Beobachtung

Nun, da wird einer ausgewechselt. Ehrenwert, weil man dem Wähler signalisiert, dass man auf ihn hört. Doch das, was dem Wähler (zumindest dem Wähler: W. F.) wirklich auf den Keks geht, das bleibt:

G8 von Wirtschaftslobbyisten auf den Weg gebracht, dann unprofessionell umgesetzt, quält Kinder, Eltern und Lehrer.

Der Versuch des Staates alle möglichen Leute zu erziehen (Rauchergesetz – ich bin übrigens Nichtraucher, mir gefällt nur die Gängelei nicht – auch die Gängeleien nicht, die mit Umwelt zu tun haben, auch wenn ich eingestehen muss, dass darum die Lebensqualität seit den 70gern sichtbar gesteigert wurde; man ist ja schon nett – und soll über das Antidiskriminierungsgesetz noch netter werden, so nett, dass man den Menschenverstand aufgibt.)

Kriminelle Gewalt bestimmter Gruppen (nicht nur Rechts, nicht nur Migranten oder Menschen aus Russland, sondern auch Linker) – weil es verschwiegen wird, hat man den Eindruck, es wird alles nur verharmlost und nicht gehandelt. Wozu so manches Gericht auch noch beiträgt. 

Erniedrigender Umgang mit Menschen auf den Ämtern – und das Gefühl, das mit jedem Brief/Formular vermittelt wird, dass zuerst mal von der kriminellen Energie und der Faulheit der Bürger ausgegangen wird und dass ihm vor Augen geführt werden solle, wie dumm er doch ist.

Der Eindruck, dass immer wieder Neues kommt, das nicht besser ist, aber neu – dabei dachte man immer, in den jeweiligen Ämtern sitzen Fachleute, und vermutet nun, die sind unterbeschäftigt und müssen sich irgendwie profilieren.

Neue Gesetze/Verordnungen, von denen man den Eindruck hat, sie sollen nur den Bürgern das Geld aus der Tasche ziehen. (Besonders nett: Am liebsten hätte ich auch auch Solarzellen auf dem Dach, aber das ist angesichts der Lage des Hauses nicht sehr sinnvoll. Und gerade das sonnenverwöhnte Marburg will sowas vorschreiben? – Ich weiß nicht, ob sich dort die Vernünftigen inzwischen durchgesetzt haben.)  

Von anderen erwarten, wozu man selbst nicht bereit ist … – all das stört immens. Zumindest mich. Mehr will ich ja gar nicht sagen. Aber hilft da das Auswechseln eines Menschen, vor allem, weil auch dessen politisches Profil nicht gerade deutlich wird? 

Update: Ich schreibe meine Beiträge meistens zwischen 6:00 und 8:00 Uhr. Seitdem ist nicht allein einer zurückgetreten. Destruiert sich die CSU jetzt selbst? Es ist schon witzig, wie die SPD, die ja auch verloren hat, sich gebärdet. Und witzig ist auch, wie die Grünen Vertreterin so ernsthaft ins Mikro hineinspricht, dass dieser Schritt Becksteins fällig war. Was soll eine politische Gegnerin, deren Träume sich jetzt erfüllen, auch anderes sagen. Statt gezwungen ernsthaft zu reden, würde sie wahrscheinlich eher Freudentänze aufführen, weil ein weiteres Schwergewicht der CSU gegangen ist. Haben sie noch eins?  

Lechts und Rinks 2

Rechts oder Links zu sein – dagegen ist ja nichts einzuwenden. Denke ich – obgleich ich weiß, dass viele sagen werden: Rechts zu sein ist das Schlimmste, was es gibt – und links zu sein ist gut. Wenn man diesen seichten Maßstab anwendet, dann muss man sagen: Rechts hat mit der Hitlerdiktatur zu tun – links mit den ganzen kommunistischen Diktaturen (Sowjetunion, China …). Überall Zwang, Mord, Totschlag, Flucht, Demütigungen, Denunziationen, Tote, Tote, Tote. Bleiben wir jedoch sachlich: Rechtsextrem ist von Übel, nicht rechts – linksextrem ist von Übel, nicht links. Mit rechts und links handelt es sich um ganz einfache politische Orientierungshilfen. Und wenn man sich dieser beraubt, und alle in der Mitte sitzen wollen – ich sprach in dem Blog (8.9.2008) schon davon. Nun warfen mir schon fast mein Leben lang manche Linke vor: Du bist rechts. Mancher Rechter warf mir vor: Du bist links. Nun denn, streitet Ihr Euch darüber. Ich sehe mich als einen an, der Jesus Christus folgt – zumindest es versucht. Was mir noch einfällt: Wenn alle großen Parteien in der Mitte kuscheln wollen, warum wundern sie sich dann, wenn an den Rändern neue Parteien entstehen? Ist die SPD zu mittig, kommen die Linken, ist die CDU zu mittig, kommen die Rechten (s. Österreich). Eigentlich wissen das doch alle. Dennoch: Ab ins mittige Gedrängel.   

