Political Correctness contra Meinungsfreiheit

Ein ausgezeichnter Artikel: http://www.focus.de/finanzen/news/tid-29319/political-correctness-klappe-zu_aid_911015.html : Was darf man in Deutschland sagen – was nicht? Von Thomas Wolf. Das Zitat von Sloterdijk trifft die Sache, wenn es nicht um „Sozialdemokraten“ als Partei geht, sondern als Weltanschauung: „Ob einer sich zur Sozialdemokratie bekennt oder nicht, spielt schon längst keine Rolle mehr, weil es Nicht-Sozialdemokraten bei uns gar nicht geben kann, die Gesellschaft ist per se strukturell sozialdemokratisch, und wer es nicht ist, der ist entweder im Irrenhaus oder im Ausland. Es gibt keine ernsthafte Alternative dazu.“ Das zentrale Thema des Artikels ist: „Doch das Festhalten an politisch-korrekten Tabus blockiert eine ergebnisoffene Diskussion. Und die brächte vielleicht neue Erkenntnisse und am Ende Lösungen.“ Auch für Leserinnen und Leser meines Blogs ist dieser Artikel sicher interessant, obgleich sie das als mein Anliegen im Blog schon längst kennen, weil der Artikel Fakten nennt, die im Blog noch nicht zu Wort gekommen sind. So auch die Belege, die die große Bedeutung der Medien in dieser Frage spielen (es werden Informationen hochgespielt, die die eigene Meinung der linksintellektuellen Journalisten stützen). Diejenigen, die für die Freiheit waren – sind zum Mehltau geworden, der sich nun über die freie Meinungsäußerung legt.

Dazu sei auch der Artikel genannt, der den Deutschen vorwirft, aus Maulwurfshügel ein Hochgebirge zu machen, von wahren Problemen abzulenken und die Mittelmäßigkeit zu fördern: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article113499746/Schavan-Bruederle-und-Neger-erregen-die-Republik.html

Man merkt, dass auch die Medien mit dem aktuellen Zustand der Republik unzufrieden werden – und das wäre gut, wenn das nicht nur kleine Blogs immer wieder äußern, sondern die Stimmen, die auf diesen Missstand hinweisen, lauter werden.

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