Abtreibung + Todesstrafe

Man wundert sich in diesem Artikel, dass manche Menschen für die Abtreibung eintreten aber gegen die Todesstrafe: http://www.lifenews.com/2012/12/11/pro-abortion-but-anti-death-penalty-the-real-hypocrisy/ Dabei ist das leicht zu erklären: Die Propaganda, dass ein Mensch nicht schon mit der Verschmelzung von Samen- und Eizelle zu leben beginnt – bzw. er dann noch kein Mensch ist, hat die ideologisch geprägten Hirne erfasst. Von daher sind die Embryos noch keine Menschen und darum darf man sie töten. Verurteilte Mörder sind bekanntlich Menschen – und darum darf man sie nicht töten. Eine Gesellschaft, die den Menschen nur dann zum Menschen erklärt, wenn sie das für richtig hält – gehört zur Schizophrenie unserer Zeit.

Diese Art von Argumentation kennen wir zur Genüge von anderen Themen unserer Zeit: Abtreibungen legitimieren führt zu weniger Abtreibungen: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/2015576/ Was für ein Stuss – ohne irgendwelche weiteren Hintergründe und Untersuchungen zu bringen. Vielleicht sind die Kanadier alle religiöser geworden – wäre zum Beispiel ein möglicher Grund. Statt dessen so ein naives Artikelchen. Und was ist das denn für ein Argument?: >Eine Frauenärztin berichtete, dass viele Fälle von Abbrüchen nach der zwölften Woche, die sie erlebt hat, meistens mit häuslicher Gewalt oder Angst vor Bestrafung von ihren Familien einhergingen.< Den Frauen muss geholfen werden aus diesem Elend zu entfliehen – und nicht geholfen werden, indem man ihr Kind tötet. Das ist der einfachere und schnellere Weg. Klar. Einen solchen liebt ein medialer Teil unserer Gesellschaft. Es ist auch kein Argument, dass der Embryo keine Schmerzen empfindet. Wenn das ein Argument sein soll, dann kann man Menschen den Schmerz nehmen bevor man ihn guten Gewissens beseitigt. Wenn man die grundsätzliche Würde des Menschen uminterpreriert – dann kommt man zu den kuriosesten Ansichten. Siehe Peter Singer und co.

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