Kritik an der katholischen Kirche

>Der jüdische, homosexuelle US-Demokrat (sc. Ed Koch) meinte am 8. April 2010 in einer Kolumne der „Jerusalem Post“, das Ziel vieler Medien sei offensichtlich nicht die Information der Öffentlichkeit, sondern eine Geißelung („castigate“) des Katholizismus. Man merke den Artikeln den Genuss („delight“) und bösen Willen („malice“) an. Der wahre Grund ihrer Attacken sei die Haltung der Kirche zu Abtreibung, Verhütungsmitteln, Homosexualität, Ehescheidung, Zölibat und Frauenpriestertum. In all diesen Fragen sei er anderer Meinung als die Kirche. Doch habe sie das Recht, ja vielleicht die Pflicht, auf ihrer Haltung zu beharren. Die katholische Kirche und ihre 1,2 Milliarden Mitglieder seien eine Kraft für das Gute in der Welt, wichtig für den Frieden und die Wohlfahrt des Planeten. Es sei nun genug mit der Kampagne: „Enough is enough“.< So lautet es in einem Artikel, der die wissenschaftlich unhaltbare Sinus-Studie, die ich im Blog schon häufiger erwähnt habe, kritisert: http://www.kath.net/detail.php?id=40032 Was geht mich eigentlich die katholische Kirche an? Wie EKD-Schneider sinngemäß sagte: Wenn Christen leiden, leiden Christen mit. Und das, was medial so passiert, um die Menschen von der (katholischen) Kirche abzubringen ist ein Punkt, der einfach als Propaganda kritisiert werden muss. Im Augenblick wird das im Wesentlichen durch die Überraschung über den Rücktritt des Papstes ein wenig kaschiert – aber es mehren sich wieder die massiven Anti-Stimmen. Es geht nicht um Diskussion und Argumente – es geht um die Art und weise wie man versucht, bestimmte Positionen und deren Vertreter einfach fertig zu machen.

Ich habe das auch schon einmal geschrieben: Der größte Vorwurf an den Papst ist, dass er katholisch ist: http://www.kath.net/detail.php?id=40084

Nett fand ich die Formulierung: „Hier redet einer von Philosophie und vom Naturrecht vor einer Bande von Ignoranten, deren Innenleben auf die Verdauung beschränkt zu sein scheint.“ http://ef-magazin.de/2013/02/14/4031-papst-ruecktritt-eines-mannes-mit-format

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Eine Antwort auf „Kritik an der katholischen Kirche“

  1. Ein sehr guter Artikel. Sehr weise das Wort: „Wenn Christen leiden, leiden Christen mit.“ Es bleibt noch hinzuzufügen, daß es – laut Jesus – besonders wertvoll und „seligmachend ist, wegen des Evangeliums, wegen des Glaubens an Christus, zu leiden.
    Bei der kath Kirche scheint mir das derzeit tatsächlich der Fall zu sein. Allerdings würde ich etlichen kath Repräsentanten, wenn sie schon eingeladen werden in die Talk-Shows usw, raten, die klare Haltung der kath Lehre nicht so sehr als eigene moralische Geradlinigkeit zu „verkaufen“, sondern Jesus und seine Weisungen ins Spiel zu bringen: weil ER die Scheidung verboten hat, dürfen wir sie nicht erlauben, weil ER das Töten verboten hat, dürfen wir keine Abtreibung erlauben, … usw

    Es ist nicht UNSERE GRÖSSE, sondern im Gegenteil UNSERE SCHWACHHEIT, uns „kritiklos“ dem Mensch gewordenen Gott und seiner Lehre, seinen Worten unterworfen zu haben, was uns so „sperrig“ oder „anstößig“ macht in den Augen der modernen Welt.

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