Ökumenischer Rat der Kirchen + Joni: Theodizee + Juden und Nobelpreis

Der Ökumenische Rat der Kirchen hat eine neu gestaltete Webseite. Darauf weist der Artikel hin: https://www.oikoumene.org/news/wccs-new-website-will-draw-global-fellowship-even-closer

Ich möchte auf das Friedenslieder-Buch hinweisen: https://www.oekumene-ack.de/aktuell/aktuelle-meldungen/mitgliederversammlung/artikeldetails/100-friedenslieder/

Zudem sei auf den 8.11. hingewiesen: Weltweiter Gebetstag für verfolgte Christen https://www.opendoors.de/aktiv-werden/beten/weltweiter-gebetstag-fuer-verfolgte-christen

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Joni Eareckson-Tada hatte einen schlimmen Unfall. Sie ist gelähmt und ist eine große Hilfe für viele gelähmte Menschen weltweit (Joni and Friends). Sie schreibt hier ihre Sicht der Theodizee-Frage (wie kann ein gerechter Gott Leid zulassen?): https://www.desiringgod.org/articles/paralysis-was-his-good-plan

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Ausgehend von Louise Glück schreibt Godel Rosenberg einiges über Nobelpreise und gegenwärtige Israel-Politik: https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/literaturnobelpreis-louise-glueck-was-in-berichten-ueber-die-literaturnobelpreistraegerin-fehlt

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Angriffe auf Israel + Angriff auf eine Synagoge

Immer wieder greifen Islamisten (ob sie nun Hamas heißen oder nicht) Israel an – dann schlägt Israel zurück – dann gibt es eine Feuerpause. Was bezwecken die Islamisten damit? http://www.spiegel.de/politik/ausland/gazakonflikt-islamischer-dschihad-stoppt-raketenangriffe-auf-israel-a-1235506.html

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Bei dem Terrorakt gegen Juden in Pittsburgh starben 11 Menschen: https://www.tagesschau.de/ausland/pittsburgh-schiesserei-107.html

Es ist immer wieder erschreckend, wenn Menschen, verstrickt im Netz des Bösen, verkrampft in ihrem Wahn anderen Menschen Leid zufügen.

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Krasser Titel: Judenfeind + UN benötigt Flüchtlinge

Hier geht es im Titel einfach nur um Effekthascherei, wenn von Judenfeinden die Rede ist. Denn Judenfeindschaft ist gar nicht das Thema des Beitrages, sondern nur unterschiedliche Sichtweisen mit Blick auf Juden und Israel. Man mag diese Positionen nicht teilen – aber sie anklägerisch und begrifflich so zu verdichten, ist zwar typisch für manche Medienvertreter, aber unpassend. Manche müssen einfach noch lernen, dass es eine große Meinungsvielfalt gibt – dass sich nicht alle nach dem geforderten Bürstenstrich bürsten lassen. Es passen eben nicht alle in die Schublädchen, in die man sie stecken will. Und begriffliche Schublädchen dienen vielfach nur der Manipulation. https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-06/felix-klein-antisemitismusbeauftragter-bundesregierung-demo-evangelikale

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Ich vermute einmal, dass Israel weiß, auf wen es sich verlassen kann. Das gefällt manchen nicht – vor allem links Positionierten nicht. Aber diese sind auch nicht gerade dafür berühmt, auf Israels Seite zu stehen. https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-06/benjamin-netanjahu-berlin-besuch-angela-merkel-deutsch-israelische-freundschaft?

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Vorwurf an die UN (Flüchtlingshilfe für Palästina), sie benötige die palästinensischen Flüchtlinge als Waffe gegen Israel: https://m.bazonline.ch/articles/5b163f1dab5c370892000001

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Wird das Wissen darüber, dass Palästinenser nicht die Extremisten gewählt haben, dazu führen, dass die Hamas-Unterstützer umdenken? http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/warum-die-zahl-der-selbstmorde-im-gazastreifen-zunimmt-15621064.html

Trotz aller Propaganda – werden die Menschen Kriegsmüde?

