Ostafrika

Ich hatte immer wieder einmal Nordafrika im Blick. Doch gehen wir einmal einmal langsam in Ostafrika von Nord nach Süden herunter. Was können wir erkennen? Bevor ich das darstelle, soll noch eine Anmerkung gemacht werden: Die Grenzen der Nationen stimmen nicht mit den Grenzen der jeweiligen Stämme überein. Es gibt islamische und christliche Stämme und animistische Stämme. Im Laufe der Jahrhunderte gab es aufgrund der Kolonialmächte Verschiebungen, die manche Stämme heute wieder in ihrem Sinne korrigieren möchten, wodurch sozusagen auch Spannungen zwischen christlichen und muslimischen Stämmen entstehen kann (z.B. Teile Äthiopiens). Aber auch: Neu erstarkte islamis(ti)schen Gruppen bekommen Gelder. Von wem? Ich weiß, dass es von Saudi Arabien ist, aber wahrscheinlich auch von anderen, zum Beispiel Katar.

Ägypten: Muslimbrüder und Salafisten bekämpfen die freieren muslimische Kräfte massiv, weil sie durch die gewonnenen Wahlen Aufwind spüren.

Sudan: Voll in islamistischer Hand, ein Terrorregime.

Südsudan: ein neues gefährdetes Gebilde (fast doppelt so groß wie Deutschland) in dem Animisten und vor allem Christen leben, umtost von Islamismen.

Eritrea: Die sozialistische Regierung bekämpft einen Teil des Christentums (und wohl den extremeren Islam, den Wahhabismus) mit allen Mitteln.

Dschibutti: 100% muslimisch – eigentlich hört man da nichts über das Thema Islamismus. Ein von den Medien vergessenes Stückchen Erde oder hat es wirklich keine Probleme?

Äthiopien: An vielen Stellen kracht es, vor allem im Süden und Osten, weil Islamisten die traditionell christliche Kirchen zu überwinden suchen.

Somalia: Der Süden ist zum großen Teil in der Hand der islamistischen/wahhabitischen Al Schabaab.

Kenia: Nordkenia hat mit den eindringenden Islamisten aus Somalia zu kämpfen.

Tansania/Sansibar: Islamisten machen so manchem das Leben schwer, bis hin zu Verfolgungen von Christen.

Sambia: Überwiegend christlich, im Norden von Sambia kommen islamisch agierende Menschen und vergeben in ihren Firmen nur Jobs, wenn die Menschen zum Islam konvertieren.

Mosambik: In Nordmosambik gibt es neuerdings starke islamische Gruppen, die Moscheen an zentrale Stellen der Städte bauen, um so ihre Präsenz und Dominanz zu erweisen.

Madagaskar: Was in Madagaskar los ist, ist etwas schwer für einen Laien wie mich zu durchschauen. Auf jeden Fall herrscht eine rigide Übergangsregierung, man geht nicht besonders zimperlich mit Andersdenkenden um, es sollen jedoch in diesem Jahr noch Wahlen stattfinden. Wieweit sie demokratischem Usus entsprechen, wird sich zeigen.

In vielen dieser Länder gab es traditionell islamische Gruppen und Stämme, die mehr oder weniger gut mit den anderen Menschen und Religionen ausgekommen sind. Mit dem Geld von Saudi Arabien und ähnlichen Staaten, greift der Wahhabitismus immer stärker in das Leben ein – und zwar vielfach sehr militant, bis hin zu Anschlägen, Massenaufläufen, Errichtungen mächtiger Moscheen und Islamzentren, Bedrohungen. Ein Beispiel wird hier geschildert, an Tansania – aber so geht es in Ostafrika zur Zeit fast überall zu: http://www.ibim.de/Publikationen/Fundamentalistischer%20Islam%20in%20Tansania.pdf Und die Welt schaut zu. Wie glücklich waren die Menschen in Mali, als sie befreit wurden. Wie viel Unglück herrscht in diesen Ländern der Fesselung?

Interessant ist in dieser Hinsicht auch dieser Artikel: http://www.kybeline.com/2013/01/28/linke-deutsche-medien-unterstutzen-saudiarabische-organisation-fur-betrugerische-spendensammlung-und-terrorismus-finanzierung/ Da wird darauf hingewiesen, dass die Islamis(ti)che Organisation auch für Länder Afrikas sammelt, in denen überwiegend Christen wohnen, wie Äthiopoien. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Hurra, da spenden wir doch gleich für die lieben Christenkinder, die diese Islamis(ti)che Organisation unterstützt. Für wie blöd wir gehalten werden, auch von der taz, ist schon interessant: http://taz.de/Islamische-Wohltaetigkeit-in-Deutschland/!109853/