Trumps gefährliche Poltereien

Was wäre eigentlich, wenn Trumps zum Teil gefährliche Poltereien einfach medial nicht aufgegriffen und verstärkt werden würden? Denn Trumps Poltereien leben davon, dass man sie hysterisch aufgreift.

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Menschen hoffen auf Frieden: http://asianews.it/news-en/Vicar-of-Aleppo-warns-that-world-powers-are-seeking-a-‚pretext‘-to-destroy-Syria-43576.html

Ich finde es schlimm, dass man in der Krieg- und Frieden-Frage als Bürger immer noch abhängig ist von den jeweiligen Regierungen – und natürlich von den jeweiligen Rebellen/Terroristen, mit denen der Krieg zum Beispiel in Syrien begonnen hat.

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Ein Experte erklärte, es könne nicht zu einem Flächenbrand von Syrien ausgehend kommen, ein Trump-Krieg. Warum nicht? Der militärische Schlag würde mit Russland ausgehandelt werden. An wen ich dabei dachte? An die Menschen, die Soldaten, die dabei umkommen, wenn die Oberen sich irgendwas ausdenken. Nun denn, Kollateralschaden… Oder dachte der Experte, Trump könne seine Bomben in die Wüste schicken und dann würde alle Welt sagen: Oh, er zeigt seine Macht, fürchtet Euch vor America First?

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Was für ein Wahnsinn, die Gewaltspirale wieder hochzutreiben. Und die Demokraten, die die ganze Zeit Trump gegen Russland vor sich hertreiben, hauen natürlich auch noch in die Kerbe. Obama wollte auch Damaskus bombardieren – hat dann aber davon Abstand genommen, als viele dagegen waren. Aber jetzt ziehen sie sich schon alle wieder aus dem Gebiet dort zurück – das ist äußerst gefährlich – oder ein abgekartetes Spiel, um den Druck zu erhöhen?

An all dem sieht man wohl, dass die US-Re-gierung eigentlich keine Regierung ist sondern eine US-Re-aktion auf irgendwelche Ereignisse. Mal so, mal so – gerade wie es eben so kommt. Dann warnen – auch wenn man noch nichts weiß, vielleicht gar Fake News aufgesessen ist. Und dann die Prahlerei mit neuen Waffen – das ist wieder so eine Primitivität, die wir schon hatten.

Man kann bislang sehen, dass die Trump-Pokereien halfen. Nur: was sollen diese jetzt bewirken? Dass Putin Assad fallen lässt? Vielleicht – aber dann einen eigenen Mann – vielleicht iranischen –  installiert. Was hat die US-Politik damit gewonnen? Nicht mal ein Feindbild haben sie dann mehr. Oder sie können vollends verrückt spielen, weil sie nicht ihre Leute durchdrücken konnten?

Wie dem auch sei: Damit wird die USA ihre alten Fehler, Assad in die Arme des Iran (und Putins) zu treiben nicht ändern, sondern im Gegenteil, sie forcieren diesen durch Obama begonnenen Fehler nur weiter und weiter. Sie haben schon unter Obama den Fehler gemacht, Assad zu bekämpfen. Warum, darüber rätsel ich noch immer – getrieben von Erdogan, von den Saudis die sich Syrien unter den Nagel reißen wollten? Sympathien bei der syrischen Bevölkerung bekommen sie durch solche wahnsinnigen Ankündigungen nicht. Aber spielt die syrische Bevölkerung überhaupt eine Rolle?

Inzwischen hat Trump selbst seine Worte eingeschränkt.

