Älteste Menschengruppe

Die älteste existierende Menschengruppe sollen die Khoisan sein: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/homo-sapiens-forscher-haben-wiege-des-modernen-menschen-gefunden-a-1293804.html

Der Beitrag informiert über andere Fragen – aber diese Info schien mir wichtig zu sein. Die andere Info über die Wiege der Menschheit, die wird wohl alle Jahre von immer neuen Untersuchungsergebnissen verdrängt werden.

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Und dass der erste Zweibeiner im Allgäu herumlief – das hat wohl die Allgäuer am wenigsten Überrascht: https://www.zeit.de/2019/46/primatenskelett-udo-allgaeu-knochenfund

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Ernst Lohmeyer

Ich möchte hier auf das Leben des Theologen Ernst Lohmeyer hinweisen: https://de.evangelischer-widerstand.de/html/view.php?type=dokument&id=402&l=de Zu diesem Theologen ein paar Details: https://theologie.uni-greifswald.de/fakultaet/fakultaetsgeschichte/ernst-lohmeyer/ Überhaupt ist die letztgenannte Seite sehr informativ – und wichtig: https://de.evangelischer-widerstand.de/html/view.php?type=biografien

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Böse Christen

Es wird immer wieder gesagt, dass die bösen Christen dafür verantwortlich seien, dass so manches an nichtchristlichen lateinischen und griechischen Texten verloren gegangen sei.

  • Es waren andere Zeiten, da konnte man nicht mal soeben was kopieren und vervielfältigen.
  • Dann hat man eben das mühevoll abgeschrieben, was man als hilfreich ansah – heutige Christengegner würden sicher auch nicht alle christliche Literatur abschreiben.
  • Es ist auch vieles an christlichen Werken verloren gegangen (z.B. Clemens von Alexandrien, Hippolyt…).
  • Wir können dankbar sein, dass in den politischen Wirren der Zeiten, Kriege, Hunger, Pest, „Völkerwanderungen“, Armut, Feuersbrünste, Raubüberfälle, Schimmel und Feuchtigkeit, bei der Übertragung von Bücherschätzen von einem ins andere Kloster dürfte auch manches verloren gegangen sein, Gebrauch zerstört auch… – überhaupt noch so viel an Literatur überliefert wurde. Erfreuen wir uns also an Vergil, Horaz, Cicero, Platon, Aristoteles… Damals hatte man auch noch nicht die Möglichkeit, die man heute hat, zusammengeklebte Papyrusrollen, brüchiges Pergament usw. technisch aufzubereiten.
  • Zudem war man zeitnaher. Wie wichtig nehmen Menschen (Fachleute sicher) die Werke des 17.-18. Jahrhunderts?

So manche Schätze dürften noch nicht gehoben sein. Ich denke mir: Was ist eigentlich aus dem Reichtum von Konstantinopel geworden? Wo ist das alles im Zuge der osmanischen Belagerungen und Eroberungen hingelangt? Hat man es ausgelagert? Wohin? Hier ein Teil der Antwort: https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserliche_Bibliothek_von_Konstantinopel

Von daher: Es ist alles differenzierter zu sehen, als manche antichristlichen Polemiker und Reduktionisten es den Leuten vor Augen malen. Natürlich war nicht alles klasse abgelaufen, so wie wir es uns heute wünschen würden. Und Bilderstürmer/Ideologen aller Couleur sind nicht gerade für ihre Toleranz bekannt. Aber Menschen und somit ihre Geschichte sind nun einmal vielfältig, in Brutalität einerseits und Zivilisation andererseits – und dazwischen unendlich viele Variationen.

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Mathematische Symbole

Der “ “ vom „minus“ kommt wohl von einem Strich über dem „m“ – minus, weniger.

Warum das “ + “ ein Kreuz ist, ist wohl nicht mehr bekannt. Es taucht erst Ende 15./Anfang 16. Jahrhundert auf – in einem Leipziger Werk. Was hat dem Leipziger wohl vor Augen geschwebt, als er das Zeichen als Pluszeichen verwandte?

Das “ × “ als Malzeichen kommt vermutlich vom Andreaskreuz (17. Jahrhundert – Zeichen der Schottischen Flagge, aufgrund einer Legende, laut der einem Heerführer im 9. Jahrhundert erschienen war), was Leibniz durch einen “ “ ersetzt hat, weil das „X“ leicht zu verwechseln war. Leibniz hat wohl auch das “ = “ aus dem Walisischen (16. Jh) auf den Kontinent gebracht. Auch mit einem der Geteiltzeichen hat Leibniz was zu tun. Alle drei stammen aus dem 17. Jahrhundert: “ : ÷ / „. Warum diese Zeichen? Spannende Frage.

Bevor die Zeichen eingesetzt wurden, hat man immer die jeweiligen Worte geschrieben, also 1 minus 1; 1 plus 1…

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Luther – Kohlhase – Jetzt, jetzt, jetzt – sofort

Ich hatte neulich das Thema: Luther und Hans Kohlhase. Dem Letztgenannten wurde durch die Herrscher Unrecht getan – und er rächte sich massiv gegen das erlittene Unrecht. Luther reagierte darauf, indem er Kohlhase schrieb, er solle selbst friedlich bleiben und Gott den Zorn überlassen.

Das heißt: Luther wendet sich mit dieser Begründung gegen die Selbstjustiz – Gewaltmonopol liegt vordergründig beim Staat, auch wenn der ungerecht ist.

Hans Kohlhase ist ein schönes Beispiel dafür: Wer Gott nicht ins Spiel bringt, sieht sein kurzes Leben als Maßstab an: Alles muss sofort geändert werden. Glaubende können da gelassener sein.

Nun denn: Spannend ist diese Frage: Ist Rache Naturrecht – oder das Gewaltmonopol des Staates? Wenn man Fan des Naturrechts ist.

Wie geht ein Bürger vor, wenn dem Bürger durch den Staat Unrecht geschieht – aber es den Gesetzen entspricht. Eine wichtige Diskussion in unserer Kultur seit Jahrhunderten. Wie geht ein Bürger vor, der Jesus nachfolgt?

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Sonderbare Studie: 2. Weltkrieg

Welches Land hat am meisten dazu beigetragen, im 2. Weltkrieg zu siegen? Die Menschen ihrer jeweiligen Nation sehen sich sehr hoch im Kurs. Und das wird in der Studie sonderbarerweise addiert und damit kommt man dann auf eine hohe Prozent-Zahl: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kollektiver-narzissmus-wer-hat-den-zweiten-weltkrieg-gewonnen-16344745.html

Diese Rechenkünste sind – eigenartig. Die Opfer, die dann genannt werden, sollen dann wohl belegen, welches Land tatsächlich viel zum Sieg beigetragen hat.

Solche Rechnungen gehen an der Realität vorbei. Es könnte sein, dass ein einzelner Mensch aus einem sonst unbeteiligten Staat, andere Staaten dazu aufgefordert hat, zu kämpfen. Und sie folgen ihm. Er hat am meisten dazu beigetragen, könnten die Menschen dieses Landes zu recht sagen. Hier zu addieren ist absurd. Es gibt nämlich gar keine Gegenrechnungen. Warum? Weil es keinen Maßstab für eine eindeutige mathematische Lösung gibt.

Sonderbar finde ich auch, dass diese Info in einem Artikel weitergegeben wird, ohne dass die Absurdität einer solchen Studie hinterfragt wird.

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