Hirntod? + Der Mensch gehört nicht dem Staat + Der Sterbende ist Mensch

Neue wissenschaftliche Untersuchungen lassen die Diskussion zum Thema Hirntod in neuem Licht erscheinen:
https://www.faz.net/aktuell/wissen/umstrittene-wiederbelebung-eine-schweinerei-mit-toten-16146225.html

Der Vorsitzende des Deutschen Ethikarates (Dabrock), der neulich in meinem Blog auftauchte – mit Blick auf das Thema DownSyndrom
https://blog.wolfgangfenske.de/2019/04/12/downsyndromtests-trisomie-21-genspielereien-an-menschen/ -, wird an dieser Stelle zum Thema Hirntod außerordentlich emotional. Ich wünsche mir eine sachlichere Stellungnahme von einem, der Politiker berät.

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Der Mensch gehört nicht dem Staat – auch nicht der sterbende Mensch. Zum Thema Organspende.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/wie-jens-spahn-die-organspender-gegen-sich-aufwiegelt-16121231.html Hier stimme ich Herrn Dabrock zu:

„Schädlich“ nennt diesen Regelungsvorschlag Peter Dabrock, der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, im Gespräch mit dem „Deutschlandfunk“, und im Übrigen „unnötig“, weil sich die Zahl der gespendeten Organe durch Strukturreformen in den Krankenhäusern, nicht aber durch eine Widerspruchslösung steigern lasse, wie in der Tat ein Blick ins Ausland zeigt. 

Zudem sagt er, dass der Körper des Menschen, also der Mensch „zu einem Objekt der Sozialpflichtigkeit“ wird.

Ja, das Individuum gehört für Spahn der Gesellschaft. Eine Art utilitaristische Denke hält Einzug, sodass der Scherz bald keiner mehr ist: Geht einer ins Krankenhaus, um seinen Arm schienen zu lassen. Kommt nicht wieder raus, weil die Mehrheit der menschen seine Organe usw. benötigten. Individuum zählt nichts – die Mehrheit allein zählt. Woher kennen wir das nur? Nicht nur von den Ameisen. Auch Menschen haben solche unrühmlichen Gesellschaftsmodelle entwickelt. Nichts gegen die entsprechenden Vorgaben im Ausland. Aber wir müssen ja nicht alle Übel mitmachen.

„Eine Art utilistaristisches Denken“ ist erkennbar. Eine Art darum, weil Spahn vermutlich nicht denkt, dass das für Vorsterbende gilt, sondern nur für Sterbende. Aber warum sollten Sterbende der Gesellschaft gehören, während diejenigen, die noch klar denken und sich verteidigen können, Individualisten bleiben können? Das Bild, das von Sterbenden gegeben wird, ist unmenschlich. Der Sterbende ist Mensch, der Tote ist Mensch. Er ist nicht Objekt irgendwelcher Begierden. Bis jetzt hat man in zivilisierten Gesellschaften eine Möglichkeit entwickelt, ehrfurchtsvoll mit Toten umzugehen. Darauf muss man weiterhin achten, damit sich nicht Unzivilisiertes Bahn bricht. Es entspricht der Würde, wenn der Sterbende bereit war, seine Organe zu spenden. Es ist Entwürdigung, wenn man ihn zwingt, dann ist es keine Spende mehr, sondern einfach: Organentnahme, wenn nicht gar Organraub.

So traurig es ist, dass zu viele Menschen auf Organe warten müssen – Menschenrecht muss gewahrt werden. Auch gegenüber Sterbenden. Ich spreche von Sterbenden, weil tot ist aus meiner Perspektive ein Mensch erst, wenn weder Gehirn noch Körper Leben zeigen. Wir sind in unserer modernen Kultur in dieser Hinsicht sehr Hirn-zentriert.