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Nordkorea + böser Cop und guter Cop

Nun wundern sich alle über Trump: Erst schimpft er mit Nordkorea – dann lobt er. Na klar! Er kann ja jetzt loben, weil Nordkorea zumindest auf dieser Etappe eingelenkt hat. Er spielt den bösen Cop – Europa den guten, und dann ändert sich etwas: http://www.tagesschau.de/ausland/trump-nordkorea-beziehungen-101.html

Das ist ja nicht das erste Mal. Und auch Russland lobt. Warum? Man kann mit Loben und Drohen, Drohen und Loben solche Leute wie Kim jong-Un ansprechen: http://www.tagesschau.de/ausland/putin-lobt-kim-jong-un-101.html

Und da Geschichte noch nicht zu Ende ist, wird dieses Spiel weitergehen. Denn die Frage ist nun: Wie wird der Gescholtene und Gelobte reagieren? Wird er nun versuchen, Liebkind zu bleiben, weil er so gelobt wird, oder wird er nun übermütig geworden, außer Rand und Band geraten. Wie auch immer: Dann muss der böse Cop und der gute Cop wieder aktiv werden. Wie sich das ja auch mit Blick auf den Iran abspielt. Allerdings ist es da ein wenig komplizierter, weil man es im Iran mit einem Regime zu tun hat und in Nordkorea mit einem einzelnen Despoten.

Die guten Cops aus Europa müssen allerdings aufpassen, dass sie sich nicht gegen den schlechten Cop wenden, damit das Spiel funktionieren kann. Sonst ermutigt man die Kriminellen, weil sie denken, der gute Cop sei auf ihrer Seite und von daher nichts ändern müsste. Aus dieser Perspektive klangen die Infos aus Brüssel zum Thema Iran nicht gut. Menschenrechte waren nur am Rand ein Thema.

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George W. Bush zur Lage der Nation + Wahl in Tschechien

G. W. Bush äußert sich zur Lage der Nation: http://www.tagesschau.de/ausland/bush-trump-103.html

Das will was heißen, dass er jetzt von linksliberalen gelobt wird. Hat Bush sich geändert oder haben sich die Zeiten geändert?

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Über einen Kandidaten, der in Tschechien zur Wahl steht: http://www.tagesschau.de/ausland/wahl-in-tschechien-101.html

Diesen Satz muss ich zitieren:

Der Schriftsteller Jaroslav Rudis bemüht sich trotzdem um Gelassenheit: „Ein Freund von mir sagt immer: Ja, wir haben ja hier schon alles überstanden. Wir werden auch das hier überstehen. Hauptsache, das Bier bleibt günstig und gut gekühlt.“

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Las Vegas Massenmörder + Bedeutung von CountryMusic in den USA + Trumps Strategien

Ich finde die Untersuchungen zum Las Vegas Massenmörder bislang äußerst spannend. Spannend insofern, dass das FBI usw. meint, nichts herausfinden zu können. Gerade das ist doch äußerst interessant. Passt er nicht in das Schema, das man von solchen Mördern hat? Und von daher möchte man es lieber nicht sagen, weil man meint, sich selbst nicht zu trauen?

Mal sehen, was dabei herauskommt – bzw. was kundgetan wird, wenn sich die Aufregungen in den USA gelegt haben. Dann kommt irgendwann kaum beachtet die Meldung: Stephen Paddock, der die Besucher eines CountryFestivals angegriffen hat, hat…

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Welche Bedeutung hat Country-Music in den USA? Dieser Beitrag von 2016 gibt einen kleinen Einblick https://www.welt.de/politik/ausland/article158362476/Was-Country-Musik-ueber-die-US-Wahlen-verraet.html:

Die meisten Country-Fans identifizieren sich nach der neuesten Umfrage mit der Republikanischen Partei aus dem Jahr 2004. Im vergangenen Jahr versicherte Senator Ted Cruz, der für das Weiße Haus eine Nominierung der Republikaner anstrebte, dass er nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ein Country-Musik-Fan geworden sei, weil diese weitaus patriotischer sei als Rock-Musik. Ein Country-Konzert sagt mehr aus als eine Umfrage oder ein Treffen, um die Sorgen und Prioritäten vieler Amerikaner einzuschätzen.

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Trump agiert wie er als Geschäftsmann agierte und meint, das auf die Politik übertragen zu können. Genau. Ich hatte das schon im Blog, Hier gibt es weitere Infos: http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-die-vier-fiesen-tricks-des-us-praesidenten-a-1172187.html

Ich bin gespannt, ob Trump so flexibel ist zu merken, welche Strategie er modifizieren muss, welche er beibehalten kann. Denn so glatt läuft es nicht mit seinen Strategien. Zumindest ist das noch nicht erkennbar – auch wenn er hier und da schon Teilerfolge damit hatte.

