Judas

Lasst endlich Judas in Ruhe, schreibt einer – und schreibt einen Artikel über ihn. http://www.welt.de/debatte/kommentare/article127115533/Lasst-doch-endlich-den-armen-Judas-in-Ruhe.html Gegen Jesus. Judas sei einem Scharlatan aufgesessen, seine Hoffnungen seien enttäuscht worden. Judas entpuppt sich immer wieder einmal zum Heiligen der Anti-Christen, der Trotz-Christen, der Mitleid-mit Tätern-Christen…

Ich finde es tragisch, dass sich Judas vor Ostern umgebracht hat. Das gehört für mich zu der großen Tragik der Weltgeschichte. Was wäre, wenn er das nicht gemacht hätte…?

Ich habe übrigens auch ein Buch über Judas geschrieben – und zahlreiche Seminare quer durch die Republik zu diesem faszinierenden Menschen gestaltet. Hinweis: http://de.wikipedia.org/wiki/Judas_Ischariot und freilich: http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Fenske_(Theologe,_1956) Ein wenig mehr ist hier zu finden: http://www.wolfgangfenske.de/14.html

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Auferstehung

Schauen wir die Geschichte von den Emmaus-Jüngern an: Der Glaube an den Auferstandenen ist ein Prozess. Nach einem Dialog, nach Belehrung ist ein Zeitpunkt gekommen, in dem die Jünger den Auferstandenen an einem ganz bestimmten Erlebnis, in einer ganz bestimmten Situation erkennen.

Ein minilanger Prozess wird im Johannesevangelium beschrieben: Maria sieht, aber erkennt nicht, macht sich ihre Gedanken, spricht viel – und auf einmal aufgrund der Anrede Jesu: Erkennen!

Auch Paulus ist in diese Reihe einzuordnen: Er verfolgt Christen, hat sicher mit zahlreichen von ihnen gesprochen, darüber nachgedacht, hat alles abgelehnt und für dumm und gefährlich angesehen – und dann vor Damaskus das Erkennen!

Und so erging und ergeht es zahlreichen Menschen durch die Jahrhunderte und in aller Welt. Gott erhebt auch sie aus dem Staub – in den sie sich hinein erniedrigt haben. Sie verstehen nichts – und verstehen doch alles.

Manche sagen: Ich glaube nicht an die Auferstehung. Macht nichts. Der Glaube kann nicht erzwungen werden. Was vielleicht Voraussetzung ist: In Ablehnung oder Wohlwollen – die Beschäftigung mit Gott in Jesus Christus. In der Ablehnung und in der Beschäftigung ist man mit dem Auferstandenen schon auf dem Weg. Und dann? Irgendwann macht es mehr oder weniger deutlich: Klick. Und man sagt: Nicht verendet der Mensch – der Mensch wird vollendet! Gott sei Dank!

Nahtod-Erfahrung von Ratten

Forscher sind einmal mehr auf interessanten Spuren: Sie schließen von Hirnaktivitäten der Ratten auf Nahtoderwartungen von Menschen: http://www.jesus.de/index.php?id=885&tx_ttnews[tt_news]=193797&cHash=625b04c4ee2df0510ed09df9e7715ab5

Ist das eigentlich echt neu, dass man herausfindet, dass das Hirn vorm Sterben besonders aktiv wird? Das wäre eigenartig, denn der Übergang vom Leben zum Tod dürfte vielen Lebewesen einen gewissen Stress bereiten. Was man ja allein schon daran merkt, dass sich Tiere in Bedrängnis äußerst heftig wehren können. Selbst Wespen. Haben die eigentlich auch ein Hirn, dessen Stress man bei Angriff messen kann?

Meine Hirnaktivität ist sicher auch stärker, wenn ich vor einem Umzug stehe. Christen sehen ja im Grunde den Tod als einen Umzug an: Von hier – hin zu Gott. Stressig ist, dass man nichts mitnehmen kann – außer sich selbst, dem von Gott geliebten Wesen.

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Computer-Hirn

Der Computer ist bald kaputt – und kommt dann zu dem Elektroschrott – so kann man das interpretieren: http://www.welt.de/wissenschaft/article13376592/Stephen-Hawking-haelt-den-Himmel-fuer-ein-Maerchen.html Laut Artikel meinte Hawking, dass das Hirn nur ein Computer sei – und dass es für kaputte Computer keinen Himmel gäbe. Ein Leben nach dem Tod sei ein Märchen für Leute, die sich vorm Dunklen fürchten. Gibt es nach dem Sterben ein „Dunkles“? Warum sollte sich einer vor dem Dunklen fürchten – denn wenn man tot ist, ist man tot – das wusste schon Epikur. Da gibts nichts Helles, nichts Dunkles – da gibt es überhaupt nichts. Also warum sollte sich irgend jemand vor dem Dunklen fürchten? Hawking ist es, der sich vor dem Dunklen fürchtet – und auf tapfer spielt. Ich hoffe und bete, er erfährt noch im Leben das kommende Licht.