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DownSyndromTests / Trisomie 21 + Genspielereien an Menschen

Im Radio (HR-Info: 11.4.) ein sonderbares Interview mit dem EthikRatChef gehört.
https://www.hr-inforadio.de/podcast/das-thema/bluttest-als-kassenleistung-bundestag-debattiert-ueber-trisomie-21,podcast-episode44434.html (ab 4:57)

Er platzte nur so von Verständnis und Menschlichkeit – hielt aber diese Untersuchungen für richtig:
https://www.tagesschau.de/inland/bluttests-101.html

Für mich war es eine Lehrstunde dafür, wie man mit verständnisvollen Worten Falsches vertreten kann. Widersprüche nahm er in Kauf und Ausflüchte. Selbst der Interviewer, so hatte ich den Eindruck, war nicht ganz überzeugt von diesen menschelnden Worten, die für das gegenteil eintraten. Wenn der Ethikrat so argumentieren sollte, dann hat er für mich verspielt. Ich hoffe, dass die anderen im Rat wirklich Menschliches für Menschliches halten.

Die Frage ist vor allem auch: Was der Befragte nicht will – wird das dann nicht getan? Wenn er auch nicht will, dass DownSyndromKinder missachtet werden – so werden sie faktisch missachtet. Man kann nicht das gesellschaftliche System bedauern, das DownSyndromKinder missachtet werden und diesen Weg gehen, die Missachtung forcieren. Man müsste doch gerade dafür sorgen, dass diese Kinder geachtet werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nicht irgendwann die paar Eltern, die noch ein DownSyndromKind geboren haben, sich dem Vorwurf ausgesetzt sehen werden: Selbst dran Schuld – nun seht selbst wie Ihr damit klar kommt. Und dass der Mensch nun Krankheiten gestalten muss, statt ihnen ausgeliefert zu sein – wieso bedeutet das, dass man diese Kinder nun abtreiben soll? Dann wird von individuellen Konflikten gesprochen, die man würdigen solle – und dann ist er in einem anderen Kontext gegen Privatisierung der Probleme usw. usw. usw. Das ist ein äußerst ärgerliches Interview, weil es mit schein-menschlichen Worten Sand in die Augen streut.

Das Argument, dass nur Reiche den Test bezahlen können – Arme aber nicht und die Armen durch die Bezahlung durch die Krankenkasse gleichberechtigt werden müssen – ist gelinde gesagt Humbug. Wie wäre es, solche Tests allgemein zu verbieten? Manche würden dann dennoch diesen Test durchführen lassen. Aber sie wären dann nicht gesellschaftlich legitimiert.

„Wissen hat mit Diskriminierung nichts zu tun“?
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/trisomie-bluttest-die-frage-ist-rein-medizinisch-a-1262392.html In welcher Welt leben die eigentlich? Man will ja nur wissen, weil die Stimmung in der Gesellschaft eine Diskriminierende ist.

An diesem Beispiel sieht man auch sehr gut, wie man versucht Übel schön zu reden.

Mal eine menschliche Stimme:
https://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/bluttest-auf-downsyndrom-liebe-hat-nichts-mit-der-chromosomenzahl-zu-tun-a-1262260.html

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Da wurde einem Chinesen die Hölle heiß gemacht, weil er mit Menschen herumspielte. Und was machen diese hier?
https://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/griechenland-baby-mit-erbgut-von-drei-eltern-zur-welt-gekommen-a-1262427.html

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Organspende + Abtreibung von DownSyndrom-Kindern + Weiterleben ist kein Schaden

Das Vorhaben ist abzulehnen. Ohne Wenn und Aber.

Der Körper eines Menschen gehört nicht dem Staat und auch nicht anderen Individuen.

Wir leben nicht in einer Diktatur, in der die Gesellschaft von oben nach unten strukturiert ist, sondern von unten nach oben. Man versucht das zu umlaufen, indem man einem Menschen die Entscheidungsfreiheit lässt, wenn er seinen Ausweis beantragt. Und was kostet eine spätere Revision? Wenn pro Organspende, dann kostenlos, wenn gegen, dann 50 Euro? Das sähe diesen Genossen ähnlich. Denn das ist Genossenschaftsdenken in der negativen Form.