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UN Rede Trumps

Hier finden wir die Rede Trumps vor der UN: http://www.achgut.com/artikel/lesen_und_staunen_donald_trumps_us_rede_auf_deutsch

Es lohnt, sie zu lesen – ein rhetorisches Feuerwerk. Wie bei jeglicher Rhetorik: Man darf sich weder positiv noch negativ emotionalisieren lassen, sondern den sachlichen Hintergrund zu eruieren suchen.

Interessant fand ich zu der Rede ein Interview in einem Radiosender. Der Moderator wollte immer darauf hinaus, dass der Interviewte sich kritisch gegen Trumps Rede wendet. Aber der Interviewte ließ sich nicht aufs Glatteis führen sondern war sachlich bemüht, die manipulative Fragestellung zu glätten.

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Amerikanische Normalität + Auf Trump reinfallen + Linksliberales Wundenlecken

Es sieht so aus, als würde in den USA Normalität einkehren. Ein Gericht bestätigt in Teilen Trumps Einreiseverbote: https://www.nzz.ch/international/oberstes-us-gericht-bekraeftigt-trumps-einreiseverbot-in-teilen-ld.1315906

Die Demokraten und er haben sich zum Thema Schuldenlimit und Hilfe für Hurrikan-Opfer geeinigt. Und was auch immer mit Blick auf die Dreamer letztlich herauskommen wird: Sie sind miteinander im Gespräch: http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-us-demokraten-melden-einigung-zum-schutz-von-dreamern-a-1167559.html

Dass Trump nur Chaos anstellen würde, das ist eine kolossale Fehleinschätzung: http://www.spiegel.de/video/donald-trump-und-der-angebliche-deal-mit-den-demokraten-video-1798302.html

Diese Fehleinschätzung unterschätzt Trump. Er kommt durch Chaos ans Ziel: Er wirft etwas Extremes in die Runde. Alles heult auf. Und dann? Dann gibt es einen Kompromiss – und diesen Kompromiss hätte Trump nicht erreicht, wenn er nichts Extremes in die Runde geworfen hätte. Denn die Leute hätten dann auch bei weniger Extremem aufgeschrien – und der Kompromiss sähe verwaschener aus. So sind diejenigen zufrieden, die meinen, Trump einen Kompromiss abgetrotzt zu haben und diejenigen sind zufrieden, die auf Trump gesetzt haben.

So lange Trump falsch eingeschätzt wird, kann er schalten und walten nach seinem Sinn. Der vermeintliche Widerstand wird im Grunde von ihm gelenkt.

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Dass in unserem Land immer noch Medien auf Trump-Gegner alten Stils hereinfallen, die nicht kapieren, dass nun Trump wirklich regiert, ist kurios zu sehen. Linksliberales Wundenlecken scheint ein beliebtes Medienspiel: http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-kongressabgeordnete-fordert-medizinische-untersuchung-interview-a-1167560.html

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Russen, Amerikaner und ihre Landkarte + Die Bösen und die Guten + Krim als Hochzeitsgeschenk

Die Russen, so erfahren wir vom US-Verteidigungsminister, wollen ihre Landkarte neu entwerfen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-verteidigungsminister-james-mattis-russland-will-neue-landkarte-a-1164385.html

Die Nato will das freilich nicht. Sie schiebt sich zwar massiv an Russland ran – aber keiner hat die Absicht, die Landkarte neu zu entwerfen. Nein, nein, keiner hat die Absicht.

Vielleicht sollte er anders argumentieren: Die Russen sind die Bösen. Die USA sind die Guten. Also: Die Guten dürfen die Landkarte ausdehnen, denn sie sind ja die Guten. Die Bösen dürfen das nicht – und das sind die Russen. So ein bisschen Dualismus ist doch politisch klasse: Das Reich des Lichtes = USA verbreitet seine Helligkeit über die Nato-Länder – und strahlt es immer weiter aus. Das Reich der Finsternis, also Russland, will das Licht am Strahlen verhindern. Also muss das Reich des Lichtes dem Reich der Finsternis Grenzen setzen. Diese Formulierung versteht dann wenigstens der Naivste der Naiven, die den USA die Steigbügel halten – auch in unseren Medien.