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Auferstehung

Der Gedanke der Seele ist leibfeindliche: Die gute Seele überlebt – der böse Leib vergeht. Der eigentliche christliche Glaube an die Auferstehung hat, so weit ich das verstanden habe, in jüdischer Tradition auch den Leib im Blick: Gott, der den Menschen in seinem innersten Wesen her kennt, erschafft den Menschen neu – es ist kein Teil mehr von ihm, das bestehen bleibt, sondern: das Wesen des jeweiligen Menschen, wie es in der Hand des Schöpfers geborgen liegt, wird neu erschaffen. Diesen Ansatz sehe ich einmal hinter 1Kor 15, dann aber auch in den Evangelien, wenn davon die Rede ist, dass Jesus Christus auferweckt worden ist, aber nicht mehr sofort als Jesus Christus erkannt wird, sondern an seinen Handlungen bzw. an seinem Wort erkennbar wird. Es ist der auferstandene Jesus Christus – der identisch ist mit dem Gekreuzigten, aber als Auferstandener neu erfahren werden muss. Freilich ist Jesus Christus als der Auferstandene den Seinen erfahrbar gewesen und erfahrbar – während der auferweckte Glaubende in Gottes Hand verbleibt. 

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Sehnsucht nach Heilung

Nicht nur in Äthiopien – auch hier – klammern sich totkranke Menschen an jedes kleine Strohhälmchen, das sich ihnen bietet. Hier sind die Strohhälmchen freilich nicht Schlamm und Wasserfall, nicht dramaturgisch reife Auftritte. http://www.focus.de/panorama/reportage/tid-17011/focus-reportage-die-scharlatane-von-shenkora_aid_469284.html So manche Klinik lebt von ihnen, so mancher, der sich irgendwelcher Szenemedizin verschrieben hat. Freilich, so lange der Mensch Hoffnung hat, solange er in seinem Kampf gegen die Krankheit unterstützt wird – ist es gut. Nur meine ich, dass sich die innere Einstellung ändern muss. Dass sich die Angst vor dem Tod verändern muss zu einem gespannten Erwarten – und der christliche Glaube bietet hier so manche Hilfestellung: Das irdische Leben ist ein Samenkorn, das im Tod gelegt wird, um in die Ewigkeit Gottes hinüberzuwachsen – für Christen heißt das, sie wachsen in dem, den sie durch die Evangelien und durch ihr Leben schon kennen: Gott in Jesus Christus. Freilich gibt es sicher auch unter meinen Lesern den einen oder anderen, der das als Scharlatanerie ansieht, wenn man von Hoffnung über das Diesseits hinaus spricht. Seis drum – sie wissen es nicht besser. Jesus Christus als Auferstandener ist für mich die Gewähr dafür, dass Gott unser Leben will. Neben der inneren Einstellung müssen die Fortschritte der Schmerztherapie bis in die Dörfer hinein bekannt werden.

Übrigens: Es ist echt spannend zu sehen, was es in unserer Gesellschaft alles an Vorstellungen gibt, die ein Leben über das Sterben hinaus erwarten: Reinkarnation, ein Stern sein, im Wind… leben und den Angehörigen dadurch nahe sein usw.usw. Soweit ich bisher erfahren habe, gibt es kaum einen Menschen, der nicht irgendeiner Erwartung anhängt. Nicht nur von daher ist es nicht einsehbar, wenn gerade gegen das Christentum dessen Glaube in der Erfahrung des auferstandenen Jesus Christus verankert ist, polemisiert wird. Aber hinter vieler Polemik ist wohl auch die Sehnsucht nach so einem Glauben verborgen. Ich habe diesem Abschnitt die Überschrift „Heilung“ gegeben. Heilung ist, soweit ich weiß, ein Wort, das nicht allein körperliches Gesunden im Blick hat, sondern „Heil-werden“, eine ganzheitliche Gesundung.

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Frage der Woche

Was ist damals geschehen?
Was geschieht täglich seit 2000 Jahren?
– dass sich Christen mit der Botschaft von der Auferweckung Jesu Christi
vor vielen selbsternannten Klugen dermaßen lächerlich machen?

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