Segen am Sonntag

Einer kam zu dem Heiligen und sagte: „Pass auf, die da ist eine ganz üble Person! Und pass auch auf, die Menschen da sind äußerst schlimm!“ Da sagte der Heilige: „Zu Jesus kamen einmal Männer, die eine Frau vor sich hinstellten und sagten: >Die da hat sich sehr schlimm verhalten!< Jesus sagte zu den Männern: >Ihr sagt, die da habe sich ganz schlimm verhalten – habt ihr euch nie schlimm verhalten?< Die Männer verstummten und schlichen sich davon.“ „Warum erzählst du mir das?“ fragte Einer, „das war lange her!“ „Nein“, sagte der Heilige, „das geschieht jeden Tag, dass Menschen andere ausgrenzen, weil sie denken, die anderen seien wertlos. Wer andere verachtet, muss immer daran denken: Bist du nicht selbst von der Liebe Gottes abhängig? Müsste Gott dich nicht auch verachten? Er liebt dich, auch wenn du dich daneben benommen hast. Also haben wir nicht das Recht, andere zu verachten.“ „Alle Menschen lieben? Das ist doch hirnrissig“, sagte Einer. „Menschen lieben und achten, das heißt nicht, alles zu akzeptieren“, sagte der Heilige. „Menschen lieben, das heißt, ihnen den Weg Gottes zu zeigen – trotz eigener Unzulänglichkeiten.“

Gott segne Euch, die Ihr Gottes Wege geht und damit verschlossene Türen öffnet.

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