PS: www.tagesspiegel.de/berlin/Kinder-Eltern-Laermbelaestigung;art270,2624927  – den Hinweis bei fact-fiction.net gefunden. Das passt zu dem, worüber ich in wenigen Tagen mal schreiben möchte.

Europafahne

Die Europafahne hat einen blauen Hintergrund und 12 Sterne. Was bedeutet das? Ich wusste es nicht und recherchierte für den Unterricht: Nach einem Wettbewerb wurde der Entwurf eines Mitarbeiters des Europarates 1955 angenommen. Nun finde ich auf coe.int (das Portal des Europarates) den Hinweis, dass das Design die Völker Europas versinnbildlichen sollen. Der Kreis steht für die Einheit. Die 12 Sterne stehen für Perfektion und Vollkommenheit, wie die 12 Apostel, 12 Monate des Jahres und die 12 Sternzeichen. Die Sterne seien ausgewählt worden um religiöse Symbolik zu vermeiden. Auf einer anderen Seite derselben Page werden die 12 Apostel weggelassen und nur Monate und Sternzeichen genannt. Es wird manchmal auch gesagt, dass die 12 Sterne die Gründungsstaaten wiedergeben sollen. Aber warum wurden dann die 12 Sterne festgeschrieben und sind nicht wie in den USA fortzuführen?

Es handelt sich um eine uralte religiöse Symbolik. Bei den Sternen stößt man in der Offenbarung/Apokalypse des Johannes auf eine Frau (Maria? Zwölf Stämme Israel?) die auf ihrem Haupt eine Krone von 12 Sternen hat. Die Sonne ist ihr Kleid, der Mond liegt zu ihren Füßen. (Bei meinem Suchen kam ich auch auf diese Seite: www.fatima.ch/Seiten/Seite31.htm) Soweit ich weiß wurde auch die Isis schon ähnlich gezeichnet. Wie dem auch sei: Es ist Symbol für Himmels- und damit Weltherrschaft. Wirklich nur ästhetisch schön? Liebe Tiefenpsychologen: Habt Ihr nicht was dazu zu sagen? Religionspsychologen und -soziologen wohl noch viel mehr. Ich würde dazu gerne mehr wissen. Warum werden eigentlich die 12 Monate und Sternzeichen so hervorgehoben – was haben die mit Europa als politisches Gebilde zu tun? Und zur Form der Sterne: Warum ein Pentagramm und nicht ein Hexagramm? Was bedeutet die Interpretation: 12 Sterne = Perfektion und Vollkommenheit. In welchem Sinne ist das zu verstehen? In der Gesetzgebung? Es bleibt wohl viel daran zu arbeiten (s. den Beitrag vom 29.9.)

Europa

Thomas Löffelholz in welt. online: „So ein Europa braucht kein Mensch“: >Da ist es: Unser Europa! Kaum läuft etwas schief, kaum bekunden die Bürger in Irland, dass sie nichts mehr verstehen, da lässt Brüssel einen Sturzbach von Verboten, Geboten, Anordnungen, Untersuchungen auf Europa niedergehen. Warum? Um das Leben besser zu machen, zum Beispiel durch die rollstuhlgerechte Einebnung der Stufen vom Nordkap bis zum Vesuv! Oder durch die Bestimmung, dass künftig europaweit ein privater Vermieter verklagt werden kann, wenn er nicht an jemanden vermietet, der ihm zu jung, zu alt, zu krumm, zu dumm, zu laut erscheint. Jüngst hat sich Brüssel zwar der Unvernunft seiner Untertanen gebeugt und eine Richtlinie zurückgezogen, die es Bauarbeitern verbieten sollte, mit nacktem Oberkörper im Sonnenschein zu arbeiten. Aber Brüssel gibt nicht auf. Nach dem Nein der Franzosen und Niederländer hatte man „Entbürokratisierung“ versprochen. Ein Vizepräsident, Günter Verheugen, wurde beauftragt, und er versprach, 222 EU-Rechtsvorschriften und 1400 Rechtsakte bis 2008 in den Papierkorb zu werfen. Acht Milliarden an Bürokratiekosten würden eingespart. Doch von ein paar Heldentaten abgesehen – wie der Abschaffung der „Astlochrichtlinie“, die die Anzahl der erlaubten Astlöcher in einem EU-Brett regelt –, arbeitet Brüssel nur an einem: am Ausbau der real existierenden Bürokratie.<

