Jordan Peterson

Jordan Peterson, „der einflussreichste Intellektuelle“ (zumindest laut New York Times), ist Psychologe – und spricht intensiv Glaubensthemen an – über die Bibel, Jesus, Gott: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/menschen/2019/01/04/ich-verhalte-mich-so-als-wuerde-gott-existieren/

In dem Beitrag gibt es eine Menge Infos, die über das Zitat hinausgehen:

Peterson ist nicht der neue C.S. Lewis oder John Lennox. Er ist kein christlicher Apologet im klassischen Sinne. Doch es gelingt ihm, in unverkrampfter und natürlicher Art über die Bibel zu sprechen. Er macht biblische Geschichten aus zum Teil unerwarteten Perspektiven für heute lebendig. Dabei hat er die Aufmerksamkeit von Millionen Zuhörern.

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Lisa&Lena, DJ Ötzi + Allianz-Gebetswoche + C.S. Lewis-Preis

Alle drei, Lisa&Lena/DJ Ötzi, halten mit ihrem Glauben nicht hinterm Berg: https://www.jesus.de/dj-oetzi-ich-glaube-an-gott-ich-glaube-an-jesus/

und: https://www.jesus.de/lisa-und-lena-gewinnen-fernsehshow-und-spenden-das-geld/

Zu nennen ist in diesem Zusammenhang auch Melissa Joan Hart: https://www.pro-medienmagazin.de/medien/fernsehen/2019/01/10/sabrina-darstellerin-findet-frieden-bei-jesus/

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Ab dem 13.1. findet wieder die Allianz-Gebetswoche statt: https://www.jesus.de/allianzgebetswoche-einheit-leben-lernen/

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Der C.S. Lewis-Preis geht in diesem Jahr an eine Roman-Autorin, Julia Gehringer: https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/buecher/2019/01/10/julia-gehringer-gewinnt-den-cs-lewis-preis-2018/

C.S. Lewis, war Atheist, wurde auch in der Diskussion mit Tolkien (Herr der Ringe, Hobbit) Christ – ein sehr bekannter Christ, weil er die Fragen, die er als Atheist hatte, in seine Werke mit einbezogen hat (Pardon, ich bin Christ. Meine Argumente für den Glauben). Er war Literaturwissenschaftler und Autor, Autor der Narnia-Chroniken.

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Interreligiöser Dialog

Den gestrigen Beitrag zu einem Kommentar möchte ich dadurch hervorheben, dass ich ihn in etwas abgewandelter Form in den Blog stelle:

Zu einem Dialog gehört, dass man von seinem Glauben überzeugt ist. Aus diesen unterschiedlichen Glaubensansätzen heraus gilt es dann den gemeinsamen Weg zu finden, der für die Menschheit zum Guten wird. Zu einem solchen Dialog gehört auch, dass man seinen Glauben kennt, die historischen Bedingtheiten, Parallelelen usw. usw. Zudem weiß ich, warum ich kein Muslim bin, sondern ganz bewusst Christ. Muslimen mag es ähnlich ergehen, so sie ihren Glauben bewusst und frei reflektieren.