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Israel verstehen + Juden flohen nach Deutschland

Dass kurz nach dem Kriegsende Juden aus Polen nach Deutschland flohen, das war mir unbekannt. Dass es 1946 noch Pogrome gegen Juden gab – ebenso. Wurde das unter kommunistischem Regime verschwiegen, weil man damit immer nur die Nationalsozialisten in Verbindung bringen wollte? Das wird sicher das Buch von: Hans-Peter Föhrding und Heinz Verfürth:
Als die Juden nach Deutschland flohen. Ein vergessenes Kapitel der Nachkriegsgeschichte beantworten. http://www.spiegel.de/einestages/nach-dem-zweiten-weltkrieg-als-juden-nach-deutschland-flohen-a-1168854.html

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Eine norwegische Ministerin sagte: Wir in Europa verstehen nun Israel, das seit Jahren unter Terror leben muss, besser, weil es auch Europa getroffen hat: https://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-5022333,00.html

Sie hat recht. Aber nicht alle verstehen. Leider. Manche Schweden zum Beispiel lernen noch lange nicht, obgleich alle Vorzeichen dafür gegeben sind: http://speisa.com/modules/articles/index.php/item.3967/afghans-in-sweden-require-that-swedes-learn-persian-and-dari.html

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Kirchen Mitschuld am Antisemitismus

Kirchen sollen mit daran Schuld sein, dass es immer noch Antisemitismus gebe. http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/schuster-gibt-kirchen-mitschuld-fur-antisemitismus

Ich vermute einmal, da überschätzt einer die Macht der Kirchen. Dass Kirchen in der Tradition sehr große Schuld auf sich geladen haben, das stimmt. Darum haben wir ja den christlich-jüdischen Dialog, um all das aufzuarbeiten, um die Grundlagen des Antijudaismus (!)  in den Kirchen zu erkennen und dagegen anzugehen.

Kann man den Kirchen nach 1945 immer noch den Vorwurf machen, sie täten nicht genug gegen den Antisemitismus in den eigenen Reihen und der Gesellschaft? Ich kann an dieser Stelle bei allem Versuch, selbstkritisch zu sein, nichts erkennen. Ich kenne natürlich nicht jeden Pfarrer oder jede Pfarrerin – aber ich denke, dass in der Ausbildung, dass von Seiten der Veröffentlichungen und der Kirchenleitungen die Sensibilität für das Thema sehr groß ist. Ebenso dürfte, was den Religionsunterricht betrifft – denn hier kommt man ja noch an verhältnismäßig viele Menschen – der Antisemitismus nicht gefördert werden. Im Gegenteil. Vielleicht tut man als Christen noch nicht genug – aber was? Man darf auch nicht übertreiben, weil sonst manche allein aus Trotz und Dummheit dann antisemitisch werden könnten. Es tut mir Leid – aber so was gibt es auch.

Und was den Umgang mit dem Islam betrifft und seine antijüdischen Seiten – an dieser Stelle muss sich der Zentralrat der Juden selbst die Frage stellen, ob er in der Vergangenheit angemessen reagiert hat.

Das Beispiel, das Schuster für christlich-religiösen Antisemitismus bringt, kannte ich selbst noch nicht. Ist es sinnvoll, solche Beispiele unter die Menschen zu bringen?

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Juden in Deutschland und Christen

Juden in Deutschland: https://www.welt.de/vermischtes/article163563826/Dass-sich-keiner-hinter-uns-stellte-tat-am-meisten-weh.html

Gerade die Karzeit ist eine Zeit, in der Christen sich im Mittelalter vielfach an Juden vergangen haben. Aufgrund von Predigten und Theaterstücken (Passionsspielen) fanden Pogrome statt. Kirchen haben viel Schuld auf sich geladen. Und immer noch gibt es Menschen, die im Spinnennetz der Unmenschlichkeit gegen Juden gefangen sind – und jetzt schaue ich nicht auf den muslimischen Kulturkreis.

