Roger Scruton

Dass ich nichts zum Tod von Roger Scruton geschrieben habe, liegt daran, dass ich ihm noch nie in Medien begegnet bin. Außer jetzt: https://www.achgut.com/artikel/zum_tod_von_roger_scruton_wie_man_einen_denker_erledigt

Sir Roger (den Adelstitel bekam er vor drei Jahren verliehen) war nicht nur in der akademischen und publizistischen Szene ein Schwergewicht, sondern im öffentlichen Leben Englands überhaupt. 

Warum? Das beschreibt der Artikel.

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Taize-Treffen in Polen + Samuel Koch + Bryan Stevenson + Brittani Boren + van Gogh

In Polen trafen sich wieder Tausende zu einer guten Gemeinschaft im Glauben: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2019-12/taize-polen-silvester-jugend-treffen-breslau-interview-einheit.html und: https://www.deutschlandfunk.de/taize-treffen-junge-christen-versammeln-sich-in-breslau.2849.de.html

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Samuel Koch auf einer Mehr-Konferenz: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/ich-bin-wertvoll-einfach-weil-ich-bin/ Dazu auch: https://www.kath.net/news/70249

Zur Mehr-Konferenz: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2020/01/04/mehr-menschen-mehr-farben-mehr-konferenz-gestartet/

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Keine Konferenz – aber massenhaft jugendliche Gottesdienstbesucher: https://www.kath.net/news/70232

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Film über den Anwalt Bryan Stevenson: https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/film/2020/01/03/jamie-foxx-jeden-tag-kirche-kirche-kirche/

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Das kleine Kind der Influencerin Brittani Boren ist gestorben: https://www.pro-medienmagazin.de/medien/internet/2020/01/02/youtuberin-verliert-baby-und-thematisiert-christlichen-glauben/

Zwei Tage später postete die Influencerin bei Instagram eine Zeichnung, auf der Borens Familie zu sehen ist sowie Jesus, der neben ihnen steht und den kleinen Crew auf den Armen hält.

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Van Goghs Religiosität https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/menschen/2020/01/01/farben-des-glaubens/ :

Van Gogh hat mit der Malerei einen Weg gesucht, um seiner Religiosität Ausdruck zu verleihen. 

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Antichrist

Durch die Beschäftigung mit den Geschwistern Scholl (Weiße Rose) bin ich auf das Buch gestoßen: Wladimir Solowjew: Kurze Erzählung vom Antichrist, erschienen 1900 kurz vorm Tod des Autors.

Die Scholls haben den „Antichrist“ auf Hitler bezogen. Er hat auch manches mit ihm gemeinsam, zum Beispiel ist auch er Veganer. Nun denn, das Buch ist spannend, weil man viele Bezüge herstellen kann.

Der Titel greift das Werk von Nietzsche auf (1888) – eine bessere Darstellung Nietzsches habe ich bislang nirgends gelesen. Er hielt viel von Christus – sah sich selbst aber als größer an – wandte sich darum gegen Christus. Und dieser Antichrist wird im Buch von Solowjew dann berühmter und berühmter.

