SPD – Zerrissenheit

Die SPD ist furchtbar zerrissen. Aber das ist kein Kennzeichen der SPD – es ist Kennzeichen der Situation in unserem Land. Die allerdings weitere massive Risse zeigt.

Wir benötigen Brückenbauer, damit die Diskussion, wohin die Zukunft unseres Landes geht, nicht verstummt, aber menschlich und friedlich abläuft. Heftig ist gut, ist wichtig. Aber menschlich und friedlich, denn es geht um die Zukunft unseres Landes.

https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutz.html

Google-Macht

Das ist ein Problem: Wer das Geld hat – der hat auch die Forschung. Und wenn diese privatisiert ist, kann die Allgemeinheit nicht mehr flexibel genug sein und ist ausgeliefert. Wie will man das in den Griff bekommen, dass die klügsten Köpfe nicht in die Privatwirtschaft abdriften? Der Ruf, an einer Universität zu arbeiten, muss besser sein als der Ruf, bei Google zu arbeiten. Wie bekommt man das hin? Eine Frage an die Politik: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/ki-forschung-die-privatisierung-der-intelligenz-kolumne-a-1186449.html

Dennoch: Die Firmen arbeiten weltweit. Sie können die klügsten Köpfe aus aller Welt rekrutieren. Das ist einem Land nur sehr begrenzt möglich. Von daher: Wie wichtig ist gute Bildung! Umfassende Bildung.

https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutz.html

Deutsches Rentensystem + Deutsche Grundschüler bzw. Grundschüler in Deutschland

Dass das deutsche Rentensystem so sehr am Boden liegt, ist ärgerlich – und soweit ich sehe hat man immer noch keine Strategie. Vielleicht sollte man sich einmal in anderen Ländern umsehen – was machen die besser?: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/rentenreport-103.html

Es kommt auf die Prioritäten an – und die liegen nicht bei den Alten? Aber man muss einfach bedenken – auch wenn ich mich damit in die Nesseln setze: Früher ging man mit 65 in den Ruhestand. Wie lang war 1960 die Lebenserwartung? 66/71 Und jetzt? 2015: 78/83. Und wie ist man an das Problem herangegangen – denn es war doch abzusehen. Nun ja – ich möchte die Wege nicht nachvollziehen. Man setzte im wesentlichen auf Kürzungen, auf die Riesterrente und anderem Selbstvorsorgen – wohl wissend, dass sich das viele nicht leisten konnten. Und jetzt? http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/riester-rente-hohe-kosten-kleine-rente/20132898.html

*

Grundschüler in Deutschland können nicht immer schlechter lesen – aber Deutschland fällt im internationalen Vergleich zurück: http://www.tagesschau.de/inland/leseleistung-grundschueler-101.html

Woran das wohl liegt? Da müssen beide Eltern arbeiten gehen, weil sie sonst nicht genug verdienen und der Staat es für richtig ansieht, die Eltern arbeiten zu lassen, statt einen Teil für die Kinder da sein zu lassen. Dann kommen die Kids in die Betreuung – und dann können sie nicht lesen, weil man sich um das einzelne Kind nicht bemühen kann. Das ist natürlich nur ein Grund. Lesenlernen im Kindergarten ist aus meiner Perspektive keine Alternative zum Bilderbuch schauen, zum persönlichen Vorlesen bekommen. Andere Gründe sind wohl auch, dass so manche nicht muttersprachlich deutsch sind – sie sind zugereist aus aller Herren Länder. Und da muss man sich nicht wundern, wenn es nicht so klappt. Zudem: Wie groß sind die Klassen? Haben wir genügend Lehrkräfte? Das sind alles politische Probleme.

https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutz.html

Frankreichs/Macrons Machtspielchen + GroKo

Es geht um Posten – aber Posten sind wichtig für das nationale Selbstwertgefühl. Schön, dass die Italiener dann ihren Mann durchgesetzt haben: http://www.spiegel.de/politik/ausland/europaeische-union-frankreich-verhindert-deutschen-general-in-spitzenposition-a-1181249.html

*

Ich frage mich: Wenn sie alle so lustlos die GroKo angehen, und es dann letztendlich nur noch darauf hinausläuft: Wer hat sie warum in den Sand gesetzt, dann sollte man doch lieber wieder Neuwahlen ansetzen. Eine gute Verwaltung ist nicht zu verachten. Aber wir benötigen mehr. Das Land soll ja nicht stagnieren.

https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutz.html

Christen unter Druck + Sperre gegen Kelle aufgehoben + Zweiklassen-Demokratie

Man lese diese drei Texte:

