Langsame voran

Das ist doch ein Problem, das man nicht allein empört unter den Teppich kehren kann: http://www.migazin.de/2013/01/11/deutschklassen-eine-neue-form-der-segregation/? Unsere Gesellschaft lebt doch auch von Menschen, die klug sind, die sich durcharbeiten, die Biss haben, mehr wissen zu wollen, die schnell vorankommen wollen – und den Eltern, die das fördern. Man soll diesen Eltern keine Steine in den Weg legen – und: Wie soll man diesen Kindern in der Schule gerecht werden, wenn man anderen Kindern noch das Wort „Haus“ beibringen muss? Die Migrantenverbände müssen ihre Mitglieder drängen, deutsch zu lernen, müssen sie dazu drängen, mit deutschen Kindern zu spielen, müssen ihre Kids in Museen führen und deutsches TV sehen lassen – das Problem ist, dass es in manchen Gegenden eben keine deutschen Kinder mehr gibt, mit denen die Migrantenkinder spielen können. Dann gilt es vielleicht Kindergärten als Deutsch-Lern-Gärten zu kreieren. Aber unser Land ist darauf anfgewiesen, dass die Hürden nicht runtergestellt werden. Wie soll man es machen, ohne die Langsamen abzuhängen? Die Quadratur des Kreises? Um die Langsamen als Vorreiter installieren zu können, gibt es so manche Initiative, die Schulen zu schwächen. Aber das ist für unser Land schädlich. Von daher müssen eben auch die Migrantenverbände das Ihre dazu tun, dass die Kids deutsch lernen und auch sonst besser integriert sind. Ich selbst bin keiner, der die Langsamen hintenan sehen möchte und übersieht. Nur dürfen die Eifrigen nicht ständig ins Korsett gezwängt werden.

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