Gaucks Migrationspolitik

Ich weiß nicht, was Bundespräsident Gauck im Sinn hat. http://www.br.de/nachrichten/mittelfranken/besuch-bundespraesident-nuernberg-gauck-100.html Hat er sich auf die Fahne geschrieben, die Deutschen endlich einmal zu besseren Menschen zu erziehen, in dem Sinn, dass sie endlich Migranten mit Freude und offenem Herzen aufnehmen sollen? Ehrlich gesagt, weiß ich nicht so recht, was das soll. Warum? Weil Flüchtlinge ja aufgenommen werden. Das Problem an der sich verschlechternden Stimmung liegt nicht allgemein an der Aufnahmebereitschaft von Flüchtlingen. Es liegt daran, dass hier Aufgenommene aus so manchem Land mit einem bestimmten kulturellen Hintergrund sich nicht freundschaftlich aufnehmen lassen. Und es sollten nicht alle Migranten in einen Topf geworfen werden. Es kommt immer darauf an, welche Länder und welcher kulturelle Hintergrund vorhanden sind. Auch hat sich die Politik in den letzten Jahrzehnten eine gehörige Portion Fehler geleistet: Statt die Integration zu fördern – aktiv zu fördern: Sprache erlernen, sich anpassen an bestimmte Gepflogenheiten des Landes – hat sie aus ideologischen Gründen nicht vorangetrieben. Statt dessen entstand zum Teil eine nicht geringe Ghettoisierung. Man hat die Einwanderungspolitik nicht aktiv und lenkend betrieben, sondern nach dem Motto: Es wird schon werden. Und was daraus geworden ist, das ist eben: So manches Herz hat sich verschlossen aufgrund negativer Erfahrungen – so manches Herz von Deutschen als auch von Einwandernden. Man kann zwar sagen: Aber aber, schließ nicht von einen, zwei, drei, ganz vielen auf alle – aber der Mensch ist nun einmal anders gestrickt und es gehört eine Menge Pragmatismus dazu, dieses Thema so aufzugreifen, dass es zu einem guten Ziel führt. Es genügen inzwischen schon nicht mehr nur freundliche Gauck-Worte, ermahnende Aufforderungen, sondern strukturelle Maßnahmen müssen durchdacht realisiert werden – und ob der Islamunterricht nicht eher kontraproduktiv ist, weil er wie ich befürchte die Integration hemmt, wird sich zeigen müssen. Bislang haben sich integrierende Moscheebauten ja als nicht unbedingt integrierend erwiesen. Noch haben wir in Deutschland Geld, um lenkend einzugreifen. Wenn es erst einmal so weit ist wie in Griechenland, Frankreich usw., dann werden sich die Herzen immer mehr verschließen, weil dann ein Verteilungskampf beginnt. Da helfen dann die freundlichen Aufforderungen „seid nett zueinander“ überhaupt nichts mehr. Ärgerlich finde ich an solchen Reden, dass sie undifferenziert sind und den Bürgern eine Last auflegen, die sie – wie gesagt – ohne strukturelle Änderungen durch die Politik nicht tragen können. Und die Bürger immer stärker zu einer von der Obrigkeit verlangten Freundlichkeit zu zwingen, gelingt nicht. Und das zeigt sich immer wieder: Die Obrigkeit versucht mit allen soziopsychologischen Mitteln Menschen an die von ihr bevorzugten Bedingungen zu gewöhnen.

Es gibt bei uns keine Obrigkeit? Nein, natürlich nicht. Nur solche Leute, die so tun, als seien sie eine. 😉

Es genügt nicht, anderen zu sagen: Fühlt euch bei uns wie zuhause, wenn die Regeln des Hauses nicht klar sind bzw. nicht eingehalten werden.

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Eine Antwort auf „Gaucks Migrationspolitik“

  1. WF hat -wie meistens- recht, und dem Gesagten ist nichts hinzuzufügen. Nun kommt es allein noch darauf an, dass viele Freunde dieses Blogs die vorgetragenen Gedanken und Erkenntnisse nicht allein für sich in ihres Herzens Kämmerlein bewegen, sondern mutig die Konsequenzen daraus ziehen im öffentlichen Leben. Welche?..Überlegen!… Eine ist zumindest, sich zu wehren gegen die gesellschaftszerstörende und menschenfeindliche „Politische Korrektheit“, der sich offensichtlich auch unser Bundespräsident J. Gauck zu unterwerfen scheint. Möge auch er sich gegen die „Giftspritzer“ wehren -wünscht das
    Echolot

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