Beide Seiten, die ihren Glauben bewusst reflektieren, wissen einander zu schätzen. Zumindest kenne ich Muslime, die Glauben anderer wahrnehmen können und ihn respektieren, wie ich den Glauben dieser Muslime wahrnehme und respektiere. Die Diskussion läuft auf einer anderen Ebene als zum Beispiel mit Atheisten, weil wir eine gemeinsame emotionale religiöse Basis haben. Wenn ich Gebet sage – dann stellen sich bei manchen Atheisten alle logischen Haare zu Berge. Wenn ich mit einem Muslim über das Gebet spreche, dann haben wir eine gemeinsame Verstehensbasis. Da braucht man nicht lange darüber zu reden. Freilich: Es gibt unterschiedliche Riten, Deutungen,… alles richtig. Aber über das, was Gebet ist, muss man nicht mehr diskutieren, das ist eine gemeinsame Voraussetzung. Oder: Was anderen eine Heilige Schrift bedeutet… – auch hier stellen sich bei Atheisten alle rationalen Haare zu Berge. Aber trotz aller Unterschiede zwischen Bibel und Koran, trotz aller unterschiedlichen Ansichten über Wort Allahs/Gottes – man hat ein gemeinsames Gefühl für das, was „Heilige Schrift“ ist. Mohammed hat Juden und Christen massiv kritisiert – wegen ihrer Stellung zur heiligen Schrift. Und Juden und Christen kritisieren Mohammed dafür. Diese Diskrepanz gehört in den Interreligiösen Dialog. Aber dennoch bleibt dieses gemeinsame Wissen von der Bedeutung der heiligen Schrift für die jeweils anders Glaubenden. Wenn wir uns als Menschen ernst nehmen, werden wir auch in menschlichem Sinne miteinander kommunizieren.
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Was den Interreligiösen Dialog betrifft: Christen sind – so sehe ich das auch – ziemlich dominant dabei. Aber treibende Kraft zum Guten sein, dürfte auch in Augen von Atheisten und Säkularen nicht verwerflich sein. Dass ein solcher in einem langen Prozess eingeübt werden muss, ist allen Beteiligten sicher klar. Dieser Prozess kommt in unserer Zeit erst langsam in Gang, nach Jahrhunderten der Differenzen – vor allem begründet durch politische Auseinandersetzungen: islamische Eroberungszüge, europäischer Kolonialismus… – all dieser Schutt muss auch durch Vertrauen bildende Maßnahmen beseitigt werden. Entsprechend wird es auch immer Rückschritte geben, man stößt sich gegenseitig vor den Kopf, Extremisten versuchen klare Tatsachen zu schaffen, indem sie Nichtglaubende vertreiben (wie zurzeit vielfach aus islamischen Ländern) und menschlich Denkende Glaubensbrüder/-schwestern ebenfalls vertreiben oder ermorden. Aber nicht müde werden. Wie heißt die Jahreslosung für 2019 – und sie ist gleichzeitig Auftrag:

Suche den Frieden, jage ihm nach.

Unterscheidung: Radikalkatholik – Neue Rechte – Neonazi

„Eine Handreichung“ für diejenigen, die nicht in der Lage sind, diese zu unterscheiden: https://nolitetimereweb.wordpress.com/2018/12/22/wie-man-rechtsextreme-und-fundikatholiken-unterscheidet-eine-handreichung-fur-die-uneingeweihten/

So eine Darstellung würde man auch gerne mal mit Blick auf die linke Seite der Gesellschaft und Kirche lesen.

Differenzierungen sind nicht jedermanns/jederfraus Sache, weil eine gewisse Unbeweglichkeit sich des Hirns bemächtigte. Es ist einfacher, alle in einen Sack zu stecken und draufzuhauen. Ob also eine solche Differenzierung von unbeweglichen Hirnen verstanden wird? Bleibt zu wünschen.

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Hawking: Hirn-Computer

Hawking soll gesagt haben: Ich sehe das Gehirn als einen Computer, der aufhört zu arbeiten, wenn seine Bestandteile versagen. Es gibt keinen Himmel oder Leben nach dem Tod für kaputte Computer. Das ist ein Märchen für Leute, die sich vor dem Dunklen fürchten.“

Hat Hawking das wirklich gesagt? Wenn das Hirn ein Computer ist – kann er/es dann so etwas von sich geben? Das würde ein Computer nie sagen. 

Zudem: Im Augenblick sagen Computer ja nur das, was ihnen programmiert wurde. Wer hat das denn in Hawkings Hirn-Computer programmiert?

