Zum Blog

Ich muss mir eingestehen, dass ich den Blog in Zukunft nur sehr unregelmäßig bestücken kann. Wann wieder mehr Zeit zur Verfügung steht, kann ich leider nicht sagen. Das bedeutet auch für die Kommentare, wie es sich schon seit längerem abzeichnet, dass sie sich weiterhin stauen werden und von daher findet die Kommentierung auf eigene Gefahr statt, das heißt, ich kann eine Veröffentlichung nicht versprechen. Ich bin mir unsicher, ob das fairer ist oder das Abschalten der Kommentar-Funktion.

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Josef Bordat und Wikipedia + Kommentar in eigener Sache + Emotionale Medienwellen

Über Wikipedia und Josef Bordat: https://jobosblog.wordpress.com/2018/06/22/wikipedia-jetzt-wirds-persoenlich/

Eben, es sind die wenigen Worte, die im Leser negative Assoziationen wecken sollen, damit dann das, was ein Mensch geleistet hat, erniedrigt wird.

Es handelt sich ja nicht um sachliche und inhaltliche Auseinandersetzungen, sondern einfach nur um verbale Tritte gegen das Schienbein.

Was in diesem Beitrag noch deutlich wird und mir auch immer wieder aufgefallen ist: Aussagen, die aus einer bestimmten Zeit und Situation heraus gemacht wurden, werden aus dem Kontext herausgenommen, in den heutigen Kontext gestellt – und dann heftigst kritisiert. Es wird nicht berücksichtigt, dass im Laufe der Jahre gesellschaftliche Prozesse stattfinden und somit eine Aussage der Vergangenheit nicht mehr 1:1 auf die jeweilige Gegenwart übertragen werden darf.

Oder anders gesagt: Man greift eine Internetseite auf – die Menschen, die diese gestaltet haben, haben sich im Laufe der Zeit geändert, sodass man ihr nicht mehr folgen mag, man selbst hat sich geändert, sodass man ihr nicht mehr folgen mag – aber die Kritiker tun so, als habe weder hier noch dort eine Veränderung stattgefunden.

Oder noch anders: Man greift Seiten auf, mit Blick auf einen ganz bestimmten Aspekt. Das interpretieren Kritiker dann als eine Zustimmung zu allem, was diese Seiten schrieben. Beispiel: Wenn ich einen Beitrag von spiegel-online aufgreife, dann eben nur diesen Beitrag und nicht die Weltanschauung der Macher bzw. einzelner Journalisten.

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Ich erhielt folgenden Kommentar:

Amerikanische Grenzer entreißen auf Befehl Donald Trumps Kinder ihren Eltern und sperren sie in Käfige, und sie empören sich darüber, dass in einem Bericht darüber nicht sauber zwischen Nachricht und Kommentar getrennt wurde? Sie sind einfach nur ekelerregend!

Das sind solche Kommentare, die ich nur Kopf schüttelnd wahrnehmen kann. Nicht gelesen, was ich in Blogbeiträgen vorher darüber geschrieben habe?  Auch den Kontext nicht beachtet? Man kann gegen eine Sache sein – aber gleichzeitig kann man auch einfordern, dass in einem Artikel sachlich berichtet wird. Medien sind dazu da, dass sie informieren und nicht irgendwelche Kommentare einschieben. Das gilt auch für Themen, gegen die man selbst ist. Und diese US-Vorgehensweise ist/war auch schon neutral informativ geschildert, schlimm genug.

Ich will als Leser keine Meinungen untergejubelt bekommen. Auch dann nicht, wenn die Meinung, die mir untergejubelt werden soll, meiner Meinung entspricht. Ich weiß, manche Menschen reagieren einfach nur gemäß dem Pawlowschen Reflex. Einfach emotional – und ohne das Denken einzuschalten. Sie sind eine Art Pawlowscher Reflektor.

Auf dieser Ebene sehe ich auch eine undifferenzierte Flüchtlings-/Migrantenpolitik a la Trump: Einfach nur emotional agieren… – die einen pauschal gegen Flüchtlinge/Migranten, die anderen pauschal für Flüchtlinge/Migranten. Wenn die Emotion die Herrschaft über den Verstand übernommen hat, dann kann von jetzt auf Gleich die Emotion auch in die gegensätzliche Richtung manipuliert werden.

