Bär greift an – keine SaTiere + Berliner GutGemeint

Neulich habe ich etwas zum Thema Wolf geschrieben. Nannte es SaTiere. Nun muss ich aber feststellen, das war wohl keine Satire, wenn man die Diskussion um den Bären in Betracht zieht: In Italien wurden zwei Männer beim Wandern von einem Bären angegriffen. Der eine wurde etwas schwerer verletzt als der andere. Nun gibt es Vorwürfe, dass die Angegriffenen die mögliche Tötung des Bären zu verantworten haben: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/debatte-nach-baer-angriff-in-italien-16836483.html

Ach, wie schön ist es als so ein Tierschützer von seinem gemütlichen Aufenthalt aus, einen Bären zu verteidigen. Darum sollte das Gebiet von ca. 1600km2 um den Bären herum als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. Sollte man bei uns auch für Wölfe tun. Wir machen den Platz frei für Wölfe und Bären. Wwer dann angegriffen wird, ist selbst daran Schuld. Die Bärendiskussion erweist meine SaTiere als von der Realität übertroffen.

*

Berliner Chefs – äh Regierung – machen vieles, das gutgemeint ist – aber man weiß schon vorher, dass das nicht klappt, weil es eben nur gutgemeint ist – und guten Argumenten nicht zugänglich: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/berliner-mietendeckel-scheitern-mit-ansage-16824337.html

Aber das greift immer weiter auch auf die Bundespolitik über. Hoffentlich hat Corona Pläne erst einmal davon kuriert, bevor die Wirtschaft kaputt gemacht wird.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/ ; http://blumenwieserich.tumblr.com/

Planned Parenthood + Kritik an Lehrern

Planned Parenthood kann man nicht unterstützen – oder haben sie ihre rassistische Vergangenheit (Eugenik) aufgearbeitet? https://de.wikipedia.org/wiki/Margaret_Sanger#Eugenik

Nicht nur der Nationalsozialismus hatte Eugenik im Programm. Viele Wissenschaftler waren Fans davon – nicht zuletzt auch die Gründerin von Planned Parenthood. Dazu: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-322-80803-5_18

Zur Auseinandersetzung in der Kirche: https://de.catholicnewsagency.com/story/zdk-prasident-wollen-abtreibungen-verhindern-6463

*

Ich hatte neulich schon das Thema, dass Lehrer ungerecht behandelt werden. Hier wieder ein solcher Ansatz, aber moderater, da nicht nur Lehrer als Hindernisse angesprochen werden, sondern das starre System: https://www.spiegel.de/panorama/bildung/die-meisten-meiner-kolleginnen-haben-deutlich-mehr-gearbeitet-als-ohnehin-a-d65be271-b3c5-4f57-aca8-72af018edcf6

Die Kommentare, die dem Beitrag zustimmen, sind kurios. Vor allem auch darum, weil ihn wohl auch einzelne Lehrkräfte unterstützen. Nur: Warum haben sie dann nicht dazu beigetragen, dass sich das ändert, sondern gewartet, bis sich was ändert?

Es bleibt richtig, dass vielfach zu wenig für die Digitalisierung getan wurde. Nur liegt das vielfach nicht allein an den Schulen, es liegt an den Geldern, die nicht flossen – was jetzt wohl besser ist, aber zeitlich in Jahren gerechnet werden muss. Ebenso liegt es daran, dass es zu wenig Fachleute an den Schulen gibt, die so etwas vorantreiben können. Zudem muss man beachten: Eine solche Pandemie hat es zuvor nie gegeben. Von daher hat man gelassen und geduldig Schritt für Schritt an der Digitalisierung gearbeitet. Und dann war der Extremfall auf einmal da.

Nicht beachtet wird von Kritikern, über das neulich Geschriebene hinaus, dass die Systeme (Schule/Eltern) nicht immer kompatibel sind, dass manches Problemlose wegen Sicherheitsfragen verboten war, was aber besser war als das stockende Erlaubte, dass manche Plattformen noch immer Schwierigkeiten haben und sie zu Beginn noch stärker hatten; manche Kritiker auch von Elternseite vergessen, dass Digitales keinen Unterricht ersetzen kann.