Christen sind durch den Juden Jesus Christus mit den Juden verknüpft. Wer Juden als Gottes Augapfel bekämpft, bekämpft auch Christen. Wir dürfen uns nicht nur nicht trennen lassen – wir sind untrennbar. In Jesus Christus gehören Christen zu der jüdischen Wurzel, wie Paulus schreibt. Wenn es Christen geben sollte, die Juden bekämpfen, dann bekämpfen sie ihren eigenen christlichen Glauben, sie kämpfen gegen Gott.

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Unterstellungen / Thema: Holocaust/Shoah

Weil ich am Gedenktag des Holocaust in meinem Blog keinen Artikel zu dem Gedenken gebracht habe, wurde mir auf Facebook unterstellt:

„Nix zum Thema Befreiung des KZ/Auschwitz/Gedenktag an die Opfer des Holocaust? Hab ich von Ihnen auch nicht erwartet…“

Der Kritiker kann natürlich nicht wissen, dass mir der jüdisch-christliche Dialog am Herzen liegt – und zwar seitdem ich bei einem Professor studiert habe und mir die Dimension dieser schlimmen Zeit und die Dimension der Schuld der Christen daran bewusst geworden ist (Bertold Klappert) -, dass ich an Reichspogrom-Erinnerungstagen teilnehme – auch aktiv, dass ich einen Stolperstein mit finanziert habe… – das kann er alles nicht wissen. Und bevor ich das Studium begonnen habe, bin ich durch ein paar Bücher, deren Bilder sich mir eingebrannt haben, für diese Zeit sensibilisiert worden. Aber was er wissen könnte, wenn er nicht einfach nur keilen möchte, dass ich ein Buch zu dem Thema geschrieben habe (Wie Jesus zum Arier gemacht wurde [Wissenschaftliche Buchgesellschaft] – und in diesem diese Ideologisierung des christlichen Glaubens durch antisemitische Nationalsozialisten aufgegriffen habe.) Ebenso habe ich ein Büchlein zu Judas geschrieben (Brauchte Gott den Verräter – Vandenhoeck+Ruprecht), in dem ich ebenso das Thema Antisemitismus angesprochen habe. Er hat überhaupt keine Ahnung von dem was ich denke, was ich geschrieben habe und aktiv tue – und meint in einem Nebensatz mir oben Genanntes unterstellen zu müssen. Wer von mir nichts weiß, nicht meine Beschäftigung mit Bonhoeffer, der mir sehr wichtig geworden ist, nicht mit… – ich kann hier nicht alles aufzählen. Anne Frank wird die Person sicher kennen. Aber, was ich auch fragen möchte: Warum hat er nicht einmal meine Aussagen, die ich im Blog vielfach zum Nationalsozialismus und zum Antisemitismus usw. gemacht habe, wahrgenommen? (Ich möchte damit nicht sagen, dass ich genug gegen Antisemitismus getan habe. Es sollte nur gesagt sein, dass ich Kritik nur dann akzeptiere, wenn sie berechtigt ist – und an dieser Stelle ist sie nicht berechtigt.)

Weitere Unterstellungen, die der Kritiker meint, mir aufs Auge drücken zu müssen, zeigen, dass er wohl wenig Ahnung von den Diskussionen hat, sondern einfach emotional reflexartig reagiert. Nicht argumentierend, gar nichts, sondern nur anprangernd. Dann auch, indem er an anderer Stelle auf meinen Blog hinweist – ohne ein Argument zu bringen – ihn aber in den Kontext irgendwelcher dubioser und ideologisch-faschistischer bzw. faschistoider Äußerungen stellt. Wenn ich das richtig sehe, das nur darum, weil ich im Titel ein Stichwort verwende, das gesellschaftlich diskutiert wird. Ich habe im Blog, dem das Stichwort im Titel voranging, dazu Stellung bezogen (freilich nicht in Form einer ausführlichen Dissertation – sondern in einem knappen Blogstil) – hat er diese Stellungnahme gelesen oder nur aufgrund des Stichwortes reagiert? Dieser Kritiker bringt keine Argumente – sondern einfach nur Unterstellungen, sodass man gar nicht argumentieren kann, weil man gar nicht weiß, was er eigentlich anprangert. Und das lässt mich ratlos zurück – und ich empfinde es auch ehrlich gesagt als perfide.