Ich frage mich allerdings weiter gehend: Wie konnte in dieser verhältnismäßig kurzen Zeit ein solches vermutetes System aufgebaut werden? Wie konnte es aufgebaut werden an den lokalen Regierungen vorbei? Ich vermute, dass man noch nicht alle Informationen zu diesem Fall hat. Der Oberbürgermeister stellt in diesem Beitrag (s. Link unten) die richtigen Fragen. Zudem: Was ist das für eine Hilfsorganisation, die Kinder an Pflegefamilien vermittelt, die evtl. vom Staat ihren Eltern weggenommen wurden… Es ist vieles offen. Und so lange nicht alles geklärt ist, ist es meine Natur, nicht auf alle möglichen emotionalisierenden Themen einfach mit allen anderen rein emotional zu reagieren http://www.tagesschau.de/ausland/trump-kinder-migranten-101.html

Was ich im Blog immer wieder mache (ich gebe zu: nicht häufig genug): Auf schlimme Themen, auf die keiner achtet, hinzuweisen. Denken wir an den Kongo. Und was ist mit dem schlimmen Zuständen in Myanmar/Bangladesh, Jemen, Libyen, Südsudan, warum hilft man nicht Syrien – nachdem die emotionalen Wellen verebbt sind – beim Wiederaufbau? Was ist mit Eritrea? Somalia? Nordkenia? – Geht die mediale Emotionswelle weiter, werden diese Menschen vergessen. Dass diese medialen Emotionswellen immer neue Themen suchen – und dann die alten vergessen, das finde ich äußerst ärgerlich. (Ich könnte das natürlich emotionaler ausdrücken – aber warum?) Übrigens das Thema FlüchtlingsKinder-USA ist auch schon wieder am abklingen. Weil das von Trump zurückgenommen wurde? Das Problem wird zumindest in der USA hoffentlich fundiert weiterdiskutiert. Denn es ist ein grundsätzliches Problem. Nicht nur da. Bei uns doch genauso.

Dass sich Menschen noch immer mit Schiffen oder schwimmbaren Etwassen auf den Weg über das Mittelmeer machen – das ist äußerst schlimm – aber die emotionalen Wellen helfen nicht weiter. Es muss sachlich gearbeitet werden – und das ist mein Vorwurf an die EU und an die UN, dass nicht genügend Nachhaltiges getan wird. Wird es jetzt endlich geschehen?

(Nachtrag: So viel zum Thema emotionalisieren der Gesellschaft: http://www.spiegel.de/politik/ausland/symbolfoto-fuer-familientrennung-maedchen-wurde-nicht-von-mutter-getrennt-a-1214550.html – gut ist, dass Machenschaften aufgedeckt werden – nicht gut ist es, wie es vielfach getan wird.)

(Nachtrag 26.6.2018: Hier kommt ein wenig Licht ins Dunkel: Die Praxis vor Trump in den USA: https://www.womensrefugeecommission.org/images/zdocs/WRC-Backgrounder-Flores-Settlement-and-Family-Separation.pdf

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Danke für die guten Tipps

Ich möchte mich bei allen für die guten Tipps bedanken, die ich so für meinen Blog bekomme. Die einen meinen, ich würde Rechten zu viel Raum geben, die anderen meinen, das würde ich den Linken tun. Andere meinen, ich sei zu Ahmadiyyafreundlich wieder andere, ich würde zu Islamkritisch sein, andere sehen mich als Plattform für Atheisten wieder andere meinen, ich sei zu extrem christlich. Manche meinen, ich würde zu sehr differenzieren, manche meinen, ich sei zu oberflächlich. Dass ich naiv sei und im Grunde nichts von der Welt verstehe – das vermuten manche aus den verschiedensten Richtungen. Ich vermute also: Ich liege mit meinem Blog richtig. Ich bin für Meinungsfreiheit – und das soll man in meinem Blog auch wahrnehmen. Im Blog möchte ich auch einer gewissen Vielfalt der Gesellschaft Raum geben – freilich durch mich gefiltert. Ich bekenne mich auch zu meiner Naivität. Warum nicht? Freut mich, wenn andere klüger sind und den vollen Durchblick haben. Dennoch: Danke für die Tipps, sie sind alle wohlmeinend. Manche auch drohend, einschüchternd – aber eben wohlmeinend, vermute ich. Alle möchte ich grüßen mit einem Lieblingslied – seit es das gibt (1972), habe ich es ins Herz geschlossen. (So alt bin ich schon?) Ich möchte allerdings bitten, nicht alle Zeilen des Liedes 1:1 auf sich zu beziehen.