Eine Art Dschihad?

„Die Kanzlerin“, schreibt der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe, „stellt sich gegen die Wünsche der katholischen und evangelischen Kirche, irakische Christen, die in ihrer Heimat unter Verfolgung leiden, in Deutschland zügig aufzunehmen.“ (aus: www.pro-medienmagazin.de) Dazu passt die Meldung: Ein irakischer Flüchtling berichtet Ende Juni in Damaskus von systematischer Diskriminierung von Christen bei Ausreisevisa- und Asylgesuchen. … In Botschaften und beim UN-Hochkomissariat für Flüchtlinge (UNHCR) würden Formulare von Christen zerrissen, solche von Muslims sofort angenommen. Jede christliche Familie könne diese Erfahrung bestätigen … Ein christlicher Leiter erklärte, die Angestellten seien Muslime und wollten nichts von Christenverfolgung im Irak hören. (open doors 9/08 Seite 8.) Man hört nun, dass auch irakische Christen nach Deutschland flüchten dürfen. Wieweit das der Wahrheit entspricht, wird hoffentlich beobachtet werden. Freilich ist es traurig, dass sie überhaupt herkommen müssen.

Zur Situation von Christen im Irak s. http://ekklesia-nachrichten.com/Irak+Vater+und+Sohn+im+Nordirak+ermordet+weil+sie+Christen+sind — und über die Toleranz gegenüber von Christen in der Türkei: http://www.welt.de/politik/article2501751/Christen-in-der-Tuerkei-beim-Gebet-festgenommen.html

PS: ich schrieb vor ein paar Tagen in dem Blog, dass ich, je mehr ich mich mit dem Islam beschäftigt habe, desto größere Bauchschmerzen bekommen habe. Wohl nicht nur ich. Was Mohammed betrifft: www.presseportal.de/pm/7861/1262035/gruner_jahr_geo

Notiz

In dem Artikel: „Was die Deutschen von Demokratie halten“ (welt.online) fand ich den Satz: „Zudem müssten Politiker den Menschen, die sich auf der Verliererseite sehen, stärker das Gefühl geben, sich für sie einzusetzen, sagte Niedermayer.“ – Ist die Formulierung nicht nett? Politiker müssten das Gefühl geben … – und dann wird es wieder gut mit dem Demokratieverständnis. Der Artikel insgesamt ist „voll“ lesenswert. Was da für ein Bild gezeichnet wird! Wer ist unzufrieden mit der Demokratie im Land? Die Armen, die ein wenig staatsväterliche Zuwendung brauchen …  

Selbstzensur2

Es ist gefährlich, was anderes zu denken als alle denken, sagte er.  Dann sagte er fröhlich: Die Gedanken sind frei … Da kam der kleine Selbstzensor und – schwupps, weg waren sie – die freien Gedanken.

PS.: Noch immer: 35% der Menschen wagen es nicht, „nein“ zu sagen, wenn es darum geht, auf Befehl Menschen zu quälen: www.welt.de/vermischtes/article2487625/Wie-normale-Menschen-zu-Folterknechten-werden.html Wie würde ich reagieren? Und ich befürchte: In einer Gruppe würden noch mehr mitmachen. — Auf Anfrage zu Köln: Was da am Samstag (20.9.) abgelaufen ist, dazu finden sich viele Erlebnisberichte, Beurteilungen und Videos auf www.pi-news.net. Um es wieder zu sagen: Es wäre schön, wenn auch andere Medien auf das undemokratische Verhalten hinweisen würden. Vor allem werden alle gutmeinenden, friedliebenden Demonstranten, die ihre Meinung gegen die Kongressteilnehmer kundtun wollten, auch nicht ernst genommen, wenn ihre freie Meinung mit undemokratischen Mitteln unterstützt wird.   

