Homosexualität

Das ist spannend. Neben Islam spielt die Homosexualität eine große Rolle – das Thema spaltet die Gesellschaft. Das sieht man an den Massendemonstrationen in Frankreich – was man in unserem Land bislang erfolgreich verhindern konnte. Aber wenn ein großer Teil der Bevökerung nicht so will, wie es die Herrschenden wollen, dann wird zugeschlagen – selbst spiegel-online wundert sich: http://www.spiegel.de/politik/ausland/ausschreitungen-bei-demonstration-gegen-homo-ehe-in-paris-a-890683.html

Und das Thema Homosexualität spielt natürlich auch in der katholischen Kirche eine große Rolle – dazu lese man die eigenartigen Äußerungen, die von einem Journalisten der FAZ gemacht wurden: http://www.kath.net/news/40675

Volker Beck, der wurde gestern genannt – soll also nicht wieder vorkommen – aber EKD-Schneider wurde noch nicht genannt. Zwar spalte das Thema auch Landeskirchen in Deutschland wie die Anglikanische Kirche und die Bibel sei auch dagegen, aber diejenigen, die das Thema hochpusten – also die Heteros – seien voller Ängste, seien besessen oder haben sexuelle Probleme. http://www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/ekd-ratsvorsitzender-die-bibel-lehnt-homosexualitaet-ab-aber.html Wie gut, dass wir den EKD-Schneider haben. Nur am Rande: Natürlich hat er Recht, dass es im Glauben nicht auf das Thema Sexualität ankommt, sondern auf den Glauben, auf Kreuz und Auferstehung. Aber an dem Thema entzündet sich ein tiefgreifenderes Problem und über das kann auch ein EKD-Schneider nicht so hoppla leichtfüßig hinwegschweben: Die Bedeutung der Bibel für den Glaubensvollzug. Natürlich hat man schon lange Jahre daran gearbeitet und gesagt, dass derjenige, der solche Bezüge herstellt, übler Fundamentalist sei. Aber nicht alle lassen sich von so plakativen Aussagen den Mund verbieten. Kann sich die Evangelische Kirche wirklich dem Vorwurf entziehen, der lautet: Wenn sich ein medial dominanter Teil der Bevölkerung für ein bestimmtes Thema einsetzt – auch wenn Kirchen immer dagegen waren – dass die Kirche dann leichtfüßig in das Fahrwasser des Zeitgeistes einschwenkt? Wo gibt es Kriterien? Ich sehe schon theologische Möglichkeiten, mit Blick auf das Thema Homosexualität, neue Wege zu gehen – aber so leicht, wie das hier von EKD-Schneider gesagt wird – geht das nicht, vor allem nicht in der Form, dass man Andersdenkende disqualifiziert. Aber das weiß er sicher auch.

Nachtrag: Spaltung durch das Thema auch in den USA: http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-verfahren-richter-ringen-um-kompromiss-zur-homo-ehe-a-891125.html

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