Vor allem frage ich mich, wie kann ich mich gegen solche Unterstellungen wehren? Ist es besser, nicht zu reagieren, weil jede verkürzte Formulierung – denn auf Facebook kann man ja nicht ausführlich diskutieren – einem wieder irgendwelche Unterstellungen einhandeln kann. Und das vor allem dann, wenn der andere nicht in der Lage bzw. nicht bereit ist, überhaupt auf einer sachlichen Ebene zu diskutieren, wenn er nicht in der Lage ist, sachliche Argumente anzuhören, wohl die gesamte Diskussion nicht kennt, sondern meint, in seiner emotionalisierten Gefühlslage heute mit der Diskussion beginnen zu müssen – die ja schon seit 1945 läuft (und hier und da schon seit dem 19. Jahrhundert). Wir haben in unserem Land schon wichtige Diskussionen zu diesen Fragestellungen gehabt – und jetzt anzudeuten, als würden wir erst damit neu anfangen, ist kurios. Ich baue auf diesen Diskussionen auf. Muss aber gestehen, dass darum Menschen, die sich erst neu damit beschäftigen, vielleicht nicht alles verstehen. Ich werde mich in Zukunft bemühen. Darum sei der Beginn gemacht. Schon einmal mit dem Begriff:

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich das Wort Holocaust verwendet habe – obgleich ich mit Juden den Begriff Shoah bevorzuge. Da aber der letztgenannte Begriff kaum bekannt ist, ist die Verwendung des Wortes Holocaust leider noch immer üblich. Aber das scheint den Kritiker ja nicht zu stören. Weiß er um die Diskussion?

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Ein Antrag auf Löschung kommt für mich nicht in Frage, weil es eigenartig wäre: Ich trete so sehr für Meinungsfreiheit ein, dass auch Leute, die keine Ahnung haben, ihre Meinung sagen dürfen – und stelle dann den Antrag auf Löschung? Das wäre nicht kompatibel mit meinem Demokratieverständnis.

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Etwas Kurioses muss noch erwähnt werden: Ich trete in meinem Blog massiv für Israel ein, was dieser unterstellende Kritiker auch noch nicht mitbekommen zu haben scheint. Ich trete so sehr für Israel ein, dass ein anderer Untersteller meinte, ich würde in der israelischen Botschaft arbeiten.

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Zuletzt: Ich komme nicht umhin zu vermuten, dass sich diese Person auf meine Kosten bei irgendwelchen Gesinnungsgenossen profilieren will, da er nicht in meinem Blog darüber diskutiert – denn die Möglichkeit besteht -, sondern auf Facebook immer nur solche kurzen Unterstellungen-Statements abgibt.

Ich muss gestehen, dass ich ziemlich sauer war, als ich diese unterstellende Bemerkung gelesen hatte. Inzwischen bin ich aber dem Kritiker dankbar dafür, weil ich dieses Thema noch nie aus der Perspektive der Apologie betrachtet und ansatzweise reflektiert habe, sondern bislang einfach das getan, was mir auf dem Herzen lag. Denn ich betrachte das jüdische Volk als Gottes Augapfel (Prophet Sacharja) – das heißt: Wer Gottes Volk angreift, der greift Gott an – und daraus ergeben sich die oben genannten Taten.