Viele Kritiken gehen an der Realität vorbei. Ärgerlich ist, dass diese Stimmung machen. Sie greifen den Ärger vieler Eltern auf – der aber auch von der Unfähigkeit der Eltern herrühren kann und dem Unvermögen der Kinder – woher sollten diese es auch wissen, wenn es ihnen keiner zeigt. Und da liegt das Problem: Kinder müssen im Vorfeld geschult werden, Lehrer müssen im Vorfeld geschult werden – aber: Es muss klar sein: Was soll eigentlich geschult werden? Bevor die Plattformen nicht funktionieren, kann man nicht schulen. Die Technik muss stimmen – dann erst kann man auch weiterbilden.

(Noch einmal zu den Kindern: Viele Erwachsene gingen davon aus, dass SchülerInnen sehr gut Bescheid wissen, weil sie mit ihrem Smartphone gut umgehen konnten. Nun musste man aber sehen, dass es nur ganz wenig waren, die auch mit den technischen Geräten arbeiten konnten. Das musste also auch erst einmal gelernt werden.)

Auch, was die Aufgabenstellung betrifft, die immer wieder kritisiert wird: Man hatte ja keine Möglichkeiten, weil alles so schnell gehen musste, vorher miteinander zu kommunizieren. So musste (!) es jede/r so gut machen, wie man es sich dachte. Erst durch die dann folgende Kommunikation mit Eltern und Kindern konnte man überhaupt erst erkennen, wie man aneinander vorbeiarbeitete, vorbeidachte – konnte das korrigieren.

Ideal ist: Alle werden in ruhiger Zeit geschult, Technik funktioniert, es gibt sie ausreichend, alle haben das gleiche System, die gleichen Antivirenprogramme (denn manche stoppen den Zugriff auf bestimmte Seiten), es gibt Regeln, wie man vorgeht, wie man Aufgaben stellt, wie das Copyright beachtet wird, wie die engen Persönlichkeitsrechte (was auch immer wieder in der Diskussion vergessen wird) eine Kommunikation erlauben. Die Mailadressen und Telefonnummern, die Eltern angegeben haben, stimmen – und sie gehen auch dran ans Telefon bzw. reagieren auf Mails… Eine ideale Welt kann man sich schon vorstellen. Aber die gibt es nicht. Das heißt nicht, dass man nicht daran arbeiten muss.

Kritiker gehen vielfach von der heilen Welt aus – warum auch immer. Die Gründe sind vielfältig. Bevor ich angreife, schweige ich lieber.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/

Klopp-Denkmal + Corona-Altenheim + Grüne und Realität

Klopp auf dem Weg zum Denkmal – kann man hier lesen: https://www.tagesschau.de/ausland/liverpool-premier-league-101.html

Dann kann man nur hoffen, dass, wenn es soweit ist, er dann nichts gesagt hat, was den das Denkmal Aufstellenden irgendwie gegen die Meinung geht.

Also: Er darf nichts sagen, was in Zukunft stören könnte. Aber vielleicht hat er das schon oder sagt es ständig, weil es in unserer Zeit ankommt – aber von den Zukünftigen als ein großes Übel geahndet wird?

*

In Corona-Hotspot-Gebieten muss es natürlich strengere Regeln auch für Altenheime geben. Aber: Die Überschrift klingt so verallgemeinernd, als müsse es überall strengere Vorschriften geben. Hoffentlich nicht, denn dann kommt man auf den Gedanken, dass es manche Altenheim-Aktivisten stört, dass sie nicht einfach ihre Alten für sich haben können – Besuche sind dann nur störend. https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-freitag-129.html

*

Eine nette Formulierung zum Grundsatzprogramm der Grünen: „Weiterentwicklung im Sinne der Anerkennung der Realität“ + „Jetzt wird die Technologie nicht mehr als das Problem gesehen, sondern als Teil der Lösung der Probleme“ (sogar mit Blick auf die Gentechnologie): https://www.tagesschau.de/inland/interview-schroeder-101.html

Grüne versuchen weiter den Sozialdemokraten Stimmen abzuluchsen. In dieser Hinsicht sind aber die Sozialdemokraten meines Erachtens noch nicht so auffällig gewesen – die Grünen also linker / sozialistischer als die SPD:

Die linke Ausrichtung zeigt sich in dem Insistieren auf den Primat der Politik im Sinne der gesellschaftlichen Bedarfe

Kurz: Die großen Politiker und ihre Fans wissen, was gut ist – dem tumben Bürger muss das nur recht druckhaft schmackhaft gemacht werden, damit er der Politik folgt. Das Herrchen weiß, was dem Hündchen gut tut.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/

Diskriminierung + Neue Journalisten-Generation + „Angst vor dem M-Wort“

Der taz-Artikel geht übrigens nicht allein gegen die Polizei: https://taz.de/Abschaffung-der-Polizei/!5689584/

Was übersehen wird: Er diskriminiert auch die Menschen, die auf Müllhalden leben müssen, die sortieren, vor allem in armen Ländern. Das sollte man auch bedenken.

*

Ich vermute einmal, dass die Anzeigen nichts bringen werden. Außer hämisches Grinsen und anderen Siegesposen.

Es bleibt zu hoffen, dass manche Journalisten lernen, dass nicht nur andere für ihr Handeln verantwortlich sein sollten, sondern sie selbst auch. Meinungsfreiheit als Freibrief für Diskriminierungen, für Spaltungen der Gesellschaft, für das Säen von Hass – das ist nicht nur ein Problem von SocialMedia, sollten auch manchen Journalisten bedenken, dass sie selbst an so etwas beteiligt sind.

Aber die Hater sind immer die anderen – und die in solchen Medien agieren, sind immer die Aufklärer. Das ist ein Selbstbild – nach dem Motto: Eigenlob stinkt.

*

Haben sie gelernt? Man lese diesen Beitrag: https://taz.de/taz-Kolumne-ueber-Polizei/!5691333/

Wenn die, die hier als junge Journalistengeneration vorgestellt wird, wirklich junge Journalisten insgesamt widerspiegeln sollte, dann verheißt uns das nichts Gutes für die Gesellschaft. Denn: Meinungsfreiheit ist gefährdet, sobald eine Gruppe meint, sie müsse aus welchen hehren Gründen auch immer, den Mund/Stift verbieten.

Aber: Ich denke auch hier: Die Auswahl der taz spiegelt natürlich nicht die jungen Journalistinnen und Journalisten insgesamt wider. Sie sind vielfältig wie die Gesellschaft vielfältig ist. Es geht in diesem beitrag somit nur um die Differenzen in der taz – damit um die Frage: Welche Weichenstellung verfolgt die taz für ihre eigene Zukunft.

Lernt man an den Universitäten heute, dass Betroffene allein das recht haben, die Realität wiederzugeben? Lernt man nicht mehr zwischen Emotionalität des Individuums und der sachlichen Distanziertheit zu unterscheiden? Lernt man an den Universitäten heute, dass Menschen, die man aus irgendwelchen Gründen für inkompetent hält, dass diese sich am gesellschaftlichen Diskurs nicht beteiligen dürfen? Das wäre der Untergang der Wissenschaft – der Demokratie sowieso.

Es stellt sich also die Frage: Tut der taz-Beitrag Minderheiten einen Gefallen, wenn er die Nachkommen Zugereister so wiedergibt? Sie bringen die Autoritätsstrukturen ihrer Herkunftsländer mit, kehren sie nur um: Nicht die Mächtigen haben das Sagen, sondern wir. Und wenn wir etwas als richtig ansehen, dann haben alle anderen zu schweigen. Das ist hoffentlich nicht die Sicht studierter Menschen aus anderen Ländern. Das wäre aus demokratischer Perspektive Unrecht – dieses Mal von denen, die sich als „unten“ definieren.

*

Zum Thema Stuttgart-Gewalt: https://www.cicero.de/innenpolitik/krawalle-stuttgart-angst-m-wort-migrationshintergrund-medien?fbclid=IwAR3hK6PV216E7sPpYrr01wCBe_-VsGvie7dUG1wXrau2fKT1w8JkhVI4pg0

Übrigens hörte ich neulich im Radio die Entschuldigung für die Krawalle in Stuttgart: Die Politik in der Corona-Zeit hat die Jugendlichen übersehen.