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Abgelehnt – gefunden

Ich habe den Satz gelesen:

Weil du mich abgelehnt hast, habe ich mich gefunden.

Das kann man auch mit Blick auf Gott sehen:

Manche Menschen fühlen sich von Gott abgelehnt – und finden sich, weil sie sich allein auf sich gestellt fühlen.

Manche Menschen finden sich, weil sie von Gott gefunden wurden.

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Eine Anmerkung zu den zurzeit laufenden Diskussionen:
Ich habe den Überblick verloren – und kann nicht mehr auf alles eingehen.
Ich versuche am Wochenende einmal die Texte, an denen sich Diskussionsrunden anschließen, zusammenzustellen, weil die vorgegebene Blogstruktur sehr unübersichtlich ist. Vielleicht finde ich auch etwas, das eine App-Änderung ermöglicht.
Manchmal überlappen sich auch die Beiträge derer, die kommentieren, weil sie in etwa zeitgleich geschrieben werden, vor allem aber auch, weil ich nur ein sehr begrenztes Zeitfenster habe, um mich überhaupt um den Blog kümmern zu können – das heißt, ich kann sie nicht zeitgleich einstellen. Von daher bitte ich um Nachsicht. Ich bitte auch weiterhin sachlich und argumentativ zu bleiben – da ich sie sonst nicht veröffentlichen werde. Ich bitte auch nur um Beiträge, Links auf Zeitschriften usw. sind für mich zeitlich nicht zu kontrollieren.

Segen am Sonntag

Kann es Größeres geben, als einen Menschen froh zu machen?

Ihn dazu zu bringen, dass er fröhlich seinen Weg weiterzieht?

Dass er von Freude getragen wird – durch dunkle Zeiten hindurch?

Gott segne Euch, so ein Mensch zu werden.

Gott segne Euch, wenn ihr einen solchen Menschen benötigt.

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Der Blog wird auch heute und in den kommenden Tagen nur unvollständig gefüllt.

Meine Blogbeiträge

Der jeweilige Blogbeitrag ist nur ein Mosaiksteinchen im Gesamtbild, das der Blog liefert.

Man kann also nicht aus dem einzelnen Beitrag auf alles schließen.

Denn es ist ein Blog, kein ausgewogener wissenschaftlicher Beitrag.

Allerdings ändert sich das Bild ständig, da ich als Schreiber des Blogs mich auch ständig verändere.

Ich stehe zum Beispiel gedanklich zum Teil nicht mehr auf der Stufe, auf der ich 2008 stand.

 

Ich mag das Wort von Brecht:

Ein Mann, der Herrn K. lange nicht gesehen hatte, begrüßte ihn mit den Worten: „Sie haben sich gar nicht verändert!“ – „Oh“, sagte Herr K. und erbleichte.

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Reflexion zu meinem Blog

Ich bin meinem Kritiker dankbar, auch wenn er durch ständige Unterstellungen (ich sei Antisemit, Frauenfeind, AfD Verharmloser, Ausländerfeind, würde blutige Bilder teilen, Erdogan nicht genügend kritisieren, gegen Kirchenleitungen hetzen…) auffällt. Ich bin darum dankbar, weil er mich zwingt, über das nachzudenken, was ich schreibe.

Neulich hat er bei mir ins Suchfeld „Junge Freiheit“ eingegeben – und dann kamen alle Stellen, in denen ich die „Junge Freiheit“ genannt habe. Das hat er dann in einem Link veröffentlicht. Damit sollte ich in bestimmten Kreisen, in denen der Kritiker verkehrt, vermutlich diffamiert werden.

Dass ich die Junge Freiheit genannt habe, das will ich nicht leugnen, warum auch. Ich mache von einem mir durch das Grundgesetz gegebenem Recht Gebrauch, mich zu informieren. Das mache ich auch mit Blick auf Blättern, die von manchen Rechten abgelehnt werden: Spiegel, Stern, Zeit, FR, SZ… Natürlich auch bei Tagesschau, FAZ und Focus – und andere.