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Fußballer und Gott

Der an Gott glaubende Daniel Didavi meint https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2014/04/03/daniel-didavi-selbstzweifel-durch-glauben-ueberwunden/:

Er bete aber nicht für Siege oder den Klassenerhalt, berichtet Didavi: „Gott spielt nicht für einen Fußball, kämpfen muss man selber.“

Es gibt auch ein neueres Interview mit ihm: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/menschen/2018/12/07/fuer-daniel-didavi-ist-gott-helfer-in-der-krise/

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Bewundernswerte Menschen

Manche Menschen werden Christen – ohne sich zu outen – weil der christliche Glaube etwas in ihnen auslöst, was die alte Umwelt nicht ermöglicht. Sie spüren, dass etwas falsch läuft, ungerecht, lieblos ist. So habe ich einmal gelesen, dass ein Mann auch darum Christ wurde, weil er sah, dass Christen Männer und Frauen gleich behandeln. Und so fing er an, seinen Töchtern zuerst das Essen bei den Mahlzeiten zu geben, um ihnen zu zeigen, wie wertvoll sie sind. Wenn allerdings Menschen in der Nähe sind, die nicht Christen sind, gibt er, wie es die Tradition verlangt, den Männern und Jungs zuerst das Essen. Er befürchtet nämlich, dass sonst die Gerüchteküche hochkocht und sie bedrängt, eingeschüchtert werden, dass ihnen die Lebensgrundlagen genommen werden, wenn sie nicht wieder in das traditionelle Muster zurückfallen.

Wir erfahren viel zu wenig von solchen mutigen Menschen, Menschen, die eigentlich für nichts gelten, die man gar nicht wahrnimmt, die verachtet werden – die aber einen winzig kleinen Freiheitsraum erkämpfen. Denn wer anfängt nachzudenken, wer beginnt, sich als ein Ich zu wissen, wer bemerkt, dass er in Fesseln lebt, die böse sind, und sich dann durch eine Gottesbindung  versucht, sich zu befreien, durch kleine Taten, kleine Gesten – wie großartig sind solche Menschen.

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Glaubende Menschen

Das Buch von Daniel Böcking: Warum Glaube großartig ist. Mein Glück mit Jesus, Gütersloher Verlagshaus 2018 ist empfehlenswert.

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Der Schauspieler Chris Pratt und sein Glaube: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/menschen/2018/11/18/chris-pratt-lerne-zu-beten-es-ist-gut-fuer-deine-seele/

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Hassan Dicks – sein Glaube in Nigeria: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/2018/11/16/der-prinz-der-lieber-pastor-sein-will/

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Martin Pepper bekennt https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/musik/2018/11/17/martin-pepper-der-christ-der-zukunft-wird-ein-mystiker-sein/:

Ich glaube, dass man Gott in sich selbst beschreiben könnte als einen Hunger nach Sinn und Bedeutung, einen Ruf zur inneren Einsicht und Versöhnung, eine Liebe, die uns nie aufgibt. Für mich wurde Gott zu einem Ruf zur Umkehr, einem Ruf in die Nachfolge Jesu und in die Gemeinschaft der Christen. Es war ein für mich deutlich vernehmbarer Ruf, der sagte: „Dich meine ich.“

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„The Voice“-Sänger (5+1 Coach) bekennen sich zum Glauben: https://www.jesus.de/vier-the-voice-saenger-und-coach-bekennen-sich-zum-glauben/

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Historisch-kritisch – Bibel und Koran

Die Bibel wurde schon sehr früh auch historisch gelesen. Der so genannte vierfache Schriftsinn beinhaltet:

Literalsinn (= wörtlich, historisch), typologisch (= den Glauben fördernde Auslegung; theologische Relevanz); tropologisch (= die Liebe fördernde Auslegung; ethische Relevanz); anagogisch (= die Hoffnung fördernde Auslegung; eschatologische Relevanz: ewiges Leben…).

Dann kam unsere säkulare Moderne und es zählt nur noch die historische Auslegung – aber eben im säkularen Sinn.