Spahn antwortete abwägend: „Das ist das gewichtigste Gegenargument.“ Es gebe, wenn der Entwurf so durchgehe, keine Pflicht zur Organspende, aber „eine Verpflichtung, sich zu beschäftigen. Ja, das ist ein Eingriff in die Freiheit.“

Es kommt selten vor – aber dieses Mal bin ich dann eher auf der Baerbock-Seite:
https://www.tagesschau.de/inland/organspende-151.html

Grünen-Chefin Annalena Baerbock und neun Abgeordnete fast aller Parteien wollen eine bessere Aufklärung und am Ende eine freiwillige Entscheidung. „Unser Vorschlag ist deutlich grundgesetzschonender, weil die Widerspruchslösung ein tiefer Eingriff in die Grundrechte ist. 

Dieser Beitrag ist von vorne bis hinten absurd:
https://www.tagesschau.de/kommentar/widerspruchsloesung-organspende-101.html

Christsein hin, Angst her

Was hat das mit Christsein zu tun? Es gibt Christen, die spenden, andere nicht. Und Kirchen haben sich für die Organspende ausgesprochen. Für sie gehört es zur aktiven Nächstenliebe. Zudem müssen Christen keine Angst haben, weil Gott sie nach dem Ableben neu erschafft. Das ist kurios, an dieser Stelle die Christen einzufügen verbunden mit dem Thema Angst. Sollen das Totschlag-Argumente sein?

Oder der Satz:

Diese Gesetze werden jetzt ergänzt – durch die einfache, unbürokratische Möglichkeit, „nein“ sagen zu können. Jeder darf nämlich sagen: „Ich will kein Organ spenden – und gut ist.“ 

Jeder kann genauso gut auch ganz unbürokratisch Ja sagen. Und gut ist.

Jeder sollte sich seinen Mitmenschen gegenüber verpflichtet fühlen, darüber nachzudenken, ob sein Tod einem oder mehreren Menschen zu gesundem Leben verhelfen kann. 

Warum? Da wollen wieder irgendwelche Leute andere zwingen das zu akzeptieren, was sie für richtig halten.

Wenn man für Organspende ist – dann muss es nicht über irgendwelche rigorosen Gesetze gehen. Auch das Argument, dass es in anderen Ländern üblich ist, ja und? In anderen Ländern ist es äußerst eingeschränkt üblich, Waffenkontrollen durchzuführen. Sollen wir uns denen anpassen? In anderen Ländern ist vieles üblich, was wir aus ethisch-moralischen gründen nicht akzeptieren. Die Organspende-Lobby sollte ehrlich sein. Sie sollte ehrlich argumentieren. Sonst nimmt man ihnen alles nicht ab.

Menschen benötigen Organe. An dieser Stelle sollte man werben, aufklären, Menschen in ihren Fragen, um entscheiden zu können, unterstützen.

Apropos doppelte Widerspruchslösung: Hier liegt auch ein massiver Haken. Sogar ein doppelter.

Zudem habe ich im Radio gehört: In Deutschland muss alles so kompliziert gemacht werden. Man solle für die Spahn/Lauterbach-Regelung sein. Kompliziert? Ich glaube, da hat jemand noch nicht so recht begriffen, was das für ein Rattenschwanz nach sich ziehen kann. Der Staat versucht immer stärker seine Bürger zu gängeln. Von Freiheit bald keine Spur mehr. Und das halte ich für fatal. Die Frage der Organspende ist nur ein weiteres Indiz dafür.