Man muss freilich die Nato verstehen, dass sie so reagiert wie sie reagiert: Sie hätte so gerne die Krim, die Militärstation der Russen, mit der Ukraine als Hochzeitsgeschenk mitbekommen. Aber nein, die Russen nehmen es ihr weg. Das ist aber auch ärgerlich und nicht zu akzeptieren!

Nun muss ich mich natürlich wieder angesichts meiner ironischen Worte verteidigen: Ja, ihr habt Recht, auch Russland ist nicht das Reich des Lichts, ja, auch Putin hat Dreck am Stecken, auch in Russland herrscht nicht Freiheit pur und die lupenreinen Demokraten herrschen dort auch nicht. Und so freuen wir uns, dass die lupenreinen Demokraten im Westen regieren…

Das schrieb ich gestern, bevor ich die Tagesschau gesehen habe. Was hörte und sah ich in der Tagesschau: Poroschenko sprach von Russland als Reich des Bösen und die NatoTruppen marschierten, ihre Macht demonstrierend durch Kiew. Die Realität holt mal wieder alle Ironie ein.

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Erdogans Deutschland + Es Trumpt in den Medien + Trump der wahre moderne Mensch

Der Aufruf Erdogans, dass seine Landsleute nicht an der Wahl teilnehmen sollen, zeigt, dass er seine Landsleute in Deutschland als sein Bein in Deutschland ansieht. Das trifft natürlich die SPD besonders hart, da wohl die meisten Türken die SPD wählen. Aber dennoch hoffe ich, dass die Türken ihrenm  Erdogan einen Denkzettel verpassen.

Darf man es hoffen?

Hoffen schon, man muss aber aufpassen, dass man nicht zu sehr enttäuscht ist, dass also Erdogans Kolonne in unserem Land doch größer ist, als man es sich wünscht. Die türkische Gemeinde hält dagegen:

„Wir brauchen keine Belehrungen in Sachen Demokratie“, sagte der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde, Gökay Sofuoglu. „Die paternalistische Haltung von Erdogan, über die Türken in Deutschland verfügen zu wollen, muss aufhören.“

Man muss sich mal diese Worte Erdogans anhören: >Die Aussagen richtete Erdogan an „meine Bürger in Deutschland“, für sie sei es nun eine „Frage der Ehre“, nicht für die großen Parteien zu stimmen.< http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sigmar-gabriel-weist-boykott-aufruf-recep-tayyip-erdogans-zurueck-a-1163542.html

Erdogan wirft den Spaltpilz ins Land. Er ist eine Giftspritze ohne gleichen in der Gegenwart. Ich hoffe noch immer: Es wird ihm nicht gelingen.

Warum hat er eigentlich Die Linke nicht erwähnt? Denn gerade die treten sehr massiv für Menschenrechte in der Türkei ein.

Nun gehen also die türkischen Wähler zum trotz gegen Erdogan wählen und um nicht als Erdoganhörige angesehen zu werden. Was passiert? a) die SPD gewinnt mehr Stimmen als sie gewonnen hätte. Und b) die Wahlen waren nicht mehr frei für die türkischen Mitbürger, sondern Erdogan zwingt sie indirekt zu gehen. Was sie nun also auch machen: Es ist schwer für sie. Und das ist das Fatale an Erdogan: Er erschwert „meinen Bürgern in Deutschland“ aus der Türkei das Leben.

