling Drogen verkauft, um auf Kosten anderer reicher zu werden, was tut er anderes, als was der Kapitalismus in seiner negativen Form in seinem Land tut?

Auch China hat sich dem Kapitalismus verschrieben, wohl weil es die Menschen irgendwie beruhigen muss. Gleichzeitig haben sie dort Angst vor den ausgebeuteten Massen. Und weil China Angst hat, muss es weltweit ausbeuterisch tätig werden, um eben billig produzieren, um die Waren billig auf den Weltmarkt werfen zu können. Die Menschen müssen irgendwie bei Laune gehalten werden. Es ist überall ein Teufelskreis zu sehen. Und wir mit unserer sozialen Marktwirtschaft kommen auch bald nicht mehr weiter und so wird das „Sozial“ immer kleiner geschrieben werden müssen, damit hier die Menschen möglichst nicht in Armut fallen. Ausbeutung der Menschen greift auch hier immer stärker um sich.

Das hat keine Zukunft. Wie das viele Schulden machen keine Zukunft hat. Irgendwann kracht alles zusammen.

Von daher müssen kapitalistische Systeme möglichst gemeinsam langsam in sozial-kapitalistische Systeme überführt werden. Wofür haben wir die G8 (bzw. G7)? Wofür haben wir den Wirtschafts-und Sozialrat der UN? Es müssen gemeinsame Konzepte erarbeitet werden, damit eine solche Überführung gelingen kann.

Und solange das nicht geschehen ist, muss möglichst der Mittelstand gestärkt werden, damit bei einem Zusammenbruch des gesamten Systems eine kleine Abfederung möglich ist. Den Globalstrukturen müssen Lokalstrukturen entgegengesetzt werden. Viele NGOs sind weltweit sozial tätig – und auch hier ist verstärkt der Fokus drauf zu richten.

So viel von einem, der von Wirtschaft nicht viel Ahnung hat, aber ahnt, das etwas nicht stimmt.

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