An politischen Ereignissen: Die Japaner erobern Asien aus rassistischen Gründen: Die Weißen sollen entfernt werden (man bedenke 1900 geschrieben! und nicht 1946). Sie erobern auch Europa. Deutschland versucht sich zu wehren, hat aus dem Osten die Japaner/Chinesen und die von denen besiegten Russen gegen sich, wird gleichzeitig von den Franzosen angegangen, die sich mit den Japanern verbündet haben. Deutschland muss aufgeben. (Solowjew hat im Vorblick nicht „verstehen“ können, dass Deutschland mit Japan eine Achse bildete – und dass Deutschland diese Grausamkeiten verursacht hat – woraufhin sich die Alliierten-Mächte zusammentaten, um die Unmenschlichkeiten zu bekämpfen. Die Macht des Kommunismus hat er auch nicht wahrnehmen können. Allerdings: Er sah schon die Zeit nach dem Zaren, sah sie allerdings als liberale – und nicht als kommunistische Zeit in Russland an.) Dann wenden sich alle Mächte des Westens gegen die japanische Oberherrschaft, drängen diese zurück. Diese Einheit im Kampf führt zu einem vereinten Europa. Als die Mächtigen merken, dass die Einheit aufgrund von Einzelinteressen zu zerbrechen droht, wird ein Führer gesucht: der Antichrist. Er will allen Menschen Gutes, Kriege sind nicht mehr, weil er alle beherrscht, Armut gibt es nicht mehr, weil er allen Brot gibt, Tiere sind geschützt… Auch die USA folgt diesem. Allein die Christen sind ihm ein Dorn im Auge, weil sie Christus und nicht ihm folgen. Darum beruft er ein Ökumenisches Konzil ein. Er bringt einen großen Teil der Christen auf seine Seite (Priester, Theologen, Kardinäle, Laien…), weil er ihnen mit frommem Vokabular alles verspricht. Sie müssen nur anerkennen, dass er der Herr ist. Und ihn bejubelnd laufen viele der Christen zu diesem Friedensstifter und seinem Wundertäter (der alle Religionen in sich vereinigt) über. (Was die Deutschen Christen mit Hitler machten – bzw. Hitler mit den DC. Eine Haltung, vor der Christen auch in Zukunft nicht gefeit sind.) Auf dem Konzil widersteht jedoch der Papst dem Ansinnen des Antichristen, ebenso der Orthodoxe Leiter und der deutsche protestantische Theologe – nur noch umgeben von einem kleinen Häufchen Gleichgesinnter. Alles will ich hier nicht erzählen. Was Juden betrifft: Sie sind auf der Seite des Antichristen, wenden sich dann aber massiv gegen ihn, der dann mit heidnischen Heeren gegen die Juden in Israel zieht. (Israel wird von dem Autor schon 1900 als Land der Juden angesehen.) Ebenso begegnet uns die Frau mit den 12 Sternen aus der Apokalypse des Johannes – die Europaflagge (nur in anderem als uns bekanntem Kontext. Diese Frau [Maria als Himmelskönigin mit dem Kind] wird von Solowjew nicht als die Flagge der EU erwähnt, sondern sie geht den letzten Christen voran.).

Das ist wirklich ein erschreckend erstaunliches Buch. Vor allem auch: Er zitiert laut Anmerkungen aus einem Buch von Nietzsche, das dieser noch gar nicht veröffentlicht hatte.

Nachtrag: Zu dem Buch: https://www.hfph.de/hochschule/lehrende/prof-dr-peter-ehlen-sj/solowjow/ehlen_solowjow_krieg_fortschritt_weltgeschichte.pdf

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Ai Weiwei

Wir haben Probleme in diesem Land. Ai Weiwei legt einen Finger auf die Wunde, allerdings ist die Begründung, wie auch der folgende Artikel sieht, eher nichtssagend. Ruppigkeit gehört zu vielen Bereichen in unserem Land. Aber Ai Weiwei war wohl vielfach nur interessant: a) als er noch in China war; b) als er nach Deutschland zog: Wow, er hat uns auserwählt! Doch dann im Land, verliert sich das Interesse. So geht es vielen Propheten im Land. Kein Interesse an deren Worten, Tun… – sind alle ihre eigenen Propheten oder laufen irgendwelchen Leuten hinterher, die in der jeweiligen Zeit modern sind. Ob das allerdings nur für Deutschland gilt, das kann ich nicht beurteilen. https://www.nzz.ch/feuilleton/ai-weiwei-deutschland-und-die-hohe-kunst-des-beleidigtseins-ld.1501429

Nur am Rande: Ich fahre zwar nicht oft mit dem Taxi, aber wenn ich fuhr, hatte ich es immer nur mit netten Herren aus aller Herren Länder zu tun. Aber ich bin auch noch nie in Berlin Taxi gefahren.