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Es trumpt in den Medien und trumpt – und es wird kein bisschen weniger. Im Gegenteil. Trump muss nur irgendwas twittern, und sei es noch so kurios: Es wird x-fach kolpotiert. Dadurch wird Trumps Meinung überhaupt erst weiter herumgekommen als es jemals mit irgendwelchem Getwitter passieren würde. Und ich denke, Trump nutzt das genüsslich. Er muss nur irgendwas schreiben – überall echot es in aller Welt. Damit hat er sein Ziel erreicht. Die Medien sollten ja nicht denken, dass, wenn sie dagegen schießen, alle Menschen das auch so dumm finden wie die schreibende Zunft. Sie finden dann eher die schreibende Zunft dumm – das linke Forscher-Establishment sowieso… – in den USA, die Trumpfans http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-das-steckt-hinter-dem-pershing-tweet-a-1163489.html

Was ich an Trump interessant finde: Er ist im Grunde Musterbeispiel eines modernen auf sich bezogenen Menschen: Er schert sich nicht drum, was andere sagen. Er ist der Mittelpunkt der Welt – und das zeigen ihm die ihn kolportierenden Medien ja auch täglich, dass er es ist. Was soll er sich ändern? Er ist so frei – es nicht zu tun.

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Allgemeiner Kontrollverlust

Sorgen bereitet den Menschen im Land der allgemeine Kontrollverlust: http://cicero.de/innenpolitik/spdwahlkampf-an-den-sorgen-der-menschen-vorbei

Für den allgemeinen Kontrollverlust stehen exemplarisch: „die technologische Entwicklung, die Schwächung nationaler Institutionen und die Preisgabe des Nationalstaates“.

Das Problem ist, dass weder die SPD noch die CDU an dieser Stelle auf die Bevölkerung zugehen. Schulz wendet sich direkt ab, indem er alle Probleme mit der EU lösen will – was eben Kontrollverlust der Nation sichtbar macht – und Merkel signalisiert das gleiche, indem sie weitere Zuzugsmöglichkeiten von Migranten postuliert. EU muss forciert werden, aber eben auf neuer Ebene und nicht, indem der Nationalstaat sich ganz unter EUs Gnaden begibt. Aber das hatte ich alles schon ausführlich.

Kontrollverlust – ich denke, dass auch die mediale unsinnige Konzentration auf Trump dazu beiträgt. Denn vieles, was Trump macht, geht uns im Grunde nichts an. Wir mögen es menschlich schäbig finden – aber es ist ein inneramerikanisches Problem. Die Medien bringen es nun fertig, alle Taten und Untaten von Trump so zu interpretieren, dass sie unserem Land schaden. Manches tut es auch: Sanktionen gegen Russland zum Beispiel. Aber da gehen manche unserer Leit-Medien mit Trump Hand in Hand durch die Gegend spazieren. Dass Trump die Wirtschaft abschotten möchte – mag ja sein, aber dagegen werden die amerikanischen Wirtschaftler massive Einwände haben. Es ist also alles halb so heiß zu essen wie es gekocht wird. Von daher verstehe ich unsere hysterisierenden Medien nicht – benötigen sie ein Feindbild, um in unserem Land von bestimmten Gruppen abschrecken zu können, die sie mit Trump verbinden? Wenn sich unsere Politik nicht von den USA politisch abhängig macht, wenn sie sich von den USA emanzipiert, was manche schon seit langem, auch unter Obama forderten, dann muss man zumindest diesen Kontrollverlust nicht fürchten. Oder was das Klima betrifft: Wenn die nächste Eiszeit im Anzug steckt – und sei es eine kleine, dann freuen wir uns auf vermutete Klimaerwärmung.

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Schicksal von Helfern + Chinas Übernahme einer Blindenschule + Tibet = Chinas Krim

Das ist häufig das Schicksal von Helfern und Hilfsorganisationen: Sie stellen was Gutes auf die Beine, helfen den Menschen – und dann übernehmen es starke Kräfte eines Landes – weitgehend die Regierungen. Nun ergeht es so auch einer Blindenschule im Tibet, die von einer deutschen gegründet und unterhalten wurde. Die chinesische Regierung hat wohl Gefallen daran gefunden und will nun selbst sagen: Schaut, wie sozial wir sind, wir haben sogar eine Blindenschule (übernommen, geklaut…). Und was dann gerade für eine Ideologie geschwängerte Regierung wie die von China wichtig ist: Wir haben die Kontrolle – und wir geben den Blinden unsere Ideologie weiter – zum Wohle des tibetanischen Volkes werden sie auch entsprechend chinesisch indoktriniert: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/tibet-von-deutscher-gegruendeter-blindenschule-droht-schliessung-a-1160924.html

Was China auf wirtschaftlicher Basis macht: Know How anderer zu – sagen wir es freundlich – übernehmen, das machen sie wohl nun auch auf sozialer Basis.