Sie mag sie übersehen haben. Da gehe ich noch mit. Aber dass dieses Problem in Stuttgart mit „den“ Jugendlichen verknüpft wird, halte ich für hanebüchen.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/

Glyphosat + Meinungsmacher: Homeschooling / PC-Unterricht

Bekommt Bayer das Geld wieder zurück, wenn Glyphosat nach allen Aufgeregtheiten als unbedenklich eingestuft wird? https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bayer-glyphosat-vergleich-105.html

*

Manche Meinungsmacher sollten bedachtsamer sein, denn nicht allein Politiker, Polizisten, Lehrer – um aufgrund des Themas nur diese zu nennen – tragen Verantwortung, sondern auch Journalisten. Neben dem unsäglichen taz-Beitrag, den ich neulich im Blog hatte, auch solche: https://www.deutschlandfunkkultur.de/homeschooling-keine-einzige-minute-kreativen-unterrichts.1005.de.html?dram:article_id=479145

Manche scheinen sich selbst an Themen zu berauschen. Nun zum Beitrag:

Unterricht ist etwas anderes als „Homeschooling“. Zudem kann man vom „Fernunterricht“, in den die Lehrkräfte in der Corona-Zeit hineingeworfen wurden wie Schüler und Eltern auch, nicht so viel pädagogische Leistungen erwarten. Es fehlte an Erfahrungen, an Fortbildungen – vor allem aber auch an optimale technische Möglichkeiten usw. – und das von allen Seiten. Es bleibt zu hoffen, dass man daraus auf allen Ebenen gelernt hat.

Natürlich müssen Schülerinnen und Schüler im normalen Unterricht lesen. Sie bekommen Bücher, sie bekommen Kopien usw. usw. Sie müssen schreiben und malen. Aber: Das ist ja nicht der Unterricht. Im Unterricht – ist freilich auch abhängig von den jeweiligen Lehrkräften und Fächern – werden Kompetenzen berücksichtigt, wird erklärt… – und Erklärungen sind gespickt mit Alltagsbeispielen. Es wird miteinander gelacht, gerätselt, getuschelt, gewitzelt, gelangweilt, gelernt, geärgert, überlegt. Lehrerinnen und Lehrer bekommen von den vor ihnen Sitzenden Anregungen, sie reagieren auf die Schülerinnen und Schüler – von daher ist kaum eine Unterrichtsstunde gleich, weil auch abhängig von den jeweiligen Klassen. Rollenspiele können vorkommen, man rennt in der Klasse herum, weil spielerisch ein Thema angeeignet wird, man arbeitet in Gruppen… Man macht sich sorgen, denkt an den Geburtstag, isst miteinander Kuchen usw. – Alltag eben. Homeschooling ist kein Schulalltag. Das so genannte Homeschooling wird auch nie den Schulalltag ersetzen können, sondern nur Wissen vermitteln.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/

Verschwörungstheorien und Christen + Kirchen und Corona + Katholischer Streamingdienst

Ein interessantes Interview zum Thema Verschwörungstheorien – und warum viele Menschen sie haben: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2020/06/23/verschwoerungstheorien-sind-eine-humane-konstante/

*

Das Verhalten der offiziellen Kirche mit Blick auf Corona war falsch. ich hoffe, man nimmt das auch in den oberen Rängen wahr. Hier gibt es weitere Kritik: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2020/06/12/philosophin-sieht-spirituelle-hilflosigkeit-der-kirchen-in-der-coronakrise/

Man kann den vorauseilenden gehorsam auch verteidigen. Weiteres: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2020/06/11/bischof-baetzing-verteidigt-handeln-der-kirche-in-corona-krise/

*

Ein katholischer Streamingdienst hat begonnen: https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/film/2020/06/10/vativision-das-katholische-netflix-startet/

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/

Handeln im Nationalsozialismus

Manche werfen den Alten vor, dass sie nicht gegen die nationalsozialistische Ideologie intensiv eingetreten sind.

Das wäre natürlich ehrenhaft – aber ich kann verstehen, dass sie es kaum getan haben.

