Wo ist Gott?

Wo ist Gott? In der Dunkelheit. Wo ist Gott? Im Schmerz. Wo ist Gott? In der Einsamkeit. Wo ist Gott? In den Schicksalsschlägen. Wo auch immer uns das Leben hindrängt, wo das Sterben hindrängt: Gott ist da! Der Gott der Heiden meidet die Abgründe des menschlichen Lebens – und wir haben diesen alten heidnischen Glauben noch immer in uns: Gott ist nur da, wo es hell ist, wo es uns gut geht, schmerzlos, angstfrei. Unser Gott ist jedoch gerade in diesen Abgründen da. Gott kam in dem Jesuskind in die Dunkelheit. Gott kam in dem Jesuskind in die verzweifelte Welt der Hirten, der Armut, der Abhängigkeit und er kam in die Welt der von den Mächtigen erniedrigten Menschen, der Menschen, die von der Willkür und dem Unrecht anderer abhängig waren. Gott kam in die Welt der Weisen, die Gottes Handeln in den Sternen suchten, in ihrer Weisheit nach ihm forschten und ihn nicht fanden – auf einmal erleuchtete er ihnen als Stern! Wo ist Gott? Gott ist da, wo du ihn nicht vermutest, wo wir ihn nicht vermuten. Gott ist auch da, wo du ihn nicht fühlst, spürst, oder glaubst, er sei fern. Wenn du ihn nicht spürst und fühlst, setze deinen Verstand ein und lass es dir von Gott sagen und höre mit allen Fasern deines Herzens zu:

Ich, dein Gott, bin bei dir, jetzt und in Ewigkeit.

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