Ai Weiwei

Wir haben Probleme in diesem Land. Ai Weiwei legt einen Finger auf die Wunde, allerdings ist die Begründung, wie auch der folgende Artikel sieht, eher nichtssagend. Ruppigkeit gehört zu vielen Bereichen in unserem Land. Aber Ai Weiwei war wohl vielfach nur interessant: a) als er noch in China war; b) als er nach Deutschland zog: Wow, er hat uns auserwählt! Doch dann im Land, verliert sich das Interesse. So geht es vielen Propheten im Land. Kein Interesse an deren Worten, Tun… – sind alle ihre eigenen Propheten oder laufen irgendwelchen Leuten hinterher, die in der jeweiligen Zeit modern sind. Ob das allerdings nur für Deutschland gilt, das kann ich nicht beurteilen. https://www.nzz.ch/feuilleton/ai-weiwei-deutschland-und-die-hohe-kunst-des-beleidigtseins-ld.1501429

Nur am Rande: Ich fahre zwar nicht oft mit dem Taxi, aber wenn ich fuhr, hatte ich es immer nur mit netten Herren aus aller Herren Länder zu tun. Aber ich bin auch noch nie in Berlin Taxi gefahren.

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Wikipedia-Artikel

Es gab einmal einen Wikipedia-Artikel über mich. Nun nicht mehr. Warum? Keine Ahnung. Als Blogger und Christ hat man schon so seine Gegner, das bekommt man mit – aber ob die Begründung darin liegt? Ist Spekulation. Hier kann man allerdings noch zur Seite einen Zugang finden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Fenske (den Link habe ich aus dem Lösch-Logbuch. Mal sehen, wie lange der noch gilt).

Aber das zeigt: All die kleinen Ruhmheiten auch im Internet sind Schall und Rauch, freilich sind es die, die einen zum Feind erklären, auch.

Schlimmer als das ist jedoch die Diffamierung auf Inrur, in der ich als Klerikalfaschist bezeichnet werde – in trauter Gemeinsamkeit mit Heiner Geißler, Norbert Blüm, Franz Alt, Ulrich Parzany, Papst Benedikt XVI. Richard Schröder, Robert Spaemann; als verstorbener Klerikalfaschist wird Hans Apel genannt usw. usw. … – allerdings auch, und das zeigt, dass diese Seite ein vollkommen undifferenziertes Bild hat, mit Menschen, die ganz andere Weltanschauungen haben. Selbst die Genannten sind schon sehr unterschiedlich. Im Grunde eine „Anbräuner“Seite (was ich neulich thematisierte) , von der ich mich frage, wer und warum diese auf einmal hochgespült hat/wurde. Ich hoffe, die Menschen nehmen diese unangenehme Brühe nicht als Lichtblick ihrer Erkenntnis, sondern als das, was sie ist: Hirn vernebelnd. So soll auch der Begriff „Faschist“ einfach nur denunzieren. Denn was haben zum Beispiel die von mir Genannten mit Faschismus zu tun? Das weiß nur das ideologisch vernebelte Hirn des Herausgebers der Seite.

Diese Seite agiert massiv gegen den Glauben. Witzig finde ich nun, dass sie als Karikatur die zwei Wege, die wir schon im Matthäusevangelium finden – von Jesus auf der ersten Seite haben. Noch witziger ist das Selbstbild als jemand, der den komplexen Weg geht. Nun denn, auch Hirnvernebler sind komplex.

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Nietzsche

Reinhold Schneider hat die Gräueltaten der Spanier in Amerika verteidigt – bevor er den christlichen Glauben für sich entdeckt hatte. Er verteidigte sie aus der Perspektive Nietzsches: Der Wille zur Macht bedeutet, dass man sich über andere stellen darf, dass man bereit sein muss, über andere hinwegzurollen, wenn es der eigenen Erhöhung und Durchsetzung dient. In dieser Zeit, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, gab es eine Fülle an Menschen, die Nietzsche bewunderten, der als Gegner mit seinem „Willen zur Macht“ die Christen ins Visier nahm – vor allem diejenigen, die Jesus und Paulus wichtig nahmen.

