Dalai Lama

Mal ein kleiner Tipp zum Dalai Lama: http://www.pro-medienmagazin.de/kommentar.html?&news[action]=detail&news[id]=2315 Soweit ich sehe, hat seine gottkönigliche Anwesenheit diesesmal nicht so einen Hype ausgelöst. Der Titel: Weltmeereslenker, Ozeangleicher oder sonstwie übersetzt – der gefällt mir. Das sind doch Titel! Und was haben die katholischen Brüder und Schwestern: den Papst. Und wir Evangelen in Hessen: den Kirchenpräsidenten. Ich plädiere für eine Übertrumpfung! Papst = Himmelskönig – oh, das ist ja, mit „-in“, schon die Maria; vielleicht der kleine Himmelskönig und der hessische Kirchenpräsident: … – da schreiben wir vielleicht mal ein virtuelles Preisausschreiben aus. — Das ist alles falsch! Der Dalai Lama ist ja eigentlich das politische Oberhaupt – der Panchen Lama der geistliche Chef. Nun gut: statt Bundeskanzlerin Merkel – Ozeangleiche Merkel? Oder würde das eher auf Köhler zutreffen – oder den Parlamentspräsidenten? Was auch immer – die tibetanischen Titel sind exotisch, blumig, gut.

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Buddhismus

Warum immer Islam? Der Dalai Lama kommt nach Frankfurt: http://www.dalailama-frankfurt.de/ Der Buddhismus wird wahrscheinlich unsere Gesellschaft stärker verändern als der Islam. Warum das? Weil der Buddhismus unerkannter, stiller menschliche Hirne und Herzen erobert. Er – bzw. die buddhistischen Strömungen – ist Ergebnis Jahrhunderte langer menschlicher Traditionen. Alles was es an Guten und Dunklen Dingen auf dem Weg der „Seelenwanderung“ gibt, findet man in ihm vereint. Und das ist natürlich spannend – zumindest in der Form des Buddhismus-Light, der eher für Europa bestimmt ist. Die Härten sind weitgehend herausgenommen, das Leichte ist geblieben. Manche finden z.B. leichter, an Reinkarnation zu glauben als an die Auferweckung der Toten durch Gott – oder: leichter, in sich selbst sich selbst zu suchen, als Gott zu suchen – oder: sich selbst zu suchen als den anderen – oder: … – und das beeinflusst unsere Gesellschaft immens: Welche Rolle wird die Nächstenliebe spielen? Wie geht man mit Menschen um, wenn er sowieso reinkarniert? Dass auch der Dalai Lama Mensch ist – der wohl viel und gerne lacht – weiß nicht nur http://www.trimondi.de/H-B-K/H-B-K-Front.htm. Und interessant dürfte vielleicht für einige sein: Auch die realen Buddhisten in Asien verquicken ihr Dasein mit massivem Geister- und Götterglauben. Der Mensch ist halt nicht nur vergeistigtes in sich selbst Ruhen.

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de  Wer Lügen benutzt, um anderen zu sagen, wie wundervoll sie sind, findet an ihnen wohl nichts Gutes, um das Ziel ohne Lügen zu erreichen.

Budd-Christ

In idea stand, dass in einem Dorf Bangladeschs eine christliche Gruppe gezwungen worden sei, einen Christen nach buddhistischem Ritus zu bestatten. Er war vor zwei Jahren Christ geworden – das spiele aber keine Rolle, weil: Wer als Buddhist geboren werde, sterbe auch als Buddhist. Ähnliches hatte ich schon mal von Hindus aus Indien gehört. Wahrscheinlich ist es aber auch ein Geschäft, weil für das Verbrennen umgerechnet 126€ bezahlt werden mussten. Wenn nun alle Christen werden, wird wohl der Holzsammler arbeitslos. Übrigens mögen auch Buddhistische Mönche nicht unbedingt, wenn geborene Buddhisten Christen werden. Die Reis-, Hühnchen- und anderen Spenden nehmen ab. Wir wollen unseren Kaiser Asoka wiederham – der hatte nämlich – lang, lang ist her – die Klöster mit seinem Geld versorgt – natürlich auch nicht ohne Hintergedanken.   

Sikhs sind keine Buddhisten – aber ich fand soeben die Nachricht: Gut, dass man unter Christen – zumindest in den letzten Jahrzehnten – nicht so gegen unliebsame Prediger vorgeht: http://www.welt.de/vermischtes/article3794418/Viele-Verletzte-bei-Schiesserei-in-Wiener-Tempel.html. Ob die sich in Indien schnell wieder beruhigen werden? Es brodelt in manchen Religionen – und geben sie sich noch so friedfertig. Aber nicht nur in den Religionen, liebe Atheisten.

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Hinduismus

Und wer alles über den Hinduismus erfahren will ; -) – zumindest nach dem Selbstverständnis, besuche die Seite: http://www.der-hinduismus.de/ – übrigens ist der Hinduismus dem Christentum überlegen: Christentum hat nur einen Mensch gewordenen Gott – der Hinduismus viele; die Bibel hat nur ein sechstel Umfang im Vergleich mit den Veden.