Auch die Exegese des Koran kennt eine Art historischen Arbeitens, so die Unterteilung in drei Perioden mekkanischer und in eine Periode medinischer Suren. Hieraus leiten liberale Muslime auch eine gewisse Hierarchisierung der Auslegung und auch eine kulturelle wie zeitliche Anpassung des islamischen Glaubens ab, während nichtliberale Muslime das ablehnen und alle gleich interpretieren, vor allem auch aus der Perspektive der Suren aus Medina. Anders stellt sich die Lage mit Blick auf die Hadithe dar: schwache (also solche, die nicht ganz so relevant sind) und gesunde (die relevant sind). Hier ist eine Art historischer Arbeit massiver zu erkennen als mit Blick auf den Koran.

Die säkulare Exegese arbeitet anders. Wir kennen aus der Erforschung Jesu die Unterscheidung: irdischer Jesus (= der Jesus, der als Mensch lebte, seine Vorlieben, Eigenarten usw. – die allerdings kaum mehr zu erkennen sind), den Jesus des Glaubens (= der Jesus, von dem Glaubende sprechen, den Wundern, der Auferstehung, Jesus als Christus, als Sohn Gottes), den biblischen Jesus (= der Jesus, der den irdischen Jesus aus der Perspektive des Glaubens wiedergibt) und den historischen Jesus (= der Jesus, der als Mensch historisch erarbeitet werden kann – durch die verschiedenen Glaubensschichten hindurch).

Diese Art des Umgangs mit Mohammed und dem Koran wird soweit ich sehe im Islam noch nicht besonders vorangetrieben. Säkulare Auslegung würde bedeuten, dass nicht Allah dem Mohammed den Koran durch den Engel Gabriel diktiert hat, sondern weitgehend hat der Mensch Mohammed (wenn es ihn denn gab) sich die Texte, die im Koran zu finden sind, ausgedacht, spätere haben sie gesammelt und redaktionell bearbeitet – denn Allah ist säkular-historisch nicht zugänglich und der Engel auch nicht, dafür aber die aktiven Menschen.

Die christliche Geburtsgeschichte des Lukas: Der Engel Gabriel wurde zur Jungfrau  Maria gesandt, demütig nahm sie Gottes Willen an und empfing und gebar den Sohn Gottes, Jesus. Entsprechend die Überlieferungen über Mohammed ca. 600 Jahre später: Der Engel Gabriel wurde zum besten aller Menschen Mohammed gesandt, demütig nahm er Allahs Willen auf und empfing und schrieb den Koran.

Säkular haben diese Aussagen keinen Anhaltspunkt, da weder Allah/Gott ein historischer Akteur ist, noch gibt es Engel, also muss man andere Interpretations-Zugänge finden. Säkulare Wahrheit beschränkt sich auf einen kleinen Rahmen, wie Wissenschaft überhaupt Rahmen schafft, in denen sie ihre jeweiligen Aspekte untersuchen kann. Das ist auch die Aufgabe säkular-historischer Wissenschaft. Die allerdings dann nicht mehr nur erklären will, sondern ins Extreme weiter geführt darlegen will, dass die gesamte Glaubensbasis irrelevant ist: Jesus wie Mohammed hätten gar nicht gelebt – oder wenn sie gelebt haben, waren sie ganz andere Typen als die Schriften sie wiedergeben. Ungeachtet der ideologischen Komponente ist das, was Historiker herausarbeiten, spannend und mit Interesse zu verfolgen, weil es den Glauben aufgrund neuer Perspektiven zu vertiefen vermag. Spannend bleibt allerdings vor allem für den Islam: Welche Folgen kann säkular-historisches Arbeiten haben? Für den Islam darum, weil säkular-historische Arbeit mit Blick auf Mohammed noch neu ist, während historisches Arbeiten an Jesus schon eine ganze Weile lang läuft und auch intensiv diskutiert wird.

Aus Glauben heraus ist das alles natürlich zu wenig, weil der säkular gesetzte Rahmen zu klein ist, der Fülle Gottes nicht einmal annähernd gerecht wird. Aber damit muss man als Glaubender leben, auch wenn man sieht, dass die säkularen Akteure genauso parteiisch sein können wie die Glaubenden – nur eben von der säkularen Seite her.

