Zigeuner, Eskimos, Neger

Ein Text zu unseren Umformulierungen alter Begriffe: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/warum-kinderbuecher-politisch-korrekt-umgeschrieben-werden-a-878115.html Interessant fand ich die Aussage, dass Bombay nicht mehr Bombay heißt, weil hinduistische Extremisten ihren Machtanspruch gegen Muslime durchsetzen wollten. Nun, da werden dann die guten Menschen, die so sensibel für alles Mögliche sind, ganz schön in die Bredouille geführt. Sagt man nun doch lieber wieder Bombay oder Mumbai? Ich würde sagen: Wir versuchen eine Strichliste zu führen: Einmal Bombay, einmal Mumbai – abwechselnd. Dann tun wir weder Hindus noch Muslimen Unrecht. Jeder, der sich damit beschäftigt, spürt, ahnt, weiß wie dicht beieinander das Erhabene zum Lächerlichen ist oder wie Fleischhauer sagt: „Es ist die vorauseilende Entschuldigungsbereitschaft, die das politische Lektorat vom Ernsthaften ins Lächerliche führt.“ Nicht gewusst habe ich, dass Eskimo nicht Fleischesser, sondern „Schneeschuhflechter“ bedeutet bzw. „Menschen, die eine andere Sprache sprechen“. Dürfen wir jetzt wieder Eskimos sagen? Wie schön war es, als man noch vom Indianer Winnetou träumen konnte. Jetzt träumt man nur von Winnetou, dem Mann der indigenen Völker. Aber dass man Araber nicht sagen darf, weil das islamfeindlich sei – war das von Fleischhauer ein Scherz?

Dazu ein paar meiner alten Beiträge zum Thema: http://blog.wolfgangfenske.de/2012/01/13/diskriminierungen/ Und: http://blog.wolfgangfenske.de/2011/02/26/unser-negerkonig/ Und: http://blog.wolfgangfenske.de/2011/12/17/muslimischer-inder/

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