Dieser Einfluss Nietzsches darf meines Erachtens auch mit Blick auf den Wahn, Deutsche seien Herrenvolk, das herrschen und andere dafür ausnutzen darf, nicht unterschätzt werden. Das hat man nach 1945 besser verstanden. Nietzsche war kein Antisemit – aber er hat einer Gesinnung gehuldigt, die Grausamkeiten welcher Art auch immer legitimierte. Mag eine solche Sicht auch bedeuten, Nietzsche zu trivialisieren, ihn misszuverstehen – wie auch immer – aber diese Wirkungsgeschichte hatte er – und hat sie hoffentlich nicht mehr.

Heute rezipiert man Nietzsche wieder. Die Frage ist, hat man ihn genug gereinigt, damit diese Nebenwirkungen nicht wieder auftreten? Es bleibt ein schweres Unterfangen, da es unter einem zivil-gereinigten Nietzsche immer arg inhuman brodelt.

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Gerhard Ritter

In der Beschäftigung mit Gerhard Ritter stieß ich auf dieses Zitat von Volker Ullrich 2008:

Tatsächlich könnte, wenn wir die repräsentative parlamentarische Demokratie westlichen Zuschnitts zum Maßstab nehmen, kaum ein Hitler-Gegner bestehen, nicht einmal die Kreisauer um Helmuth James von Moltke und Peter Yorck von Wartenburg, deren Verfassungsentwurf eine merkwürdige Mixtur aus basisdemokratischen und autoritären Elementen darstellt. Die gescheiterte erste deutsche Demokratie stand den Männern vom 20. Juli deutlich vor Augen – ein Zurück zu Weimar sollte es nicht geben.

Dieses Zitat wurde im Kontext einer Diskussion geschrieben, in der es darum ging, den Freiburger Gerhard-Ritter-Preis umzubenennen in „Badische-Zeitung-Preis“ – 2008. Das ist wohl nicht geschehen – das war eine gute Entscheidung. In die Diskussion mischte sich auch Hans Maier ein: https://www.focus.de/politik/deutschland/standpunkt-eine-unertraegliche-anmassung_aid_300911.html

Warum war das eine gute Entscheidung? Wenn der Preis „Badische-Zeitung-Preis“ genannt worden wäre, wäre es ein Provinzpreis. Aber unabhängig davon: Wir stehen auf den Schultern dieser Menschen. Wenn wir sie wegstoßen, fallen wir. Die Auseinandersetzung mit diesen Riesen ihrer Zeit ist wichtig, sie dient der Emanzipation, dem Erwachsenwerden, trägt dazu bei, über die eigene Zeit Klarheit zu bekommen usw. Wenn sie jedoch von irgendwelchen Leuten verwendet wird, um aus Profilierungssucht sich arrogant zu überheben, als Besserwisser, als solche, die traumwandlerisch meinen, in schweren Zeiten heldenhafter gelebt zu haben – vor allem einer anderen Ideologie zu folgen als die nationalkonservativen Widerstandskämpfer – dann erkennt man die Kleinkariertheit der Nachgeborenen. Dem Baum kümmert es nicht, wenn einer dagegen pinkelt – nur: was sagt das über den Pinkler aus?

Noch mal, bevor irgendeiner dem Pawlowschen Reflex erliegt:

Ich bin nicht gegen eine sachgemäße, rationale, sachliche Auseinandersetzung. Aber eine solche weiß auch immer den anderen zu würdigen – trotz der Meinungsunterschiede und der Zeit-Differenzen.

Noch ein Punkt: Nobody is perfect. Gilt auch für Vorfahren.

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Menschen und Prüfungen

Viele Menschen sind einfach nicht für Prüfungen gemacht.

