Atheismus 1: Atheistische Mission

Wer den Namen Jesus erwähnt, missioniert – so zumindest der Vorwurf. „Zu missionieren“ kann ja eigentlich kein Vorwurf sein, denn es bedeutet sowas wie werben – und wer wirbt heute nicht? Wer gegen Jesus Christus argumentiert, wirbt ja auch – er wirbt ab. Aber nicht nur das: Damit verbunden ist auch die Werbung für: für ein atheistisches und „semi“-atheistisches Weltbild, z.B. für die Brights. Man beachte nur den missionarischen Eifer von Richard Dawkins (www.richarddawkins.net).  

PS: 1. September 1939 Überfall auf Polen durch das vom Nationalsozialismus beherrschte Deutschland; 1. September: Antikriegstag; in diesem Jahr Beginn des Ramadan, Beginn einer schweren Zeit für viele Christen und andere Minderheiten. Beginn der Gebetswochen für den Islam (www.ead.de/gebet/aktuelle-anliegen/diese-woche.html).

Gläubige und Denken

„Die Gläubigen sind selten Denker und die Denker sind selten gläubig“ – habe ich mal irgendwo gelesen. Das stimmt auch, wenn manche Nicht-Gläubige (was auch immer das sein soll) bestimmen, was Denken – und wer ein Denker ist.

Kreuzzüge und Hexenverbrennungen

Schon wieder den Vorwurf gehört: Christlicher Glaube – nein! … wegen Kreuzzügen und Hexenverbrennungen. Nun, die Nachgeborenen tragen nicht selten die Last der Vorfahren. Da Kreuzzüge und Hexenverbrennungen aber keine kirchlichen sondern gesellschaftspolitsche Ereignisse waren, fallen diese Vorwürfe auch auf die Ankläger selbst zurück: auch ihre Vorfahren waren Europäer. Kreuzzüge und Hexenverbrennungen sind gesellschaftspolitisch vielschichtig begründet. Gäben sich die Ankläger doch wenigstens mal die Mühe, die neueste Forschungsdiskussion zur Kenntnis zu nehmen! Aber so bleiben Kreuzzüge und Hexenverbrennungen sanfte Ruhekissen für Ankläger. Man muss nicht viel denken, sondern gegen den Glauben nur Schlagworte anwenden. Und weil die meisten Menschen kaum Ahnung haben, hat man so schnell Pluspunkte (Totschlagargumente) gewonnen.  

Übrigens: Gewalttaten im Namen Gottes zu verüben ist übel – das andere Extrem sind Feigheit und Duckmäusertum. Und ob beide, Gewalttäter und Duckmäuser, sich darum scheren, was Gottes Wille ist?   

Scherz

„Nichts in den Geisteswissenschaften ergibt einen Sinn außer im Lichte der Biologie“ – so der Pflanzenphysiologe Ulrich Kutschera, der Geisteswissenschaft als Verbalwissenschaft bezeichnet – und Naturwissenschaft als Realwissenschaft (laut humanistischer pressedienst v. 2.7.2008 Nr. 4916). Kutschera ist als Vertreter der Evolutionstheorie im deutschsprachigen Raum einer der missionarischsten Gegner des sog. Kreationismus (es gibt einen Schöpfer) und der Intelligent Design Theorie (irgendwas muss hinter dem bewundernswerten Design der Natur stehen). Bei solchen Aussagen freut sich das Herz eines Geisteswissenschaftlers, denn es stellen sich automatisch Fragen ein: Hat Herr U.K. seine Aussagen auch im Lichte der Biologie gemessen? Welchen Stellenwert gibt er dann seiner Aussage? Ist der Denker mit Durchblick, U.K., der über Weltbilder, Religionen und Wissenschaften erhaben ist – nicht das verborgene Ziel der Evolution? Evolution hat ja kein Ziel: Ist er dann ihr Ursprung? Geht auch nicht. Nur eine Stimme, die ihre Überlebensnische sucht? Herr Galapagos-Fink, übernehmen Sie …