Allein schon heute, wenn man alles mögliche sagen darf – kann man wirklich etwas verändern? Nur dann, wenn man sehr intensiv vernetzt ist. Diese Vernetzung heute findet vor allem mit den technischen Hilfsmitteln statt, unterstützt von den emotional engagierten Medien.

Das fiel alles weg. Wenn man sich wirklich überlegt, wie wäre ich damals vorgegangen – vorausgesetzt, man hat ein wenig Ahnung von der Zeit – und die scheinen viele nicht zu haben – welche Möglichkeiten hätte ich als normaler Alltagsmensch wirklich gehabt?

Der normale Mensch musste zusehen, wie er seine Familie und sich ernährt – stärker noch als heute, es gab kein Hartz IV. Er war mobil sehr eingeschränkt. Zudem: Wenn ich so an mich in der Gegenwart denke: Ich habe eigentlich kaum Lust, all die Verrücktheiten der Gegenwart zu kommentieren, dagegen zu argumentieren, mich dagegen wirklich mit allen Mitteln zu engagieren.

Es gab vernetzte Gruppen – da sind vor allem die Sozialisten/Kommunisten zu nennen und die Kirchen. In der Zeit, konnte sich aber keiner so richtig sicher sein: ist der International-Sozialist nicht nun doch National-Sozialist geworden? Bei den Kirchen ist, vor allem bei der evangelischen Kirche deutlich geworden, wie viele bei den national(sozialistisch) orientierten Deutschen Christen mitgemacht haben – wie schwer es war, sich als Gegengruppe zu vernetzen. Das dauert seine Zeit – und bis es soweit war, hatte sich der propagandistisch und äußerst emotionale agitierende Nationalsozialismus vielfach schon in Herzen und Hirne etabliert. Das nicht zuletzt auch sehr aggressiv und drohend.

Selbst in politisch verantwortlicher Position waren den Menschen doch so ziemlich die Hände gebunden. So sei an Albrecht Haushofer gedacht, der stark in der Außenpolitik tätig war – aber letztlich doch nichts ausrichten konnte (s. http://gedichte.wolfgangfenske.de/haushofer/). Das ist kein Vorwurf, es ist auch nicht verwunderlich. Die nationalsozialistische Ideologie wie auch die kommunistische verlangen den ganzen Menschen – und haben ihn vielfach bekommen: Menschen waren vom Ungeist begeistert. Von daher Denunzianten usw. usw. waren ein großes Problem für diejenigen, die versucht haben widerständig zu sein.

Ein alter Mann sagte einmal, er habe bei einem Straßenbahnwagen, der an der Hauptmaschine drangehängt war, als er abends alleine darin fuhr, als Protest gegen die Zustände der Zeit alle Glühbirnen kaputt gemacht. Kleine Sabotage-Akte… – er selbst sah sie als sinnlos an. Aber er wollte irgendwas tun.

Wer sich heute nicht für Menschenrechte einsetzt – sollte vor allem mit Vorwürfen an die damalige Generation sehr sparsam sein.

*

Nachdem ich das geschrieben habe, kam mir folgender Text vor Augen, in dem man vieles lesen kann, was man sonst nicht so leicht findet. Ein guter Text: https://www.hf.uni-koeln.de/data/musikeume/File/Oppositionelles%20Lied/Thurmair%20Lohmann.pdf

Es ist doch immer wieder ärgerlich, wie leichtfertig manche Kritiker agieren und agitieren – und das dann auch in Wikipedia aufgenommen wird. Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Thurmair

*

Es gibt für manche Zeitgenossen nur schwarz-weiß. Darin sind sie den Ideologen nicht unähnlich. Ich finde auch in dieser Hinsicht das Buch von Heinrich Grüber: Erinnerungen aus sieben Jahrzehnten interessant. Grüber versuchte während der Zeit des Nationalsozialismus Menschen die Flucht ins Ausland zu ermöglichen. Er hatte manche Ansprechpartner im System, die ihm halfen. Man kann diesen Systemstabilisierung vorwerfen und was sonst alles noch. Aber eine realistische Beurteilung sollte sich doch so langsam durchsetzen – entgegen einer Sicht Nachgeborener, die sich verbal-heldenhaft zu profilieren sucht.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/