Die Aussage: 80% seien dafür, aber könnten sich nicht aufmachen, dem dann auch zuzustimmen – also zwingen wir sie, ist auch absunderlich. 80% sind dafür, dass es Politiker geben muss. Aber ich will keiner sein. Muss man sie zwingen? Natürlich besteht eine Diskrepanz. Das ist doch keine Frage der Logik, es ist eine Frage der ganz persönlichen Einstellung. Man kann für/gegen vieles sein, ohne es auch gleich zu machen bzw. es zu bekämpfen. Der Mensch ist nicht schwarz/weiß, er ist mehr. Und das sollte in einer solchen Debatte auch berücksichtigt werden. Zudem: Nicht alle menschen sind intellektuell in der Lage, sich überhaupt damit beschäftigen zu können und zu wollen – auch schon aus kulturell/sprachlichen Gründen. Sie werden also gezwungen. Aus der Unwissenheit der Menschen Profit ziehen – das ist auch nicht richtig.

Erzwungene Solidarität – was ist das für eine Solidarität?
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik-hart-aber-fair-gebrauchte-organe-und-frischer-wind-16120225.html

Vieles würde ich als Trick beurteilen: Wie kommt man an möglichst viele Organe, weil die Bevölkerung schrumpft, indem man die Leute überrumpelt.

Wie hieran ersichtlich wird: Es ist doch zu unterscheiden, ob ein Ehepaar einander Glück beschert durch das Spenden einer Niere, oder ob Menschen gezwungen werden. Es wird wieder so viel durcheinander gemengt, nur um emotional Punkte zu holen. Spahn hat wohl nicht zufällig die Absprache mit Gegenpositionen durchbrochen. Denn so bekommt er Argumentationshoheit. Das ist Taktik – Taktik ist nicht bekannt dafür, immer fair zu sein.

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FDP wirbt mit einem DownSyndrom-Kind-Bild für die Abtreibung. Das wurde laut Beitrag aus dem Netz genommen. Aber daran sieht man: Selbst Befürworter wissen, um was es geht: Um die Tötung und Vermeidung von Kindern – nicht nur, wie kaltverächtlich immer wieder gesagt wird, um Föten:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/downsyndrom-fdp-loest-mit-tweet-zu-bluttest-empoerung-aus-a-1260890.html

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Ein gutes Urteil des BGH: Weiterleben ist kein Schade. Wenn die Möglichkeit eingeräumt wird, Menschen nicht mehr am Leben zu halten, dann gibt es immer Leute, die solche Grenzsituationen weiter hinausschieben wollen. Das mag den Leuten nicht bewusst sein – aber darum ist es gut, dass das BGH hier einen Riegel vorgeschoben hat. Sonderbar ist, dass der Angehörige Schmerzensgeld für sich verlangte.
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/bundesgerichtshof-keine-strafe-fuer-arzt-weil-er-demenzkranken-am-leben-hielt-a-1260794.html

Geld und Reichtum

Die Diskussion um Reichtum hält an und muss anhalten. Das, so lange eine massive Diskrepanz besteht, die als Unrecht und als ungerecht empfunden wird.

Vielleicht sollte eine Obergrenze festgelegt werden, die man haben darf, alles andere wird – wenn es nicht schon gesellschaftspolitisch eingesetzt wird – massivst besteuert? Denn das bisherige System kann so nicht bleiben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hartz-iv-und-geringverdiener-wie-der-staat-mehr-arbeit-bestraft-a-1258150.html

Erinnern möchte ich an das Grundgesetz Art 14:

(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

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Umwelt-Diskussion

Zu diesem Blog https://blog.wolfgangfenske.de/2019/03/15/umwelthysteriker-verkuerzen-das-leben/ habe ich eine bitterböse Mail bekommen. Vielleicht sollte ich dem einen oder der anderen, die die Aussagen nicht verstehen, noch erläutern (ich hatte das als Nachtrag schon unter dem Blog gesetzt):

a) Der Eingangssatz ist sarkastisch und greift das auf, was man hinlänglich findet: Es wird bei allem Möglichen gesagt, dass uns das XY Lebensjahre kostet. Dabei werden wir statistisch gesehen immer älter. Weil an dieser Stelle Aussage und Realität eine Diskrepanz bilden, fragt man sich: Oh, warum immer die Todesdrohungen? Sie sind rhetorisch: Damit man aufmerkt. Denn wenn es ans Leben geht, dann werden wir panisch. Und panisch werden könnte doch Lebensjahre kosten – wurde das schon untersucht?, so meine Frage.

b) Der nächste Teil drückt meine Sorge aus, dass Menschen abstumpfen. Wenn Menschen permanent emotional auf Höchsttouren laufen, und sie merken, dass sie doch nichts ändern können, die Emotion wird dennoch immer mehr angeheizt – was folgt: Einmal kann daraus folgen, dass sie zu Tyrannen werden, indem sie alle zwingen, so zu leben, wie sie es für richtig halten, weil das die Welt rettet.

Diese Gefahr habe ich nicht angesprochen. Angesprochen habe ich eine andere Gefahr:

Vor ein paar Jahren hieß es: Sammelt Plastik in die Gelbe Tonne – wir retten die Umwelt. Dann wurde alles penibel gewaschen und in die Tonne gesteckt (trotz der Wasserverschwendung). Dann erfährt der Mensch: Hilft nichts, Du tötest mit deinem Plastikkonsum Weltmeere, Wale, Delfine. Was macht dann der Mensch, wenn er kein oben genannter Tyrann wird? Entweder er sammelt gedankenlos weiter und denkt sich gar nichts – oder er denkt sich: Alles Larifari. Was gebe ich mir Mühe – das hilft doch alles gar nichts. Also: Her mit den Plastikflaschen. Zudem sind Plastikflaschen Umweltenergetisch besser als Glasflaschen – muss er dann lesen, was wunderbar in seine Sicht hineinpasst. Was folgt? Der Gedanke: Umwelt-Leute, rutscht mir den Buckel runter. Und er sucht Argumente. Die findet er leicht im Alltag: Zum Beispiel: Große Diskussion um Diesel und er denkt sich: Müllwagen sind Dieselwagen. Nun fahren sie statt einmal für eine Restmülltonne, die halb leer ist, zweimal für eine Restmülltonne und eine Plastiktonne. Wie vielen Menschen kostet das nun das Leben? Oder: Diesel sind wichtig, sie waren in der Umweltfrage als wichtige Komponenten eingeplant. Nun fallen sie weg. Was folgt? Der üblere Benziner. Also: Alles gehupft wie gesprungen, so denkt sich dann derjenige, den man ständig emotional auf Hochtouren gebracht hat. Zudem kommt noch hinzu, dass permanent von Verboten gesprochen wird, davon, dass der mündige Bürger durch Nudging entmündigt werden muss, weil er so dumm ist, nichts zu kapieren, dann; manche befehlen Wasser zu trinken und trinken selbst Wein (Flugreisen), dann gibt es eben auch solche Mails, die eine Diskussion unterbinden wollen, die mit irgendwelchen Totschlagworten kommen, die ich an dieser Stelle aufgrund der Absurdität nicht wiederholen möchte. Kurz gesagt und mit eigenen Worten: Ihr rechtsextremen Umweltschweine – euretwegen geht die Welt zugrunde.

c) Dass die Umwelt unbedingt beachtet werden muss, das habe ich im dritten Absatz geschrieben. Aber soweit kommen manche wohl nicht beim Lesen. Darum zitiere ich es noch einmal:

Es sieht in manchen Ländern äußerst schlimm aus. Menschen, die in Müllhaufen herumwühlen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, Flüsse, die vollkommen verdreckt sind, Slums, in denen äußerst schlimme hygienische Zustände herrschen, Urwälder die wegen des Benzin-Palmöls abgeholzt werden… Alles richtig. Aber diese Probleme geht man nicht hysterisch an, sondern die Verantwortlichen sollen sich sputen, es zu ändern, ohne dass hysterisch schrille Töne die Infos beherrschen.

