Kampf gegen das Kreuz

Ich weiß nicht, ob Ihr wahrnehmt, wie massiv streckenweise der Kampf gegen den Tod des Gottes Sohnes am Kreuz gekämpft wird.

Mohammed hat bekanntlich nichts davon gehalten – nicht nur, dass Jesus als Sohn Gottes angesehen wird, hat er bekämpft, sondern auch die Aussage vom Kreuzestod Jesu. Allah ist stark und lässt seinen Propheten nicht so erbärmlich sterben. Darum sagt ihm sein Allah, dass Jesus gar nicht gestorben sei. So manche derer, die die Worte Mohammeds hoch und heilig halten, polemisieren gegen diesen Glauben, dass Jesus am Kreuz gestorben ist; es wird härter gesprochen, dass Gott ja gar nicht sterben kann, dass das doch ein schwacher Gott sei, der am Kreuz stirbt – usw. usw. Auf Youtube findet man viele solcher Stimmen.

Aber nicht nur Muslime wenden sich dagegen, sondern auch solche, die sich als Aufgeklärte bezeichnen – seit ca. 300 Jahren. Sie leugnen nicht den Kreuzestod – sie finden den Glauben daran erbärmlich, sie machen sich lustig, machen das Sterben Jesu lächerlich – vor allem den Glauben daran. Sie wollen nicht mit ihren Sünden in dieser Form konfrontiert werden: Wenn ich etwas falsch gemacht habe, dann will ich es selbst grade biegen! Ich will meine Fehler selbst verantworten! Das ist ja auch gut so. Nur geht es im Zusammenhang des Kreuzestodes nicht um meine Puppensünden (Luther), sondern um mich als asoziales Grundwesen überhaupt, das sich über Gott und Mitmensch erhebt. Es geht um meinen Grundzorn gegen Gott, den wir als Menschen gegen Jesus Christus austoben: Gott lässt mich und uns Menschen im Stich, darum wollen wir ihn nicht. Und das Kreuz erinnert ständig daran – auch wenn man nicht an Gott glaubt. Wenn man Gott aus seinem Leben verbannen will – am liebsten kreuzigen und weg mit ihm!

Aber siehe da: Gott lässt sich zwar in Jesus Christus kreuzigen – aber er geht nicht. Penetrant meldet er sich immer wieder: Komm zu mir, Menschenkind! Ein schwacher Gott, der sich vom Menschen kreuzigen lässt – aber ihm ständig auf dem Gewissen liegt? Natürlich kann man ihn mit allen religiösen und areligiösen Mitteln bekämpfen. Aber er lebt, er regiert, er wirkt. Er bleibt ein ständiger Stachel des Ärgernisses. Bis man sich ihm zuwendet und das Leben findet. Bis man den Kampf gegen Gott aufgibt, den Frieden findet.

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