Über die Arbeit von Sabriye Tenberken  / Braille ohne Grenzen e.v. : http://www.blinden-zentrum-tibet.de/visionen.htm

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Russland hat die Krim… – usw. Folge: Massive Sanktionen.

China hat Tibet… – usw. Folge: Handel erweitern, China der neue strahlende Held gegen Trump usw.

Die Chinesen dürfen, was die Russen nicht dürfen. Meine Erklärung: Der Tibet liegt weit weg und: Die Russen waren dabei, ihre Wirtschaft zu stärken. Also: Konkurrenz. Die Chinesen sind schon so stark, dass man sie nicht mehr so einfach beiseite schieben kann. „China hat die USA in der Hand“: http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/neue-weltordnung-china-hat-die-usa-in-der-hand/7202126-2.html

Wir kleinen Toren werden an der Nase in der Weltgeschichte herumgeführt.

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J. Depp wollte nur lustig sein + Trump geht – doch noch nicht + Trumps Einreiseverbot und List

Johnny Depp wollte nur lustig sein: http://www.spiegel.de/panorama/donald-trumps-sohn-johnny-depp-soll-gefeuert-werden-a-1154010.html

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Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer – aber endlich einmal einer, der auf Spon nicht in das übliche „hysterische“ Anti-Trump-Gedöns einstimmt. Einstimmte – aber nun abgeklärter ist: http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-warum-er-uns-als-us-praesident-erhalten-bleiben-koennte-a-1154426.html

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Nun darf Trump sich erst einmal freuen, weil er zumindest bis in den Herbst Rückenwind bekommen hat: Der Supreme Court hat die Einreisebeschränkung ansatzweise bestätigt: http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-06/supreme-court-laesst-trumps-einreiseverbot-teilweise-zu

Übrigens finde ich die Verknüpfung der Mauer mit Sonnenkollektoren, die diese finanzieren sollen, genial listig. Er hat listige Berater, denn damit befriedigt er erst einmal auch die Kritiker seiner Umweltpolitik. Befriedigt ist vielleicht zu viel gesagt – besser: Gießt Benzin in das Wut-Feuer, weil sie sich verarscht vorkommen müssen (man verzeihe mir diesen StraßenSlang): https://www.heise.de/newsticker/meldung/Trump-Solarenergie-soll-Grenzmauer-zu-Mexiko-finanzieren-3753550.html

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Maas Gesetz + Zusammenarbeit mit den Amerikanern

Facebook argumentiert gegen das Maas-Gesetz. Zu recht. Alles, was ich im Blog schon genannt habe, taucht in der Argumentation auf – denn an ihr ist was dran. Finde ich, sonst hätte ich es nicht gebracht. Doch nun lese man einmal diesen Beitrag auf spiegel-online, in dem von Facebook-Lobbyisten die Rede ist: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/facebook-wehrt-sich-gegen-maas-gesetz-a-1149623.html Kann es nicht auch sein, dass Lobbyisten Recht haben? Hier finden wir die Infos neutraler: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-05/heiko-maas-facebook-gesetzesentwurf-hate-speech-kritik

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Was die Zusammenarbeit mit den Amerikanern betrifft: Erst waren die Medienschaffenden gegen Russland, weil die Amerikaner und die Europäer gegen Russland waren. Und sie sahen die Isolation Russlands voraus. Nun sind viele Medienschaffenden Feuer und Flamme gegen die USA und prophezeien die Isolation der USA. Wenn sich also die Europäer von den Russen und den Amerikanern lösen – wer ist dann letztlich isoliert?

Von daher: Ich halte nichts davon, ständig in allen Dingen zu übertreiben. Und dazu neigen so manche unserer medialen Vorsänger: http://www.tagesschau.de/ausland/trump-kommentar-111.html Von daher hat die Regierung Recht, wenn sie differenziert: http://www.tagesschau.de/inland/us-geheimdienste-de-maiziere-101.html

Ich finde das schon urig: Ich war im Blog immer für eine distanziertere Haltung zu den Amerikanern. Und nun scheint sich das durchzusetzen – und ich warne vor übermäßiger Distanzierung. Was letztlich gar nicht möglich ist, das sollte auch nicht verbal suggeriert bzw. angestrebt werden.