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Was der Kritiker und ich gemeinsam haben, das ist, dass Antisemitismus und (wenn er die Unterscheidung kennt) Antijudaismus ohne Wenn und Aber, ohne Relativierungen und Einschränkungen, abzulehnen sind. Ich denke, darauf sollten wir unser Gespräch aufbauen, denn es gibt in unserer Gesellschaft viel Antisemitismus sowie Antijudaismus – und das ist unerträglich – den kann man nicht bekämpfen, indem man anderen etwas unterstellt, sondern indem man gemeinsam gegen diese angeht.

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(Zu dem Thema auch – vielleicht benötigt der Kritiker einen Beleg: http://the-germanz.de/antisemitismus-ist-deutschland-nicht-nur-ein-problem-der-afd/ )

 

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Nachtrag: Der Kritiker reagierte auf diesen Blogbeitrag auf Facebook damit: „Gelesen, geteilt, nicht überzeugt, aber an Umberto Eco erinnert worden:“ Es folgt ein Link auf Ecos Pendel in dem es heißt: „Ja, ja halten Sie sich nur weiter die Augen zu. Und derweilen publizieren Sie in Ihrem Verlagshaus Bücher von wer weiß was für Leuten. Wie viele Juden haben Sie unter Ihren Autoren?“ „Wir pflegen unsere Autoren nicht nach ihrem Stammbaum zu fragen“, antwortete ich kühl. „Halten Sie mich für einen Antisemiten. Einige meiner besten Freunde sind Juden. Ich denke an eine bestimmte Sorte von Juden…“

Das zeigt einen Argumentationsstil durch den Kritiker, der mir fremd ist – den ich für nicht hilfreich halte. Er ist nicht weiterführend im Gegenteil…

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Messianische Juden

Messianische Juden – eine Provokation heißt das Buch von Ulrich Laepple, in dem Aufsätze zum Thema gesammelt wurden. Messianische Juden sind Juden, die als Christen Juden bleiben, sich also nicht einer der großen Konfessionen zuwenden, sondern eine eigene Größe bilden. Die Kirchen stehen ihnen aus politischen Gründen sehr distanziert entgegen – worüber ich immer wieder meine Verwunderung zeigte: http://www.pro-medienmagazin.de/kultur/buecher/2016/12/20/gegen-eine-neue-ersatztheologie/

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Judentum in Deutschland

Ein notwendiger, ein wichtiger Beitrag: http://www.zeit.de/kultur/2016-11/juden-in-deutschland-antisemitismus-zentralrat-konservatismus Eine thematische Reduzierung des Judentums auf Schoah (Holocaust) und Antisemitismus – und man mag hinzufügen: Beschneidung und Schächten – wird dem Judentum nicht gerecht. Hat irgendein durchschnittlicher Deutscher überhaupt eine Ahnung von – sagen wir: den Talmud? Vom Fest-Kreis? Von jüdischen Gebeten?

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Keine Judenmission – aber behutsames Christuszeugnis + Messianische Juden + Integrationspapier

Das ist eine gute Haltung, die in der EKD-Synode die Oberhand gewonnen hat: Judenmission wird abgelehnt – aber dass das Christuszeugnis auch Juden nicht vorenthalten wird – wie Juden auch den Christen ihre Glaubenserfahrung mitteilen -, wird auch ausgesprochen: http://www.pro-medienmagazin.de/kommentar/detailansicht/aktuell/ekd-zur-judenmission-weil-gott-treu-ist-98254/ Es wird in dem Papier selbst nur vorsichtiger formuliert:

In der Begegnung mit jüdischen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern haben wir gelernt, einander gleichberechtigt wahrzunehmen, im Dialog aufeinander zu hören und unsere jeweiligen Glaubenserfahrungen und Lebensformen ins Gespräch zu bringen. Auf diese Weise bezeugen wir einander behutsam unser Verständnis von Gott und seiner lebenstragenden Wahrheit.