Und dann stellt sich der Verdacht ein: Alarmismus dient der Erziehung des unmündigen Bürgers. Ist also eine Art Rhetorik. dann muss man, wie oben gesagt, wirklich aufpassen, dass die Menschen nicht abstumpfen, Schotten dicht machen. Dann ist Exitus.

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„Gewalt als Medienspektakel“ + Umgang mit dem Bösen

„Gewalt als Medienspektakel“ heißt es hier: https://www.huffingtonpost.de/entry/christchurch-live-facebook-twitter-youtube-soziale-medien-gewalt_de_5c8bbdb9e4b0db7da9f2aa6b

Dass es technisch schwer ist, es auf den sozialen Medien zu löschen, dürfte deutlich sein. Das ist ein sehr großes Problem, weil auf diesem Wege etliche Kriminelle live aktiv wurden.

Dass manche unserer Medien dieses Video (in Auszügen) zeigen… – ist diese Begründung nachvollziehbar? https://www.bild.de/politik/kolumnen/kolumne/kommentar-zu-christchurch-terror-ein-feiger-niedertraechtiger-moerder-60694360.bild.html

Ich selbst habe mir es nicht angeschaut – auch nicht in den gebotenen Auszügen. Von daher kann ich eine Antwort nicht geben.

Der Versuch zu löschen: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/christchurch-polizei-will-videos-vom-anschlag-aus-dem-internet-entfernen-a-1258011.html

Dazu auch: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/christchurch-und-das-internet-das-gestreamte-massaker-a-1258167.html

Medien sind von Menschen gemacht – entsprechend haben sie Teil an allem, was dem Menschen zugehört – auch am Bösen. Von daher ist die Frage: Wie geht man mit dem Bösartigen in den Medien um nicht zu lösen von der Frage: Wie gehen wir überhaupt mit dem Bösen, dem Asozialen in der Gesellschaft um. In der Frage, wie man mit dem Bösen in der Gesellschaft umgehen kann, ist nicht nur der Aspekt verbunden: Wie man dagegen angehen kann, was notwendig ist. Damit ist auch die Frage verbunden: Wie kann man es ertragen, wenn man es nicht bekämpfen kann. Welche Strategien entwickeln wir mit Blick auf die Frage der Anthropodizee.

Eine schlechte Strategie ist es, einfach den politischen oder ideologischen Gegner dafür verantwortlich zu machen. Dafür ist die Frage zu ernst.

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Umwelthysteriker verkürzen das Leben

Gibt es eigentlich Untersuchungen zu der Frage: Verkürzen Umwelthysteriker das Leben? Oder sind die Hysteriker selbst länger lebend, aber die Opfer, die ständig das Geschrei der Hysteriker ertragen müssen gefährdet? http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/uno-bericht-forscher-kalkulieren-folgen-der-globalen-umweltzerstoerung-a-1257674.html

Meine Befürchtung ist, dass aufgrund der vielen und ständigen schrillen Nachrichten die Menschen eher abstumpfen werden. Noch sind sie aufgeschreckt. Aber das kann ganz schnell anders werden. Warum? Weil sie wie gelähmt sind. Was muss ich alles tun? Ich kann es nicht tun. Also tu ich nichts. Und diejenigen, die ständig warnen, die halten sich vielfach selbst nicht an das, was sie propagieren. So zum Beispiel neulich gelesen: Nur 3x Langstreckenflüge sollten erlaubt sein. Und wie sieht es aus mit all den UN-Umwelt-Konferenzen? Aber für das Gute darf man das? Ich als besonders Guter, der einer guten Partei angehört oder Gruppe, darf es auf jeden Fall?