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Trump + Europas Lösung von der USA

Ein interessanter Beitrag: http://bazonline.ch/ausland/europa/donald-trump-hat-recht/story/20414327

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Nun heißt es: Sechs Regierungschefs waren für XY aber nur einer – Trump – war dagegen. Und sie sind empört, dass er dagegen ist. Aber haben unsere Medien schon einmal so bei sich bedacht, dass diese Empörung dazu führt, dass er in den USA bewundert wird? Einer hat Rückgrat, einer hält durch… – das ist Führung! (Bin gespannt, wie er in ein paar Tagen wie angekündigt Stellung nehmen wird – was man nur einmal hörte, dann aber medial nicht mehr zum Zuge kam.)

Haben die US-Medien bedacht, dass sie Trump stärken, denn er kann immer sagen: Ich habe es gewollt, Amerika stark und groß zu machen. Ich habe dies und jenes in die Wege geleitet. Und warum hat es nicht geklappt? Weil die mediale und politische Elite mich daran gehindert haben. Und was macht das mit Trump? Es macht ihn stärker.

Trump ist überhaupt nicht auf dem Weg in die Isolation. Das gehört zu diesen Stereotypen, die ständig wiederholt werden. Die Amerikaner wissen, dass man an ihnen nicht vorbeikommt. Davor haben die anderen Angst, dass die USA beginnt, von anderen zu fordern – s. Nato… http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-beim-g7-gipfel-einer-gegen-fast-alles-a-1149520.html

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Und solche lächerlichen Meldungen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-ohne-kopfhoerer-bei-g7-alle-hoeren-zu-nur-einer-nicht-a-1149518.html kann man sie nicht endlich mal ganz weglassen oder zumindest irgendwohin schieben, wo solche Nachrichten stehen: Kaninchen rannte gegen den Zaun? Oder diese ganzen Händchen-halte-Meldungen – wen interessiert das, außer denen, die mit ihrem Denken nur um Trump kreisen. Und die bekommen diese Informationen auch über andere Internetkanäle. Hier wird auch das Absurde dargestellt: http://www.spiegel.de/panorama/leute/melania-trump-auf-reisen-die-kleiderfrage-kommentar-a-1149509.html

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Dass sich Europa auf sich selbst besinnen muss, dass es sich von den USA in gewisser weise lösen muss – das ist keine neue Forderung – aber das ist das, was Merkel laut Tagesschau forciert, weil man sich nicht mehr aufeinander verlassen kann – damit ist gemeint: Weil man sich nicht mehr auf eine USA unter Trump verlassen kann. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-zeigt-sich-nach-g7-gipfel-enttaeuscht-von-donald-trump-a-1149588.html

Wobei Trump wahrscheinlich das gleiche sagt: man kann sich auf Europa nicht verlassen, weil Europa die Zusagen zu den Nato-Beiträgen nicht einhält. (Das ist kurios an Schulz, der diese Zusagen nicht wahrhaben will und sie mit Trump in Verbindung bringt, dabei gab es sie vor Trump.)

Wie dem auch sei: Auch ich bin dafür, dass Europa sich mit den USA auf Augenhöhe begibt. Aber: Es ist ein gefährlicher Zeitpunkt. Wenn Deutschland heute sagt, dass Europa sich von den USA lösen solle, dann bedeutet das: Europa wird sich stärker an Deutschland orientieren müssen – weil die Briten weggefallen sind. Und das könnte im Grunde das Ende dieses Wunsches von Merkel bedeuten: Soweit ich das in den Medien verfolge, möchte ein großer Teil Europas kein deutsches Europa. Ob Frankreich wirklich ein Gegengewicht bilden kann?

