Atheisten „Gottesdienste“

Ist schon witzig. Atheisten feiern Gottesdienste – freilich ohne Gott. Neu ist das nicht. Wir kennen das ja schon von den Freireligiösen, die zu Beginn ihrer Entstehung (19. Jahrhundert) statt einen Bibeltext ihren Goethe der „Predigt“ zugrunde legten. Wir kennen die Jugendweihe der Kommunisten, die die Konfirmation ersetzen sollten, wir kennen entsprechende Umdeutungen durch die Nationalsozialisten. Freilich: Kommunisten und Nationalsozialisten werden von Hardcore-Atheisten nicht als Atheisten anerkannt, wie auch Comte nicht als Atheist anerkannt wird, weil er die Religion der Menschlichkeit gründen wollte. Sind diese „Gottesdienstersatz“ Atheisten denn nun Atheisten oder nicht? Das werden sicher ihre Genossen beurteilen.

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