Es sieht in manchen Ländern äußerst schlimm aus. Menschen, die in Müllhaufen herumwühlen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, Flüsse, die vollkommen verdreckt sind, Slums, in denen äußerst schlimme hygienische Zustände herrschen, Urwälder die wegen des Benzin-Palmöls abgeholzt werden… Alles richtig. Aber diese Probleme geht man nicht hysterisch an, sondern die Verantwortlichen sollen sich sputen, es zu ändern, ohne dass hysterisch schrille Töne die Infos beherrschen.

Und dann stellt sich der Verdacht ein: Alarmismus dient der Erziehung des unmündigen Bürgers. Ist also eine Art Rhetorik. dann muss man, wie oben gesagt, wirklich aufpassen, dass die Menschen nicht abstumpfen, Schotten dicht machen. Dann ist Exitus.

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Zu diesem Blog habe ich eine bitterböse Mail bekommen. Vielleicht sollte ich dem einen oder der anderen, die das nicht versteht, noch erläutern:

a) Der Eingangssatz ist sarkastisch und greift das auf, was man hinlänglich findet: Es wird bei allem Möglichen gesagt, dass uns das XY Lebensjahre kostet. Dabei werden wir statistisch gesehen immer älter. Weil an dieser Stelle Aussage und Realität eine Diskrepanz bilden, fragt man sich: Oh, warum immer die Todesdrohungen? Sie sind rhetorisch: Damit man aufmerkt. Denn wenn es ans Leben geht, dann werden wir panisch. Und panisch werden könnte doch Lebensjahre kosten – wurde das schon untersucht?, so meine Frage.

b) Der nächste Teil drückt meine Sorge aus, dass Menschen abstumpfen. Wenn Menschen permanent emotional auf Höchsttouren laufen, und sie merken, dass sie doch nichts ändern können, die Emotion wird dennoch immer mehr angeheizt – was folgt: Einmal kann daraus folgen, dass sie zu Tyrannen werden, indem sie alle zwingen, so zu leben, wie sie es für richtig halten, weil das die Welt rettet.

Diese Gefahr habe ich nicht angesprochen. Angesprochen habe ich eine andere Gefahr:

Vor ein paar Jahren hieß es: Sammelt Plastik in die Gelbe Tonne – wir retten die Umwelt. Dann wurde alles penibel gewaschen und in die Tonne gesteckt. Dann erfährt der Mensch: Hilft nichts, Du tötest mit deinem Plastikkonsum Weltmeere, Wale, Delfine. Was macht dann der Mensch, wenn er kein oben genannter Tyrann wird? Entweder er sammelt gedankenlos weiter und denkt sich gar nichts – oder er denkt sich: Alles Larifari. Was gebe ich mir Mühe – das hilft doch alles gar nichts. Also: Her mit den Plastikflaschen. Zudem sind Plastikflaschen Umweltenergetisch besser als Glasflaschen – muss er dann lesen, was wunderbar in seine Sicht hineinpasst. Was folgt? Der Gedanke: Umwelt-Leute, rutscht mir den Buckel runter. Und er sucht Argumente. Die findet er leicht im Alltag: Zum Beispiel: Große Diskussion um Diesel und er denkt sich: Müllwagen sind Dieselwagen. Nun fahren sie statt einmal für eine Restmülltonne, die halb leer ist, zweimal für eine Restmülltonne und eine Plastiktonne. Wie vielen Menschen kostet das nun das Leben? Oder: Diesel sind wichtig, sie waren in der Umweltfrage als wichtige Komponenten eingeplant. Nun fallen sie weg. Was folgt? Der üblere Benziner. Also: Alles gehupft wie gesprungen, so denkt sich dann derjenige, den man ständig emotional auf Hochtouren gebracht hat. Zudem kommt noch hinzu, dass permanent von Verboten gesprochen wird, davon, dass der mündige Bürger durch Nudging entmündigt werden muss, weil er so dumm ist, nichts zu kapieren, dann gibt es eben auch solche Mails, die eine Diskussion unterbinden wollen, die mit irgendwelchen Totschlagargumenten kommen, die ich an dieser Stelle aufgrund der Absurdität nicht wiederholen möchte, nur weil auf eine gefährliche Dimension aufmerksam gemacht wird. Kurz gesagt und mit eigenen Worten: Ihr rechtsextremen Umweltschweine – euretwegen geht die Welt zugrunde.