Selbstzensur1

Als sich ein pensionierter Theologe frömmer äußerte als die Frömmigkeitszensoren es erlauben, sagte ein Kollege: Der ist pensioniert – jetzt kann er das sagen.

Man reibt sich verwundert die Augen und denkt: Was für arme Kreaturen sind doch die Selbstzensoren.

PS: In einem Blog fand ich den Hinweis auf das Interview mit einem höchstrangigen Demokraten, der das sagt, was in meiner Predigt angesprochen wurde: Was ich sage, das muss demokratisch verteidigt werden. Was Andersdenkende sagen, muss verhindert werden – aber gleichzeitig müssen Probleme ernst genommen und diskutiert werden: www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/850025/ Überrascht, wer dieser Demokrat ist? Nicht wirklich, oder?

Signal von Köln

Manche wissen nicht, was in Köln seit Wochen vor sich geht. Ein Tipp – sehr emotional – aber was bleibt manchem anderes übrig, als mit Worten seinem Zorn Ausdruck zu verleihen oder seine Traurigkeit angesichts des Zustands unserer Demokratie, weil andere eben die geballte Macht einsetzen. Ich weise auf diese Seite hin, weil hieran deutlich wird, wie sehr öffentliche Medien sich von der Propaganda einspannen lassen und damit auch Teil der Propaganda sind. Man mag zu ProKöln stehen wie man will – aber das Grundgesetz sieht vor, dass jeder seine Meinung äußern darf. Und das steht auf der Kippe. Man merkt das auch an ganz anderen Themen. Jeder, der ein wenig vom Mainstream abweicht, wird diffamiert – irgendwann wird es auch der letzte merken. Spätestens dann, wenn er Angst bekommt, den Mund aufzumachen.

Nachtrag: Ich sehe, dass sich auch andere unwohl fühlen. So war die Tagesschau vom Samstag ziemlich neutral und ließ Gegenstimmen Raum, die FAZ ist kritisch und ebenso ein wenig welt online. Hoffentlich wagen sich immer mehr aus der Deckung, die Demokratie ist ein zu kostbares Gut, das nicht von Machthabern (z.B. OB Schramma und seine Mannen) und Mainstream Medien beherrscht werden darf.

Noch ein Einwand

Noch einem Einwand muss begegnet werden: Ich habe nicht von Muslims, sondern von Moslems gesprochen. Vor nicht langer Zeit nannte man Muslims/Moslems noch Mohammedaner. Jedes Wort wird erst dann als diskriminierend empfunden, wenn mit dem Wort diskriminiert wird. Oder? Nein, immer dann, wenn einer denkt, ich werde mit dem Wort diskriminiert – oder einer denkt, mit dem Wort könnte ein anderer diskriminiert werden. Bald wird auch das Wort Muslim als diskriminierend angesehen, und wir müssen wieder ein neues Wort lernen – und das geht immer schneller so …  Irgendwann weiß keiner mehr was eigentlich „erlaubt“ ist und was nicht. Das betrifft auch andere Gruppen. Und dann wird einfach „Südländer“ gesagt, und die traditionellen  „Südländer“ (Italiener, Griechen, Spanier) finden das wiederum gar nicht lustig – und außerdem ist das diskriminierend, weil es südeuropäische Menschen von nordeuropäischen Menschen unterscheidet, wo doch alle gleich sind.

Auf diese Weise wird übrigens auch die Identifikation der Gruppen, die sich jeweils als solche bezeichnen oder bezeichnet werden, aufgehoben: Sie müssen sich ständig umorientieren. Ob das nicht ebenso diskriminierend ist?

PS.: Ich muss gestehen, dass ich eigentlich „Mohammedaner“ als passendste Bezeichnung ansehe – es sind eben die Anhänger der Lehre Mohammeds/Muhammads oder diejenigen, die der Lehre des Mohammed/Muhammad gehorsam sind. Die Bezeichnung Muslim/Moslem bedeutet, dass sie der Lehre Allahs („Allah“ heißt „Gott“) gehorsam sind, sich ihm hingeben/unterwerfen. Das auszusprechen ist für Christen – gelinde gesagt – etwas eigenartig. Weil Christen ein vollkommen anderes Gottes- und Menschenbild haben, würden wir uns ja gleichzeitig als die bezeichnen, die Gott/Allah nicht gehorsam seien, sich ihm nicht hingeben.