Ermordet + verhöhnt

Daniel S. wurde von einem gewalttätigen türkischstämmigen Menschen ermordet. Und es gibt einen dieser Landsmänner, der sich darüber freut, weil es nun einen Nazi weniger gebe: http://www.bild.de/regional/bremen/totschlag/das-ist-der-killer-von-daniel-29496848.bild.html Ob Daniel S. Nazi war oder nicht, weiß ich nicht- zumindest auf dem Bild http://www.welt.de/vermischtes/article114439034/Er-wollte-schlichten-und-wurde-totgepruegelt.html trägt er eine Kreuzkette. Einen Menschen umzubringen, scheint in der Sicht dieser Menschen egal zu sein, Hauptsache tot. Wenn Daniel S. kein Nazi war, dann wird nachträglich die Ermordung eines Deutschen als Tötung eines Nazi legitimiert. Natürlich sind das Einzeltäter, wie auch diejenigen, die vor wenigen Monaten Johnny K. ebenso ermordeten. Nur zeigt dieser oben genannte Schreiber, dass es eine ideologische Grundlage für solche Taten gibt – und das ist das Fatale.

Übrigens gleichzeitig: DITIB macht unangemessenes Aufsehen wegen den durch einen Brand getöteten türkischstämmigen Menschen (wie ich neulich im Blog gezeigt habe) – und manch politische Verantwortliche in der Türkei auch. Wenn Menschen ihrer Herkunft zu Opfern werden, dann sehen sie sich selbst angegriffen – auch wenn kein Angriff vorliegt. Wenn einer der Ihren andere mordet, dann hört man nichts von ihnen. Es werden – so kann ich mir vorstellen – höchstens diejenigen, die hier Ross und Reiter nennen, wegen Islamophobie oder Antitürkentum angegriffen.

Was macht der Bürgermeister? Er will einen runden Tisch! http://www.zukunftskinder.org/?p=39329 Da ermorden Leute einen anderen – und der Bürgermeister will einen Runden Tisch? Ja, gegen Rechts! Für Toleranz! Man fasst es nicht. Ich hoffe, dass das Falschmeldungen sind.

Ich kann mich noch erinnern, als Deutsche durch Brandstiftung türkische Mitbewohner ermordet haben – dann haben wir uns geschämt für diese Taten. Und nicht nur still und leise, sondern öffentlich, wir haben Lichterketten gebildet, manche haben sich bei ihren türkischen Nachbarn entschuldigt. Zu Recht. Irgendwie ist man verwundert, wenn es Volksgruppen gibt, die ganz anders reagieren, man mag es nicht wahrhaben, dass hier eine ganz andere Mentalität herrscht. Ich bin mir sicher, dass es Türken gibt, die sich auch schämen. Und so ist es Schade, dass diejenigen, die sich als Vertreter in unserrem Land ansehen, diese Stimmung nicht aufgreifen, sondern auf Tauchstation gehen.

Nur eine Frage: Wenn ein arabisch stämmiger Mensch einen libanesisch stämmigen Menschen angreift: Zählt das als Gewalt gegen Ausländer? Wenn eine Familie einen Ehrenmord an die Tochter begeht – ist das Gewalt gegen Ausländer? Wenn Asylbewerber übereinander herfallen, ist das gewalt gegen Ausländer? http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.kirchheim-toedlicher-streit-bei-asylbewerberheim.52374cce-cbee-446a-9211-dfa2e8de8ff4.html

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