Doppelte Staatsbürgerschaft + Vergrünung

Genau das habe ich irgendwo im Blog auch schon einmal gesagt: Der Doppelpass ist ungerecht, weil er anderen mehr Möglichkeiten einräumt als anderen – hier heißt es: Er sei undemokratisch: http://www.cicero.de/berliner-republik/integration-doppelte-staatsbuergerschaft-zwei-paesse-sind-undemokratisch/53621 Das, was Gabriel laut Tagesschau zu der doppelten Staatsbürgerschaft gesagt hat, ist schlicht und ergreifend kein Argument dafür: Man könne vom anderen nicht verlangen, dass er seine kulturellen Wurzeln kappen muss. Holla! Fragt man sich. Wer verlangt das denn? Ein türkischer Deutscher oder deutscher Türke kann doch seine kulturellen Vorzüge hier genauso leben wie andere auch. Und warum sollte das nur für Türken gelten und nicht auch für Kongolesen, Nigerianer, Mexikaner, Brasilianer, Indonesier…? Ich hatte das damals im Zusammenhang der Flucht eines möglicherweise Kriminellen gesagt – der in die Türkei geflohen ist – und nun nicht ausgeliefert wird… Übrigens sei eine Stellungnahme gegen den Doppelpass: „ausländerfeindlich“ http://www.bild.de/politik/inland/sigmar-gabriel/spd-chef-gabriel-will-doppelte-staatsbuergerschaft-29244728.bild.html Wie bitte? Da begehrt keiner auf, gegen diese Sprüche, die hier gekloppt werden? Und es sind Sprüche, denn das Thema hat mit Ausländerfeindlichkeit nichts zu tun. Durch die Stigmatisierung als „ausländerfeindlich“ versucht man, auf nicht saubere Art Stimmung gegen das geltende Gesetz zu machen.

Und das hier, es tut mir Leid, aber ich finde das äußerst strange – wenn es nicht so traurig wäre: Da veröffentlicht nun die Stadt Essen alle 1300 Namen für die Neugeborenen, weil die türkische Gemeinde der Stadt sich darüber beschwert hat, dass bei dem Ranking der 30 beliebtesten Namen Ali nicht darunter gefallen ist. Und nun wird eben kein Ranking mehr veröffentlicht, sondern alle Namen – da kann dann die türkische Gemeinde dann selber nachzählen, an welcher Stelle ihr Ali zu finden ist. Die Forderung ein Ranking nur für muslimische Neugeborene gesondert zu erstellen, kommt Essen noch nicht nach (bis ihr Rassismus vorgeworfen werden wird, weil sie so ungehorsam ist), mit dem Argument, dass ja auch keine Rankingliste evangelischer und katholischer Kinder erstellt würde. http://www.derwesten.de/staedte/essen/ali-ist-jetzt-immer-dabei-id7649803.html Nun stellen sich meine Leser sicher die Frage: Warum bringt der denn diese lächerliche Sache in seinem Blog? Weil diese lächerliche Sache zeigt, wie ständig an allem gebohrt und gemäkelt wird, nur damit eine bestimmte Gruppe ihre Sondersüppchen löffeln kann. Und dazu gehört eben auch das hier. Ich muss allerdings dazu sagen: Es tut mir äußerst Leid für die Muslime, die nicht so denken, sondern die ein ganz normales Verhältnis zu diesem Land haben und nicht ständig nach irgendwelchen Sondersüppchen Ausschau halten. Die müssen sich für diese ihre Glaubensgenossen sicher nicht wenig schämen.

Gegen eine Vergrünung der SPD wendet sich dieser Artikel: http://www.cicero.de/berliner-republik/rot-gruen-spd-kollateralsch%C3%A4den-der-oeko-ideologie/53628 : „Die Grünen sind die Partei der Besserverdienenden und können es sich leisten. Auf der Strecke bleiben dabei diejenigen, die jeden Cent zweimal umdrehen müssen. Die SPD sollte deshalb aufhören zu vergrünen und sich wieder ihrem klassischen Klientel zuwenden.“

Impressum auf www.wolfgangfenske.de

Eine Antwort auf „Doppelte Staatsbürgerschaft + Vergrünung“

  1. Zur Sondersuppe nur dieses:
    Zu einer solch exquisiten Suppe gehört ein Viel-Sterne-Koch.
    Besser: Viele Köche. Damit die Suppe das wird, was sie nach Willen der Kunden sein soll, gehören besonders bevorzugte Zugaben und Ingredienzien. Zum Beispiel: eine derbe Portion Anpassungsfähigkeit, die Befähigung zur Willfährigkeit um jeden Preis und Bereitschaft, sich und seinen eigenen Geschmack zu verleugnen und der verkrampfte Wille, ohne „wenn“ und „aber“ auch den abstrusesten Wunsch der Gäste zu erfüllen -auch wenn es auf Kosten des eigenen
    La(n)de(n)s und seiner Stamm-Mannschaft geht……
    Bedauerlich für die Mehrheit der Gäste, die damit um die echte „Hausmannskost“ gebracht werden.
    Nein, DANKE, dem Koch S.G.! Auch für ihn gilt: „Viele Köche verderben den Brei“ -natürlich auch die Suppe
    denkt das Echolot

Kommentare sind geschlossen.