„Fast vergessen: mexikanische Kirchenverfolgung des 20. Jahrhunderts“ http://kath.net/news/61795

(Für mich unvergessen von Graham Green: Die Kraft und die Herrlichkeit: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kraft_und_die_Herrlichkeit)

„Ideologische Kolonisierung durch Indoktrination der Jugend“ http://kath.net/news/61776

„Keine Willkommenskultur für Christen“ http://kath.net/news/61659

Es spüren viele, dass etwas in der Luft liegt, etwas Unangenehmes. Aber noch haben wir Freiheit dagegen fröhlich und offen, wach und aufmerksam anzugehen. Die Spaltung der Gesellschaften in Europa und Nordamerika ist ein geistiges Ringen. Diese geht durch die Kirchen hindurch.

*

Nach einem Tag wurde die FacebookSperre gegen Kelle wieder aufgehoben: https://www.pro-medienmagazin.de/medien/internet/2017/11/16/kelle-wehrt-sich-erfolgreich-gegen-facebook-sperre/

Was zeigt mir das? Gibt es zwei Klassen in der Äußerung der Meinung? Prominente dürfen sich äußern, weil sich viele Prominente für sie einsetzen, Menschen, die nicht bekannt sind, müssen diese Willkür ertragen? Haben / bekommen wir also eine ZweiklassenDemokratie?

https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutz.html

 

Schritt für Schritt sehend in den Niedergang

Schritt für Schritt geht dieses Land sehend in den Niedergang. Warum? Hier kann man es nachlesen: Versagende Politik, versagende Kommunen, versagende Bürokraten: http://www.focus.de/immobilien/bauen/brems-buerokratie-ost-konkurrenz-mieses-image-bauarbeiter-boss-erklaert-das-muss-sich-auf-deutschlands-baustellen-aendern_id_7783176.html

Ich vermute, die Politik weiß, was sie tut. Nur: Sie findet es ganz klasse, toll, wunderbar – vieles in den Sumpf zu fahren. Warum? Weil es ideologisch passt.

Aber so lange es Menschen gibt, die so etwas anprangern, so lange besteht Hoffnung, dass über den Sumpf eine Brücke gebaut wird.

https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutz.html

Garnisonkirche Potsdam + Deutsche Geschichte

Die Querelen um die Garnisonkirche in Potsdam werden in diesem Beitrag https://de.wikipedia.org/wiki/Garnisonkirche_(Potsdam) ein wenig deutlich.

Wenn man das in dem Wikipedia-Beitrag liest, dann ist das, was der rbb zu bieten hat, kurios: https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2017/10/garnisonkirche-potsdam-baustart-protest.html :

Schauplatz einer der ersten Nazi-Inszenierungen, im Krieg dann zerstört und zu DDR-Zeiten abgerissen: Dies ist die Geschichte der Potsdamer Garnisonkirche.

Die Geschichte der Kirche auf diese Weise auf Nationalsozialismus und Kommunismus zu reduzieren, sind üble Verkürzung. Allerdings symptomatisch für manche in unserem Land: Deutsche Geschichte = dunkle Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Die Kirche ist Teil eines komplexeren Teils unserer Geschichte in Deutschland. Aufbauversuche sind Teil unserer Geschichte in Deutschland – wie auch die Proteste dagegen. Und beides sollte in der Kirche auch als Ausstellung dokumentiert werden. Ein kleiner Teil unserer Zeit-Geschichte – aber ein Teil.

https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutz.html

Zustände in Deutschland und Europa + Salzgitters Probleme – allein gelassen

Es gibt Orte in Deutschland, die es aus der Perspektive der Menschenrechte nicht geben dürfte. Und diese werden in Zukunft noch zunehmen: http://www.focus.de/politik/videos/berlin-obdachlose-im-tiergarten-wehren-sich-gegen-raeumung_id_7703843.html

*

Er hatte eine Frau vergewaltigt und weigerte sich dann in der Haft, mit einer Polizistin zu sprechen. https://themuslimissue.wordpress.com/2017/10/12/uk-muslim-rapes-woman-and-refuses-to-talk-to-female-police-on-arrest-in-my-country-we-speak-to-men/

Das sind solche Beispiele, die eine Ausweisung sofort nahelegen. Denn gerade solche Leute sind es, die auf die Menschen, die zu uns nach Europa gekommen sind, ein schlechtes Licht werfen.