Freizeit des einen – Last des andern

Es lässt sich immer stärker beobachten, dass die Freizeitgestaltung des einen anderen zur Belästigung wird: Es sei nicht nur an Motorradfahrer natürlich bei allem auch an *innen gedacht, auch an Autofahrer – aber auch Fahrradfahrer, so sie in Massen auftreten. Wenn ein paar Leute grillen, macht es nichts, wenn aber Hunderte oder Tausende grillen – dann wird es zu einer argen Belästigung. Oder Kreischkneipen aber auch Gasthäuser, so sie ungehobelte und rücksichtslose Gäste versorgen müssen. Es sei an Drohnen gedacht, an Naturliebhaber, die die Wälder, Berge und Seen beherrschen… Je mehr Menschen wir werden und Freizeiten lieben, desto mehr muss das wohl geregelt werden, damit die Erkrankung wegen Lärmbelästigung gemindert und das Entspannen bei der Freizeit möglich wird.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/ ; http://blumenwieserich.tumblr.com/

Politisches Problem + Das Problem Leopold II.

Auch Frankreich hat ein politisches Problem: https://www.spiegel.de/politik/ausland/frankreich-warum-polizisten-ihre-handschellen-wegwerfen-a-dea85009-63f7-4b85-b631-f89eea1222f5

*

Es ist gut. Endlich. In Belgien wird Leopold II. in den Fokus genommen: https://www.spiegel.de/politik/ausland/belgien-koloniale-graeuel-im-kongo-leopolds-geist-wird-zur-heimsuchung-a-edb3d397-4435-47c5-8a8b-94cfc72b4848

Am 16.9.2013 schrieb ich: https://blog.wolfgangfenske.de/2013/09/16/belgiens-dunkle-kapitel/

Das war eine schlimme Zeit, in der der belgische König Leopold II. im Kongo herrschte: (Link) Wurde das eigentlich aufgearbeitet? Dieses Schlachten, Verachten, Ausbeuten… – treibt die Scham ins Gesicht Europas? Oder vergessen, zugeschüttet, verdrängt?

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/

Bilderstürmer

Was sagt der Clip über Medien und Gesellschaft? https://www.spiegel.de/politik/ausland/grossbritannien-denkmalstuermer-sklavenhaendler-vom-sockel-stossen-

Neutrale Berichterstattung ist nicht im Blick – das sagt er über Medien. Und über die Gesellschaft: Vielleicht hätte der Macher auch niemanden gefunden, der sich dagegen ausgesprochen hätte – um keinen Ärger zu bekommen. Propaganda – Demokratie…

Das Amt des Bürgermeisters, wie neulich schon geschrieben, sollte man auch aufgeben, denn viele Bürgermeister waren auch für die Sklaverei.

Ich wende mich seit Jahren gegen Sklaverei vor allem auch moderne Sklaverei. Ich bin auch gegen Bilderstürmer. Man muss die Auseinandersetzung in demokratische Prozesse überführen und nicht einfach kaputt machen, was man aus welchen Gründen und seien sie noch so hehr kaputt machen möchte.

*

In der Tagesschau vom 11.6. wurde gezeigt, wie Menschen in den USA über die Statuen herfallen. Da denkt man sich: Wie gut, dass die Furien nur die Statuen unter ihren Füßen haben – lägen sonst wahre Menschen auf dem Boden, auf denen sie herumtrampeln? Andererseits sieht man daran: Es ist wichtig, dass es dieses Ventil für den Zorn gibt. Zorn lässt sich wohl nicht demokratisch bändigen. Was lehrt uns das? Es ist schlimm.

*

McCarthy ist zurück – nur unter einem anderen Label. Schon verloren in den USA Journalisten ihren Job, weil sie es wagten, kritisch zu sein. Nun zeigt es sich wieder einmal: Wer Rückgrat hat und wer nicht. Wegen Trump gerät die Demokratie ins Schlingern? Auf ihn kann man zeigen, während man sie heimlich still und leise oder kreischend laut – je nachdem – abbaut.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/