Von Hitler lernen

Von Hitler lernen? Nein, natürlich nicht. Aber von Mao soll Peer Steinbrück lernen, sagt Fritz Kuhn, OB in Stuttgart. http://www.suedkurier.de/nachrichten/politik/aktuelles/politik/Von-Mao-lernen;art1015367,5910669 (gefunden über pi). Genau. Von Mao. Dem Massenmörder. Dem Ideologen, der alle, die ihm in seiner Ideologie nicht passten, wenn er sie nicht ermorden ließ, in Umerziehungslager steckte, sie qualvoll misshandeln ließ. Mao oder Hitler – aus der Perspektive der Opfer ist da kein Unterschied, auch wenn die Linken der Vergangenheit Mao heilig sprechen. Wenn einer meint, ich übertreibe, dann sollte er zumindest ein paar Fakten wahrnehmen: bis zu 75 Millionen Tote hat er zu verantworten. Klar, man streitet über die Höhe. Aber auch wenn es 40 Millionen gewesen wären, macht das die Sache nicht besser: http://de.wikipedia.org/wiki/Mao_Zedong#Kulturrevolution_.281966.E2.80.931976.29 Eins kann man Mao freilich zugute halten: Er war kein Rassist wie Hitler. Zumindest ist mir im Augenblick nicht geläufig, dass er einem Volk in China besonders schlimm zusetzte. Mein Kriterium ist in dieser Hinsicht nicht: Rassismus, sondern: Massenmörder. Und: Wer Biographien von Menschen kennt, die in der Mao-Zeit gelebt haben, die von dem unsäglichen Leid, der Verfolgung, den Morden sprechen, der fragt sich: Auch wenn einer Mao in der Jugend bewundert haben sollte – weiß er noch immer nichts von Mao, dem Massenmörder?

Impressum auf www.wolfgangfenske.de

Eine Antwort auf „Von Hitler lernen“

  1. „Beim Neujahrsempfang der SPD zeigte Kuhn ein kleines, rotes Bändchen, in der linken Szene als „Mao-Bibel“ bekannt, und zitierte daraus den Ratschlag: „Fest entschlossen sein, keine Opfer scheuen und alle Schwierigkeiten überwinden, um den Sieg zu erringen.“ – „Ihr Weg ins Kanzleramt hat einen ähnlichen Charakter“, meinte Kuhn“ -so weit der „Süd-Kurier“.
    Immerhin erstaunlich, dass Fritz Kuhn Mao bemüht, um Peer Steinbrück das zu sagen, was er dem Kanzlerkandidaten der SPD und den Deutschen wünscht. Ist es Geschmacklosigkeit? Gedankenlosigkeit? Politische Entgleisung? Was immer Herrn Kuhn zu seinem Wünschen veranlasst hat: Es sei ihm und allen, die es noch nicht kennen, die Lektüre des Buches dringend empfohlen
    „Le livre noire du communisme“ -erschienen 1997 bei ´Editions Robert Laffont, Paris. Sodann in 4. Auflage 2000 im Piper Verlag München in deutscher Übersetzung mit dem Titel:
    „Das Schwarzbuch des Kommunismus – Unterdrückung, Verbrechen und Terror“ mit dem Kapitel „Die Aufarbeitung des Sozialismus in der DDR“ von Joachim Gauck und Ehrhart Neubert.
    Das
    Echolot

Kommentare sind geschlossen.