d) Dass die Umwelt unbedingt beachtet werden muss, das habe ich im dritten Absatz geschrieben. Aber soweit kommen manche wohl nicht beim Lesen.

Abtreibung: Angst vor der Studie?

Ich weiß nicht, warum die Studie so teuer sein soll. Aber die Reaktion darauf zeigt, dass manche Kreise eine gewisse Angst vor der Studie – vor der Wahrheit – haben? Es wird sogar gesagt, dass man befürchtet, dass diese Studie zu den psychischen Folgen einer Abtreibung konservative Wähler zur CDU bringen könnte (nur sehr viel unfreundlicher formuliert, kann man sich bei Abtreibungsbefürworter gut vorstellen).

Warum diese Angst? Vielleicht bestätigt die Studie ja die Abtreibungsbefürworter. Aber sie ahnen vielleicht aufgrund von Erfahrungen, dass dem nicht so sein könnte, dass etwas herauskommt, was man bisher verschweigen wollte, indem man positive Folgen herausstellte, die negativen lieber verschwieg? http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/jens-spahn-umstrittene-studie-zu-abtreibungen-bricht-kostenrekord-a-1256900.html

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Betrug + Mut

Am 26.2.2013 schrieb ich https://blog.wolfgangfenske.de/2013/02/26/betrugmut/:

Es ist möglich, dass Abteilungsleiter, dass Chefs sich nicht korrekt verhalten. Dass sie Menschen gegenüber äußerst unangenehm sein können, dass sie Menschen bedrängen und die Firmen und – wenn sie in den Behörden arbeiten, diese – hintergehen. Und wenn die Abteilungsleiter, Chefs usw. üble Menschen sind, dann liegt es manchmal nahe, dass die gesamte Abteilung, Firma usw. von diesem unangenehmen, ja, brutalen Verhalten angesteckt wird. Ehrlichkeit bleibt auf der Strecke, Gerechtigkeit, Freundlichkeit… Es kostet dem Einzelnen viel Mut, sich diesem zu entziehen. Und ich möchte alle Christen dazu ermuntern, mutig zu sein. Es kann den Job kosten. Es kann sein, dass alle auf ihn herumhacken und verspotten. Aber wir dürfen es nicht zulassen, dass sich der Krankheitsherd in unserer Gesellschaft ausbreitet. Sie sollen aber nicht allein mutig sein, sondern auch klug wie die Schlangen, damit sie auch Beweise in die Hand bekommen. Und wenn abzusehen ist, dass ein Höhergestellter sich nicht halten kann, dann machen auch die anderen mit und werden mutig. Abteilungsleiter und Chefs usw. die Dreck am Stecken haben, sollten sich nicht zu fein wähnen, ihr Fehlverhalten offen einzugestehen und den festen Willen äußern, dass sie es in Zukunft besser machen wollen. Es geht nie um die Firma und die Individuen allein – es geht immer auch um die Gesellschaft.

Von daher freut es mich, das zu lesen: https://www.tagesschau.de/ausland/eu-whistleblower-107.html

Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob nun nicht Unrecht von Staaten ausgehen kann. Denn man kann übertreiben und alles in Erfahrung bringen wollen um sich damit dann alle möglichen Interna zunutze machen zu können. Der Staat hat immer das Bedürfnis, seine Krakenarme auszufahren, Freiheiten immer stärker einzuschränken.

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