Weltuntergangsszenarien

Es werden zwölf Weltuntergangsszenarien aufgelistet, darunter auch Klimaerwärmung und Pandemien. Diese werden sicher kaum die Welt (= Erde) untergehen lassen, auch nicht die Menschheit, es wird höchstens ein Umdenken geben müssen. Was Meteoriten betrifft scheint mir die Wahrscheinlichkeit höher. Atomkrieg? Weiß nicht – es wird ziemlich viel kaputt gehen und Menschenleben kosten, aber irgendwo wird ein einsames Pärchen überleben und wieder einen Weg in diesem Chaos suchen. Supervulkan? Wird die Erde auch nicht untergehen lassen – es wird allerdings äußerst ungemütlich werden- vor allem recht kühl. Und so kann auch vieles andere äußerst ungemütlich werden, das nicht genannt wurde, zum Beispiel eine Eiszeit. Die Sonne wird ins Spiel gebracht – zu Recht. Aber was ist mit dem Mond, der sich entfernt?

Der Unterschied zwischen säkularen Apokalypsen und der christlichen Apokalypse: Mit der säkularen Apokalypse ist alles vorbei. Mit der christlichen Apokalypse beginnt das Leben in Gott. Wer sich damit noch nie beschäftigt hat, kann ja mal als kleine Einleitung die Offenbarung des Johannes lesen.

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Warten 5

(Fortsetzung vom 19.2.2009) 1.      Habe ich dann die Liste modifiziert, nach Vorhaben geordnet, die schnell zu ermöglichen sind, Vorhaben, die nur langfristig geplant werden können, dann müsste ich vielleicht auch noch einmal nachdenken: Habe ich langfristig eine Reise geplant, dann könnte ich doch schon mal etwas dazu tun, damit sie, soweit es möglich ist, realisiert werden kann: so kann ich schon einmal einen Englischkurs besuchen … Dann habe ich schon zwei Veranstaltungen, an die ich denken muss: kurzfristig will ich lernen, wie man Blumen steckt, und gleichzeitig kann ich für das Langfristige schon mal Englisch lernen. 2.      Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen. Ich will ja vieles nur darum tun, weil ich dann mit Menschen zusammenkommen kann, neue Impulse bekomme, was mit anderen unternehmen, mich austauschen kann. Und wenn ich beim Englischkurs keine Leute kennen lerne, die mir sympathisch sind – dann besuche ich dennoch den Kurs nicht vergeblich, weil ich ja Englisch lerne – aber auch darum nicht, weil es manchmal so ist, das sich Freundschaften erst langsam entwickeln. 3.      Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich Gruppen zu suchen, die eine gemeinsame Aufgabe haben: Mitglied werden bei der Freiwilligen Feuerwehr, bei Gruppen, die Senioren betreuen, das Rote Kreuz, Krankenhaushelferinnen, Gruppen der Kirche …4.      oder bei Vereinen – je nach Veranlagung.  (Fortsetzung folgt.)

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Warten 4

(Fortsetzung vom 12.2.2009)

Wie warte ich aktiv?1.      Man muss sich hinsetzen und überlegen: was würde ich alles gerne machen, damit mein Warten zu einem sinnvollen Warten wird. 2.      Ist die Liste erstellt, dann wird geschaut: Was ist kurzfristig machbar, was ist überhaupt im Augenblick zeitlich, finanziell realisierbar.Warnung: Wenn ich lange Zeit nichts Besonderes in meinem Leben gemacht habe, sondern vor mich hindümpelte, und dann auf der Liste zu finden ist: „eine Weltreise“ – und sonst gar nichts, dann habe ich mich wieder selbst überlistet, weil ich weiß: Das bekomme ich ja nie hin. Und wenn ich es nie hinbekomme, dann kann ich auch gleich weiter vor mich hindümpeln. Die großen Wünsche können aufgeschrieben werden, aber es sollten auch ein paar darunter sein, die ich realisieren kann. Ich würde unbedingt gerne einmal Englisch lernen, ich würde gerne einmal Blumen stecken können, mit Gold schmieden … – und das kann realisiert werden. Doch wie? Zunächst einmal hole ich den Katalog der „Volkshochschule“ – was wird da alles angeboten! „Oh nein, Goldschmiedekunst ist nicht im Angebot! Ich muss dann doch zu Hause bleiben!“ – Das sind solche Fallen, die wir uns selbst stellen. Aber ich sehe, dass man einen Malkurs belegen kann. Wäre das nicht was für mich? Ich würde Menschen kennen lernen. Ich würde mal in Galerien der Umgebung gehen, ich habe Neues, um darüber nachdenken zu können, planen zu können, Termine hantieren zu können.  (Fortsetzung folgt.) 

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Warten 3

(Fortsetzung vom 10.2.) Freilich – man merkt es dann nicht mehr, wenn man eine lange Lebensphase so dösend und herumblätternd gelebt hat. Man kann sich auch mit Dösen und Herumblättern so hypnotisieren, dass man irgendwann denkt: Das ist mein Leben. Ich will gar kein anderes Leben – bzw. bis man gar nicht mehr denkt, sondern nur noch vor sich hin lebt und vor jeder Störung eine Abscheu entwickelt, bei jeder Unregelmäßigkeit des Tagesablaufs Zustände bekommt, schon bei kleinsten Anforderungen das Herz heftig zu klopfen anfängt. Mit dem Geist ist es wie mit dem Körper: Je länger er in Ruhe gelassen wird, desto länger fühlt er sich bei allen Kleinigkeiten überfordert. Selbst in diesen Phasen rüttelt der Körper, rüttelt der Geist an die selbst gebastelten Gefängnistüren. Und dann ist es Zeit, hinzuhören, langsam aber sicher, langsam aber stetig die Zeit des Wartens aktiv zu gestalten.

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Warten 2

(Fortsetzung vom 5.2.2009) Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die lange Zeit in Arztpraxen oder beim Friseur oder im Zug zu überstehen: Man kann vor sich hindösen, man kann lustlos in den zufällig angebotenen Zeitschriften blättern, man kann sich aber auch ein Buch mitbringen, das man schon immer mal lesen wollte. Man kann über Dinge nachdenken, über die nachzudenken man keine Zeit hatte. Nicht, dass wir nicht solche Zeiten des Leerlaufs benötigen, Zeiten, in denen wir eben stundenlang vor uns hindösen oder in Zeitschriften herumblättern oder sitzen und Leute beobachten. Das brauchen wir auch. Doch wir merken selbst, wann es zuviel Herumgedöst, Herumgeblättert ist. Und dann wird es Zeit, aktiv zu werden.

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Warten

Es gibt verschiedene Arten und Weisen, die Zeit nach dem Abschied oder der Verabschiedung zu leben: Vor sich hindümpelnd, hadernd, sehnsüchtig in seinen vier Wänden sitzend, die Zeit totschlagend mit diesem und jenem – was man so am Liebsten tut. Auch wenn das, was man am Liebsten tut – Lesen, Fernsehen, Basteln, Blumen pflegen – zum Alltag wird, dann merkt man irgendwann: Das kann es nicht sein, das kann es doch nicht gewesen sein. Man wird unruhig, doch die Unruhe läuft ins Leere. Man wird sehnsüchtig, doch die Sehnsucht läuft ins Leere. Und so ist auch die Zeit des Wartens zu füllen, damit die Leere nicht das gesamte Leben bestimmt. Es geht darum, aktiv zu warten.

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