Auseinandersetzung um Achille Mbembe + Auseinandersetzung China und Australien

Auseinandersetzung um Achille Mbembe: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/antisemitismus-debatte-um-den-philosoph-achille-mbembe-16761907.html

Wer behandelt werden will wie jeder andere Mensch, der muss Kritik aushalten. Wer ernst genommen werden will, muss sich nicht wundern, wenn man ihn ernst nimmt.

Es wäre schön, wenn die Auseinandersetzung zu einem Umdenken führen würde, statt zu üblen Apologien.

(Nachtrag: 19.05.2020: https://www.spiegel.de/kultur/achille-mbembe-offener-brief-an-angela-merkel-und-frank-walter-steinmeier-a-a89da29a-7616-43bc-9e3d-654bcf0a557b und: https://www.spiegel.de/kultur/antisemitismus-vorwuerfe-gegen-achille-mbembe-wichtige-debatte-falscher-anlass-a-cbf9b44c-b510-40a2-a82d-5340eaad08de )

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China ist sauer auf Australien und will darum die Gerste verteuern. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/china-erhoeht-den-druck-auf-das-aufmuepfige-australien-16762869.html

Ich in meinem laienhaften Denken würde folgendes überlegen: Was würde China in einem solchen Fall machen? Andere Märkte erschließen. Also, liebe Australier: Es warten sicher sehr, sehr viele Menschen auf eure Gerste. Wer die Gerste nicht ehrt, ist der Gerste nicht wert.

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Goebbels und christliche Moral

Goebbels schrieb 1934 wohl auch mit Blick auf christliche Moral:

Das seien „naturfremde Menschen, die entweder das Leben schon hinter sich haben oder nicht verdienen, dass sie noch eins vor sich haben“.

(„Mehr Moral, aber weniger Moralin“; zitiert nach: Paul Dieterich: Margarete Schneider. Die Frau des Predigers von Buchenwald, SCM Hänssler 2019, 200. Der Prediger von Buchenwald ist Paul Schneider, der sich der nationalsozialistischen Diktatur nicht beugte, von 1937-1939 im KZ Buchenwald interniert war und dort ermordet wurde. Paul Schneider kritisierte als Christ den mit Blick auf Moral antichristlichen Aufsatz von Goebbels und bekam dann massiven Gegenwind zu spüren.)

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Extreme Parteien vorn + Parteientaktik

Es ist interessant zu beobachten, dass fast überall extreme Parteien aus dem Boden schießen und auch Erfolg haben: https://www.tagesschau.de/ausland/irland-wahl-119.html

Die Frage ist: Worauf läuft die nahe Weltgeschichte hinaus?

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Parteientaktik: https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/peinliche-posse-um-klo-manoever-so-redet-sich-ramelow-um-kopf-und-kragen-68784034.bild.html

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8. Mai als Feiertag

Ich finde, das ist eine sehr gute Idee: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/esther-bejarano-der-8-mai-muss-ein-feiertag-werden-a-5f1a98b2-3465-43eb-9987-6780fc6b0e5b

Ein Feiertag am 8. Mai gäbe eine Gelegenheit, „über die großen Hoffnungen der Menschheit nachzudenken: über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – und Schwesterlichkeit.“ Wenn das gelänge, könnte ein „Bundespräsident vielleicht irgendwann sagen: Wir haben aus der Geschichte gelernt. Die Deutschen haben die entscheidende Lektion gelernt.“

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Wessel-Sturm – Braune Masse

In dem Buch von Claude R. Foster: Der Prediger von Buchenwald Paul Schneider. Seine Lebensgeschichte (Hänssler 2001) finden wir auf den Seiten 316ff. die Auseinandersetzung während einer Trauerfeier. Ein junger Mann war gestorben und der NS-Kreisleiter beendete seine Trauerrede mit den Worten:

„Kamerad Karl Moog, nun bist du in Horst Wessels himmlischen Sturm eingegangen.“

Dagegen wandte sich Pfarrer Paul Schneider, weil die christliche Beerdigung durch nationalsozialistische Ideologie ersetzt werden sollte.

Das Horst Wessel-Lied fordert, dass die Straßen frei gemacht werden sollten für den „Sturmabteilungsmann“, es wird zum Angriff, zum Sturm geblasen… Das hat dann der DC-Pfarrer Hossenfelder drei Jahre nach der Ermordung Wessels in einer Trauerrede auf einen SA Führer aufgegriffen und sprach von der „großen grauen Armee“ im Jenseits, im himmlischen Wachdienst, bei „dem ewigen Sturm Horst Wessels“. https://www.zeit.de/2003/39/H_Wessel-Lied/seite-3

Das bedeutet, der Nationalsozialismus – besser: nationalsozialistische Pfarrer – hat versucht, unter anderem die Jenseitserwartung des Christentums aufzugreifen, sie aber in seinem Sinn umzuprägen. Nicht bei Gott sein, sondern als braune Masse die irdische braune Masse unterstützend im Kampf.

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