Wenn man mich also kritisiert, dass ich die Junge Freiheit erwähne, dann muss man erst einmal schauen: Warum erwähne ich sie. Und da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: a) Sie bringt eine Information, die andere nicht bringen; b) sie bringt einen Kommentar, den ich für angemessen halte; c) sie bringt einen Kommentar, den ich für unangemessen halte und kritisiere; d)…

Und das betrifft alles. Wenn einer im Suchfeld Merkel eingibt, dann sieht er 2000 Mal Merkel (ich schätze, ich habe nicht nachgezählt  in den letzten bald 10 Jahren meines Blogs kommen viele Merkels zusammen) und sagt dann: Was für ein Merkelfan! Doch dann entdeckt er, dass ich Merkel viel kritisiere – und fasst zusammen: Der ist Merkel-Gegner. Doch dann entdeckt er Texte, in denen ich Merkel zustimme und auch gegen Aussagen anderer verteidige. Dann mag also ein Kritiker sagen: Der hängt sein Fähnchen nach dem Wind! Nein, tue ich nicht. So habe ich mich zum Beispiel nie an der Merkel muss weg Kampagne beteiligt (aus Gründen, die ich im Blog genannt habe). Ich hänge das Fähnchen nicht nach dem Wind: Ich sage das, was aus meiner Perspektive richtig ist – und ich bin ich. Meinen Maßstab lege ich an alle an, sei es an Junge Freiheit, an Merkel, an EU, an Parteien, an Kirchen…

Das betrifft die EU: Ich kritisiere die EU viel. Ich schrieb aber auch häufig, dass ich zur EU keine Alternative sehe. Ich schrieb das nur nicht unbedingt in jedem Blog, in dem ich die EU kritisiere, weil ich davon ausgehe, dass meine Leserinnen und Leser häufiger in meinem Blog lesen und wissen, wie sie was einzuordnen haben. (Manche, die mir nichts unterstellen wollen.)

Das betrifft auch Parteien: CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke, AfD – ich kritisiere sie und stimme ihnen zu, jeweils nach meiner Sicht der Dinge. Nun zur AfD – das ist das Steckenpferd meines Kritikers, darum betone ich sie. Immer wieder nennt er mich AfD-Verharmloser. Ich keile nicht auf die AfD ein. Das ist klar. Ich keile auf niemanden ein [zumindest ist mir das nicht bewusst geworden], außer ich habe mal einen schlechten Tag erwischt, soll ja auch bei mir vorkommen. Warum keile ich nicht auf die AfD ein? Weil sie Teil des demokratischen Parteienspektrums ist. Sie ist Ausdruck unserer Demokratie. Es gibt eben Menschen, die anderer Meinung sind als ich. Ich keile ja auch nicht auf Linke oder sonstwem ein. Es geht bei mir nur um Themen.