Gewiss darf man Menschen nicht kollektiv beurteilen – aber das ist ein Teil unseres Menschseins und Weltbildes. Vor allem auch darum, wenn ein Vergehen religiös oder aus einem Kulturkreis heraus begründet wird, signalisiert das den anderen: Nicht nur ich denke so, sondern viele/alle von uns.

Wir müssen gegen diese „Kollektiv-Beschuldigungen“ angehen – aber so lange wir nicht in der heilen Welt leben, müssen solche Menschen, die ein schlechtes Licht auf Zugereiste werfen, unbedingt zur Raison gebracht werden.

*

Ich finde es gut, wie der Oberbürgermeister von Salzgitter auf diese Probleme seiner Stadt reagiert: sachlich. http://www.focus.de/politik/deutschland/niedersachsen-erlass-fuer-salzgitter-erstmals-zuzugsstopp-von-fluechtlingen-in-deutscher-gemeinde_id_7708062.html

Überhaupt nicht gut finde ich, dass die Städte, die viel für Integration tun, die sich für Zugereiste einsetzen, dass sie allein gelassen werden und sehenden Auges in die soziale Katastrophe hinabgleiten. Die Regierenden, die den Städten das einbrocken – die müssten doch alles äußerst schnell dransetzen, um mit den Menschen vor Ort dagegen anzugehen. Aber nein. Die Menschen vor Ort müssen warten und warten – und dann bekommen sie nicht einmal genug finanzielle Mittel, ganz zu schweigen wahrscheinlich Menschen, die helfen, da man diese ja nicht backen kann. Zudem: Welcher hilfreiche Mensch möchte schon nach Salzgitter ziehen, wenn die kommenden Probleme so augenscheinlich sind.

Der Oberbürgermeister scheint Ruhe und Gelassenheit auszustrahlen. Aber auch er weiß, dass die Situation ganz schnell kippen kann. Von daher ist mir das gemächliche Handeln der Verantwortlichen in Hannover vollkommen unverständlich. Mal sehen, wie die Menschen aus Salzgitter wählen werden. Wahrscheinlich noch moderat, wenn ich die Stimmung, die der OB ausstrahlt richtig interpretiere. Noch.

Ich frage mich auch: Gab es den Zuzugsstopp nur, weil die Wahl vor der Tür steht – oder aus Einsicht?

https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutz.html

Sehr gute Rede Steinmeiers + Anmerkungen + Vera Lengfelds Rede zum Tag der Deutschen Einheit

Bundespräsident Steinmeier hat eine sehr gute Rede gehalten. In ihr spricht er an, dass in unserem Land viele Mauern zwischen Menschen und Weltanschauungen gebaut werden. (In diesem Zusammenhang besser als meine Formulierung: Riss in der Gesellschaft oder Graben.) Aber:

Natürlich, das erfordert Kontroverse. Differenzen gehören zu uns. Wir sind ein vielfältiges Land. Aber worauf es ankommt: Aus unseren Differenzen dürfen keine Feindschaften werden – und aus Unterschied keine Unversöhnlichkeit.

Damit Feindseligkeit sich nicht einnistet, dass sie nicht politische Realität wird, das ist Aufgabe von Politik in dieser Zeit – und kein Ort ist dafür so wichtig wie das Parlament.

Und er fordert die Parlamentarier auf, Argumente zu suchen und nicht Empörungen zu fördern, auch wenn diese Plätze in Talkshows sichern, aber es ginge darum, Verantwortung zu tragen. (Medien hätten auch angesprochen werden können und Einzelne intensiver, die das tun… – das zeigt: Es ist eine Rede, die Politiker im Blick hat. Nicht so sehr die zuvor angesprochenen Jugendlichen.)

Dann kommt er auf die Flüchtlingsfrage zu sprechen – und das in einer Form, die sehr gut ist:

Die Not von Menschen darf uns niemals gleichgültig sein. Im Gegenteil, wir müssen noch mehr tun und unser Grundgesetz garantiert den Schutz vor politischer Verfolgung, aus guten, in Deutschland auch historischen Gründen, an die wir uns erinnern müssen. Doch wir werden den politisch Verfolgten nur dann auch in Zukunft gerecht werden können, wenn wir die Unterscheidung darüber zurückgewinnen, wer politisch verfolgt und wer auf der Flucht vor wirtschaftlicher Not ist… Die Debatte über Flucht und Migration hat Deutschland aufgewühlt. Sie ist aber auch Folge und Abbild einer aufgewühlten Welt.