  • Sie gehen cool in die Prüfung – fühlen sich superwohl – Ergebnis: Niederschmetternd.
  • Sie fühlen sich uncool, zappeln sich durch bis zum Ende – Ergebnis: Wow.
  • Sie legen sich selbst lahm, zittern, zagen, Tränen rollen – Ergebnis sieht dann entweder so oder so aus, gut oder schlecht.
  • Sie reden irgendwas in der Hoffnung, es kommt irgendwas bei raus – und so ist es dann auch.
  • Sie sind wie in Ekstase – und die Prüfungssituation ist in der Erinnerung ein schwarzes Loch.
  • Sie sind von sich selbst überzeugt: Ich hätte es gewusst, wenn… – ich gut geschlafen hätte, die Fragen anders gestellt worden wären, das Wetter anders gewesen wäre, XYZ geklappt hätte, wenn…
  • Sie fühlen sich gut, sie wissen es wird gut, es wird auch gut, sagen jedoch vor der Ergebnis-Verkündung ständig: Ich habe versagt! Oder: Die Prüfer waren sch*e! Oder: Das haben wir ja noch nie gelernt!

Woher ich das weiß: Manches kenne ich von eigenen Prüfungen. Ich bin – um das schöne neue Wort zu verwenden – ein Prüfungs-Hater.

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Klopp: Wir sehen uns

Klopps Worte an einen totkranken Liverpool-Fan https://www.welt.de/sport/fussball/champions-league/article194555993/Champions-League-Finale-Klopp-sendet-todkrankem-Fan-ruehrende-Botschaft.html

„Ich bin ein Christ. Also: Wir sehen uns.“

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Nachtrag https://www.spiegel.de/sport/fussball/juergen-klopp-beim-fc-liverpool-grossmeister-der-rasen-emotionen-a-1270429.html – sind Protestanten so?:

Als gläubiger Protestant stellt für Klopp nicht die Zufriedenheit eines vollen Bauches die höchste Stufe der Erfüllung dar, sondern die Freude der Menschen um ihn herum.

Friedrich Hänssler und Jean Vanier und Margret Birkenfeld

Drei großartige Christen sind gestorben: Friedrich Hänssler
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2019/05/07/der-verleger-friedrich-haenssler-ist-gestorben/

und Jean Vanier:
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/menschen/2019/05/08/gruender-der-arche-gemeinschaft-gestorben/

und Margret Birkenfeld
https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/musik/2019/05/06/margret-birkenfeld-mit-92-jahren-gestorben/

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Einstein – wie ein Ekel? – Weltbild platzt

Hier wird über die erste Frau von Einstein geschrieben:
https://www.sueddeutsche.de/wissen/albert-einstein-frau-mileva-mari-relativitaetstheorie-1.4412479

In dem Beitrag heißt es:

Im ersten Teil des Buches beschreibt Cassidy Marić‘ schwieriges Leben mit einem Mann, der sich oft benahm wie ein Ekel. 

er behandle sie „wie eine Angestellte, die ich nicht entlassen kann“.

Wichtige und berühmte Menschen müssen nicht unbedingt vor Menschlichkeit strotzen. Das sieht man an eben: Einstein. Mein Weltbild platzt.

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Martin Rade + Reinhold Schneider

Martin Rade: Ich denke, man sollte diesem Theologen, der 1940 gestorben ist und die Zeitschrift „Die christliche Welt“ herausgegeben hat, wieder mehr Beachtung schenken: https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Rade

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Reinhold Schneider ist am 6. April 1958 gestorben, also vor 61 Jahren. http://www.kath-info.de/radecki.html#Reinhold%20Schneider

Kann man von Reinhold Schneider wirklich sagen, er habe die innere Emigration gewählt, statt gegen die Ideologie des Nationalsozialismus anzugehen? Sicher, er wurde nicht umgebracht. Aber sein Buch, Las Casas vor Karl V. brachte ihm Unanehmlichkeiten. Zudem begegnete er mir im Kontext der Weißen Rose.

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