Emotion statt Argumente

Es wimmelt nur so von Emotion, statt an Argumenten – aber, wie heißt es dann so schön: die Emotion soll das Gute unterstützen. Aber was, wenn das Gute nicht allgemein als Gutes angesehen wird? Dann holen wir eben den abgemagerten Eisbären auf die schmelzende Eisscholle – und das emotionale Herz trieft. Zu dem Thema: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/der-greta-thunberg-effekt-gefuehl-und-politik-kolumne-a-1252070.html

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Anmerkung wegen einer Kritik an diesem Text: Es geht hier nicht um Klimaerwärmung – es geht um die Emotionalisierung von Diskussionen.

Kirche und Populismus

Kirche wendet sich gegen Rechtspopulismus – ein wichtiger Faktor in der momentanen Tätigkeit. Dabei gerät sie in Gefahr, selbst politisch-populistisch zu werden.

Ich denke, Kirche sollte Christen als Christen im Glauben stärken, christliche Ethik vertiefen, dann verdampfen links, rechts und sonstiger Populismus.

Man sollte Christ-Populist werden, im Sinne von Luther: Dem Volk aufs Maul schauen, im Sinne von Jesus: missionarisch aktiv werden.

Und dann: Anderen Christen zutrauen, dass sie aus Verantwortung vor Gott die richtigen Entscheidungen treffen. Dazu muss man auch Gemeinschaft und Diskussion pflegen – mit allen, die um den richtigen Weg politisch ringen.

Die Basis ist nicht: Politisierung des Glaubens und der christlichen Ethik. Die Basis ist christlicher Glaube und daraus folgt dann das Verhalten, das Christen-Menschen würdig ist.

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Islamophobie-Forschung – Denunziationskunde

Hartes Urteil: https://www.cicero.de/innenpolitik/prozess-necla-kelek-lamya-kaddor-sodomie-islam-

Islamophobieforschung ist zu einem guten Teil Denunziationskunde…. 
Aber den Autoren ist geholfen; aus Texten werden Fördergelder, und aus Fördergeldern wieder neue Texte… 
Für Necla Kelek ist die jahrelange Verfolgung durch Kaddor, deren Ehemann und andere Kritiker jetzt hoffentlich beendet…

Dieser Beitrag zeigt, dass manche Medien ein grundlegendes Problem haben, weil sie einfach nachplappern – wenn es mit ihrer Weltsicht übereinstimmt.

Rühmend ist, dass der Spiegel die Reißleine gezogen hat. Aber die Gefahr sind nicht allein die vollkommenen Erfindungen, sondern auch Halbwahrheiten oder das Berufen auf Meinungen, die als Wahrheiten ausgegeben werden – wie man sieht. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/der-fall-claas-relotius-wie-das-spiegel-sicherungssystem-an-grenzen-stiess-a-1244593.html 

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Genveränderungen + Säkulare ethische Maßstäbe

Warum die Veränderung menschlicher Gene so gefährlich ist: http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/gentechnisch-mit-crispr-veraenderte-babys-in-china-in-hoechstem-masse-unethisch-a-1241000.html

Aber trotz des Interviews – es wird auf kurz oder lang kommen, weil im Grunde keine ethischen Argumente der Moderne dagegen sprechen. Das sieht man auch an dem Interview. Befürchtungen, dass man was in gang bringen könnte, was unerwünscht ist, wird dem Optimismus weichen: Auch das bekommt Wissenschaft in den Griff. Es gibt keine säkularen ethischen Maßstäbe, die ein dauerhaftes Fundament haben.

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Homosexualität: Kirche und Salamitaktik + Auseinandersetzungen in der katholischen Kirche

Erst Homopaare-Segnung – dann die Heirat. Man wusste es schon vorher, dass die Heirat im Blick stand. Warum hat man es nicht sofort gemacht? Die alte bewährte Salamitaktik hat wieder funktioniert: https://www.hessenschau.de/gesellschaft/evangelische-kirche-traut-nun-auch-homosexuelle,homosexuelle-trauung-100.html

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Die katholische Kirche hat zu kämpfen – den Hintergrund hatte ich neulich im Blog – wegen der Missbrauchsfälle, in denen laut Studie der USA eine hohe Zahl Homosexueller involviert ist: http://www.spiegel.de/panorama/leute/papst-franziskus-bezeichnet-homosexualitaet-als-modeerscheinung-a-1241490.html

Das Problem ist, man muss die Waage finden: Kriminalität bekämpfen – und auf keinen Fall Unschuldige zusammen mit Kriminellen verurteilen. Dann macht sich die Kirche wieder schuldig: Erst durch Augen zudrücken – dann durch Überreaktion.

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Gute Erinnerungen an die Kindheit + Sterbebegleitung + Aggressionen gegen helfende Berufe

Gute Erinnerungen an die Kindheit helfen ein Leben lang: https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/psychologie-glueckliche-kinder-werden-gesunde-erwachsene-1.4197327

Oft hört man aber alte Menschen oder Erwachsene, die wissen: Es muss gute Erinnerungen geben – aber ich kann mich nur noch an die schlimmen Seiten erinnern, an Mobbing, Erniedrigungen, Ängste.

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Die Bedeutung von Sterbebegleitung – auch für Familienangehörige, die Sterbende zu Hause versorgen: http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/sterbebegleitung-der-letzte-hilfe-kurs-a-1235909.html

Interessant fand ich diese Meldung:

Und es gibt einen Wunsch in der Bevölkerung nach einer stärkeren Auseinandersetzung mit den Themen Tod und Sterben: In einer repräsentativen Umfrage aus dem Jahr 2017 im Auftrag des Verbandes gaben 56 Prozent der Befragten an, die Gesellschaft befasse sich zu wenig damit.

