Missionare helfen

Der Artikel hat einen Beigeschmack – aber er staunt wenigstens darüber, dass gerade Missionare dazu beigetragen haben, dass die Sprache der Aborigenes wieder rekonstruierbar ist: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/ausgestorbene-aborigene-sprache-dank-deutscher-missionare-wiederbelebt-a-879496.html Das ist nicht der einzige Fall, in dem nicht allein Sprache durch Briefe von Missionaren rekonstruierbar ist, sondern aus ihren Briefen auch die Kultur der Völker. Das Negativ-Bild der Missionare als solche ist falsch. Freilich würden wir heute vieles anders sehen und anders machen. Aber die euro-amerikanische Kultur macht es nicht nur anders, sondern auch schlimmer. Es haben wahrscheinlich die Missionare weniger Unglück gebracht, als die Coca Cola Werbung, als die Ölfirmen und MacDonalds und wie die Firmen alle heißen. Warum? Weltweit wollen sie ihre Produkte verkaufen. Sie wecken damit Sehnsüchte in Völkern die sie nicht stillen können. Gelder werden ausgegeben für Nichts und Wiedernichts. Menschen werden entwurzelt auf der Suche nach der reichen westlichen Glitzerwelt der Werbungen. So mancher Missionar hat viel falsch gemacht, weil er die europäische Kultur mit dem Christentum identifizierte, weil er die gesellschaftspolitische Hierarchie über den Glauben stellte: Für König… Aber merken wir heute, was wir falsch machen?

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