Einige interessante Infos bietet die „spirituelle Suchmaschine zum Hinduismus“: http://www.hinduismus.de/main_allgemein.htm. Nett ist der Brief eines Hare Krishna Mönchs an eine „Kristin“. Dort heißt es: >Es gibt einen Hinduismus im kulturellen oder nationalistischen Sinne: Bei solchen Hindus geht es vor allem darum, an Äußerlichkeiten festzuhalten. Dieses Phänomen findet man bei allen anderen Weltreligionen auch, die sich leider teils gegenseitig bekriegen. Der tolerante Dialog scheitert daran, daß man den inneren Gehalt der Glaubenslehren vernachlässigt und sich an äußeren Details und Dogmen festhält. Solche Hindus neigen leider – wie auch entsprechend Christen, Moslems und Juden – zu Gewalttätigkeiten.< Fettdruck von mir. Absichtlich so formuliert worden? Nun ja, die bösen anderen Religionen – wie tolerant der Hinduismus auch gegenüber Frauen ist, das zeigt dann der letzte Absatz. Aber auch dieser Mönch ist sich nicht so ganz sicher, ob seine Adressatin bei all den Gottheiten usw. usw. wirklich noch den Durchblick behält. Das Kastenwesen? – Wird natürlich abgelehnt, weil es nicht mit der Gita vereinbar sei. Soweit ich sehe, lehnt die Gita die Aufteilung in Kasten nicht ab – sagt aber, dass auch Kastenlose durch die Hinwendung zu Krishna zum Ziel kommen können.  

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Thangka

Die Seite, die uns den „zeitgenössischen“ europäischen Buddhismus anpreist, ist interessant – nicht nur wegen der Links: Die Proportionen Buddhas – wegen der Buddhamacht und so: http://www.buddhanet.net/budart.htm; dann gibt es preiswerte Thangkas zu erwerben: http://www2.bremen.de/info/nepal/Dharmapala/anniversary/home.htm. Nett ist der Hinweis auf seine Heiligkeit den 14. Dalai Lama, der „die Meinungsvielfalt von vierzig Wissenschaftlern und Denkern zu den wichtigsten Fragen unserer Zeit zu moderieren und zu bündeln vermag.“ – Wen das nicht beeindruckt … – Darum gleich die Frage gestellt: Wie wird man Buddhist? Die Antwort folgt: http://www.buddhismus.de/_7_buddhist.htm … und Thangkas kauft? Wohl nicht.

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Buddha 17

Ich habe vom Buddhismus – ich spreche so allgemein, weil es ja „den“ Buddhismus nicht gibt – manches lernen können. Einmal zeigt er mir, was alles an Techniken entwickelt wurde, damit der Mensch – zumindest im Zenbuddhismus – den Buddha in sich selbst entdeckt, sagen wir europäisiert, auch wenn es nicht ganz trifft: seinen Kern, sein Zentrum, sich selbst entdeckt. Er zeigt mir in seiner vielfachen Form, wie sehr der Mensch auf der Suche ist und auch versucht, sich als scheinbar Selbstbestimmter dem Leiden, dem Gefühl für Leiden zu entziehen. Er zeigt mir die liebende Hingabe zu Buddha, indem eine Buddha-Figur gewaschen, geschmückt, mit Weihrauch und Gold verehrt wird. Im Buddhismus finden wir ein großes und großartiges Spektrum an religiöser Sehnsucht des Menschen und gleichzeitig den Versuch, diesem zu entkommen (Diamantene Wagen/Weg). Und zu vielen dieser Wege führt die Auslotung aller Möglichkeiten, die dem Menschen eigen sind: vom Verstand, von Distanzierung, von Hingabe, von Magie und Geisterglauben bis ins Extrem – zum Teil nur noch übertroffen von Religionen, die dem Hinduismus zuzuordnen sind. Und was mich am Buddhismus so fasziniert ist, dass Europäer unserer Jahrzehnte sich zu ihm hingezogen fühlen, obwohl er andere Schwerpunkte setzt. Unsere Zeit liebt Selbstdarstellungen – Buddhismus im eigentlichen Sinn sucht Selbstzurücknahme. Und wer allen signalisiert, ich nehme mich selbst zurück, weil ich Anhänger des Buddhismus bin, stellt sich im Grunde wieder selbst dar. Wir Menschen sind und bleiben Menschen. Traurig und tröstlich.  