Eine Herausforderung auch für die Christen.

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Was ist in unserer Gesellschaft passiert, dass Aggressionen gegen Menschen, die helfen zunehmen? Worin liegt der Grund, dass die Hemmschwelle, sie anzugreifen gesunken ist? Geht man zu lasch mit „Patienten“ um, um die Helfer zu schützen? (Wie der erste Teil des Artikels suggeriert.) Ist die Moral der Menschen gesunken – wenn ja: Woran liegt das? Liegt das mit daran, dass man von den Menschen auf moralischer Ebene zu wenig verlangt und sie nur immer auch in ihrer Amoral bestätigt? Handelt es sich um bestimmte Menschengruppen, die man früher als Proleten bezeichnet hat, dann als Prekariat – und heute keinen Namen mehr dafür kreieren darf, um niemanden zu diskriminieren? Damit aber auch mitschuldig wird, weil man die Helfer ins Messer oder in die Fäuste laufen lässt? Im Beitrag werden Drogen genannt, die entsprechend enthemmen. Aber auch, dass Leute aggressiv werden, wenn sie zu lange warten müssen… – das aber ist kein Grund, denn wer darum aggressiv gegen Helfende wird, hat schon ein Problem.

Die Menschen, die sich mit den Abgründen der menschlichen Psyche beschäftigen müssen, die in den Medien oder real zu Tage treten (Missbrauch, Pornographie, Gewaltdarstellungen vielfacher Art, Morde, Verstümmelungen) – die diese als psychische Gewalt auch gegen sich selbst erfahren –  wie kann man ihnen wirklich helfen – aber meine Frage ist: Was ist mit unserer Gesellschaft passiert, dass so etwas nicht nur an Rändern vorkommt, sondern auch immer stärker ins Zentrum der Gesellschaft dringen.

Nehmen wir genügend wahr, dass diese emotionale/seelische Verwahrlosung  um sich greift? Schließen wir davor die Augen?

Greift sie nicht um sich – ist nur aus bestimmten traditionell ausgegrenzten Bereichen der Gesellschaft ausgebrochen?

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Effektiver Altruismus + Missbrauch von Studentinnen

Effektiver Altruismus – hier haben wir wieder den Fall, dass ein wichtiges Wort „Altruismus“ ins Gegenteil verkehrt wird, weil irgendwelche Leute, die ein neues Menschenbild auserkoren haben, sich in diesem Wort sonnen wollen: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/effektiver-altruismus-keiner-trage-des-anderen-leid-15452768.html

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Missbrauch von Studentinnen: Solche Nachrichten sind kaum zu glauben – auch dass man nicht früher dagegen eingeschritten ist – allerdings ist alles noch gerichtlich offen: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/kalifornien-universitaet-entschaedigt-studentinnen-mit-215-millionen-dollar-a-1234435.html

Das Problem, das ich auch habe: Anwälte, die prozentual an dem verdienen, was an Strafe herausspringt – oder bin ich falsch informiert? Auf der einen Seite – es muss soweit es möglich ist – den potentiellen Opfern Hilfe geboten werden, andererseits sollte aber nicht immer der üble Geschmack aufkommen: Sie verdienen am Leid der anderen.

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Selbstzerstörung: Tattoos brutal + Selbstzerstörung: Wirtschaft

Warum diese Selbstzerstörung – und der Wunsch, andere zu zerstören? Gottes Ebenbild zu verhunzen, herumzupfuschen an der Schönheit der Haut, des Gesichts, des Körpers? https://scene360.com/art/116077/valerio-cancellier/

Nachdem, was man so im Alltag schon alles an Tattoos sehen kann, halte ich es für möglich, dass selbst diese Idee seine Abnehmer findet.

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Selbstzerstörung. Uns geht es gut. Die Firmen tun alles, dass es ihnen – und damit uns – gut geht. Wenn sie es nicht tun, sondern die soziale Marktwirtschaft missachtet wird, muss man nachhaken und: Betrügereien müssen geahndet werden. Aber die Firmen leichthin zu zerstören, weil man denkt, man benötige sie nicht, oder sie haben ja Geld, sie können ihre Selbstzerstörung oder unsere Träume bezahlen – das ist einfach nur dumm. Wie viel Dummheiten – allerdings gut gemeint – in letzter Zeit den Weg in die Medien finden und politisch bis in die Spitzen der Politik kommen,  ist schon kurios. Der Ast, auf dem man sitzt, absägen. Wer letztlich darunter leiden wird, das sind unsere Kinder. Zudem: Manches, was man von den Firmen verlangt, ist Aufgabe des Staates. Er muss zusehen, wie er das finanziert.

Eine Frage, ganz vorsichtig gestellt: Bedeutet eine Single-Gesellschaft auch gleichzeitig, dass die reale Zukunft aus dem Blick gerät und eine erträumte Zukunft vor Augen gemalt wird? Denn wir erleben die massive Zerstörung nicht mehr. Nach uns die Sintflut. Aber unsere Nachkommen, die werden leiden.

Es ist ein sehr fein abgestimmtes Zusammenspiel, nicht nur in der Natur, auch in der Wirtschaft. Und wenn man mit utopischen Holzhämmern kommt, dann wird das feine Zusammenspiel zerstört.

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