Ich schrieb es schon im Blog: Was ich im Kontext der AfD sehr schwer finde, das ist, dass massenhaft Fakes im Umlauf sind, sowohl Bilder als auch Texte – und das in allen Medien. Das war auch der Fall bei Obama, das war der Fall bei Trump, bei Putin – und je unsicherer ich bin, was nun stimmt und was nicht, desto mehr halte ich mich zurück. Ich werfe nicht mit Steinen auf andere, auch dann nicht, wenn alle anderen Steine werfen. Mit der AfD gibt es aber noch eine Besonderheit: Ich finde sie im demokratischen Spektrum wichtig, weil sie dazu beiträgt, dass die etablierten Parteien nicht in ihrer Blase bleiben. Sie hilft dazu, falsche Politik zu korrigieren. Falsche Politik nenne ich das, was einem großen Teil der Bevölkerung nicht passt. Die Politik ist für die Bevölkerung da – nicht die Bevölkerung ist Untertan der Politiker und Parteien. Politik hat nicht die Aufgabe die Meinung einzelner Mächtiger und mächtiger Gruppen durchzusetzen, sondern Kompromisse zu finden, die einen möglichst breiten Teil der Bevölkerung wiederspiegeln. Insofern kann man bei mir schon Texte finden, die die AfD aus dem genannten Grund für wichtig ansieht – aber das heißt nicht, dass ich mir die Aussagen der Partei zu eigen mache. Und so kann ich auch die Positionen der Grünen, der Linken, der FDP, der SPD und der CDU betonen, weil ich darin einen Fortschritt für den Zusammenhalt der Bevölkerung sehe. Damit mache ich mich ja nicht zu einem Parteimitglied von Grünen, Linken, FDP, SPD, CDU. Das ist für manche sicher schwer zu verstehen – vor allem für diejenigen, die in schwarz-weiß denken und in irgendeiner Partei den Untergang der Welt erkennen (manche erkennen sie in der AfD, manche in den Grünen – möglicherweise auch manche in den Linken und manche sehen ihn in Merkel) – und in ihrer Ideologie die Rettung Deutschlands und der Welt. Zudem: Ich werde von einer Meinung, die ich seit Jahren äußere, nicht abrücken, nur weil sie die AfD vertritt. Das wäre absurd und würde zeigen, dass ich kein Rückgrat habe. Noch schwerer wird die folgende Aussage für manche zu verstehen sein: Man muss differenzieren: Wann wurde eine Aussage gemacht? Die Lucke-AfD ist eine andere als die Petry-AfD. Die Petry-AfD ist eine andere als die AfD, die jetzt eher weiter nach rechts an den Rand abdriftet. Jede Zeit hat ihre Besonderheit. Man kann nicht die Situation von heute nehmen und einfach auf die Zeit von vor ein paar Jahren übertragen, das klappt in diesen schnelllebigen Zeiten manchmal selbst auf Monate bezogen nicht mehr. Manche machen das, aber das zeigt nur ihre eigene Unfähigkeit und ihr verkrampftes unreflektiertes Denken. Ich war übrigens auch immer einem Verbot der NPD gegenüber kritisch eingestellt. Nicht, weil ich Fan der NPD wäre – das zu sein ist für mich vollkommen absurd – und jeder, der mich kennt und nicht anfängt sich selber in mir zu spiegeln, weiß das. Sondern: Es hat mit unserer Demokratie zu tun. Wir müssen Parteien aushalten, die uns zuwiderlaufen, wir müssen ihnen dieselben Rechte einräumen, die das Gesetz Parteien einräumt. Ohne Finten und juristischen Tricks. Denn die Parteien sind Ausdruck dafür, dass es einen Teil der Bevölkerung gibt, der vollkommen unsinnig denkt. Übrigens auch auf religiösem Gebiet. Damit muss man leben – und dagegen muss man argumentativ angehen. Jeder einzelne im Land muss auf die Demokratie aufpassen und für sie eintreten. Sie hat Feinde von rechts und von links, von Säkularen und Religiösen… Und so muss jeder einzelne im Land auch für sich selber argumentativ Lösungen finden. Dazu muss man beitragen – und dazu will ich mit meinem Blog beitragen. (Noch einmal AfD: was jetzt passiert, habe ich übrigens schon vor ein paar Monaten gesagt. Wenn die CDU vernünftige Politik macht, dann kehren Menschen der AfD den Rücken – und die AfD muss weiter nach rechts abrutschen, um Stimmen zu bekommen. Und hätte die CDU das nicht gemacht, wäre die AfD erstarkt. So einfach ist das manchmal.)

Nun zum Koran/Islam. An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich eine Entwicklung durchgemacht habe. Ich hatte der Propaganda von Muslimen vor Jahren geglaubt, dass alle Muslime den Koran 1 zu 1 umsetzen und umsetzen müssen. Von daher war ich entsetzt, als ich den Koran zum ersten Mal ganz und intensiv gelesen habe. Entsprechend habe ich auf Islam und Koran eher allergisch reagiert. Inzwischen habe ich Muslime kennen gelernt: Manche halten sich nicht an den Koran, finden aber sein Arabisch göttlich, manche finden weder sein Arabisch göttlich noch den Inhalt – aber sie nennen sich Muslime, manche suchen sich Teile aus dem Koran, die unserer aufgeklärten/christlichen Kultur entsprechen und übersehen die anderen Stellen (das ist beim Euro-Islam beliebt). Andere (Ahmadiyya/Sufis) haben andere hermeneutische Zugänge. Und dann gibt es Muslime, die den Koran sehr ernst nehmen und solche, die ihn nicht nur sehr ernst nehmen, sondern auch 1 zu 1 umsetzen wollen. Und nachdem ich das erkannt habe, habe ich auch gelernt, den Islam differenzierter zu betrachten. Und so ist es in den letzten Jahren mein Anliegen geworden, die hermeneutischen Ansätze der Muslime in den Blick zu rücken und auch wirklich zu fordern, eine neue Koranexegese zu finden, die aus dem Koran/Ahadith herauskommt, um den Islam kompatibel machen zu können mit unserer Welt. So lange das nicht passiert, so lange wird der Koran Sprengsatz unserer Gesellschaft sein.