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Buddha 16

Buddhismus hat eine gewisse Anziehungskraft für manchen Mitteleuropäer. Schon die ersten übersetzten Schriften haben das Ihre dazu beigetragen. Überhaupt hat „Indisches“ Personen angezogen, die, wie soll man es – ohne deren Jünger zu verletzen – sagen, recht eigen sind: Helena Petrovna Blavatsky, Rudolf Steiner… Und so mancher Anhänger des Nationalsozialismus sah sich stärker zum Buddhismus hingezogen als zum jüdischen Christentum. So der Rassekundler Heinrich Ackermann (H.F.K. Günther): Jesu Lehre sei den Indiogermanen nicht nur schlicht, sondern auch ungenügend und dürftig. Zu nennen ist auch Himmler. Dazu s. http://www.markus-hieber.de/Religion/Buddhismus/buddhismus.html und die schon einmal angegebene Seite von www.trimondi.de. Dabei muss freilich beachtet werden, dass es noch zahlreichere Versuche gegeben hat, das Christentum zu ideologisieren – aber die das versuchten, hatten bei den ganz strammen Nazis schlechte Karten: Christentum lässt sich nun mal nicht vom jüdischen Volk und dem im Alten Testament bekannten Gott lösen. Aber das ist ein anderes Thema (s. Fenske: Wie Jesus zum >Arier< wurde, WBG 2005). Zu dieser Buddhismus-Rezeption beigetragen hat auch die Suche nach Ariern in Asien (Indien/Tibet) – so konnte man dann in Buddha einen blutechten Volksgenossen erkennen, der als Erleuchteter mit den minderen Wüstenreligionen nichts zu tun hatte. Zum anderen lehrt der übliche Profan-Buddhismus (außer: Amitabha): Selbst ist der Mann … – und das liegt so manchem Helden eher im Blut als die Freude an der Liebe und Gnade Gottes.

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Buddha 15

Auch der Westen hat Buddhismus hervorgebracht, so in Ole Nydal (Lama Ole; * 1941) und seiner Frau Hannah. Nydal hat den Diamantweg westlichen Bedürfnissen angepasst. Freilich hat auch er seinen buddhistischen Lehrer, den 16. Karmapa aus Tibet, der im Westen Zentren gründete. Der 1981 Verstorbene beauftragte ihn, so Nydal, Zentren zu gründen, und so hat er inzwischen hunderte von Zentren überall auf der Welt eröffnet. Er hält sich auf seinen Vortragsreisen mit politischen Äußerungen und auch Äußerungen gegen den Islam nicht zurück – diese und das immense – sagen wir: Selbstbewusstsein – brachten ihm Ärger mit der Deutschen Buddhistischen Union ein. Und ich, als einer, der sich intensiv mit der Idiologie der National-Sozialisten auseinandesetzte, muss vorsichtig sagen: Nicht wenig kommt mir nicht so ganz geheuer vor. Nun: Hauptsache er weiß, was wirklicher Buddhismus ist. Aber auch die Deutsche Buddhistische Union (www.dharma.de) ist sehr rege. Ihr – ich sage mal: – Glaubensbekenntnis beginnt mit: „Ich bekenne mich zu Buddha als meinem unübertroffenen Lehrer. Er hat die Vollkommenheit verwirklicht und ist aus eigener Kraft den Weg zur Befreiung und Erleuchtung gegangen …“. Was für ein Glaube angesichts der Fragwürdigkeit der Überlieferung – und anders als Jesus Christus, der als der Lebendige durch seinen Geist Wissen vermittelt, ist Buddha ja für Menschen nicht mehr erreichbar und kann somit auch nichts von sich als Vorbild übermitteln. Oder handelt es sich um den Buddha in jedem Menschen? Nein, es muss Siddharta das Vorbild sein. Man kommt da so ins grübeln – meditieren …

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Buddha 14

Damit erschöpft sich der Buddhismus nicht, da er sehr anpassungsfähig ist. So ist neben dem Dalai Lama der Buddhist Thich Nhat Hanh aus Vietnam in Europa wohl der Bekannteste. Er gründete dort eine Art buddhistische Kirche, die vom Staat verboten wurde – und er wurde des Landes verwiesen. Bei Paris ließ er sich nieder und zahlreiche Menschen pilgern zu ihm – auch schrieb er zahlreiche Bücher. Er integriert den Dienst am Menschen in seine buddhistische Weltsicht. Er wirbt auch um Christen – und ist manchmal nicht wenig erregt über die Christen, die doch noch an ihren spezifischen Traditionen hängen bleiben und nicht bereit sind, diese zu modifizieren.

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Buddha 13

Der bekannteste buddhistische Zweig Japans ist bei uns der Zen-Buddhismus. Auch dieser kommt ursprünglich aus China (Chan-Buddhismus). Zen = Meditation sagt, dass in jedem Wesen ein unerweckter Buddha lebt, der durch Erwachung erkannt werden kann. Dazu braucht man Buddha-Siddharta nicht, nicht seine Worte, nicht seine Schriften: Man muss nur zusehen, dass man den Buddha in sich selbst schaut. Nun, dieser Gang zum Buddha in sich ist kein Zuckerschlecken und führt bei so manchem zu geistiger Umnachtung. Zucht, Disziplin ist das Zauberworte. Harte Zucht, härteste Disziplin. Und nur wenige schaffen es. Bei Kriegern war der Zenbuddhismus beliebt, weil er Bogenschießen und Fechten perfektionierte. Wie Buddha auch, ist der Zen-Buddhismus nicht sehr bescheiden: Er sieht sich als das Wesentliche, als den Kern aller Religionen an. In unseren Landen hat er namhafte Fans – bis in die Professorenschaft. Besonders beeindruckend ist der schöne Zen-Garten, der uns nicht zuletzt aus den Frauenzeitschriften bekannt geworden ist.     

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