Goslar-Dom + Notre Dame

Es war einmal ein Dom in Goslar
https://de.wikipedia.org/wiki/Goslarer_Dom . Der wurde vor ca. 200 Jahren abgerissen, und wie ich erfahren habe: Aus den Steinen wurden Militärkasernen gebaut. Da dürfte doch das Herz so manches Antikirchler höher hüpfen. Jede Zeit hat so ihre Prioritäten.

Hoffen wir, dass die Kathedrale Notre Dame wieder erbaut wird, wie sie war und nicht ein neuer Tempel der Vernunft oder ein Tempel des Kapitals oder ein Tempel der Verehrung von welchem Zeitgeist – zum Beispiel der zur Göttin erhobenen Europa – auch immer errichtet wird.

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Irena Sendler + Katholische Kirche im Widerstand

Eine mutige Frau: Irena Sendler. Sie rettete vielen Menschen das Leben – sollte den Nobelpreis bekommen, aber die Nachwelt hielt Al Gore für wichtiger:
https://faithreel.org/nurse-who-outsmarted-hitler-most-courageous-women-century/

Sonderbarer Weise gibt es kaum deutsche Clips über sie. Einen, den ich gefunden habe:

Gibt es den 2009 über sie gedrehten Film in Deutsch?: The Courageous Heart of Irena Sendler. Wohl nicht:
https://www.amazon.de/Irena-sendler-FR-Anna-Paquin

Es gibt ein Buch über sie: Tilar J. Mazzeo: Irenas Liste oder das Geheimnis des Apfelbaums (Heyne 2017)

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Hier gibt es ein paar Informationen über den Widerstand von Katholiken in der NS-Zeit: http://www.kath-info.de/widerstand.html

Hinweisen möchte ich wieder auf Fritz Gerlich: https://www.gerlich.com/

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Nazi-Wörter – politischer Missbrauch von Wörtern

Auch Nationalsozialisten haben deutsch gesprochen und die deutsche Sprache verwendet. Sie haben schöne Begriffe missbraucht für ihre abstruse Ideologie, so das Wort: Heil. Darf man diese Wörter dann nicht mehr verwenden? Ich bin der Meinung: Man muss sie sogar verwenden, wenn man kein Sklave dieser Menschen verachtenden Ideologie sein will. Ich gehorche diesen Ideologen nicht. Dieses Interview zum Thema ist nicht eindeutig. Es lässt nicht direkt erkennen, was der Interviewte nun wirklich meint. Vielleicht ist sein Buch eindeutiger: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/nazi-woerter-darf-man-maedel-aktion-und-eintopf-sagen-a-1255364.html

Von vielen Wörtern weiß man gar nicht mehr, dass sie missbraucht wurden. Wer weiß das noch? Das sind dann ein paar Intellektuelle oder ein paar Sprachpolizisten, die sie dann wieder auskramen, wenn einer sie verwendet, der ihnen politisch nicht in den Kram passt. Und das ist für mich ein weiterer Missbrauch des Wortes – aus politisch-ideologischen Gründen, wie nicht nur hieran zu sehen ist: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-tilman-kuban-politiker-kritisieren-wortwahl-des-ju-chefs-a-1259353.html

Übrigens: Gleichschaltung wurde, soweit ich weiß, auch vielfach verwendet, um die „Gleichschaltung“ der CDU mit der SED in der DDR zu kennzeichnen. Da wurde es zuletzt verwendet und nicht in der Zeit des Nationalsozialismus.

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Bad news – good news

Böse Nachrichten sind gute Nachrichten. Warum werden Dantes Höllengeschichten so bevorzugt wahrgenommen (man kann sich auf youtube davon überzeugen) – das, was im Himmel geschieht – sagen wir: – weniger? Die Hölle war schon immer irgendwie interessanter: das Böse, die Qualen, die Folterungen. Bad news – die Hölle, die sich Menschen gegenwärtig gegenseitig bereiten – erregt die Phantasie genauso wie die bad news der Zukunft in den Köpfen der Alten, die angeblich das verbale Ausmalen der Hölle liebten. Wie die Alten sungen – so zwitschern auch die Jungen.

Wer von Dante noch nichts gehört hat: Hier gibt es Infos:

Ich hingegen liebe Good News. Sie sind eine Herausforderung. Sie machen es uns schwerer, sie zu formulieren und wahrzunehmen, sie wahrzunehmen und zu formulieren. Verkünder der bad news sind häufig hysterisch, aggressiv, aktionistisch im Sinne des bayerischen: Gschaftlhubers und deprimierend.

Euangelion/Evangelium/Gute Nachricht – die Good News der Christen seit jeher. Das ist von ganz anderer Qualität.

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Massaker von Chios

Ich habe das Bild von Eugène Delacroix: Das Massaker von Chios (1824) gesehen (natürlich nicht im Original – ich bin nicht in Paris). Dann wollte ich wissen, um was für ein Massaker es sich handelte. Das Massaker fand statt im Zuge des Versuchs von Griechenland, die osmanische Herrschaft abzuschütteln. Und die Osmanen reagierten in Chios barbarisch:

Alle Männer über 12 Jahre wurden getötet,

alle Frauen über 40 Jahren wurden getötet

alle Kinder unter zwei Jahren wurden getötet.

Warum wurden Jungs bis 12 und Frauen bis 39 Jahren nicht getötet? Weil man sie auf dem orientalischen Sklavenmarkt verkaufen wollte und auch verkauft hat. Man schätzt: 25.000 Tote und fast 45.000 als Sklaven Verkaufte. Bis 15.000 Menschen konnten fliehen. Menschen in die Sklaverei zu verkaufen schien menschlicher, als alle zu töten, heißt es in dem Wikipedia-Beitrag. Menschlicher? Oder war das ein Wirtschaftsfaktor. Wann geschah das Massaker? Vor ca. 200 Jahren: 1822. Wird in wenigen Jahren der Opfer gedacht werden?

Weitere Informationen auch über die vorangehenden brutalen Auseinandersetzungen: https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Chios

Kritik an diesem Beitrag in Wikipedia: https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/10/19/die-kunststunde-iii-das-massaker-von-chios/

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