Ich weiß nur nicht so genau, wen sie sich unter Gesprächspartner vorstellen: Ist da der öffentliche jüdisch-christliche Dialog gemeint – oder jede Begegnung zwischen Juden und Christen? Aber da der Glaube nicht etwas ist, das Christen anknipsen oder ausknipsen können, sondern eine Lebenseinstellung, so wird hoffentlich auch von der EKD jeder Christ im Blick sein und nicht nur der besonders für den Dialog installierte Amtsträger.

An dem pro-medienmagazin Artikel fand ich gut, dass er die Ablehnende Haltung gegen messianische Juden ablehnt. Sie sind Brüder und Schwestern in Christus. Diese finden in der EKD-Erklärung leider keine Erwähnung: https://www.ekd.de/synode2016/beschluesse/s16_05_6_kundgebung_erklaerung_zu_christen_und_juden.html Nun denn – das Verhältnis ist auch kompliziert: Kirchen dürfen Messianische Juden nicht vereinnahmen, darum auch nicht in deren Namen sprechen, zum anderen gehören sie in den Dialog der Kirchen mit den Juden auch nicht hinein. Mit den messianischen Juden haben wir es mit einer eigenen Größe zu tun – und die sollte auch einmal so langsam in den Blick unserer Kirche rücken. Vielleicht findet man ja auch ihnen gegenüber einen so ausgewogenen positiven Text.

Was aber den gesamten Text betrifft: Spricht die EKD für sich oder für alle Christen – weltweit? Ich denke: für sich. Und als Christen Deutschlands sollte man sich wirklich mit Judenmission zurückhalten. Oder sollen nur Heidenchristen sich zurückhalten – aber Judenchristen dürfen missionieren? Wie entscheiden andere Christen weltweit? Spannend.

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Wichtig finde ich, dass dieser Passus auch eingefügt wurde:

Wir sehen uns vor der Herausforderung, unser Verhältnis zu Gott und unsere Verantwortung in der Welt auch von unserer Verbundenheit mit dem jüdischen Volk her theologisch und geistlich zu verstehen und zu leben. Wo in Verkündigung und Unterricht, Seelsorge und Diakonie das Judentum verzeichnend oder verzerrt dargestellt wird, sei es bewusst oder unbewusst, treten wir dem entgegen. Wir bekräftigen unseren Widerspruch und unseren Widerstand gegen alte und neue Formen von Judenfeindschaft und Antisemitismus. Das Miteinander von Christen und Juden ist vielmehr ein gemeinsames Unterwegssein in der Verantwortung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.

Hier noch einmal der Link zu dem gesamten Text: https://www.ekd.de/synode2016/beschluesse/s16_05_6_kundgebung_erklaerung_zu_christen_und_juden.html

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Das Integrationspapier geht meines Erachtens an der Situation in unserem Land vorbei: https://www.ekd.de/synode2016/beschluesse/s16_02_10_beschluss_motor_der_sozialen_erneuerung.html . Der Aspekt: „Integration ist ein Prozess auf Gegenseitigkeit“ wird betont. Das ist unrealistisch und auch nicht wünschenswert – es ist im Grunde warme, wohltuende Luft. Die Menschen, die in unser Land flüchten, die merken, was sie hier haben, im Gegensatz zu ihrem Heimatland, die wollen sich integrieren. Und es ist kaum realistisch zu denken, dass sich die Mehrheitsbevölkerung dazu bringen lässt, sich den Vorstellungen der Zugereisten anzupassen (welcher? Der Hindus? Der Muslime? – Der Muslime welcher Couleur, welchen Landes? – Wie sollte eine solche Anpassung aussehen? Oder doch lieber an die Schintoisten, an Japaner oder chinesischer oder buddhistischer Tradition? Alles zusammen? (Was absurd ist.)).

Dass man offen ist für viele Aspekte, die Zugereiste mitbringen, das muss selbstverständlich sein, man muss aber auch Integrationswillen erwarten. Insgesamt wird in dem Papier zu sehr betont, dass sich die „Einheimischen“ genauso zu verändern haben wie die Zugereisten. Und das halte ich für nicht weiterführend, sondern für einen unrealisierbaren Traum. Das bedeutet allerdings nicht, dass so manche Forderungen dieses Papiers nicht sinnvoll sind – und auch schon im Blog gefordert wurden. Aber diese Einschübe, die gegenseitige Integration fordern, halte ich für warme Luft.