Ich denke, eine Lösung von den USA sollte nicht angestrebt werden – funktioniert auch schlicht und ergreifend nicht. Was angestrebt werden muss ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Eine Ablösung funktioniert nicht: Die USA ist zu stark. Und eine Annäherung an Russland ist zumindest im Augenblick auch nicht im Blick der europäischen Regierungen Eine Zusammenarbeit mit China ist zu riskant. Von daher bleiben die Freundschaftsseile mit den USA nicht zuletzt zwangsläufig – und das ist auch gut so. Freundschaftlich sind sie auf der Ebene der Menschen die miteinander agieren.

(Nachtrag: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-05/transatlantische-beziehungen-angela-merkel-donald-trump-usa-deutschland )

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Krieg und Kriegspropaganda

Gorbatschow meint, er habe den Eindruck, dass sich die Welt auf Krieg einstelle: http://www.focus.de/politik/ausland/eine-warnung-an-die-welt-gorbatschow-es-entsteht-der-eindruck-die-welt-stelle-sich-auf-einen-krieg-ein_id_6961561.html Diesen Eindruck habe ich nach den Reaktionen auf Trumps Vorgehen in Syrien auch. Man hat ihn ermutigt. Und jetzt geht es auf Nordkorea zu. Man darf Trump nicht zujubeln, wenn er bei einem Stück Schokoladenkuchen Kriegsentscheidungen trifft – wie es heißt. Jetzt staunen alle über diese Bombe, die in Afghanistan abgeworfen wurde.

Auch ich bin gegen den nordkoreanischen Schlächter, auch ich bin gegen die IS/Taliban in Afghanistan, die nicht minder Menschen auf dem Gewissen haben. Aber ob Trump der richtige Mann ist, genau entscheiden zu können, was richtig ist, was falsch, was gemeinsam mit anderen oder eher in amerikanischer Selbstherrlichkeit geschehen soll, das bezweifle ich noch. Von daher wünsche ich mir zumindest von unserer Politik und unseren Medien eine kritischere Einstellung zu den Vorkommnissen. Auch, dass sie weniger kriegstreiberisch gegen Russland agitiert. Wir benötigen keine Kriegspropaganda, wir benötigen Sachlichkeit. Wir benötigen auch keine Filme, in denen gezeigt wird, wie die Bomben fallen – das Militär soll seine Arbeit machen.

Was mich an der Nordkorea-Politik sehr verwundert ist, dass man von einem US-Präventivschlag spricht. Je früher man davon spricht, desto eher kann Nordkorea einen solchen durchführen. Denn das will der irre Diktator – im Zentrum stehen.

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Amerikanische Trump-Politik

Amerikanische Trump-Politik soll wohl so aussehen: Trump schafft Ordnung in der Welt. Und alle haben nur auf Trump und „Amerika zuerst“ gewartet. Nun, manche haben nicht darauf gewartet.

Russland zum Beispiel: http://www.spiegel.de/politik/ausland/rex-tillerson-in-moskau-wladimir-putin-laesst-sich-kein-ultimatum-stellen-a-1143096.html

China zum Beispiel: https://www.tagesschau.de/ausland/china-nordkorea-101.html

Obama und seine Beipflichter haben Assad in die Arme des Iran getrieben. Sie haben Russland zu China getrieben. Und Trump? Er treibt sie weiter weg vom Westen. Auch wenn man kein Freund der chinesischen und russischen Regierung ist – so sieht man doch, dass vernünftige Politik irgendwie anders laufen müsste, als Länder, mit denen man zusammenarbeiten sollte, wegzugraulen. Was sagen eigentlich Amerikas Diplomaten zu der Politik, die sich langsam abzeichnet?

Mir scheint zudem ein anderer klassischer Trick zu erkennen zu sein: Hast du innenpolitisch Probleme, so rassele mit den Säbeln in der Außenpolitik. Bewahrheitet sich das nun wieder?

Übrigens gibt es aus Russland inzwischen vernünftige Töne: http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-04/syrien-krieg-rex-tillerson-sergej-lawrow-treffen und http://www.tagesschau.de/ausland/lawrow-tillerson-103.html Auch beim letzten Artikel wird deutlich: Für Entspannung sorgt der, der sich der WestPolitik anpasst. Wer eine eigene Meinung behält, ist der Friedensstörer.

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