Vernunft vor Glauben?

Wieder ein langer Artikel eines Menschen, der der Kirche Tipps für die Zukunft gibt, ohne ihr Mitglied zu sein. Tipps, was sie alles besser machen könnte: http://www.blu-news.org/2013/02/18/vernunft-vor-glauben/ Prima.

Aber: "Vernunft vor Glauben" – das ist ein falscher Ansatz, denn die Vernunft wird entweder vom Unglauben bestimmt oder vom Glauben. Die Vernunft ist – aus christlicher Sicht – niemals autark. Dieser oben genannte Wunsch (Vernunft vor Glauben) ist zwar ein atheistisch frommer Wunsch, aber er ist Folge atheistischen Denkens, das meint, dass Glaube ein Gegenpol zur Vernunft sei. Diese Prämisse kann man als Christ nicht akzeptieren. Der Mensch ist eine Einheit – somit hat auch der Glaubende nicht in sich einen Glaubensteil und einen Verstandesteil, die miteinander konkurrieren und einander zu übertrumpfen suchen.

Der Verstand sagt: Ich glaube – der Glaube sagt: Ich verstehe…

Wie beim Atheisten: Der Verstand sagt: Ich glaube nicht – der Unglaube sagt: Ich verstehe nicht…

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Eine Antwort auf „Vernunft vor Glauben?“

  1. Sicher ist der Wunsch des Atheisten „Vernunft vor Glauben“ ein falscher parteilicher Wunsch. Vielleicht wollte er die mittelalterliche – ebenfalls falsche – Definition von der „Philosophie, die Magd der Theologie“ umkehren.

    Andererseits würde ich mich schon darauf einlassen. Kurz gefaßt:

    meine Vernunft zeigt mir, daß es Größeres geben muß, als meine Sinne fassen können (Schöpfung, Geist). Die vielen Religionen der Welt beweisen, daß Menschen immer schon das Transzendente suchen, begreifen und erfassen wollen. Das Studium der Bibel, des NT, beweist meiner Vernunft dann, daß hier nicht „Gottessucher“ am Werk waren, sondern Gott selbst hat sich gezeigt, die Urväter, die Juden usw haben nur reagiert. Das Studium des Lebens und der Worte Jesu lassen dann meine Vernunft freudig erkennen, daß in der Annahme des biblischen Glaubens auch das vernunftgesteuerte Weltbild „endlich rund“ wird. Die höchsten Wahrheiten sind einfach – eine Erkenntnis der Vernunft. Die Theologie des NT ist auch einfach – und erklärt „ALLES“.

    Ich komme von der Vernunft ohne weiteres zum Glauben.

    Vielleicht ist das Problem des Atheisten, daß er den Unglauben GLAUBT, ja sogar glauben will. Und vielleicht hat er ANGST vor der Wahrheit. Vielleicht kann die Vernunft die atheistischen Ansätze eines Tages entlarven als die einer „Vogel-Strauss-Politik“: Kopf in den Sand – nur nicht sich der vernunftgemäßen Erkenntnis des Übernatürlichen aussetzen !!!

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