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Was das Europa-Papier betrifft: Überwiegend d´accord – aber es gibt da einzelne Formulierungen, die in der Kürze nicht akzeptabel sind, so der Seitenhieb auf die Banken. Die Banken, man mag zu ihnen stehen wie man will, aber sie taugen als Feindbild nicht, da sie lebensnotwendig für unsere Gesellschaft sind. Sie müssen nur diszipliniert werden. Aber sie zu disziplinieren scheint mir nicht die Hauptaufgabe. Die Wirtschaftspolitik insgesamt muss auf Dauer reformiert werden. Ich schrieb neulich darüber. Und ich sehe auch den immensen Reichtum mancher Einzelpersonen als unangemessen und sozial unverträglich an. Oder die aus Medien übernommene Aussage ist auch irgendwie sonderbar: „Die jungen Menschen in Großbritannien haben mehrheitlich für den Verbleib in der Europäischen Union gestimmt…“ – das ist so eine undemokratische Phrase. Denn Jugend hat nicht gewichtigere Stimmen als Nichtjugend. Und diese Phrase wird nur eingebracht, weil man vom Wahlausgang enttäuscht ist. Und das hat in so einem Papier, das politisch sein will, nichts zu suchen, Auch ich bin für ein geeintes Europa – aber sieht mein geeintes Europa so aus wie das des EKD-Papiers? Das heißt, es ist nicht besonders hilfreich, was da so formuliert wird. Es ist auch hier nur heiße Luft. Insgesamt wird viel gefordert.

Angesichts all dieser Forderungen, die zum Teil auch meine sind, ist nun interessant zu fragen: Was ist nun das spezifisch Christliche daran? Es ist im Grunde eine politische  Erklärung, die auch von einer der großen Parteien kommen könnte. Man mag sagen: Der christliche Geist dahinter erweist es als christlich – aber dieser Geist ist sehr politisch orientiert, und dass der christliche Glaube sich auch expressis verbis einbringt, indem er sein Handeln auf Jesus Christus baut oder darauf, als christlicher Glaube zur Umkehr zu Gott aufzurufen, das ist nicht zu erkennen. Punkt 30 ist ein wenig vom Heiligen Geist die Rede, dann auch in 31 von Jesus Christus, auf den die Kirche hört, indem sie dieses parteipolitische Papier formuliert. Das ist nicht genug. Es sind Wünsche, die wohl jeder Mensch guten Willens unterschreiben kann – aber eben in der Realität aus Verantwortung anders füllen muss.

Damit möchte ich nicht sagen, dass man seine Träume nicht formulieren darf und vielleicht auch muss, um andere mitzureißen. Aber was ist mit denen, die aus Verantwortung andere Wege gehen müssen? Diese müssen auch wissen, dass die Kirche sie unterstützt. Denn all diese politischen Wirren erfordern Entscheidungen, die nicht so allgemein paradiesisch sind. https://www.ekd.de/synode2016/beschluesse/s16_04_4_kundgebung_schwerpunktthema_europa_in_solidaritaet.html

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Angst von Juden in Deutschland

In unserem Land haben Juden Angst, als Juden öffentlich erkennbar zu sein: http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/laubhuettenfest-dortmund-100.html Eine Schande, der nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Wenn irgend jemand in unserem Land Angst haben muss, weil er zu einer Gruppe gehört, weil er seine Gedanken äußert – dann ist etwas sehr faul. Wenn irgendeiner körperlich angegriffen oder benachteiligt wird, weil er zu einer Gruppe gehört, weil er seine Gedanken äußert, dann dauert es nicht lange, dass auch andere Menschen Angst bekommen – und schweigen. Die Gewalttäter und Einschüchterer werden umso lauter schreien und übel handeln. 