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Vererbung seelischen Traumas + Bewegung! + Sammelleidenschaft + Belohnen ist Strafen + Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen + Pornographie

Kann seelisches Trauma vererbt werden? http://www.berliner-zeitung.de/wissen/psychologie-kann-ein-psychisches-trauma-vererbt-werden–26229832

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Kinder müssen sich mehr bewegen! Sport ist gut, aber zu einseitig. Das Problem ist: Gibt es bei uns noch Raum, wirklich unbeschwert rumtoben zu können? Auf den Straßen – geht nicht. Im Wald – nur begrenzt, die Wohnungen sind zu klein… *

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Wer sammelt – lebt glücklicher: Er sieht mehr… https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/eine-leidenschaft-die-keine-leiden-schafft-kleine-oekonomie-des-sammelns-ld.151949 Was mich betrifft: Ich muss sagen: Ich sehe mehr durch die Fotos, die ich machen möchte. Dadurch mache ich auch mehr außerhäusig. Wenn es die Fotos nicht gäbe…

Zu den Fotos: In einer Lebensphase merkte ich im Spätherbst, dass das Jahr auch Frühjahr und Sommer hatte. Die Jahreszeiten waren an mir vollkommen vorbei gegangen. Aus diesem Grund habe ich auch fast immer jahreszeitlich angepasste Bilder – wenn es ideal kommt, sind sie auch thematisch angepasst. Vielleicht entgeht einer meiner Leserinnen/einem meiner Leser auch die Jahreszeit – aus welchen Gründen auch immer – und nun durch die Bilder nicht mehr.

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Apropos Sammelleidenschaft: Nur nicht übertreiben http://derstandard.at/2000055188090/Messie-Wenn-der-Fruehjahrsputz-unmoeglich-ist

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Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen unterstellen anderen nicht selten, dass sie sich als die besseren Menschen fühlen.

Was kann man dagegen machen – wie gegen Unterstellungen überhaupt?

Nichts. Selbstbewusst bleiben – und für den anderen hoffen, dass er selbstbewusster wird und es dann nicht mehr nötig hat, sich auf Kosten des anderen hochzuziehen.

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Eine interessante Beobachtung: Belohnungen sind langfristig gesehen nicht gut – weil Menschen nur noch dann wirken, wenn sie belohnt werden – um es auf eine knappe und undifferenzierte Formel zu bringen: http://www.zeit.de/kultur/2017-03/erziehung-belohnungen-psychologie-verhalten-motivation-10nach8/komplettansicht

Wenn nicht mit Strafe erziehen, wenn nicht mit Belohnung – Einsicht hilft selten – wie dann?

Übrigens fällt mir ein: Es können nur dann Gesellschaften mit dem Prinzip Belohnung arbeiten, wenn sie etwas zu vergeben haben. In armen Gesellschaften muss man eher mit Strafen (+ loben) arbeiten?

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Über Pornographie und Männer: http://de.catholicnewsagency.com/story/das-uberzeugendste-argument-gegen-pornographie-die-wissenschaft-1719 Über ein Buch von Matt Fradd: https://www.thepornmyth.com/

Daraus zwei Zitate:

„Man pflanzt keine Tomaten in einem dunklen Schrank und gießt sie mit Limonade und erwartet dann, blühende Tomatenpflanzen zu haben. Das zu tun würde dem natürlichen Wesen der Pflanzen nicht gerecht. Ähnlich ist es mit Sexualität: Wer diese aus ihrem offensichtlichen Beziehungskontext herausreisst und in eine Ware verwandelt, kann nicht erwarten, dass so Individuen, Familien oder Gesellschaft gedeihen.“

Und:

„Feminismus hat die Beseitigung der Unterdrückung von Frauen zum Ziel. Die Entscheidungsfreiheit von Frauen in verschiedenen Lebensbereichen ist dabei wesentlich, aber das ist nicht alles. Tatsächlich beinhaltet eine sinnvolle Frauen-Emanzipation nicht nur den Anspruch auf das Recht, selber Entscheidungen zu treffen, sondern auch, sich selber zur Rechenschaft zu ziehen für die Folgen der Entscheidungen, die man trifft, für sich selbst und andere“.

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