EKD-Schneider

EKD-Schneider meint, Familie müsse man neu definieren: es käme nicht auf Vater-Mutter-Kind an, sondern auf: „Verbindlichkeit, Liebe, Achtsamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme“. – Nachtigall ick hör dir trapsen. Es klingt alles so schön – aber was steckt da wohl hinter? Freilich geht es in der Diskussion um das klassische Modell, von daher weiß ich nicht, ob man in diese Definition zu viel hineinlesen soll.

Er bezeichnet den Verkauf einer Kirche, um sie als Moschee umzubauen, als „geistliche Zumutung für die Menschen, die dort leben und sich mit der Kirche identifiziert haben. Deshalb ist die EKD grundsätzlich gegen eine Umwidmung von christlichen Kirchen in Moscheen“ als „falsches Signal gegenüber unseren Leuten“. Auf die Frage, ob eine Moschee nicht die bessere Nutzung wäre „als ein Restaurant oder eine Trauerhalle für atheistische Beerdigungen“, antwortet er: Es sollten Orte werden „wo die freundliche Zuwendung Gottes erfahrbar wird“. Nachfrage: „Das geht nicht in einer Moschee?“ Antwort: „Das kann ich mir schwer vorstellen. Der Islam hat ein anderes Gottesbild als wir. Der Islam lehnt Jesus, den Gekreuzigten und Auferstandenen, und das Kreuz Christi ab.“ (Lesenswert ist auch der weitere Verlauf des Gesprächs!) Das ist eine interessante Antwort, die so manchen Muslim zumindest nicht halal vorkommen dürfte. Aus der Kirche sollte ursprünglich ein Altenheim gemacht werden. http://www.welt.de/politik/deutschland/article113675002/Die-Ehe-ist-eine-enorme-Anstrengung.html Übrigens was sagte neulich die Bischöfin Fehrs? Hauptsache sie bleibe ein Gotteshaus. Nun, ich denke, dass hier noch massiv über den Unterschied und die Gemeinsamkeiten zwischen Islam und Christentum nachgedacht werden muss.

Dazu s. hier auch die Leserbriefe: http://www.idea.de/detail/gesellschaft/detail/ekd-chef-plaediert-fuer-ein-neues-familienpolitisches-leitbild.html

Zur Verkümmerung von einer „Kirche des Wortes zu einer hüstelnden Gemeinde ohne Klarheit, Kraft und Kurs“ s.: http://www.idea.de/detail/gesellschaft/detail/wird-die-ojc-gefaellt-fallen-bald-auch-andere.html Darf die Drohung, den Geldhahn abzudrehen, wenn die Kirche nicht dem Zeitgeist huldigt und ihm Gehorsam leistet, dazu führen, zu hüsteln, statt deutliche Worte zu sagen? Die Kirche verrät damit ihren Herrn, der schon vor dem Mammon gewarnt hat: Man kann nicht Gott dienen und dem Geld… Wenn man seine Meinung theologisch für richtig hält, aus Verantwortung im Glauben heraus, dann darf man eine entsprechende (scheinbar angepasste) Meinung vertreten – aber nicht, wenn es um Geld geht. Es wird sich an der Kirche rächen, wie sich jede Zeitgeistanpassung der Mitglieder an der Kirche rächt.

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