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Wikipedia-Artikel

Es gab einmal einen Wikipedia-Artikel über mich. Nun nicht mehr. Warum? Keine Ahnung. Als Blogger und Christ hat man schon so seine Gegner, das bekommt man mit – aber ob die Begründung darin liegt? Ist Spekulation. Hier kann man allerdings noch zur Seite einen Zugang finden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Fenske (den Link habe ich aus dem Lösch-Logbuch. Mal sehen, wie lange der noch gilt).

Aber das zeigt: All die kleinen Ruhmheiten auch im Internet sind Schall und Rauch, freilich sind es die, die einen zum Feind erklären, auch.

Schlimmer als das ist jedoch die Diffamierung auf Inrur, in der ich als Klerikalfaschist bezeichnet werde – in trauter Gemeinsamkeit mit Heiner Geißler, Norbert Blüm, Franz Alt, Ulrich Parzany, Papst Benedikt XVI. Richard Schröder, Robert Spaemann; als verstorbener Klerikalfaschist wird Hans Apel genannt usw. usw. … – allerdings auch, und das zeigt, dass diese Seite ein vollkommen undifferenziertes Bild hat, mit Menschen, die ganz andere Weltanschauungen haben. Selbst die Genannten sind schon sehr unterschiedlich. Im Grunde eine „Anbräuner“Seite (was ich neulich thematisierte) , von der ich mich frage, wer und warum diese auf einmal hochgespült hat/wurde. Ich hoffe, die Menschen nehmen diese unangenehme Brühe nicht als Lichtblick ihrer Erkenntnis, sondern als das, was sie ist: Hirn vernebelnd. So soll auch der Begriff „Faschist“ einfach nur denunzieren. Denn was haben zum Beispiel die von mir Genannten mit Faschismus zu tun? Das weiß nur das ideologisch vernebelte Hirn des Herausgebers der Seite.

Diese Seite agiert massiv gegen den Glauben. Witzig finde ich nun, dass sie als Karikatur die zwei Wege, die wir schon im Matthäusevangelium finden – von Jesus auf der ersten Seite haben. Noch witziger ist das Selbstbild als jemand, der den komplexen Weg geht. Nun denn, auch Hirnvernebler sind komplex.

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Nietzsche

Reinhold Schneider hat die Gräueltaten der Spanier in Amerika verteidigt – bevor er den christlichen Glauben für sich entdeckt hatte. Er verteidigte sie aus der Perspektive Nietzsches: Der Wille zur Macht bedeutet, dass man sich über andere stellen darf, dass man bereit sein muss, über andere hinwegzurollen, wenn es der eigenen Erhöhung und Durchsetzung dient. In dieser Zeit, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, gab es eine Fülle an Menschen, die Nietzsche bewunderten, der als Gegner mit seinem „Willen zur Macht“ die Christen ins Visier nahm – vor allem diejenigen, die Jesus und Paulus wichtig nahmen.

Dieser Einfluss Nietzsches darf meines Erachtens auch mit Blick auf den Wahn, Deutsche seien Herrenvolk, das herrschen und andere dafür ausnutzen darf, nicht unterschätzt werden. Das hat man nach 1945 besser verstanden. Nietzsche war kein Antisemit – aber er hat einer Gesinnung gehuldigt, die Grausamkeiten welcher Art auch immer legitimierte. Mag eine solche Sicht auch bedeuten, Nietzsche zu trivialisieren, ihn misszuverstehen – wie auch immer – aber diese Wirkungsgeschichte hatte er – und hat sie hoffentlich nicht mehr.

Heute rezipiert man Nietzsche wieder. Die Frage ist, hat man ihn genug gereinigt, damit diese Nebenwirkungen nicht wieder auftreten? Es bleibt ein schweres Unterfangen, da es unter einem zivil-gereinigten Nietzsche immer arg inhuman brodelt.

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