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Messianische Juden und Schuster

Messianische Juden haben es in Deutschland sehr schwer, obwohl wir Christen sie als Brüder und Schwestern in Jesus Christus ansehen sollten. Aber Politik spielt in der Kirche eine dominantere Rolle als die Gemeinschaft der Kinder Gottes. Das muss man immer wieder desillusioniert feststellen. Und der Kirche nun den Rat zu geben, sie solle sich von den Messianischen Juden und den Evangelikalen distanzieren, ist Einmischung, die man nur brüderlich ertragen kann. Wir mischen uns ja auch nicht ein in der Frage: orthodoxe, liberale Juden.

Parzany hat Recht: Die gesamte frühe Kirchengeschichte wurde von messianischen Juden geprägt. Wir würden uns von ihnen distanzieren, wenn wir uns von den messianischen Juden der Gegenwart distanzieren, aber soweit denkt Schuster nicht, dass er mit seiner Forderung die Kirche von ihren Wurzeln trennt.

Die Frage ist, ob Christen aus Deutschland Juden missionieren sollten. Darüber kann man trefflich streiten. Und wie sieht es mit jüdischen Christen aus? Dürfen die nicht Juden von Jesus Christus erzählen? Maulkorb um und Ruhe ist?

Ich wüsste nicht, dass Jesu Missionsbefehl lautet: Gehet hin in alle Welt, außer zu den Juden. Aber vielleicht könnte bei einer kommenden neuen Bibelübersetzung dieser Satz eingeschmuggelt werden. Dann wäre die Welt von Herrn Schuster wieder in Ordnung.

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Ein jüdischer Reggaemusiker, wurde von einem spanischen Festival wieder ausgeladen, weil er sich weigerte, als einziger eine politische Erklärung für die Palästinenser zu unterschreiben: http://www.tagesspiegel.de/politik/antisemitismus-bei-reggaefestival-juedischer-musiker-matisyahu-sollte-als-einziger-erklaerung-unterschreiben/12197346.html Das sind solche Nachrichten, die einem die Nackenhaare sträuben lassen. Wissen die Veranstalter eigentlich, was sie damit tun? Sie diskreditieren ihre Kunst, damit verspielen sie das Recht, solche Veranstaltungen zu leiten. Aber was sagen wohl die Besucher? Hauptsache Spaß. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass Entsprechendes polit korrektes Verhalten auch in Deutschland gefordert wird: Du bist als Künstler Christ? Dann unterschreibe, bevor die auftrittst, ein Papier gegen Islamophobie. Bist Du Atheist? Dann unterschreibe ein Pamphlet, das den Islam als Religion anerkennt. Willst du bei uns Theater spielen? Unterschreibe ein Papier, dass du Veganer und gegen Tierversuche bist. Willst Du bei uns Journalist werden? Dann unterschreibe, dass du für die Abtreibung bist… Feinde der Freiheit.

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Wehret den Anfängen: Judenhass

Wehret den Anfängen – nö, machen wir nicht. Wenn nicht Deutsche die Juden hassen, dann ist es uns egal, andere dürfen das tun. Exoten-Recht. Kein Aufschrei. Nichts.

Einsame Kämpfe einzelner mutiger Personen gegen diese Anfänge. Sie werden allein gelassen. Aber die Saat, die wir jetzt aufgehen lassen, die wird bald alles, was bislang an Menschlichem erreicht worden ist, ersticken: https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2015/juedische-lehrerin-geisselt-arabischen-judenhass-an-schulen/ Es müssen sich zudem nur die Rechtsextremen, die antijüdischen Linksextremen mit diesen antijüdischen Muslimen taktisch zusammentun – und dann? Ist dann noch einer da, der das beklagen kann, ohne dass er von diesen Gruppen in die Mangel genommen wird, an den Pranger gestellt wird, bedroht wird?

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