Zu sagen, man fühle sich verletzt, sei beleidigt worden, oder massiv religiöser formuliert: das sei Gotteslästerung, hat in unserer säkularen Welt überhaupt keine Relevanz. Druck ausüben wollen (emotional oder durch Drohungen, durch Einschränkung von Meinungsfreiheit, …) auf säkulare Ansätze ist kontraproduktiv. Interessanterweise scheint das aber so manche Medien und Individuen zu beeindrucken, wenn so etwas von islamischer Seite kommt. Von christlicher Seite zum Glück nicht mehr – zumindest nicht in unserem Land (ist mir zumindest nicht bekannt).

Glaubende haben andere Erfahrungen gemacht, von daher ist Druck der Säkularen auf sie genauso irrelevant wie umgekehrt: Ihr Spott, Versuche, Glaubende sozial auszugrenzen, Anzweifeln ihres Verstandes, ihre Zuordnung zu Relidioten usw. usw. Glaubende haben andere Erfahrungen gemacht – und eben erst als Glaubende, die ihr Leben aus dem Glauben leben, sind sie auch säkular-historisch greifbar. Ihr umfassender Glaube ist nicht historisch greifbar – aber ihre Lebensgestaltung. Als solche muss dann der Glaube auch historisch wirksam werden: in bekennendem Wort und in der Glaubenstat.

Das sollte allen Glaubenden wieder bewusst werden: Unser Verhalten ist relevanter, als sich manche so denken.

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Kierkegaard: Allmacht

Ein Aspekt zum Thema Allmacht, das immer wieder einmal Thema im Blog war:

„Das Höchste, das überhaupt für ein Wesen getan werden kann, höher als alles, wozu es einer machen kann, ist es, frei zu machen. Eben dazu gehört Allmacht, um das tun zu können. Das scheint sonderbar, da gerade die Allmacht abhängig machen sollte. Aber wenn man die Allmacht denken will, wird man sehen, daß gerade in ihr die Bestimmung liegen muß, sich selber so wieder zurücknehmen zu können in der Äußerung der Allmacht, daß gerade deshalb das durch die Allmacht Gewordene unabhängig sein kann. Darum geschieht es, daß der eine Mensch einen andern nicht ganz frei machen kann, (weil der, welcher Macht hat, selbst darin gefangen ist, dass er sie hat und deshalb ständig doch ein verkehrtes Verhältnis zu dem bekommt, den er frei machen will. Dazu kommt, dass in aller endlichen Macht, Begabung usw.) eine endliche Eigenliebe ist. Nur die Allmacht kann sich selber zurücknehmen, während sie hingibt, und dieses Verhältnis ist gerade die Unabhängigkeit des Empfängers. Gottes Allmacht ist darum seine Güte. Denn Güte ist, ganz hinzugeben, aber so, daß man dadurch, daß man allmählich sich zurücknimmt, den Empfänger unabhängig macht. Alle endliche Macht macht abhängig, nur die Allmacht kann unabhängig machen, aus nichts hervorbringen, was Bestand hat in sich dadurch, daß die Allmacht beständig sich selber zurücknimmt(, den Empfänger unabhängig macht). Dieses ist das Unbegreifliche, daß die Allmacht nicht bloß das Imposanteste von allem hervorzubringen vermag: ein gegenüber der Allmacht unabhängiges Wesen. Daß also die Allmacht, die mit ihrer gewaltigen Hand so schwer auf der Welt
liegen kann, zugleich so leicht sich machen kann, daß das Gewordene Unabhängigkeit erhält… Nur die Allmacht vermag es in Wahrheit.“ (Kierkegaard, Tagebücher 1846/1949,216f. – In Klammern finden sich Ergänzungen aus dem Text von Kierkegaard, die von folgender Seite nicht übernommen worden waren: http://www.theologie-systematisch.de/gotteslehre/12allmacht/texte-allmacht.htm

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