Dieser Teil wurde von der Tagesschau unterschlagen – und der Aspekt hervorgehoben, den ich hier im Zitat nicht erwähnt habe: Einwanderungsgesetz, um legale Zuwanderung zu ermöglichen. (Aber was wird mit denen sein, die dennoch illegal kommen?)

Und dann geht er wie gesehen auf dieses Thema ein: Menschen verstehen die Welt nicht mehr, unser Land nicht mehr, Mitbürger nicht mehr… Das zielt darauf ab, dass man sich um Menschen kümmern muss, die die Welt nicht mehr verstehen und ein richtiges Verständnis von Heimat unterstützen:

Mit Blick auf die Umbrüche, die vielen internationalen Krisen und Konflikte habe ich von vielen Bürgern in den letzten Jahren den Satz gehört: „Ich versteh die Welt nicht mehr“ – und ehrlich gesagt: Ich konnte diesen Satz gut nachvollziehen…

Ich bin überzeugt, wer sich nach Heimat sehnt, der ist nicht von gestern. Im Gegenteil: je schneller die Welt sich um uns dreht, desto größer wird die Sehnsucht nach Heimat. Dorthin, wo ich mich auskenne, wo ich Orientierung habe, wo ich mich auf mein eigenes Urteil verlassen kann. Das ist im Strom der Veränderungen für viele schwerer geworden.

Er definiert das Wort Heimat aus seiner Sicht – Heimat weise in die Zukunft… Wobei ich an dieser Stelle anmerken muss: Heimat hängt auch intensiv mit Vergangenheit zusammen. Denn darum kann bei Seyran Ates das Herz hüpfen, wenn sie nach Istanbul kommt – und dann, wenn sie wieder nach Berlin zurückkommt. Heimat ist nicht nur Zukunft – und die Geschichten, die er erwähnt, die man auf der Straße findet – all das sind Geschichten, die die Vergangenheit geprägt hat. Und die Vergangenheit auf die Kriege des 20. Jahrhunderts zu reduzieren, ist unangemessen. Aber auch er weiß, dass deutsche Geschichte mehr ist, denn – und damit kann er ja nicht nur die Katastrophenzeiten meinen -:

Und zum Deutsch-Werden gehört, unsere Geschichte anzuerkennen und anzunehmen. Das sage ich auch denen, die aus Osteuropa, Afrika oder den muslimisch geprägten Regionen des Mittleren Ostens zu uns gekommen sind. Wer in Deutschland Heimat sucht, kann nicht sagen: „Das ist Eure Geschichte, nicht meine“.

Zum Schluss geht er auf die Menschen ein, die sich für andere einsetzen – diese sind es

die unser Land zusammenhalten – allen Besserwissern zum Trotz. Das sind die, die Einheit stiften – jeden Tag neu.

Wer sind die Besserwisser?

(Interessant fand ich, dass die Tagesschau Gauland interviewte, weil Steinmeier von rauerem Ton im Parlament gesprochen hatte. Wenn man sich die Worte anhört, die Politiker der anderen Parteien gegen die AfD angeschlagen haben, dann trifft das auch auf diese zu.)

*

In diesem Sinn möchte ich auf: http://predigten.wolfgangfenske.de/jesaja-29.html hinweisen

*

Man beachte auch den Beitrag von Vera Lengsfeld zum Tag der Deutschen Einheit: http://vera-lengsfeld.de/2017/10/03/einigkeit-und-recht-und-freiheit-nicht-in-deutschland/#more-1780

Diejenigen, die die Einheit bekämpft haben, die Linken, die sind immer noch dabei, das Land zu zerreißen:

Im 27. Jahr nach der Vereinigung befindet sich das Land in einer prekären Situation. Das Politik- und Medienkartell spaltet die Bevölkerung und versucht, Zwietracht zu säen. Sie werden immer rabiater in ihren Mitteln, je mehr sie ihre Macht gefährdet sehen.

Ich sehe es nicht so pessimistisch, und denke auch nicht, dass wir eine neue Revolution benötigen. Was an der Rede wichtig ist: Sie zeigt, wie man manches in unserem Land einordnen muss, wenn man die nahe Vergangenheit berücksichtigt. Es findet eine äußerst massive Auseinandersetzung statt – Steinmeier nennt sie die Mauern, die in der Gesellschaft jetzt errichtet werden. Ich denke, man muss aufpassen, dass wir nicht mithelfen, Mauern zu bauen, sondern sie (wie Vera Lengsfeld) enttarnen helfen und dazu beitragen, sie einzureißen – statt neue aufzubauen.

https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutz.html