Scharia-Patrouillen+Tugenden

In London gibt es Scharia-Patrouillen: http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article112996346/Vermummte-Muslime-in-London-auf-Scharia-Patrouille.html

Ich meine, dass diese Patrouillen ein Anzeichen dafür sind, dass Christen versagt haben. Nicht, weil sie nicht diese Patrouillen durchführen, sondern weil sie ihrer Gesellschaft nicht vermitteln können, dass Nachfolge Christi auch ein bestimmtes Verhalten mit sich bringt, es erfordert. Unser Weg ist freilich nicht der Zwang, sondern das Führen zur Einsicht. Nur: Wie können Menschen zur Einsicht geführt werden, dass ihr Verhalten unter aller Kritik ist – auch das der Patrouillen – wenn es ihnen keiner sagt und den Menschen richtiges Verhalten vorlebt? Sexuelle Leichthinnigkeit, Trunkenheit… – das sind alles Themen, die nicht in den Tugendkatalog der Christen fallen. Im Gegenteil. Zum Lasterkatalog des Paulus im Galaterbrief gehören: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Göttzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen. In unserer Zeit denkt man sich, dass Christen sich in dieser Hinsicht ruhig der Welt anpassen könnten. Sie sind halt Menschen. Ja, sie sind Menschen. Aber sie sind Menschen, die von Christus auf den Weg der Neuerung, der Reinheit gesetzt wurden. Und darum gelten die folgenden Tugenden: Gerechtigkeit, Tapferkeit, Maßhalten, Weisheit, Glaube, Liebe, Hoffnung. Und Christen, die anderes lehren und leben, sollten sich fragen lassen, warum sie sich eigentlich Christen nennen. Das Wort „Christ“ kommt von Christus, das heißt Messias. Menschen, die dem Messias Jesus folgen. Ein extrem hoher Anspruch. Wer wird dem gerecht? Statt nun zu sagen: Weil dem niemand gerecht wird, bemühen wir uns nicht einmal. Das ist absurd. Jede Firma, jede Gemeinschaft, die was auf sich hält, hat Verhaltenscodes. Christen haben sie auch. Nicht, weil sie wollen, sondern weil sie ihnen von Gott gegeben wurden.

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Eine Antwort auf „Scharia-Patrouillen+Tugenden“

  1. Es ehrt Christen, wenn sie in dem Vorgehen der islamischen „Tugendwächter“ vor allem einen Kampf um die guten Sitten sehen. Schaut man allerdings „neutral“ auf dieses Geschehen, oder am besten aus islamischer Sicht, dann erkennt man, daß es nur in zweiter Linie um Tugenden geht, hauptsächlich aber um einen MACHTANSPRUCH, der – typischerweise – MIT GEWALT durchgesetzt werden soll.

    Dementsprechend werden die jungen „Herren Islamisten“ auch weniger eine innere Bekehrung der verwahrlosten englischen Jugend anstreben – durch gute Worte bspw – sondern sie sind zufrieden, wenn sie ihren Bereich „sauber halten“, und wenn die Betroffenen sich EINFACH FÜGEN. Denn Islam heißt wörtlich „Unterwerfung“.

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